Sport kompakt: Deutsche U21 steht im EM-Halbfinale und löst Olympia-Ticket

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

23. Juni: 1:1 gegen Österreich – Deutsche U21 steht im EM-Halbfinale +++

Deutschlands U21-Fußballer haben mit einem Remis im dritten EM-Spiel den Einzug ins Halbfinale und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 perfekt gemacht. Der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz reichte in Udine im dritten Vorrundenspiel ein 1:1 (1:1) gegen Österreich für den Gruppensieg. Damit steht der DFB-Nachwuchs zum dritten Mal in Serie im Halbfinale einer U21-EM. Der Gegner in der Partie am Donnerstag steht noch nicht fest. Stürmer Luca Waldschmidt hatte die deutsche Mannschaft mit seinem fünften Turniertor in Führung geschossen (14. Minute), Augsburgs Kevin Danso gelang vor 9100 Zuschauern der Ausgleich (24./Foulelfmeter).

23. Juni: Andy Murray gewinnt bei Comeback Doppel-Titel

Der zweimalige Wimbledonsieger Andy Murray hat sein Comeback auf der Tennis-Tour mit dem Sieg im Doppel-Wettbewerb von Queens veredelt. Der 32 Jahre alte Schotte gewann mit dem Spanier Feliciano Lopez am Sonntag das Endspiel gegen Rajeev Ram und und Joe Salisbury aus den USA und Großbritannien 7:6 (8:6), 5:7, 10:5. Wegen seiner langwierigen Schmerzen an der Hüfte hatte Murray bei den Australian Open sein baldiges Karriereende angekündigt und sich dann einer Operation unterzogen. Auch in Wimbledon, das am 1. Juli beginnt, will der frühere Weltranglisten-Erste im Doppel sowie im Mixed antreten.

23. Juni: Sané soll Wechsel zum FC Bayern nicht in Betracht ziehen

Es wäre der Wechsel des Sommers gewesen, doch nun scheint er in weite Ferne gerückt zu sein. Wie die britische „Sun“ berichtet, soll Leroy Sané Freunden gegenüber klargestellt haben, dass er nicht zum FC Bayern München wechseln wird. Er werde dem Wechsel eine „Abfuhr“ erteilen und bei Manchester City bleiben, heißt es in dem Bericht. Sein Vertrag bei dem Verein von Trainer Pep Guardiola läuft noch bis 2021. Der 23-Jährige glaube, dass die Premier League die bessere Liga sei. Außerdem würde ihn laut „Sun“ die massive Beobachtung, unter der er in Deutschland stünde, stören.

23. Juni: Hamilton gewinnt auch in Frankreich – Vettel Fünfter

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen von Frankreich gewonnen und seine WM-Führung weiter ausgebaut. Der britische Mercedes-Pilot setzte sich in Le Castellet vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch und feierte im achten Saisonlauf seinen sechsten Sieg. Der deutsche Ferrari-Star Sebastian Vettel aus Heppenheim musste sich mit Platz fünf begnügen und landete noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc aus Monaco und Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden. Hamilton wiederholte auf dem Kurs in Südfrankreich seinen Sieg aus dem Vorjahr und liegt in der WM-Wertung nun schon 76 Punkte vor Vettel.

23. Juni: Flick wird wohl Co-Trainer beim FC Bayern

Hansi Flick wird laut einem Medienbericht neuer Co-Trainer beim FC Bayern München. Wie der „Kicker“ berichtet, erhält der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw beim deutschen Meister einen Zweijahresvertrag. Beim Trainingsauftakt am 8. Juli soll der 54-Jährige bei den Münchnern dabei sein. Flick wird damit Nachfolger von Peter Hermann, der die Bayern nach der Saison verlassen hatte.

Flick war von 1985 bis 1990 Profi beim FC Bayern. Er lief in 104 Liga-Partien auf und wurde mit den Münchnern viermal Meister. An der Seite von Löw hatte Flick von 2006 bis zum WM-Gewinn 2014 gearbeitet. Anschließend war er als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und als Geschäftsführer bei 1899 Hoffenheim tätig. 

21. Juni: Kein Gelb für Torhüterinnen – Fifa schwächt neue Elfmeter-Regel ab

Die Torhüterinnen bei der Frauen-WM müssen bei Elfmeterschießen in der K.o.-Phase keine Gelben Karte mehr befürchten, wenn sie sich zu früh von der Linie bewegen. Die Regel wurde auf Antrag der Fifa für das Turnier in Frankreich ausgesetzt. Das teilte das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (Ifab) am Freitag mit.

Als Begründung nannte das Ifab, dass die Kontrolle durch den Video-Schiedsrichter, entsprechende Vergehen zu erkennen, als Abschreckung ausreiche. Man wolle vermeiden, dass eine Torhüterin möglicherweise durch eine zweite Gelbe Karte während eines Elfmeterschießens des Feldes verwiesen werde und dann den Regel entsprechend eine Feldspielerin im Tor stehen müsse.

Bewegt sich eine Torhüterin mit beiden Beinen vor dem Schuss von der Torlinie, wird der Elfmeter wiederholt. In der Gruppenphase waren mehrere Torhüterinnen für ein entsprechendes Vergehen verwarnt worden. Bei Elfmetern im Spielverlauf bleibt die Verwarnungsregel bestehen. Seit dem 1. Juni können sich Torhüter mit einem Fuß schon vor dem Schuss von der Torlinie entfernen.

21. Juni: Deutschland trift bei Frauen-WM auf Nigeria

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) auf Nigeria. Das stand nach dem Abschluss der kompletten Vorrunde fest. Die USA sicherten sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg in Le Havre gegen Schweden den Sieg in der Gruppe F und holten die maximale Punktzahl von neun Zählern. 

Lindsey Horan brachte das US-Team von Trainerin Jill Ellis schon in der 3. Spielminute in Führung, ehe Jonna Andersson (50.) ein Eigentor unterlief. Damit kann die deutsche Mannschaft im Fall eines Weiterkommens frühestens im Finale auf Titelverteidiger USA treffen. 

Der Ausgang der andere Partie zwischen Thailand und Chile entschied letztlich über den nächsten deutschen Gegner. WM-Neuling Chile hätte in Rennes mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um den bis dato viertbesten Gruppendritten, Nigeria, noch den letzten Achtelfinalplatz abzujagen. 

Nach einem Eigentor der thailändischen Torhüterin Waraporn Boonsing (48.) lagen die Südamerikanerinnen auch 1:0 vorn, und nach dem 2:0 von Maria Jose Urrutia (80.) wurde es noch einmal richtig spannend. Vier Minuten vor dem Ende verpasste Chile durch einen verschossenen Strafstoß von Francisca Lara, die nur die Latte traf, den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams.

Fotostrecke: Verstorbene Promis 2019

+++ 20. Juni: Torfabrik läuft weiter: Deutsche U21-Auswahl gewinnt auch zweites EM-Gruppenspiel deutlich +++

Deutschlands U21-Nationalmannschaft hat nach dem zweiten Sieg im zweiten EM-Spiel beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale und die Olympia-Qualifikation. Die Auswahl von Stefan Kuntz setzte sich am Abend in Triest mit 6:1 (3:0) gegen Serbien mit dem Frankfurter Luka Jovic durch und hat sechs Punkte aus zwei Spielen. Der Augsburger Marco Richter (16. Minute), Dreifach- Torschütze Luca Waldschmidt vom SC Freiburg (30./37./80.), Dortmunds Mahmoud Dahoud (69.) und Arne Maier (90.+2) trafen vor 9837 Zuschauern für den deutschen Fußball-Nachwuchs. Andrija Zivkovic verwandelte für die Serben einen Foulelfmeter (85.). Der DFB-Elf reicht im letzten Vorrunden-Spiel gegen Österreich am Sonntag nun ein Punkt für den Gruppensieg und damit den sicheren Einzug ins Halbfinale.

+++ 20. Juni: Österreicher Strasser holt sechsten Sieg beim Race Across America +++

Mit seinem dritten Sieg in Serie und dem sechsten insgesamt hat sich Extremsportler Christoph Strasser endgültig in die Geschichtsbücher des legendären „Race Across America“ eingetragen. Bei seinem neunten Start fuhr der 36-Jährige aus der Steiermark erneut in einer eigenen Liga. Begleitet von einem zwölf-köpfigen Team bewältigte er die knapp 5.000 Kilometer von der West- zur Ostküste der USA in acht Tagen, sechs Stunden und 51 Minuten. Das entspricht einem Durchschnittstempo von fast 25 Kilometern pro Stunde. Dabei verbrachte Strasser nach eigenen Angaben nicht einmal zehn Stunden in der Waagrechten. Umso mehr freute er sich im Ziel auf den wohlverdienten Schlaf. „Ich denke es werden alle feiern gehen – nicht alle, denn ich freue mich schon sehr auf mein Bett“, sagte der Ultra-Radsportler. Strasser schaffte als Erster überhaupt den Hattrick beim wahrscheinlich härtesten Radrennen der Welt – mit sagenhaften 35.000 Höhenmetern. Erschwert wurde der Weg in diesem Jahr von heftigem Regen, der nicht nur dem Österreicher in den ersten drei Tagen (und Nächten) schwer zu schaffen machte. Auf dem Weg zum zweiten Platz ist der Slowene Marko Baloh, der bei Strassers Zieldurchfahrt am Mittwochabend 22:29 Uhr Ortszeit noch 500 Kilometer vor sich hatte.

RAAM19_Ziel_005_c_Lex_Karelly

+++ 20. Juni: Podolski muss nach Ohr-OP wochenlang pausieren +++

Ex-Weltmeister Lukas Podolski muss wegen der Nachwirkungen seiner Ohren-Operation noch eine längere Fußballpause einlegen. „Ich hoffe, dass alles endlich gut ist. Es ist noch Ruhe nötig, der Weg zur vollständigen Genesung geht weiter“, kommentierte der 34-Jährige ein Bild von sich mit seinem Arzt aus dem Krankenhaus. Als Hashtag fügte Poldi #comebackstronger (stärker zurückkommen) hinzu.

Der frühere Nationalspieler war zuletzt in einer Kölner Klinik am rechten Ohr operiert worden. Podolski zufolge war sein Trommelfell kaputt, zudem ein Knochen geschädigt. Der „Bild-Zeitung sagte er: „Mir geht es inzwischen etwas besser, allerdings muss ich mich noch vier, fünf Wochen schonen. Ich habe noch Fäden und einen Tampon im Ohr.“

Vor dem Eingriff hatte Podolski wegen der gesundheitlichen Beschwerden schon eine Woche in einem Krankenhaus in Japan verbracht. Dort steht er noch bei Vissel Kobe unter Vertrag. Wann er zurückkehrt und ob er über das Vertragsende im kommenden Januar hinaus in Japan bleiben will, ist noch unklar. „Ich lasse mir alle Richtungen offen und habe ja ein bisschen Zeit, mir meine Zukunft zu überlegen“, sagte der Stürmer, der früher in der Bundesliga für den 1. FC Köln und den FC Bayern München auf Torejagd gegangen war.

+++ 19. Juni: Hummels-Rückkehr nach Dortmund perfekt +++Twitter-Reaktionen auf den Hummels-Wechsel zum BVB

Mats Hummels kehrt nach drei Jahren beim FC Bayern München zu Borussia Dortmund zurück. Wie das Fachmagazin „Kicker“ und die Deutsche Presse-Agentur berichten, vereinbarten beide Vereine eine Ablösesumme von bis zu 38 Millionen Euro. Die Vereine bestätigten, dass sie sich grundsätzlich auf den Wechsel geeinigt haben.

Der Innenverteidiger war 2014 für 35 Millionen Euro an die Isar gewechselt und bestritt 118 Pflichtspiele für den deutschen Rekordmeister. Der 30-Jährige gewann in dieser Zeit zwei Mal das Double. Hummels soll von der Borussia einen Dreijahresvertrag erhalten haben. Der gebürtige Bergisch Gladbacher folgt damit dem Beispiel von Mario Götze, der 2016 ebenfalls nach drei Jahren beim FC Bayern zum Revierklub zurückgekehrt war. 

+++ 19. Juni: Kristina Vogel als TV-Expertin beim ZDF vorgestellt +++

Kristina Vogel wird ab Anfang August die Sportredaktion des ZDF verstärken. Wie der Sender am Mittwoch mitteilte, soll die zweifache Olympiasiegerin im Bahnradsport erstmals bei den Übertragungen von „Die Finals Berlin 2019“ als Expertin zum Einsatz kommen. Das ZDF plant die seit einem Trainingsunfall querschnittsgelähmte 28-Jährige auch als Co-Kommentatorin für die Olympischen Sommerspiele in Tokio sowie die kommenden Welt- und Europameisterschaften im Bahnradsport ein. 

+++ 19. Juni: Luis Enrique nicht mehr Spanien-Coach +++ 

Luis Enrique ist als Trainer der spanischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Der 49-Jährige gab für den überraschenden Rückzug private Gründe an. Enrique, selbst 62-facher Nationalspieler, war erst 2018 vom spanischen Fußballverband verpflichtet worden. Laut Verbandspräsident Luis Rubiales übernimmt der bisherige Assistent Robert Moreno die Aufgaben Enriques. Der war schon im Frühjahr vor dem Qualifikationsspiel gegen Malta überraschend aus dem Lager der Furia Roja abgereist. Damals bat der Verband die Öffentlichkeit um Diskretion – die Gründe für Enriques Abreise sind noch immer nicht bekannt.

+++ 18. Juni: Italien, Australien und Brasilien erreichen WM-Achtelfinale der Frauen +++ 

Italien, Australien und Brasilien haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich das Achtelfinale erreicht. Die Brasilianerinnen setzten sich am Dienstag in Valenciennes knapp mit 1:0 gegen Italien durch. Die sechsmalige Weltfußballerin Marta erzielte per Foulelfmeter in der 74. Minute nicht nur den Siegtreffer, sondern auch ihr insgesamt 17. Tor bei Weltmeisterschaften. Damit überholte die 33-Jährige den bisherigen Rekordhalter Miroslav Klose, der 16 Treffer erzielte. 

Im anderen Spiel der Gruppe C hatte Australien wenig Mühe beim 4:1 gegen WM-Neuling Jamaika. Die „Reggae Girlz“ konnten sich jedoch über ihr erstes WM-Tor von Havana Solaun freuen. Alle vier Treffer für die „Matildas“ erzielte Samantha Kerr. Italien sicherte sich nur dank der besten Tordifferenz vor Australien und Brasilien den Gruppensieg. Die drei Teams schlossen die Vorrunde mit jeweils sechs Zählern ab.

+++ 18. Juni: Dortmund verlängert Vertrag mit Lucien Favre +++

Borussia Dortmund und Lucien Favre haben den laufenden Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängert, wie der BVB bekanntgab. Favre war vor einem knappen Jahr Trainer in Dortmund geworden und hatte zunächst einen Kontrakt bis 2020. In seinem ersten Jahr führte der 61 Jahre alte Schweizer den Erstligisten auf Platz zwei. Dabei verspielte der BVB allerdings seinen zwischenzeitlichen Vorsprung auf den FC Bayern München, der nach einer Aufholjagd schließlich Meister wurde. „Ich freue mich sehr auf eine weiterhin konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem ganzen BVB-Team“, wird Favre in einer Mitteilung der Borussia zitiert.

Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc teilte mit: „Lucien hat klare Strukturen geschaffen und unsere Spieler weiterentwickelt.“ BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erklärte: „Er hat die Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt. Es ist folgerichtig, dass wir die Zukunft gemeinsam gestalten möchten.“

Favre war im vergangenen Sommer nach zwei Jahren bei OGC Nizza zur Borussia gewechselt. Der Schweizer hatte zuvor in der Bundesliga bei Hertha BSC und bei Borussia Mönchengladbach gearbeitet. In seiner Heimat war er unter anderem Trainer bei Servette Genf und beim FC Zürich.19-Ex-UEFA-Präsident Platini aus Polizei-Gewahrsam entlassen-6049903216001

+++ 18. Juni: Korruptionsverdacht: Ex-Uefa-Präsident Michel Platini festgenommen +++

Der frühere Uefa-Präsident Michel Platini ist von der französischen Polizei festgenommen worden. Übereinstimmende Medienberichte sind laut dem US-Fernsehsender CNN inzwischen von einem Sprecher der französischen Finanzbehörde bestätigt worden. Grund für die Festnahme sollen Ermittlungen zur umstrittenen WM-Vergabe an Katar sein. Der 63-jährige frühere Weltklasse-Fußballer befinde sich in einer Polizeistation in Nanterres in der Nähe von Paris, heißt es. Der frühere Weltklasse-Spieler war an der umstrittenen Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an Katar im Jahre 2010 beteiligt. Angeblich traf er sich vor der Vergabe mit dem katarischen Vertreter Mohamed Bin Hammam. Katar wird seit Jahren wegen Menschenrechtsverletzungen und dem Umgang mit Homosexualität kritisch beobachtet.

+++ 18. Juni: Klub-Legende Francesco Totti kehrt AS Rom den Rücken +++

Francesco Totti verlässt seine große Liebe, den AS Rom, endgültig. Per E-Mail habe er am Montag Präsident James Pallotta über seinen Rücktritt als Funktionär beim italienischen Serie-A-Klub informiert, sagte der 42-Jährige am Montag bei einer Pressekonferenz. „Es ist ein Tag, von dem ich gehofft hatte, dass er niemals kommen würde.“ Fast 30 Jahre trug Totti das Trikot der Giallorossi (Gelb-Roten) – mögliche Wechsel zu Europas Topklubs lehnte er konsequent ab. 2017 hatte er  unter Tränen seinen Rücktritt verkündet und war ins Management der Roma gewechselt. Dort schien die Chemie zwischen ihm und Präsident Pallotta aber nie gestimmt zu haben. Seine Ideen seien nicht berücksichtigt worden, beklagte der Fußballweltmeister von 2006. Der Club verteidigte sich. „Auch wenn wir verstehen, wie schwierig es für ihn war zu entscheiden, den AS Rom zu verlassen, können wir nur feststellen, dass seine Wahrnehmung der Tatsachen und der vom Club getroffenen Entscheidungen fantasievoll und weit entfernt von der Wirklichkeit ist“, hieß es in einer Mitteilung. Seinen Kultstatus wird Totti bei den Roma-Fans dennoch nie verlieren.

+++ 17. Juni: Fußball-U21-EM: Deutschland feiert Auftaktsieg +++

 Die deutschen Fußball-Junioren sind mit einem Sieg in die U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino gestartet. Gegen Dänemark gewann das DFB-Team in Udine 3:1 (1:0). Marco Richter erzielte in der 28. und 52. Minute die ersten beiden Tore für den Titelverteidiger. Luca Waldschmidt erhöhte in der 65. Minute, Robert Skov verkürzte per Handelfmeter (73.). Weitere Vorrundengegner der Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz sind am Donnerstag Serbien sowie am Sonntag Österreich. Die Österreicher besiegten Serbien zum Start überraschend 2:0. Nur der Gruppensieger sowie der beste der drei Gruppenzweiten kommen ins EM-Halbfinale.

+++ 17. Juni: HSV soll Trainerteam mit Schweinsteigers Bruder verstärken +++

Der Hamburger SV holt nach Informationen der „Bild“-Zeitung den älteren Bruder von Weltmeister Bastian Schweinsteiger ins Trainerteam. Dienstbeginn für Tobias Schweinsteiger im Volkspark könnte demnach schon am Donnerstag sein. Der neue HSV-Cheftrainer Dieter Hecking habe nach Dirk Bremser damit seinen zweiten Assistenten.  

Der 37 Jahre alte Tobias Schweinsteiger war früher Stürmer beim VfB Lübeck und arbeitete zuletzt beim Zweitligisten FC Juniors OÖ, dem Ausbildungsklub des österreichischen Vizemeisters Linzer ASK. Seinen Trainer-Einstand gab der Weltmeister-Bruder beim FC Bayern. Mit der U17 wurde Tobias Schweinsteiger als Co-Trainer von Tim Walter, der jetzt beim VfB Stuttgart arbeitet, deutscher Meister. Schweinsteigers Vertrag bei den Juniors lief eigentlich noch bis 2023. Weil es dort aber Umbesetzungen im Trainerstab gab, konnte er seinen Kontrakt vorzeitig auflösen und einen neuen Job annehmen. 

tobias schweinsteiger

+++ 16. Juni: Bayern München gewinnt erstes Basketball-Finalspiel +++

Titelverteidiger FC Bayern hat das erste Playoff-Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft gegen ALBA Berlin gewonnen. In einem hart umkämpften Auftaktduell setzten sich die Münchner am Sonntagabend mit 74:70 (36:37) durch und gingen in der Best-of-Five-Serie mit 1:0 in Führung. Vor 6500 Zuschauern im Audi Dome war Nihad Djedovic mit 18 Punkten bester Münchner Schütze, für ALBA traf Peyton Siva mit 14 Zählern am häufigsten. Wer zuerst drei Spiele gewinnt, ist Meister. Spiel zwei findet am Mittwoch (20.30 Uhr) in der Hauptstadt statt.

+++ 16. Juni: Ex-Weltmeister Fury besiegt Außenseiter Schwarz

Der ehemalige Boxweltmeister Tyson Fury hat dem Deutschen Tom Schwarz keine Chance gelassen. In einem Schwergewichtskampf unterlag Schwarz dem Briten in der Nacht zum Sonntag in Las Vegas durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Ringrichter Kenny Bayless brach den Kampf ab, nachdem Schwarz einen Schlaghagel von Fury hinnehmen musste. Kurz zuvor war er zu Boden gegangen und angezählt worden.

Der 25 Jahre alte Magdeburger kassierte in seinem 25. Profi-Kampf die erste Niederlage. Allerdings hatte er seine bisherigen Siege fast ausschließlich gegen unterklassige Rivalen errungen. Klitschko-Bezwinger Fury bringt es in nunmehr 29 Kämpfen auf 28 Siege bei einem Unentschieden.  „Ich bin hierher gekommen, um Spaß zu haben und Las Vegas eine Show zu bieten“, sagte Fury nach seinem frühzeitigen Erfolg über Schwarz. „Ich hoffe, alle hatten so viel Spaß wie ich.“

Der 30-jährige Fury nahm damit dem Deutschen den Titel Interkontinentalmeister der WBO ab und bringt sich in eine gute Position, um Weltmeister Andy Ruiz jr. herausfordern zu können. Der in den USA lebende Mexikaner will jedoch zunächst einen Rückkampf gegen den Briten Anthony Joshua bestreiten. Fury peilt zunächst einen Rückkampf gegen WBC-Weltmeister Deontay Wilder aus den USA an. Ihr erstes Duell vor einem halben Jahr endete unentschieden.

+++ 14. Juni: Toronto sichert sich erstmals NBA-Titel +++

Sensation in der NBA: Zum ersten Mal überhaupt hat ein kanadisches Team den Titel in der nordamerikanischen Basketballliga geholt. Im sechsten Spiel der Best-of-Seven-Reihe setzten sich die Toronto Raptors gegen die Golden State Warriors aus Oakland, Kalifornien durch. 114:110 (60:57) stand es am Ende, danach gab es für die Kanadier kein Halten mehr. Noch nie hatte ein Team aus ihrer Heimat die Trophäe gewonnen.

Maßgeblich am Erfolg beteiligt war dabei Torontos Superstar Kawhi Leonard mit 22 Punkten. Aufbauspieler Kyle Lowry (26 Punkte/10 Assists) und Forward Pascal Siakam (26 Punkte/10 Rebounds) steuerten jeweils ein Double-Double zum Sieg der Raptors bei.

Auf Seiten der Warriors war Klay Thompson mit 30 Punkten am erfolgreichsten. Superstar Steph Curry kam auf 21 Zähler. Draymond Green (11 Punkte/13 Assists/19 Rebounds) überzeugte mit einem Triple-Double in der Niederlage. Die Warriors hatten schwer zu kämpfen mit dem Ausfall ihres vielleicht besten Spielers: Kevin Durant hatte sich in Spiel Fünf schwer an der rechten Achillessehne verletzt. Trotzdem hatten die Kalifornier das Spiel Anfang der Woche knapp für sich entschieden und waren in der Finalserie auf 2:3 herangerückt.

+++ 13. Juni: Polnischer Fußballverband feiert Sieg über Israel als „Pogrom“ +++

Am Montagabend hat die polnische Nationalelf mit Kapitän Robert Lewandowski in der EM-Qualifikation Israel mit 4:0 besiegt – ein wichtiger Sieg im Heimspiel in Warschau, denn die Israelis sind bislang der stärkste Konkurrent der Polen in der Gruppe G. Mit den drei Punkten konnte die polnische Nationalelf die Tabellenführung auf fünf Punkte Vorsprung vor Israel, das Tabellenzweiter ist, ausbauen.  

Während auf dem Rasen alles fair ablief, leistete sich das Social-Media-Team des polnischen Fußballverbandes einen verbalen Aussetzer. Kurz vor Abpfiff der Partie schrieb es auf der Facebookseite des Verbandes: „Toooooor! Das ist jetzt schon ein Pogrom! Wir führen gegen Israel mit 4:0.“ Nach dem Wort Pogrom wurden zwei Emoticons gesetzt: ein Arm mit einem angespannten Bizeps und eine Flamme. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend.

Der Begriff Pogrom stammt aus dem Russischen, bedeutet „Zerstörung“. Er stand und steht für antisemitische, gewaltsame Ausschreitungen und Gräultaten gegen Juden. 

Nach scharfer Kritik in den sozialen Medien verteidigte der polnische Fußballverband die Verwendung des Begriffs. Er sei „üblich“, um Siege im Fußball zu beschreiben, teilte Verbandssprecher Jakub Kwiatkowski mit, entschuldigte sich aber: „Vielleicht war er in diesem Zusammenhang fehl am Platz, weil es unnötig Emotionen schürt.“

+++ 13. Juni: Froome nach schwerem Sturz erfolgreich operiert +++

Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome ist nach seinem schweren Sturz mit mehreren Knochenbrüchen erfolgreich operiert worden. Das teilte sein Team Ineos mit. „Das Wichtigste zuerst, der Eingriff war ein Erfolg. Die Operation, die sechs Stunden dauerte, verlief sehr gut“, sagte Ineos-Teamarzt Richard Usher.

Der 34 Jahre alte Rad-Star aus Großbritannien war am Mittwoch bei der Streckenbesichtigung für das Zeitfahren beim Critérium du Dauphiné in Roanne mit 55 km/h in eine Mauer gerast und hatte sich dabei den rechten Oberschenkel, den Ellbogen und einige Rippen gebrochen. Froome war nach dem Sturz zuerst im Krankenhaus in Roanne behandelt und anschließend für die Operation in die Uniklinik nach St. Etienne geflogen worden.

„Chris ist heute Morgen aufgewacht und wurde von Mitarbeitern der Intensivstation und von orthopädischen Spezialisten, welche die Operation durchgeführt haben, untersucht. Alles sind sehr zufrieden mit den bisherigen Fortschritten“, erklärte Usher. Froome soll zur Beobachtung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben. „Aber er spricht bereits sehr aktiv über seine Rehabilitationsmöglichkeiten, was sehr ermutigend ist.“ Er will in den kommenden Tagen ein eigenes Statement veröffentlichen.

+++ 13. Juni: Werder Bremen verkauft Stadionnamen für 30 Millionen Euro +++

Werder Bremen hat seinen Stadionnamen an ein Immobilien-Unternehmen verkauft. Der viermalige deutsche Meister wird in der kommenden Saison im „wohninvest Weserstadion“ auflaufen, teilte der Club mit. Die Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2029 und bringt der Bremer Weserstadion GmbH rund 30 Millionen Euro ein. An der Gesellschaft ist der Verein wie auch die Stadt zu 50 Prozent beteiligt. 

„Die Kooperation verschafft uns den finanziellen Spielraum, um unsere einzigartige Heimstätte und nicht zuletzt auch unseren Verein für den Wettbewerb mit den besten Clubs Deutschlands weiterzuentwickeln“, erklärte Werders Geschäftsführer Klaus Filbry. Damit besitzen in der Bundesliga nur noch die Stadien von Borussia Mönchengladbach (Borussia-Park), Hertha BSC (Olympiastadion) und Aufsteiger Union Berlin (Stadion An der Alten Försterei) ihren Ursprungsnamen.

+++ 13. Juni: Eishockey-Finale – St. Louis gewinnt erstmals den Stanley Cup +++

Die St. Louis Blues aus der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL haben zum ersten Mal den Stanley Cup gewonnen. Im entscheidenden siebten Spiel besiegte das Team aus Missouri die Boston Bruins klar 4:1 (2:0, 0:0, 2:1).

Ryan O’Reilly (17.) und Alex Pietrangelo (20.) legten mit ihren Treffen im ersten Spielabschnitt den Grundstein für den späteren Erfolg. Für die endgültige Entscheidung sorgten Braydon Schenn (52.) und Zach Sanford (56.). Blues-Torhüter Jordan Binnington gab seinem Team mit 32 Paraden den nötigen Rückhalt. Den Ehrentreffer der Gastgeber erzielte Matt Grzelcyk (58.).

Die Auszeichnung als wertvollster Spieler (MVP) der Finalserie erhielt der 28-jährige O’Reilly. Durch den Auswärtserfolg konnten die Blues das Finale im Modus Best-of-Seven mit 4:3 für sich entscheiden. Für St. Louis ist es die erste Meisterschaft in der 52-jährigen Teamgeschichte der Blues.  

+++ 12. Juni: Sturz bei Dauphiné-Zeitfahren: Froome fällt für die Tour aus +++

Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome fällt nach einem schweren Sturz für die am 6. Juli beginnende Frankreich-Rundfahrt aus. Laut Angaben seines Teams Ineos stürzte der 34 Jahre alte Rad-Star aus Großbritannien bei der Streckenbesichtigung des 26,1 Kilometer langen Zeitfahrens des Critérium du Dauphiné in Roanne schwer. „Es ist ein sehr schwerer Unfall. Er wird eindeutig nicht bei der Tour de France am Start sein. Es wird ziemlich lange dauern, bis er wieder Rennen fährt“, sagte Ineos-Teamchef Dave Brailsford französischen Medien.

Froome sei bei einer Abfahrt mit hoher Geschwindigkeit gestürzt und gegen eine Wand geprallt. Mit einem Hubschrauber soll er nach Lyon oder Saint-Etienne in eine Klinik gebracht werden. Weitere Infos zu Froomes Gesundheitszustand gab Ineos zunächst nicht bekannt.

Froome wollte die achttägige Rundfahrt als Generalprobe für die diesjährige Tour absolvieren, die mit einer Flachetappe rund um Brüssel startet. 2013, 2015 und 2016 hatte er das Rennen jeweils für sich entschieden – in allen drei Jahren folgten danach Gesamtsiege bei der Tour de France. Nur im Vorjahr musste er sich bei Dauphiné und Tour seinem Teamkollegen Geraint Thomas geschlagen geben.

+++ 12. Juni: Motorradpilot Dennis Lippert stirbt nach schwerem Sturz +++

Der Motorsport in Deutschland trauert um Dennis Lippert. Der 23-jährige Rennfahrer erlag am Dienstag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Der Yamaha-Pilot war am Samstag beim Rennen der Supersport-Serie in der Arena Oschersleben (Sachsen-Anhalt) verunglückt. Wie der Veranstalter der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft mitteilte, überrollte ihn ein anderer Pilot im Bereich des Kopfes. Nachdem Lippert Augenzeugen zufolge noch auf der Strecke reanimiert wurde,  kam er mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Magdeburg. In einem Facebook-Post bestätigte sein Bruder Christian am Dienstagabend den Tod seines Bruder. „R.I.P. Brother. Du fehlst mir“, schrieb er unter ein Bild des 23-Jährigen. Der in Brunnthal bei München geborene Lippert war 2018 als Senkrechtstarter in die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) Supersport eingestiegen und galt als talentierter und hoffnungsvoller Fahrer. FB-Post Christian Lippert

Quelle: DPA

+++ 12. Juni: Stadion-Uhr des HSV wird abgebaut +++

Jetzt hat sie endgültig ausgedient. Die berühmte Stadion-Uhr im Hamburger Volkspark wird abgebaut. Bereits Ende der vergangenen Saison habe man entschieden, die überdimensionale Erinnerung an 54 Jahre 1. Fußball-Bundesliga zu demontieren. „Wir möchten uns in die Zukunft ausrichten. Dabei hilft der ständige Blick in den Rückspiegel nicht“, sagte HSV-Vorstandschef der „Bild“. Nachdem der Abstieg des selbsternannten Dinos der Bundesliga im Mai 2018 besiegelt und die Uhr nach exakt 54 Jahren, 261 Tagen, 0 Stunden, 36 Minuten und 2 Sekunden stehengeblieben war, hatte man sie zunächst auf die Zeitspanne nach der Vereinsgründung am 29. September 1887 umgestellt. Dennoch fühlten sich viele von der Uhr noch an die Vergangenheit im Oberhaus erinnert. Nach dem verpassten Wiederaufstieg verschwindet der Chronograph nun endgültig aus dem Stadion. Am 8. Juli, nach einem Konzert von US-Sängerin Pink, soll er von Handwerkern aus der Tribünen-Verkleidung gelöst werden.

+++ 11. Juni: Marozsán muss gegen Spanien passen +++

Die deutschen Fußballfrauen müssen im zweiten, und womöglich vorentscheidenden WM-Spiel gegen Spanien (Mittwoch, 18 Uhr, ZDF), auf Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán verzichten. „Sie wird definitiv nicht spielen“, sagte Co-Trainerin Britta Carlsen am Dienstagmorgen in der ARD. Die 27-Jährige, die bei Champions-League-Sieger Olympique Lyon unter Vertrag steht, kassierte im Auftaktspiel gegen die überharten Chinesinnen schon in den ersten Minuten einige Fouls. Nach dem Spiel war der rechte Fuß der Spielmacherin stark angeschwollen.  

+++ 9. Juni: Finalsieg in Paris: Zwölfter French-Open-Titel für Nadal +++

Rafael Nadal hat zum zwölften Mal die French Open gewonnen und sich einen Grand-Slam-Rekord gesichert. Der 33 Jahre alte Tennisprofi aus Spanien entschied am Sonntag in einer Neuauflage des Vorjahres-Finals das Endspiel in Paris gegen den Österreicher Dominic Thiem mit 6:3, 5:7, 6:1, 6:1 für sich. Nadal ist damit der erste Profi der Tennisgeschichte, der zwölf Mal bei ein und demselben Grand-Slam-Turnier gewonnen hat. Bei den Damen hatte Margaret Court elf Mal in Australien den Titel geholt. Thiem verpasste den zweiten Grand-Slam-Triumph eines Österreichers nach Thomas Muster bei den French Open 1995 und seinen ersten Sieg in Paris gegen Nadal.

+++ 8. Juni: Mühsamer WM-Auftakt für DFB-Frauen +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen ist mit einem mühsamen Arbeitssieg in die Weltmeisterschaft in Frankreich gestartet. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gewann vor 15.238 Zuschauern im Roahzon Park in Rennes ihr Auftaktaktspiel in der Gruppe B mit 1:0 (0:0) gegen China. Die 19 Jahre alte Guilia Gwinn vom SC Freiburg erzielte nach 66 Minuten den Siegtreffer für die überlegene DFB-Elf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Am Mittwoch trifft der zweimalige Weltmeister im zweiten Vorrundenspiel in Valenciennes auf Spanien.

+++ 7. Juni: Gastgeber Frankreich startet mit Sieg in die Heim-Weltmeisterschaft +++

Frankreichs Fußball-Frauen sind erfolgreich in die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land gestartet. Die Französinnen setzten sich im Eröffnungsspiel klar mit 4:0 (3:0) gegen Südkorea durch. Vor rund 47.000 Zuschauern im ausverkauften Pariser Prinzenpark erzielte Eugenie Le Sommer (9. Minute) das erste Tor bei dieser WM. Wendie Renard mit zwei Kopfballtreffern (35./45.+3) und Amandine Henry (85.) machten den verdienten Auftakterfolg der Mannschaft von Trainerin Corinne Diacre in der Gruppe A perfekt.

Roger Federer bei den French Open: Es lebe der König 20.35+++ 7. Juni: Rekordsieger Nadal schlägt Federer im Halbfinale der French Open +++

Rekordsieger Rafael Nadal hat das Halbfinal-Duell mit Roger Federer für sich entschieden und zum zwölften Mal das Endspiel der French Open erreicht. Der 33 Jahre alte Tennisprofi aus Spanien setzte sich beim zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison gegen den vier Jahre älteren Schweizer mit 6:3, 6:4, 6:2 durch. Im Kampf um seinen zwölften Titel in Paris trifft Nadal am Sonntag auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aus Serbien oder in einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels auf den Österreicher Dominic Thiem. Im 39. Vergleich mit Federer feierte Nadal den 24. Sieg.

+++ 7. Juni: Stadt Dallas will Olive Street in Nowitzki Way umbenennen +++

In Dallas soll eine Straße nach Dirk Nowitzki, 40, benannt werden. Der Nowitzki Way führt dann in der Nähe der Spielstätte der Dallas Mavericks vorbei. Bei den Mavs wurde der Würzburger zum Sport-Superstar, beendete erst vor wenigen Wochen seine einmalige Basketball-Karriere. „Ich freue mich für Dirk“, sagte Mark Cuban, der Chef des NBA-Clubs aus Dallas. Momentan heißt die künftige Nowitzki-Straße noch Olive Street, der Stadtrat von Dallas muss der Namensänderung allerdings noch zustimmen. Nowitzki spielte 21 Jahre für die Texaner, führte sein Team 2011 zum NBA-Titel.

16: Nach dem Rücktritt verspürt er eine „Leere“ – Video 1 – spoton_article_719601

+++ 6. Juni: Niederlande im Finale der Nations League – 3:1 gegen England +++

Die niederländische Fußball-Nationalmannschaft hat das Finale der Nations League erreicht. Die Mannschaft von Trainer Ronald Koeman siegte im zweiten Halbfinale gegen England mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung und trifft damit am Sonntag im Endspiel auf Gastgeber Portugal. Marcus Rashford hatte per Foulelfmeter (32. Minute) zunächst England in Führung gebracht. Doch Matthijs de Ligt (73.), ein Eigentor von Kyle Walker (97.) und Quincy Promes (114.) drehten das Spiel zugunsten der Niederländer, die vom ersten Titel seit der EM 1988 träumen dürfen.

+++ 6. Juni: Zverev in Paris raus: Drei-Satz-Niederlage in Djokovic +++

Alexander Zverev hat sich am Donnerstag als letzter deutscher Tennisspieler von den French Open in Paris verabschiedet. Der Hamburger musste sich im Viertelfinale dem Serben Novak Djokovic nach einem hart umkämpften ersten Satz letztlich klar in drei Sätzen geschlagen geben. Der Weltranglisten-Erste trifft nach dem 7:5, 6:2 und 6:2 gegen Zverev in der Vorschlussrunde auf den Österreicher Dominic Thiem. Zverev verpasste damit erneut seinen ersten Halbfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier. Im ersten Satz war es ein Match auf Augenhöhe. Knapp eine Stunde lieferten sich die beiden hochklassige Grundlinien-Duelle. Beim Stand von 5:6 schlug Zverev dann gegen den Satzverlust auf – und schenkte Djokovic das Break mit einem Doppelfehler. Danach kam der Deutsche nie wieder richtig ins Spiel. Nach 2:09 Stunden verwandelte der zehn Jahre ältere Djokovic seinen zweiten Matchball.

+++ 5. Juni: Portugal dank Ronaldos Dreierpack im Finale der Nations League +++

Superstar Cristiano Ronaldo hat Fußball-Europameister Portugal in das Finale der Nations League geschossen. Der fünfmalige Weltfußballer erzielte alle drei Tore zum 3:1 (1:0) im Halbfinale gegen die Schweiz in Porto. Damit hat Portugal 15 Jahre nach der Final-Pleite bei der Heim-EM 2004 nun im Endspiel gegen England oder die Niederlande die Chance auf einen Titel im eigenen Land. Ronaldo sorgte in der 25. Minute per Freistoß für die Führung, ehe es zu einem kuriosen Ausgleich der Schweizer kam. Denn nachdem der deutsche Schiedsrichter Felix Brych auf Elfmeter für Portugal entschieden hatte, überprüfte er per Video eine strittige Szene auf der Gegenseite und entschied auf Elfmeter für die Gäste, die durch Ricardo Rodriguez trafen (57.). Doch Ronaldo beförderte Portugal schließlich mit zwei weiteren Toren (88. und 90.) ins Endspiel am Sonntag.

+++ 5. Juni: Infantino als FIFA-Boss bis 2023 bestätigt +++

Mit großem Applaus haben die Funktionäre aus den 211 FIFA-Mitgliedsländern Gianni Infantino als Präsident des Fußball-Weltverbandes bestätigt. Der Schweizer wurde beim FIFA-Kongress in Paris per Akklamation bis 2023 wiedergewählt. Infantino führt die FIFA seit 2016 als Nachfolger von Blatter an.

„Die Organisation hat sich von einem toxischen, fast kriminellen Zustand gewandelt zu einem Zustand, wie er sein sollte. Die FIFA kümmert sich um den Fußball“, sagte Infantino in seiner Rede. Kurz vor seiner Wiederwahl hatte Infantino zwar Fehler eingeräumt, insgesamt aber ein überaus positives Fazit seiner ersten Amtszeit gezogen. 

Erstmals seit 2007, als Joseph Blatter für seine dritte Amtszeit als FIFA-Boss gekürt wurde, gab es keine Abstimmung, sondern eine Wahl per Akklamation. Die dafür nötige Statutenänderung hatten die Delegierten unmittelbar vor der Infantino-Kür bei nur drei Gegenstimmen gebilligt. Der Deutsche Fußball-Bund, der in Paris durch seine Interims-Spitze Reinhard Rauball und Rainer Koch sowie Generalsekretär Friedrich Curtius vertreten war, hatte sich erst am Dienstag auf eine Unterstützung des 49-Jährigen festgelegt. 

+++ 5. Juni: Jovic-Wechsel zu Real Madrid perfekt +++

Der Wechsel des serbischen Torjägers Luka Jovic vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum spanischen Spitzenverein Real Madrid ist perfekt. Das gaben die Hessen am Dienstag bekannt. Jovic unterschreibt bei den Königlichen einen Fünfjahresvertrag. Die Ablösesumme soll zwischen 60 und 70 Millionen Euro liegen. „Sportlich gesehen ist Luka ein großer Verlust für uns. Seine Explosivität und Torgefährlichkeit hat sich mittlerweile in Europa herumgesprochen und wir haben in den vergangenen zwei Jahren nicht nur von seinen Toren stark profitiert. Aber für uns war klar, dass es eine finanzielle Schmerzgrenze gibt“, sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Der Stürmer hatte in der abgelaufenen Saison 27 Pflichtspieltore für die Hessen erzielt.

+++ 3. Juni: Zverev erreicht Viertelfinale der French Open ++++

Alexander Zverev hat wie im Vorjahr das Viertelfinale der French Open erreicht und trifft dort am Mittwoch auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic. Zverev setzte sich in Paris gegen den an Nummer neun gesetzten Italiener Fabio Fognini in 2:55 Stunden mit 3:6, 6:2, 6:2, 7:6 (7:5) durch. Damit stellte der 22 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg sein bislang bestes Resultat bei einem der vier Grand-Slam-Turniere ein. Djokovic hatte zuvor dem Warsteiner Jan-Lennard Struff beim 6:3, 6:2, 6:2 keine Chance gelassen. Im direkten Vergleich zwischen Zverev und Djokovic steht es 2:2. Im Endspiel der ATP Finals im November in London hatte Zverev den serbischen Superstar mit 6:4 und 6:3 bezwungen und den bislang größten Sieg seiner Karriere gefeiert.

3. Juni: Liverpool will wohl vorzeitig mit Jürgen Klopp verlängern

Der FC Liverpool will den Vertrag mit Trainer Jürgen Klopp offenbar vorzeitig verlängern. Ein Langzeit-Kontrakt mit dem Fußball-Lehrer habe nach Angaben der britischen Zeitung „Guardian“ nach dem Gewinn der Champions League Priorität für den Club-Besitzer Fenway Sports Group. Der 51 Jahre alte Coach besitzt derzeit einen bis 2022 laufenden Vertrag beim englischen Erstligisten. 

Klopp hatte im Herbst 2015 in Liverpool die Nachfolge von Brendan Rodgers angetreten und einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Bereits im Sommer des folgenden Jahres verlängerte der ehemalige Mainz- und Dortmund-Coach bis 2022.

3. Juni: Beckenbauer bekräftigt seinen Wunsch nach Klopp als Bayern-Trainer

Franz Beckenbauer hat Trainer Jürgen Klopp vom frisch gekürten Champions-League-Sieger FC Liverpool in den höchsten Tönen gelobt und seinen Wunsch bekräftigt, dieser möge in Zukunft den FC Bayern München trainieren. „Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass er eines Tages zum FC Bayern kommt“, sagte der 73-Jährige der „Bild“-Zeitung (Bezahl-Inhalt). „Das würde passen. Für mich ist er einer der weltbesten Trainer.“  Klopp habe „den neuen Fußball nach Deutschland gebracht. Schnelles Umschaltspiel, mit schnellen Spielern, den Gegner zu überfallen. Das hat das zähe Ballgeschiebe abgelöst. Was er in Dortmund begonnen hat, hat er mit Liverpool verfeinert.“ Franz Beckenbauer

Beckenbauer hatte bereits im März nach dem Aus der Bayern im Achtelfinale der Champions League gegen Liverpool den Wunsch geäußert, Klopp solle Bayern-Trainer werden. Damals hatte Klopp geantwortet, er fühle sich geehrt, aber Liverpool passe zu ihm und er hoffe, noch eine Weile dort zu bleiben. Er ist seit 2015 Liverpool-Trainer.Pressestimmen zum Liverpool-Triumph

Nun sagte Beckenbauer der Zeitung: „Ich glaube, dass ein Job in England dir die Kräfte raubt. Du hast als sogenannter Manager bei einem Premier-League-Klub noch mehr Verantwortung als ein Trainer in der Bundesliga. Und: Durch zwei Pokalwettbewerbe und die größere Liga ist die Zahl der Spiele wesentlich höher als bei uns.“

2. Juni: 500.000 Fans bereiten Klopp-Team begeisterten Empfang

Der FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp sind nach dem Gewinn der Champions League von schätzungsweise einer halben Million Menschen begeistert empfangen worden. Diese Zahl twitterte am Sonntagabend Liverpools Bürgermeister Joe Anderson während der Feierlichkeiten in der Stadt. Nach der Landung auf dem John-Lennon-Airport präsentierten Klopp und Kapitän Jordan Henderson gemeinsam nach dem Aussteigen vor dem Flugzeug den Pokal. Die Fußballprofis und ihr Coach bestiegen danach einen offenen roten Bus, der vorn und an den Seiten mit dem Schriftzug „Champions of Europe“ versehen war. Schon auf der kilometerlangen Fahrt Richtung Stadtzentrum säumten Zehntausende Anhänger am Tag nach dem 2:0-Finalsieg über Tottenham Hotspur in Madrid die Route. Im Zentrum der Hafenstadt hatten Hunderttausende Fans bereits lange vor der Ankunft des Teams gewartet, um die Champions-League-Sieger zu feiern.Meisterschaftsfeier in Liverpool_11Uhr

2. Juni: Neymar wehrt sich gegen Vergewaltigungsvorwürfe

Der brasilianische Fußball-Superstar Neymar hat Vergewaltigungsvorwürfe zurückgewiesen. „Wer mich kennt, der kennt auch meinen Charakter und meine Art und weiß, dass ich so etwas niemals tun würde“, versicherte der Stürmer von Paris Saint-Germain in einem in der Nacht zum Sonntag auf Instagram geposteten Video. Zuvor hatten brasilianische Medien unter Berufung auf die Polizei des südamerikanischen Landes berichtet, eine Brasilianerin habe Anzeige gegen Neymar wegen Vergewaltigung erstattet.neymar instagram

Die Frau wirft dem Stürmer vor, sie am 15. Mai in einem Hotel in Paris in angetrunkenem Zustand und „mit Anwendung von Gewalt“ zum Sex gezwungen zu haben. Das geht aus der Anzeige bei der Polizei in São Paulo hervor, die das Nachrichtenportal UOL und andere Medien in Brasilien am Samstag veröffentlicht hatten. Eine Sprecherin der brasilianischen Polizei bestätigte gegenüber Medien die Anzeige. „Sie wurde am Samstag erstattet“, sagte sie.

Nach dieser Anzeige soll Neymar die in Brasilien lebende Frau über Instagram kennengelernt und nach Paris eingeladen haben. Das bestreitet der Fußballer nicht. „Was passiert ist, ist eine normale Beziehung zwischen einem Mann und eine Frau, etwas, was zwischen vier Wänden passiert“, sagte er. Nach dem Treffen in Paris habe man „weiterhin Textnachrichten ausgetauscht“. Neymar postete auch die Kommunikation zwischen ihm und der Frau, die zwischen März und Mitte Mai in den sozialen Netzwerken stattfand.

Vor der Stellungnahme des Profis hatte bereits Neymars Vater und Manager Neymar Sr. die Beschuldigungen zurückgewiesen und von einer „Falle“ gesprochen. Auch Neymars Pressesprecher bestritten die Vorwürfe. 

1. Juni: Fan bringt Radprofi Lopez zu Fall – der schlägt zu

Der kolumbianische Radprofi Miguel Angel Lopez ist auf der letzten Bergetappe beim Giro d’Italia auf einen Fan losgegangen. Der Zuschauer war am Samstag neben dem Astana-Fahrer gelaufen und hatte ihn schließlich zu Fall gebracht, daraufhin versetzte Lopez dem Fan einige Schläge. „Es ist unglücklich, was passiert ist. Ich hatte die Beine, um den besten Kletterern zu folgen“, sagte Lopez, der am Ende 1:49 Minuten auf Tagessieger Pello Bilbao verlor. Immerhin behielt der Youngster sein Weißes Trikot als bester Jungprofi. 

Es war nicht die einzige kuriose Szene auf der vorletzten Etappe. So war Primoz Roglic zwischenzeitlich von zwei Fans angeschoben worden. Genützt hat es aber nichts, der Slowene verlor den dritten Gesamtrang an Mikel Landa.

1. Juni: Spanischer Fußball-Profi Reyes stirbt bei Autounfall 

Der frühere spanische Fußball-Nationalspieler Jose Antonio Reyes ist am Samstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. „Wir könnten keine schlechteren Nachrichten bestätigen. Der geliebte Sevilla-Star José Antonio Reyes ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Ruhe in Frieden“, twitterte sein Heimatclub FC Sevilla, mit dem Reyes dreimal in Serie die Europa League gewann.

Reyes, der 35 Jahre alt wurde, hatte im Alter von 16 Jahren sein Profi-Debüt bei Sevilla gegeben – als bisher jüngster Spieler der Vereinsgeschichte. 

Nach spanischen Medienberichten soll der Unfall am Samstag auf der Autobahn A-376 von Sevilla nach Utrera, seiner Heimatstadt, passiert sein. 

Reyes war im Januar 2004 von Sevilla in die englische Premier League zum FC Arsenal gewechselt, mit dem er die Meisterschaft und den FA-Cup gewann. 2006 wurde der Flügelspieler für ein Jahr zu Real Madrid ausgeliehen und sicherte den Königlichen mit zwei Toren im letzten Spiel gegen RCD Mallorca (3:1) den 30. Meistertitel. Auch mit Atletico Madrid gewann er zweimal die Europa League. Zuletzt spielte Reyes bei Extremadura in der zweiten spanischen Liga.

Quelle: stern.de

Pokale, Uhren, Socken: Boris Beckers Trophäen werden zwangsversteigert

Tennis-Trophäen und Erinnerungsstücke aus dem Besitz von Boris Becker werden vom heutigen Montag an zwangsversteigert. Bei der Online-Auktion werden mehrere Repliken von Pokalen angeboten, die der 51-Jährige für Siege bei großen Tennisturnieren erhielt. Darunter ist eine Kopie des Challenge Cup von Wimbledon. Zum Verkauf steht auch die Finalisten-Medaille, die Becker nach seiner Niederlage im Wimbledon-Finale gegen den Schweden Stefan Edberg 1990 erhielt.    

Insgesamt stehen 82 Objekte zum Verkauf, darunter auch Tennisschläger, Fotos, Uhren und sogar Socken des einstigen Weltranglistenersten. Die Versteigerung des Auktionshauses Wyles Hardy läuft bis zum 11. Juli.    

Boris Becker muss „Diplomatenstatus“ aufgeben 

Becker war 2017 von einem Konkursgericht in London wegen unbeglichener Schulden für zahlungsunfähig erklärt worden. Der dreifache Wimbledon-Sieger erklärt daraufhin vor einem Jahr zur allgemeinen Überraschung, er genieße diplomatische Immunität: Er sei zum Sport-Attaché der Vertretung der Zentralafrikanischen Republik bei der EU in Brüssel berufen worden. Damit wurde die Versteigerung seiner Erinnerungsstücke vorerst gestoppt.

Das Außenministerium des afrikanischen Staates sprach aber von einer Fälschung. Im Dezember kündigte Becker dann an, er mache nicht länger einen Diplomatenstatus geltend. Damit wurde der Weg frei für die Zwangsversteigerung. 

video

Quelle: stern.de

Israel Folau : Kündigung nach Hasstirade gegen Homosexuelle: Rugby-Star scheitert mit Spenden-Aktion

Der australische Rugby-Star Israel Folau ist mit einer Spenden-Aktion im Internet gegen seine Kündigung wegen der Beleidigung von Homosexuellen gescheitert. Die Betreiber der Website GoFundMe erklärten die Aktion am Montag für beendet, weil sie aus ihrer Sicht gegen die Geschäftsbedingungen verstößt. Das Unternehmen toleriere nicht, wenn andere diskriminiert würden. Das bereits eingenommene Geld von mehr als 750.000 Australien-Dollar (etwa 460.000 Euro) soll nun an die Spender zurückgezahlt werden.

Folau wollte eigentlich zwei Millionen Dollar zusammenbringen, um juristisch gegen seine Kündigung durch Australiens Rugbyverband RA (Rugby Australia) vorzugehen. Der Verband hatte einen millionenschweren Vier-Jahres-Vertrag mit dem 30-Jährigen aufgelöst, weil er in sozialen Netzwerken gegen Homosexuelle agitiert hatte. Unter anderem behauptete der streng gläubige Christ, dass auf Homosexuelle die Hölle warte. teaser

Auf seinem Instagram-Konto hatte er an die Adresse von „Trinkern, Homosexuellen, Ehebrechern“ geschrieben: „Die Hölle wartet auf Euch.“ Auf Twitter empörte er sich darüber, dass bei Eintragungen ins Geburtenregister im Bundesstaat Tasmanien künftig das Geschlecht nicht mehr festgelegt werden muss.

Mit der Auflösung des Vertrags ist die Karriere von Folau praktisch beendet. Zuletzt war er für die New South Wales Waratahs in der Liga Super Rugby aktiv. 

Quelle: stern.de

Remis gegen Österreich: U21 bejubelt EM-Halbfinale und Olympia

Bevor die deutschen Nachwuchs-Fußballer ihr nächstes großes Etappenziel EM-Halbfinale in Angriff nehmen, durften sie noch einmal kurz durchschnaufen und den Moment genießen.

Gemeinsam mit Familie und Freunden klang der Abend nach dem 1:1 (1:1) der U21 im letzten EM-Gruppenspiel gegen Österreich aus. «Wir feiern jetzt und ab Montag geht die Vorbereitung auf das Halbfinale los», sagte Trainer Stefan Kuntz nach dem Remis, das gleichzeitig auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio bedeutete.

Beim 1:1 gegen Österreich zeigten die DFB-Junioren ihre bislang schwächste Turnierleistung und hatten am Ende Glück, dass es dennoch für den Gruppensieg reichte. Nach dem 1:0 durch Luca Waldschmidt (14. Minute) schoss Augsburgs Kevin Danso das 1:1 (24./Foulelfmeter). Auch ein Sieg der Österreicher wäre durchaus möglich gewesen. «Wir haben gemerkt, dass es nicht immer nur bergauf geht. Jetzt war mit den Österreichern ein großer Brocken im Weg», urteilte Kuntz.

Am Donnerstag steht für die DFB-Auswahl mit dem EM-Halbfinale das nächste Etappenziel auf dem Weg zur Titelverteidigung an. Italien, Frankreich und Rumänien lauten die möglichen Gegner – gegen wen es geht, steht erst nach den letzten Gruppenspielen am Montagabend fest. «Wie meine Oma sagt – was du nicht ändern kannst, darüber brauchst du nicht zu meckern. Warten wir mal ab, was rauskommt», sagte Kuntz. Die Schlaglichter des deutschen Halbfinal-Einzugs:

ELFMETER: Drei Gruppenspiele, drei Gegentore durch Elfmeter – in dieser Disziplin läuft es bei der DFB-Auswahl so gar nicht. Den Foulelfmeter für Österreich gab es, weil Torhüter Alexander Nübel beim Herauslaufen nach einem Freistoß den Ball fing und seinen Gegner mit dem Knie am Kopf traf. «Das ist für mich absolut ein Unding», schimpfte der deutsche Torwarttrainer Klaus Thomforde, der den Elfmeterpfiff überhaupt nicht nachvollziehen konnte: «Das finde ich schon sehr grenzwertig, da habe ich wenig Verständnis.»

OLYMPIA: Nach der Silbermedaille von Rio de Janeiro 2016 haben die U21-Fußballer mit dem Halbfinale auch die nächste Olympia-Teilnahme gesichert. «Das ist ein wichtiges Signal und Symbol für den deutschen Fußball», sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff, der 20 Jahre nach seiner Zeit bei Udinese Calcio für die Partie zurückkehrte. «Ein Großereignis wie Olympia mitzumachen, Deutschland zu repräsentieren, kann für Spieler eine enorm wichtige Lebenserfahrung sein», sagte er.

PERSONAL: Seine Gelbe Karte ganz kurz vor Schluss tat Benjamin Henrichs besonders weh. Der Außenverteidiger wird damit im Halbfinale gesperrt fehlen. «Das ist extrem bitter», sagte der Profi vom AS Monaco, der sicher daher wünschte, im Halbfinale gegen Italien oder Rumänien zu spielen: «Ich würde mich freuen, wenn wir nicht gegen Frankreich spielen, damit wir im Finale gegen Frankreich spielen.»

Quelle: stern.de

U21: DFB-Nachwuchs erkämpft mit Remis EM-Halbfinale

Mit einem hart erkämpften Remis und etwas Glück haben Deutschlands U21-Fußballer ihr drittes EM-Halbfinale in Serie und das Ticket für Olympia 2020 perfekt gemacht. Die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz holte in Udine in einer intensiven Partie ein 1:1 (1:1) gegen Österreich.

Der Punkt reichte dem DFB-Nachwuchs zum Gruppensieg. Mögliche Halbfinal-Gegner des Titelverteidigers sind nun am Donnerstag Gastgeber Italien, Frankreich oder Rumänien. Top-Torjäger Luca Waldschmidt hatte Deutschland vor 9100 Zuschauern mit einem Traumtor in Führung gebracht (14. Minute), der Augsburger Kevin Danso traf zum Ausgleich (24./Foulelfmeter). Nach zwei Siegen in den ersten beiden EM-Spielen musste die deutsche Mannschaft gegen den EM-Neuling lange um das Weiterkommen kämpfen. Österreich ist genauso ausgeschieden wie Dänemark, das 2:0 gegen Serbien gewann.

«Die Österreicher waren von Anfang an voll da und haben es uns schwer gemacht. Wir als Mannschaft fühlen uns gut. Das gibt uns Kraft und Energie für neue Aufgaben. Das macht einfach Spaß», sagte DFB-Torschütze Waldschmidt und Trainer Kuntz fügte hinzu: «Wir haben es aus eigener Kraft geschafft. Es war ein Schritt nach vorne. Es war ein kleiner, aber der war wahnsinnig schwer. Es geht auch darum, diese Widerstandsfähigkeit zu lernen. Ich bin zufrieden.»

Die Kuntz-Elf begann jedoch nicht so stark wie zuletzt gegen Serbien. Stattdessen war Österreich – selbst noch mit Chancen auf das Halbfinale und mit vier Bundesliga-Profis in der Startelf angetreten – in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft.

Eine Minuten nach der ersten Großchance Österreichs, als Stürmer Sasa Kalajdzic den Ball vor dem Tor nur haarscharf verpasste, schlug aus dem Nichts Torjäger Waldschmidt wieder zu: Der fulminante Schuss des Freiburgers aus 25 Metern schlug unhaltbar im Torwinkel ein. Für den 23-Jährigen war es im dritten Spiel bereits das fünfte Turniertor.

Als Deutschland das Spiel gerade besser in den Griff bekam, gab es den dritten Foulelfmeter gegen die DFB-Auswahl in diesem Turnier. Torhüter Alexander Nübel kam nach einem Freistoß aus seinem Tor und fing den Ball – traf aber auch Kalajdzic mit dem Knie am Kopf. Danso verwandelte den Strafstoß, obwohl Nübel die richtige Ecke ahnte.

Die DFB-Elf hatte Probleme mit den bissig und diszipliniert auftretenden Österreichern. Nübel rettete seinem Team mit einem starken Reflex gegen einen Kopfball von Kalajdzic das Remis (34.). Ein Schuss des Bremers Marco Friedl flog nur um Zentimeter am Tor vorbei, ein Kopfball von Kalajdzic klatschte an den Pfosten – der DFB-Nachwuchs hatte Glück, nicht in Rückstand zu geraten.

Der deutsche Auftritt im dritten Gruppenspiel war alles andere als souverän. Nübel musste gegen Husein Balic, der frei vor dem deutschen Tor auftauchte, erneut das Remis retten (57.). Österreich störte immer wieder früh, weshalb das deutsche Team Probleme im Spielaufbau hatte. Offensiv kam die Mannschaft nur noch vereinzelt zu guten Situationen, rettete am Ende aber immerhin das 1:1 über die Zeit. Im Halbfinale wird Außenverteidiger Benjamin Henrichs aber fehlen, nachdem er die zweite Gelbe Karte sah.

Quelle: stern.de

Eishockey-Talente: NHL-Draft: Seider von Detroit an Nummer sechs gewählt

Die Detroit Red Wings haben sich beim diesjährigen Draft der nordamerikanischen NHL mit dem sechsten Pick die Dienste des deutschen Eishockey-Nationalspielers Moritz Seider gesichert.

«Ich war total fassungslos. Ich hatte es mir nicht erwartet», sagte der 18-jährige Verteidiger Seider bei der Talentziehung im kanadischen Vancouver. «Mein ganzer Körper zitterte. Ich schaute zu meiner Mutter und sie war so aufgeregt. Es war ein unglaublicher Moment für mich.»

Der 1,92 Meter große Seider ist nach Nationalmannschaftskollege Leon Draisaitl der am höchsten gezogen deutsche Eishockey-Spieler aller Zeiten beim NHL-Draft. Der 23 Jahre alte Draisaitl wurde 2014 von den Edmonton Oilers an dritter Stelle ausgewählt.

Mit dem ersten Pick beim diesjährigen Draft sicherten sich die New Jersey Devils die Rechte an US-Nachwuchstalent Jack Hughes. Der 18-jährige Hughes ist der erst der achte amerikanische Spieler, der als Top-Pick beim NHL-Draft gezogen wurde.

Quelle: stern.de

U21-EM: Klostermann hofft auf zweite Olympia-Teilnahme

U21-Nationalspieler Lukas Klostermann würde mit der DFB-Auswahl im kommenden Jahr gerne noch einmal an den Olympischen Spielen teilnehmen.

«Ich würde es mir schon wünschen», sagte der Nachwuchs-Fußballer, der als einziger Profi im deutschen EM-Kader beim Gewinn der Silbermedaille in Rio vor drei Jahren dabei war. «Allein da dabei zu sein, im olympischen Dorf zu sein mit absoluten Top-Stars, war schon was ganz Besonderes», sagte der Leipziger.

Der Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz reicht im abschließenden EM-Vorrundenspiel gegen Österreich am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF) ein Remis für den sicheren Gruppensieg. Dieser würde den Halbfinaleinzug und die Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio bedeuten. «Ich weiß, dass es eine extrem geile Erfahrung ist, bei so einem Sportereignis, von dem jeder Sportler träumt, dabei zu sein», sagte Klostermann. «Deswegen lohnt es sich allein dafür schon alles zu geben und sich nach Möglichkeit dafür wieder zu qualifizieren.»

Der 23-Jährige wäre beim olympischen Fußball-Turnier im kommenden Jahr eigentlich nicht mehr spielberechtigt. «Es dürfen ja auch drei Spieler dabei sein, die älter sind», sagte Klostermann, der im Falle einer Qualifikation auf einen dieser drei Plätze spekulieren würde.

Quelle: stern.de

Frauenfußball-WM: Alexandra Popp vor 100. Länderspiel

Für Spielführerin Alexandra Popp wird das WM-Achtelfinale der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen Nigeria ein ganz besonderes Spiel: Zum 100. Mal läuft sie bei der Partie in Grenoble (17.30 Uhr/ZDF und DAZN) für die DFB-Elf auf.

«Wenn ich überlege, dass ich im Jahr 2010 mein erstes Länderspiel bestritt, ist das alles sehr schnell gegangen», sagte die 28 Jahre alte Offensivspielerin vom VfL Wolfsburg in einem auf der DFB-Homepage veröffentlichten Interview. «Es macht mich stolz, nun zu den Fußballspielern mit 100 Länderspielen zu gehören.»

Ihr erstes Länderspiel bestritt sie in Duisburg gegen Nordkorea im Februar 2010. Die schönsten Erinnerungen hat sie ans Finale der Olympischen Spiele 2016 in Rio: «Am Ende das Spiel gewonnen zu haben und die Goldmedaille umgehängt zu bekommen, war ein tolles Erlebnis. Zumal das mein erster Titel mit der A-Nationalmannschaft war.» Das schmerzlichste Spiel sei das Viertelfinal-Aus gegen Japan bei der Heim-Weltmeisterschaft 2011 gewesen. «Damals ist wirklich ein Traum zerplatzt», sagte sie.

In das aktuelle Turnier in Frankreich habe sich die deutsche Mannschaft gut hineingekämpft. Achtelfinal-Gegner Nigeria sei «sehr robust und hart in der Zweikampfführung», habe aber in der Defensive Probleme und stehe nicht so geordnet. «Wenn wir es schaffen, diese Räume zu bespielen und vor dem Tor abgeklärt zu agieren, werden wir das Spiel für uns entscheiden.»

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hob vor dem Jubiläum Popps physische Präsenz, ihren Zug zum Tor und ihren Wert für die Mannschaft hervor. «Mit ihrer Art zählt sie für mich zu den Besten der Welt», adelte die Trainerin ihre Spielführerin.

Neben der Partie zwischen Deutschland und Nigeria steht am Samstag noch eine Achtelfinal-Begegnung auf dem Programm. Am Abend treffen in Nizza Norwegen und Australien aufeinander.

Quelle: stern.de

Formel 1 in Frankreich: Enttäuschter Vettel jagt Pole Position

Mit Wut im Bauch macht sich Sebastian Vettel heute um 15.00 Uhr auf die schwere Jagd nach der Pole Position für das Formel-1-Rennen in Frankreich.

Hinter sich hat der Ferrari-Star einen schwarzen Freitag, an dem auf und neben der Strecke wenig nach Wunsch verlief. Im Training war der Hesse deutlich langsamer als das Mercedes-Duo Valtteri Bottas und Lewis Hamilton. Und bei den Sportrichtern scheiterte die Scuderia mit dem Antrag auf Revision der Zeitstrafe, die Vettel zuletzt den Sieg in Kanada gekostet hatte.

«Sehr verärgert und enttäuscht» sei der Rennstall über die Entscheidung der Rennkommissare, sagte Teamchef Mattia Binotto. «Es ist schade, für die Leute, die an der Strecke oder am Fernsehen sitzen, ist es einfach doof», klagte Vettel. Doch er mahnte auch: «Wir müssen weitermachen.» Viel Arbeit liege auf dem Circuit Paul Ricard noch vor Ferrari.

Das Problem: Die technischen Neuerungen am SF90 bringen im Kampf mit Mercedes nicht so viel wie erhofft. «Es lief noch nicht rund, wir sind nicht zufrieden», räumte Vettel ein. Der Rückstand des 31-Jährigen und seines Teamkollegen Charles Leclerc auf die Silberpfeile war bei den Übungseinheiten beträchtlich.

So geht nach sieben Siegen in den ersten sieben Saisonrennen Mercedes schon wieder als Favorit in die Qualifikation für den Großen Preis von Frankreich. Dabei lief es auch bei Titelverteidiger Hamilton im Training noch nicht nach Plan. «Ich hatte einige Probleme. Das Auto hat übersteuert, aber es war nichts, was wir nicht beheben können», sagte der 34-Jährige.

Der Brite führt vor dem achten Saisonlauf am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) mit 29 Punkten Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen Bottas in der Gesamtwertung. Vettel liegt als Dritter bereits 62 Zähler hinter Hamilton.

Quelle: stern.de

Europaspiele: Das bringt der Tag in Minsk

Nach ein wenig Vorgeplänkel, ersten Vorkämpfen und der Eröffnungsfeier im Dinamo-Stadion geht es bei den Europaspielen in Minsk nun richtig los.

Schießen: Die ersten Entscheidungen auf dem Schießstand fallen in den Mixed-Wettbewerben mit Pistole und Luftgewehr (10.45 und 13.45 Uhr MESZ). Im deutschen Team steht das Ehepaar Reitz besonders im Blickpunkt. «Es sind meine ersten Europaspiele, ich freue mich darauf und bin gespannt. Ich schieße Luftpistole Einzel und Mixed, mein Ziel ist das Finale in beiden Disziplinen», sagt Sandra Reitz. Ihr Mann Christian, der auch zum deutschen Team gehört, holte vor drei Jahren in Rio Olympia-Gold mit der Schnellfeuerpistole.

Bogenschießen: Es geht um Medaillen. Das deutsche Recurve-Team kann allerdings ganz entspannt in den Wettbewerb (Finale: 13.50 Uhr MESZ) gehen. Das Team um die Berlinerin Lisa Unruh, die bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne trug und 2016 in Rio Silber geholt hatte, hat sich die Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokio bereits zuletzt bei der WM im niederländischen ’s-Hertogenbosch gesichert. Am Freitag musste sich die deutsche Mannschaft wegen Transportproblemen noch mit geliehenen Waffen behelfen.

Tischtennis: Die deutschen Topstars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov dürfen sich am Samstag noch akklimatisieren. Das Turnier im Herren-Einzel beginnt aber bereits und die Gegner der beiden prominentesten deutschen Athleten werden ermittelt. Beide greifen am Sonntag ein. Der im ukrainischen Kiew geborene und für den russischen Club Orenburg spielende Ovtcharov wurde von Fans bei der Ankunft in Minsk besonders gefeiert, teilte der Deutsche Olympische Sportbund mit.

Basketball: Im Turnier der Dreierteams der Damen trifft das deutsche Team auf Ungarn (10.35 Uhr) und Tschechien (11.50). Nach dem starken Debüt am Freitag gegen Rumänien ist der Sprung ins Viertelfinale in Reichweite. Erklärtes Ziel ist eine Medaille.

Judo: Das Turnier beginnt mit den leichten Gewichtsklassen. In denen sind die deutschen Athleten nicht so stark einzuschätzen wie in den schwereren.

Radsport: Für das Straßenrennen der Frauen (12.30 Uhr) hat der Bund Deutscher Radfahrer fünf Rennfahrerinnen aus der zweiten Reihe gemeldet. «Grundsätzlich will der BDR natürlich bei allen Veranstaltungen, an denen er teilnimmt, gut abschneiden. Aber die Saisonhöhepunkte liegen dann doch eher bei der EM oder der WM», teilte der Verband mit.

Quelle: stern.de

Eishockey-Talent: Seider-Wunsch vor NHL-Draft: In Mannheim bleiben

Eishockey-Nationalspieler Moritz Seider will auch nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft in diesem Sommer noch nicht in die NHL wechseln.

Obwohl das Interesse der Teams aus der nordamerikanischen Profiliga nach Seiders Leistungen bei der WM in der Slowakei noch gestiegen sei, möchte der 18-Jährige auch in der kommenden Saison noch beim Meister Adler Mannheim spielen.

«Das ist immer noch der Wunsch und das Ziel. Das muss man dann im Gespräch klären. Ich denke aber, das sollte kein Problem sein», sagte Seider der Deutschen Presse-Agentur vor der sogenannten NHL-Draft am Wochenende in Vancouver. Die NHL-Rechte werden dort an den weltweit größten Talenten eines Jahrgangs aufgeteilt. Es gilt als wahrscheinlich, dass das deutsche Top-Talent dabei schon in der ersten Runde von einem der 31 Teams gezogen wird.

Seider berichtete von gestiegenem Interesse der Teams nach seiner ersten A-WM im Mai, bei der der Teenager bester deutsche Verteidiger war. «Dass man ein gefragter Mann ist, steht außer Frage. Aber eine Prognose abzugeben, ist trotzdem schwierig», sagte Seider. «Die WM war vielleicht noch einmal ein Weckruf für den Spieler Moritz Seider. Ich habe mich noch einmal von meiner besten Seite zeigen können und sehr gut performt.»

Bislang ist Leon Draisaitl der deutsche Spieler, der bei einer Draft am schnellsten gezogen wurde. 2015 griffen die Edmonton Oilers beim heutigen Weltklasse-Stürmer an dritter Position zu. Seider hofft, ähnlich wie Draisaitl damals ein eher schwächeres Team der vergangenen Jahre zu erwischen: «Da hat man vielleicht eher die Chance, schnell seine ersten Spiele zu machen und seine erste Saison zu vollenden.»

Quelle: stern.de

EM-Turnier: Jovic als Prüfstein für die U21 – Henrichs: Haben viel vor

Über Ausnahmekönner Luka Jovic wollte Stefan Kuntz gar nicht zu viele Worte verlieren.

«Ich kenne ihn wahrscheinlich noch weniger als Sie», sagte der U21-Nationalcoach auf eine entsprechende Frage vor dem zweiten deutschen EM-Vorrundenspiel gegen Serbien mit dem bisherigen Top-Torjäger der Frankfurter am heutigen Donnerstag (21.00 Uhr) in Triest. «Wenn ein Spieler bei Eintracht Frankfurt sich so entwickelt, dass er anschließend zu Real Madrid geht, sagt das schon einiges», urteilte Kuntz.

Das Wichtigste zu der Partie im Überblick:

AUSGANGSLAGE: Die deutschen Nachwuchs-Fußballer haben ihr erstes Spiel 3:1 gegen Dänemark gewonnen und könnten mit einem weiteren Sieg einen großen Schritt in Richtung Halbfinale machen. Serbien dagegen unterlag überraschend Österreich 0:2 und ist nun gefordert. «Ich denke, dass es morgen eine Reaktion des serbischen Teams geben wird, weil sie mit dem ersten Spiel nicht zufrieden waren», sagte Kuntz.

GEGNER: Jovic, der im Sommer für geschätzt 60 bis 70 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid wechselt, ist mit Abstand der bekannteste Spieler der Serben. «Wenn wir uns alle auf ihn konzentrieren, werden die anderen Serben ein schönes Spiel haben», warnte Kuntz. «Wir bereiten uns auf elf Spieler vor, die ein hohes Einzelkönnen haben.» Dazu gehört auch Abwehrtalent Nikola Milenkovic vom AC Florenz, an dem mehrere Top-Club interessiert sein sollen.

PERSONAL: Alle 23 Spieler im deutschen Kader sind fit – ob Kuntz seine Startelf im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Dänemark ändern wird, ließ er offen. «Insgesamt muss ich sagen, dass die Basis, die die Mannschaft gelegt hat, schon auch ganz gut war», sagte er. Denkbar wäre ein Wechsel im defensiven Mittelfeld, wo Berlins Arne Maier gegen Dänemark sein Comeback nach langer Verletzungspause gab und zur Halbzeit nach einer schwächeren Leistung ausgewechselt wurde.

UND SONST? Die Stimmung im EM-Quartier von Titelverteidiger Deutschland ist gut, der Auftakterfolg hat für Erleichterung gesorgt. «Natürlich tut so ein Einstiegssieg erst mal gut», sagte Kuntz. «Wenn wir gewinnen, haben wir sechs Punkte, das ist unser Ziel», sagte Abwehrspieler Benjamin Henrichs. «Ich glaube, dass wir hier viel vorhaben.» Die drei Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite schaffen den Sprung ins Halbfinale – sechs Punkte wären da eine gute Basis.

Quelle: stern.de

Fragen und Antworten: Das muss man zum Großen Preis von Frankreich wissen

Die Formel 1 bringt eine knifflige Debatte mit in den Süden Frankreichs.

Die Kontroverse um den aberkannten Sieg von Sebastian Vettel in Kanada dürfte auch vor dem Grand Prix in Le Castellet noch ein bestimmendes Thema im Fahrerlager sein. Sportlich indes deutet vieles auf den nächsten Mercedes-Erfolg hin.

Warum gab es zuletzt Ärger um Vettel?

Auslöser des Eklats in Montréal war ein Fahrfehler des Deutschen. In Führung liegend rumpelte der Ferrari-Pilot übers Gras und drängte dann Verfolger Lewis Hamilton nahe an eine Mauer. Die Rennkommissare verurteilten Vettel wegen gefährlichen Fahrens zu einer Zeitstrafe, durch die er den Sieg an den eigentlich zweitplatzierten Hamilton verlor. Der Hesse reagierte mit einem Wutausbruch, tauschte im Zielbereich sogar die Tafel mit der Eins vor Hamiltons Auto gegen die mit der Zwei aus. «Das ist nicht der Sport, in den ich mich verliebt habe», sagte Vettel und brachte eine Diskussion über ein zu strenges Regelwerk und überharte Eingriffe der Stewards ins Rollen.

Welche Folgen hatten diese Ereignisse?

Ferrari kündigte einen förmlichen Protest an, verzichtete aber doch darauf. Stattdessen will die Scuderia mit neuen Beweisen die Rennkommissare dazu bewegen, eine Neubewertung der Situation vorzunehmen. Den entsprechenden Antrag stellte Ferrari zu Wochenbeginn beim Weltverband FIA. Ein Erfolg dieser Bemühungen wäre indes eine Überraschung. Daran wird auch der vielstimmige Protest zahlreicher Ex-Piloten nichts ändern. Frühere Weltmeister wie Jenson Button, Damon Hill oder Jacques Villeneuve hatten für Vettel Partei ergriffen und die Rennrichter kritisiert. Spannend ist nun, ob die Regelhüter den Vorfall zum Anlass für eine Reform nehmen.

Was bedeutet das für das Rennen in Frankreich?

Vettel dürfte aus seinem Zorn von Kanada viel Antrieb für die nächste Attacke auf WM-Spitzenreiter Hamilton mit nach Le Castellet bringen. Das allein aber dürfte kaum reichen, um dem Titelverteidiger im Silberpfeil gefährlich zu werden. Die Strecke kommt Mercedes deutlich mehr entgegen als zuletzt der Kurs in Kanada. Ferrari kämpft weiter mit den Schwächen des Autos, die auf dem Circuit Paul Ricard nur schwer zu verdecken sein dürften. Alles andere als der achte Mercedes-Sieg im achten Saisonlauf am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) wäre erstaunlich.

Quelle: stern.de

Frauenfußball-WM: Schottland verspielt 3:0 – Argentinien hofft noch

Schottland hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich im letzten Gruppenspiel den ersten Sieg verspielt und ist ausgeschieden. In einer hochdramatischen Partie trennte sich der WM-Neuling in Paris von Argentinien 3:3 (1:0).

Kim Little (19. Minute), Jennifer Beattie (49.) und Erin Cuthbert (69.) brachten die Schottinnen mit 3:0 in Führung. Argentinien kam durch Milagros Menendez (74.) und Florencia Bonsegundo (79.) heran. In der Schlussphase gab es nach Videobeweis Elfmeter für Argentinien, den Bonsegundo zunächst verschoss. Doch nach Intervention des deutschen Videoschiedsrichters Bastian Dankert wurde der Elfmeter wiederholt und Bonsegundo (90.+4) behielt die Nerven.

Mit zwei Punkten hat Argentinien noch eine Chance, sich als einer der vier besten Gruppendritten für das Achtelfinale zu qualifizieren. Die Entscheidung fällt bei den Spielen der Gruppe E und F am Donnerstag.

In Paris besiegte England die Japanerinnen mit 2:0 (1:0). Ellen White (14. und 84.) traf dabei doppelt. Beide Teams waren bereits vor dem letzten Spieltag für die Runde der besten 16 Teams qualifiziert. Die Engländerinnen sind mit drei Siegen aus drei Spielen Gruppenerster. Japan erreichte mit vier Punkten den zweiten Platz.

Quelle: stern.de

Zweites BBL-Finalspiel: Bayern-Basketballer nach Sieg in Berlin vor Titelgewinn

Den Basketballern des FC Bayern München fehlt nur noch ein Sieg zum erneuten Gewinn der deutschen Basketball-Meisterschaft. Der Titelverteidiger gewann bei ALBA Berlin das dramatische zweite Finalspiel mit 82:77 (45:46) und führt in der Best-of-five-Serie mit 2:0.

Schon am Sonntag (18.00 Uhr) kann München mit einem weiteren Erfolg in eigener Halle den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte perfekt machen.

Erfolgreichste Werfer der Bayern von Trainer Dejan Radonjic in einem lange hart umkämpften Match waren Devin Booker (16 Punkte) und Derrick Williams (12). Für die Hauptstädter, die in dieser Saison zum dritten Mal in einem Finale zu scheitern drohen, trafen Franz Wagner und Rokas Giedraitis (beide 14) am sichersten. Berlin musste sich bereits im Pokalendspiel und im Finale des europäischen Eurocups geschlagen geben.

Drei Tage nach der umstrittenen 70:74-Auftaktniederlage startete ALBA stark und erarbeitete sich früh eine 7:0-Führung. Auch am Sonntag hatten die Berliner lange gut mitgespielt, mussten sich am Ende aber auch wegen teils fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen noch knapp geschlagen geben. Angetrieben von den euphorischen 14.044 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena waren die Gastgeber zunächst entschlossen, die Chance auf die erste Meisterschaft seit 2008 zu wahren.

Die favorisierten Bayern leisteten sich in der Anfangsphase sowohl offensiv als auch defensiv viele einfache Fehlern, und bekamen vor allem die Berliner Giedraitis und Landry Nnoko nicht in den Griff. Die Gäste wurden schon beim Einlaufen in die Halle gnadenlos ausgepfiffen und schienen sich von der Anti-Stimmung sowie der harten körperlichen Gangart der Berliner durchaus beeindrucken zu lassen.

Vor den Augen von NBA-Profi Dennis Schröder führte ALBA nach dem ersten Viertel verdient 25:15. Nie zuvor haben die Bayern eine Serie in den Playoffs gegen Berlin verloren, bei fünf Duellen hieß der Sieger immer München. Vor der Halbzeit besann sich der viermalige deutsche Meister gegen den achtmaligen Champion auf seine Stärken und lag auch dank durchdachter Offensive zeitweise wieder vorn (37:36).

In der Neuauflage des Vorjahresfinales, das die Bayern mit 3:2 gewonnen hatten, blieb es nach dem Seitenwechsel eng. Schwächen bei den Distanzwürfen der Berliner führten aber dazu, dass die Bayern zumindest eine Sieben-Punkte-Führung (59:52) erspielen konnten.

Bei hitziger Atmosphäre lag Berlin vor dem Schlussviertel vier Zähler hinten – doch der Rückstand wurde schnell zweistellig. München agierte cleverer und spielte die Erfahrung von gestandenen Profis wie Ex-NBA-Star Derrick Williams aus. ALBA wurde in der Schlussphase zwar noch einmal stärker, konnte die Begegnung aber auch wegen Foulproblemen der Leistungsträger nicht mehr drehen.

Quelle: stern.de

Auftaktspiel in Italien: Deutsche U21 startet mit Sieg in EM – Richter trifft doppelt

Dank Tor-Debütant Marco Richter haben die deutschen U21-Fußballer einen klaren Sieg zum EM-Start geholt und den ersten Schritt auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung gemacht.

Die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz setzte sich in Udine mit 3:1 (1:0) gegen Dänemark durch. Der Augsburger Richter mit einem Doppelpack (28./52. Minute) sowie Freiburgs Luca Waldschmidt (65.) erzielten vor 7131 Zuschauern die DFB-Tore. Robert Skov gelang per Handelfmeter noch das einzige Tor für die Dänen (73.).

«Persönlich war es für mich überragend. Zwei Tore gemacht, eines vorbereitet, das ist ein extrem geiles Gefühl», sagte Matchwinner Richter, dem in seinem fünften Einsatz seine ersten beiden Tore im Trikot der deutschen U21-Auswahl gelangen. «Uns ist viel gelungen. Wir sind als Team sehr gut gestartet. Wir haben viel umgesetzt, was der Trainer gefordert hat.»

Trainer Kuntz war entsprechend zufrieden, vor allem Richter bekam ein Extra-Lob. «Er hat in Augsburg einen klasse Schlussspurt hingelegt. Das war überragend. Er ist topfit hier angekommen», sagte Kuntz, blieb aber auch realistisch: «Es war ein verdienter Sieg, mehr auch nicht. Ich freue mich, dass die Mannschaft gut ins Turnier gekommen ist.» Auch Kapitän Jonathan Tah mahnte, dass die Mannschaft «selbstkritisch» sein müsse: «Es gibt ein paar Sachen, an denen wir arbeiten müssen.»

Die DFB-Auswahl liegt nun auf dem ersten Rang der Gruppe B vor Österreich und kann entspannt dem Duell mit Serbien am Donnerstag entgegenblicken. Abschließender Gegner ist Österreich. Nur die Gruppensieger sowie der beste der drei Gruppendritten ziehen ins Halbfinale ein und lösen das Ticket für die Olympischen Spiele.

Wie schon beim EM-Triumph 2017 musste die deutsche U21 in der Gruppenphase gegen Dänemark ran – und die Skandinavier erwiesen sich als unangenehmer Gegner. Bei immer noch 25 Grad tat sich die deutsche U21 zunächst schwer, ihren Rhythmus zu finden. Dänemark hatte mehr Ballbesitz und startete einige schnelle Vorstöße. Deutschland wirkte nervös, die Skandinavier um den Dortmunder Jacob Bruun Larsen hatten mehr vom Spiel. Die erste Chance für die DFB-Elf vergab Richter, der am Tor vorbeischoss (19.).

Die DFB-Junioren kamen nun besser in die Partie, doch in der Offensive fehlten dem jungen Team noch die Ideen. Doch der erste Treffer von Richter, der nach einer Ablage von Maximilian Eggestein ins lange Ecke abschloss, gab dem Team Sicherheit. Die deutsche Mannschaft kontrollierte nun das Spiel. Nach feinem Pass von Kapitän Jonathan Tah konnte Dänemarks Keeper Daniel Iversen einen Schuss von Waldschmidt noch zur Ecke lenken (40.). Die Dänen mühten sich in der Offensive weiter, kamen aber kaum zu gefährlichen Aktionen.

Richter nutzte kurz nach der Pause einen kapitalen Fehler des Dänen Mads Pedersen, der einen viel zu kurzen Rückpass spielte, und erhöhte auf 2:0. Iversen verhinderte gegen Benjamin Henrichs (61.) einen weiteren deutschen Treffer, ehe der DFB-Nachwuchs die Dänen eiskalt auskonterte: Nach einer dänischen Ecke ging es über Levin Öztunali und Richter nach vorne, wo Waldschmidt mit einem feinen Lupfer erhöhte. Nach einem Handspiel von Timo Baumgartl im Strafraum gelang Dänemarks Top-Stürmer Skov vom Punkt noch der Ehrentreffer.

Quelle: stern.de