Hansi Flick schafft nach ganz oben

Hansi Flick hat den FC Bayern innerhalb weniger Monate zu einer Angriffsmaschine geformt.

Hansi Flick hat in nur 7 Monate den Einzug in das Champions-League-Finale geschafft.Sollte er am Sonntag mit seiner Mannschaft gegen Paris Saint-Germain als Sieger vom Platz gehen, würde Flick seinem unglaublichen Comeback die Krone aufsetzen. Doch erst einmal saß er nach dem gewonnenen Halbfinale gegen Olympique Lyon (3:0) im Presseraum im Stadion José Alvalade in Lissabon und beantwortete die Fragen der zugeschalteten Journalisten. Das machte er trotz einiger Tonprobleme so, wie man es von ihm kennt: ruhig, unaufgeregt, sachlich. „Wir sind alle happy, wir sind im Finale“, war da schon der zumindest inhaltlich überschwänglichste Satz. Was folgte, war eine klare Analyse des Spiels. Denn die Bayern zeigten sich gegen Lyon defensiv anfällig, nur mit Glück kassierten sie kein Gegentor. Die Kurzform der Analyse lautete in Flicks Worten: „Manchmal läuft es nicht so optimal.“

Auch wenn er natürlich recht hatte, klangen die Worte angesichts des Erfolges fast schon zu bescheiden. Die Weg von Flick und den Bayern ist bislang mit Siegen gepflastert. Seit seinem Amtsantritt im November 2019 hat er 32 von 35 Spielen gewonnen. Zuletzt verloren die Bayern Anfang Dezember gegen Borussia Mönchengladbach. Das letzte Unentschieden stammt aus dem Februar gegen RB Leipzig. 

Quelle: Tim Schulze (stern.de)

Ex-Referee: Schiedsrichter-Legende Collina: Videobeweis «vorteilhaft»

Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Pierluigi Collina hat den Video-Assistenten als «wertvolle Garantie und Rettungsschirm» gelobt.

Der 59 Jahre alte Italiener bewertete das System in einem «Kicker»-Interview als «Instrument, das zu gerechteren Partien beiträgt. Vorteilhaft für die Spieler, denn es ist übel, wegen einer Fehlentscheidung zu verlieren. Vorteilhaft für den Referee, denn es wäre ungerecht, dass eine Entscheidung seine Zukunft beeinflusst, die ein menschliches Auge unmöglich bewerten konnte.»

Der Mensch könne mit den technischen Hilfsmitteln und verschiedenen Kamera-Einstellungen nicht konkurrieren, sagte Collina, der 28 Jahre lang als Schiedsrichter im Profifußball aktiv war und zu den bekanntesten und jahrelang besten Unparteiischen zählte.

Er betrachte den Video-Assistenten als «eine wertvolle Garantie und Rettungsschirm dank der heutigen technischen Möglichkeiten». Auf die Frage, ob das System dem Fußball Menschliches genommen habe, antwortete Collina: «Keineswegs. Die Spieler spielen ja immer noch, der Schiedsrichter entscheidet, und im Zweifelsfall ist es besser, eine klare Antwort zu haben, die ein oder zwei Minuten benötigt, als wochen- oder monatelange Diskussionen.»

Quelle: stern.de

American Football: NFL: Dallas gewinnt gegen Philadelphia – Baltimore siegt

Die Dallas Cowboys aus der amerikanischen Football-Liga NFL haben nach zuletzt drei Niederlagen wieder einen Sieg gefeiert. Die Texaner besiegten die Philadelphia Eagles 37:10 (27:7).

Cowboys-Quarterback Dak Prescott erzielte zwei Touchdowns und warf für 239 Yards. Running Back Ezekiel Elliott rannte für 111 Yards und steuerte einen Touchdown zum Heimerfolg bei. Eagles-Spielmacher Carson Wentz kam auf 191 Pass-Yards und einen Touchdown.

Die Baltimore Ravens um Quarterback Lamar Jackson überzeugten mit einem 30:16 (13:13) bei den Seattle Seahawks. Jackson warf für 143 Yards und rannte für 116 Yards. Sein Acht-Yard-Touchdown-Lauf war der einzige Offensiv-Touchdown der Ravens. Seahawks-QB Russell Wilson verbuchte 241 Pass-Yards und einen Touchdown. 

Ersatz-Quarterback Teddy Bridgewater und die New Orleans Saints gewannen mit 36:25 (12:10) bei den Chicago Bears. Bridgewater warf zwei Touchdown-Pässe und kam auf 281 Pass-Yards. Running Back Latavius Murray steuerte ebenfalls zwei Touchdowns zum Erfolg bei. 

In den frühen Sonntagsspielen konnten sich die San Francisco 49ers bei den Washington Redskins mit 9:0 (0:0) behaupten. Durch den Auswärtserfolg bleiben die Niners in dieser Saison weiter ungeschlagen. San Franciscos Kicker Robbie Gould verwandelte drei Field-Goal-Versuche bei strömendem Regen unweit der US-Hauptstadt.

Quelle: stern.de

Das bringt die Fußball-Woche: Ausblick: Europapokal, Hummels und das Ruhrpott-Duell

Die Europapokal-Wettbewerbe gehen unter der Woche weiter, ebenso die Diskussionen um Ex-Nationalspieler Mats Hummels nach der Verletzung von Niklas Süle. In Fernost tagt die FIFA, und die Bundesliga blickt am Wochenende gespannt ins Revier.

HUMMELS: Nachdem Abwehrchef Niklas Süle eine schwere Knieverletzung erlitten hat, könnten die Rufe nach einer Rückkehr des 2014-Weltmeisters Mats Hummels in die deutsche Nationalmannschaft lauter werden. Bundestrainer Joachim Löw fehlen schlicht die auf Weltklasse-Niveau spielenden Alternativen. Die Diskussion könnte den Deutschen Fußball-Bund erst einmal bis zu Löws nächster Nominierung für die abschließenden zwei EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland und Nordirland Mitte November begleiten.

KÖNIGSKLASSE: Der FC Bayern bei Olympiakos Piräus am Dienstag und Borussia Dortmund bei Inter Mailand am Mittwoch können in der Champions League schon einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde machen. RB Leipzig am Mittwoch gegen Zenit Sankt Petersburg und vor allem Bayer Leverkusen am Dienstag bei Atlético Madrid stehen schon mehr unter Druck und sollten dringend punkten, um sich am 3. Spieltag der Gruppenphase die Chance auf das Achtelfinale zu bewahren. Eine Klasse tiefer in der Europa League geht es am Donnerstag für den VfL Wolfsburg in Gent, Borussia Mönchengladbach in Rom und Eintracht Frankfurt daheim gegen Lüttich ebenfalls um wichtige Punkte.

REGIERUNG: Die FIFA tagt. Spektakuläres ist bei der Ratssitzung des Weltverbandes am Mittwoch und Donnerstag in Shanghai aber nicht zu erwarten. Eventuell wird der Gastgeber der reformierten Club-WM bestimmt, die im Sommer 2021 mit 24 Teams ausgetragen wird.

REVIER: Der 9. Spieltag der Bundesliga steht ganz im Zeichen des Ruhrpott-Derbys. Schalke 04 empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den ewigen Rivalen Borussia Dortmund – angesichts der Tabelle sogar zu einem echten Spitzenspiel. Die Bayern spielen zeitgleich im eigenen Stadion gegen Aufsteiger Union Berlin. Den Auftakt machen am Freitagabend (20.30 Uhr) die Kellerkinder Mainz 05 und 1. FC Köln.

Quelle: stern.de

Nach Niederlage gegen Köln: «Fängt auch im Kopf an»: Paderborns Kampf gegen Goliaths

Der «verflixte erste Sieg» fehlt immer noch, die Leistungen werden langsam schlechter und der Glaube scheint auch zu schwinden: Nach verheißungsvollem Auftakt droht Aufsteiger SC Paderborn in der Fußball-Bundesliga ein aussichtsloser Kampf um den Klassenerhalt.

«Jetzt fängt es auch im Kopf an», sagte Kapitän Klaus Gjasula nach dem bitteren 0:3 (0:1) des Tabellenletzten beim vorherigen Vorletzten 1. FC Köln.

Auf den neuen 17. Mainz hat Paderborn mit nur einem Punkt nun schon fünf Zähler Rückstand, dazu mit minus 13 nun auch noch die schlechteste Tordifferenz. Vor allem in den nächsten Heimspielen gegen Düsseldorf und Augsburg sind Siege damit fast schon Pflicht für die Ostwestfalen, wollen sie zur Winterpause noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt haben. «Wir müssen Woche für Woche arbeiten, bis dieser verflixte erste Sieg kommt», sagte Gjasula: «Es ist ja noch genug Zeit.»

Erschreckend war in Köln jedoch die deutliche Unterlegenheit des SCP, der in vielen Spielen davor zumindest durch mutigen Offensiv-Fußball überzeugt hatte. «Gefühlt haben wir nicht einen Torschuss abgegeben», analysierte Trainer Steffen Baumgart. «Jedes Spiel laufen wir wie David gegen Goliath an», sagte der 47-Jährige konsterniert. Versprach aber gleich wieder kämpferisch: «Die weiße Fahne hissen wir nicht.»

Hoffnung macht ihm, dass seine Spieler den Glauben offenbar auch noch nicht aufgegeben haben. Schließlich wussten sie ja vor der Saison, worauf sie sich einlassen. «Es sind noch genügend Spiele und noch genügend Punkte zu holen», erklärte SCP-Keeper Leopold Zingerle: «Wenn wir noch mehrere Siege holen, war der historisch schlechte Start wurscht.»

Eine Niederlage gegen die sechs Punkte entfernten Düsseldorfer würde die Lage des Außenseiters aber noch ein bisschen aussichtsloser machen. «Am Ende müssen wir schauen, wie wir mit unseren Mitteln Punkte holen», sagte Baumgart: «Und das werden wir nächstes Wochenende wieder machen. Mit erhobenem Kopf.»

Quelle: stern.de

Bundesliga-Freitagsspiel: «Bayer den Schneid abgekauft»: Frankfurt beeindruckt

Eintracht Frankfurt hat mit dem beeindruckenden 3:0 (2:0) gegen Bayer Leverkusen Rückenwind für den Europa-League-Auftritt gegen Standard Lüttich bekommen.

«Wenn wir so spielen, können wir viel erreichen», meinte Eintracht-Abwehrchef Makoto Hasebe nicht nur mit Bezug auf die Partie am Donnerstag gegen die Belgier. «Es war nicht nur das Ergebnis sehr gut, sondern auch die Leistung. Das war Powerfußball.»

Auch die nächsten Spiele in der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach und gegen Bayern München sind eine Herausforderung. «Der Sieg gibt uns mit Blick auf die nächsten schwierigen Wochen ganz viel Selbstvertrauen», sagte Defensivspieler Gelson Fernandes.

Hoch zufrieden mit dem Heimerfolg vor 50.800 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena durch die Tore von Stürmer Gonzalo Paciencia (4./17. Minute) und seinem Partner im Angriff, Bas Dost (80.), war auch Frankfurts Trainer Adi Hütter. «Ich freue mich riesig über den Sieg», sagte der 49 Jahre alte Österreicher. «Die Grundlage haben wir in den ersten 25 Minuten gelegt, als wir Bayer den Schneid abgekauft und auch guten Fußball gespielt haben.»

Neben dem Stürmerduo lobte Hütter auch Torwart Frederik Rönnow, der mit einer Reihe von Glanzparaden den Sieg festhielt, obwohl er zuvor zwei Tage lang wegen der Geburt seines Sohnes Theodor am Donnerstagmorgen fast nicht geschlafen hatte. «Wir müssen uns auch bei Frederik Rönnow bedanken, der Vater geworden ist und großartig gehalten hat», betonte Hütter.

Dem Dänen, der den verletzten Stammtorwart Kevin Trapp im Gehäuse vertritt und in der vergangenen Saison selbst viel Verletzungspech hatte, tat die Anerkennung gut. «Ich bin im Moment einfach nur glücklich und stolz, es war ein sehr emotionales Spiel für mich», sagte der 27-jährige Schlussmann.

Weit entfernt von solchen Gefühlen war Bayer-Chefcoach Peter Bosz, dessen Leverkusener mit einem Sieg an die Tabellenspitze hätten klettern können. «Die ersten 20 Minuten waren so schlecht, da fehlte die Aggressivität», schimpfte er und bedauerte, dass er nur drei Spieler auswechseln durfte: «Die anderen waren genauso schlecht.» Bosz muss nun seine Mannschaft wieder aufrichten und auf das schwere Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid einstellen.

Quelle: stern.de

Bundesliga: Wuchtige SGE verhindert Leverkusens Sprung an die Spitze

Eintracht Frankfurt hat angetrieben vom Doppel-Torschützen Goncalo Paciencia den Sprung von Bayer Leverkusen an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verhindert.

Die Hessen dominierten zum Auftakt des 8. Spieltags die Werkself beim 3:0 (2:0) mit ihrer körperlichen Wucht und Entschlossenheit im Abschluss.

Der Portugiese Paciencia erzielte am Freitagabend in der 4. Minute das 1:0 und legte seinen fünften Saisontreffer per Handelfmeter nach (17.). Sturmpartner Bas Dost sorgte schließlich für die Entscheidung (80.), nachdem zuvor Frederik Rönnow im Eintracht-Tor mehrfach toll gehalten hatte. Die effektiveren Frankfurter zogen beim Start in intensive Wochen mit den nun punktgleichen Leverkusenern vorbei.

Die 50.800 Zuschauer in der ausverkauften Frankfurter Arena sahen eine Heimelf, die mit Hingabe kämpfte und dazu spielerische Akzente in höchstem Tempo setzte. Der Ausfall von Angreifer André Silva fiel nicht ins Gewicht, weil Rückkehrer Dost zusammen mit Paciencia und dem starken Linksaußen Filip Kostic viel Offensivschwung entfachte.

Dost war Ausgangspunkt des frühen Führungstores. Er setzte Danny da Costa ein, der Paciencia mit einem wunderbaren Pass steil schickte. der Portugiese setzte sich energisch gegen Leverkusens Verteidiger Aleksandar Dragović und Mitchell Weiser durch und überwand auch Lukáš Hrádecký im Bayer-Tor. Die Eintracht griff immer wieder dynamisch an. Als Dragović einen Schuss von Paciencia wie ein Torwart im Strafraum abwehrte, verwandelte Frankfurts Angreifer nervenstark vom Punkt.

Vor allem Kostic war nicht zu stoppen. Bayer-Coach Peter Bosz reagierte nach einer halben Stunde, als er den überforderten Weiser auswechselte. Zur selben Zeit musste Frankfurts Verteidiger Almamy Touré verletzt vom Platz. Bei Bayer zog sich später Abwehrspieler Wendell ebenfalls eine Muskelverletzung zu.

Den Gästen fehlte teilweise der Mumm, sich in den Zweikämpfen zu behaupten. Offensiv blitzte das Potenzial nicht entscheidend auf. Mit einer beherzten Grätsche stoppte Martin Hinteregger Nationalspieler Kai Havertz und verhinderte so das mögliche 1:1 (5.). Gefahr ging meist von Lucas Alario aus, aber Frankfurts Torwart Frederik Rönnow reagierte nicht nur gegen den argentinischen Angreifer gut (42.).

Vier Tage vor der schweren Champions-League-Partie bei Atlético Madrid intensivierte die Bayer-Elf nach der Pause ihr Offensivspiel. Havertz mühte sich als Antreiber. Zum Eintracht-Retter avancierte Rönnow. Der Vertreter des langfristig verletzten Nationaltorhüters Kevin Trapp verhinderte mit einer Fußabwehr beim Kopfball von Alario aus acht Metern das Anschlusstor (66.). Auch beim Schuss gegen Karim Bellarabi reagierte der 27-jährige Däne glänzend (69.).

Frankfurts Defensive wankte bedenklich. Als Gélson Fernandes eine Flanke von Bayer-Angreifer Kevin Volland vermeintlich an die Hand flog, korrigierte Schiedsrichter Christian Dingert nach Videobeweis seinen Elfmeterpfiff (73.). Rönnow entschärfte einen weiteren Schuss von Havertz (75.). Für Entlastung nach vorne konnten die Gastgeber kaum noch sorgen, aber Rönnow war an diesem Abend nicht zu bezwingen.

Quelle: stern.de

Einerverfolgung: Brauße entthront Brennauer als Bahnrad-Europameisterin

Apeldoorn (dpa) Bahnradsportlerin Franziska Brauße aus Öschelbronn ist neue Europameisterin in der 3000-Meter-Einerverfolgung. Die 20-Jährige besiegte im Finale von Apeldoorn überraschend Titelverteidigerin Lisa Brennauer aus Durach.

Brauße steigerte sich im Finale auf 3:25,002 und siegte mit 1,188 Sekunden Vorsprung vor der Vize-Weltmeisterin.

Brennauer hatte in der Qualifikation in 3:23,401 Minuten einen deutschen Rekord aufgestellt, konnte aber im Finale diese Leistung nicht wiederholen.

Im Sprint-Turnier der Frauen fahren Lea Sophie Friedrich aus Dassow und Emma Hinze aus Cottbus gegeneinander um die Bronzemedaille. Die WM-Vierte Friedrich verlor im Halbfinale etwas überraschend gegen Olena Starikowa aus der Ukraine mit 1:2 Läufen. Hinze verlor gegen Anastasiia Voinowa aus Russland ebenfalls mit 1:2.

Quelle: stern.de

Fußball-WM-Qualifikation: Nullnummer Nordkorea gegen Südkorea: Keine Tore, keine Zuschauer (doch, einer: der Fifa-Boss)

Keine Livebilder, keine Zuschauer, keine Tore. Beim ersten Fußball-Länderspiel zwischen Nordkorea und Südkorea seit 29 Jahren fehlte alles. Nur einer war da. FIFA-Präsident Gianni Infantino. Das Match in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang dürfte nicht nur deshalb als eine der groteskesten Partien aller Zeiten in die Geschichte des Weltfußballs eingehen. Nachdem zunächst – abgesehen vom Spieltermin und Ort – überhaupt nichts zu dem historischen Vergleich bekannt wurde, sickerten von Südkoreas Fußballverband (KFA) dann doch noch ein paar Details der bizzaren Veranstaltung durch. Und die hatten es in sich.

Enttäuschter Infantino rechnete mit vollem Haus

Demnach saß im 50.000 Zuschauer fassenden Kim-Il-Sung-Stadion am Dienstag kein einziger zahlender Fan. Das erfuhr der KFA vom Matchbeauftragten des asiatischen Fußballverbandes AFC. Warum nicht einmal nordkoreanische Anhänger in die Arena durften, wurde nicht bekannt. Dafür hatten die Nordkoreaner Gianni Infantino nach Pjöngjang eingeflogen. Und der FIFA-Präsident glaubte selbst offenbar, einem historischen Sportereignis beiwohnen zu dürfen: „Ich hatte mich angesichts dieses besonderen Spiels auf ein volles Stadion und viele Fans gefreut“, heißt es in einem auf der FIFA-Website veröffentlichen Statement. Auch, dass ausländischen Journalisten die Visa verweigert wurden und die Weltöffentlichkeit wegen fehlender Livebilder komplett ausgesperrt wurde , missfiel FIFA-Boss Infantino.

Die Anzeigetafel im Kim-Il-Sung-Stadion zeigt den Endstand des Spiels: 0:0
Ein anderes Ergebnis als dieses hatte die Partie zwischen Nord- und Südkorea nicht verdient
© Yevgeny Kravchenko

Nordkorea schikaniert Gegner bei Einreise

Laut eines Sprechers der Südkoreaner wurden im Vorfeld des Spiels nicht nur die Journalisten, sondern auch die Spieler und Betreuer der Gäste schikaniert. Demnach musste die Mannschaft um Kapitän Sung-Yong Ki von Newcastle United zunächst in der chinesischen Hauptstadt Peking zwischenlanden. Dort sollen die Spieler erst ihre Einreisegenehmigungen erhalten haben. Eine Aufzeichnung des offenbar eher mittelmäßigen Spiels sollen die Südkoreaner auf DVD erhalten. Allerdings erst, wenn die Delegation das Land verlassen hat. Die offizielle Zusammenfassung des Spiels kam von der „Korean Central News Agency“ und ging so: „Das Spiel mit Angriffen und Gegenangriffen endete mit einem Unentschieden.“

Immerhin scheint es auf dem Rasen fair zugegangen zu sein. Nach Angaben der FIFA zeigte der Schiedsrichter in den 90 Minuten nur vier Mal gelb – an jeweils zwei Spieler beider Nationen. 

Quellen:Gulf Times„, DPA

Quelle: stern.de

Fußball-Superstar: Ronaldo schießt 700. Karrieretor – und reagiert darauf, wie nur er es kann

Cristiano Ronaldo ist einer der besten Fußballer aller Zeiten. Im EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine hat der Portugiese nun das 700. Tor in seiner Karriere erzielt und ist damit in einen sehr exklusiven Klub aufgestiegen. Ronaldo selbst kommentierte die historische Marke gewohnt unbescheiden. „Die Rekorde kommen ganz natürlich. Ich jage ihnen nicht nach, sondern sie suchen mich“, sagte der fünffache Weltfußballer lächelnd vor Journalisten. 

Allerdings hatte Ronaldo ansonsten kaum Grund zur Freude. Sein Team verlor die Partie gegen die Ukraine nämlich mit 1:2 (0:2). Der Anschlusstreffer in der 72. Minute, von Ronaldo per Handelfmeter erzielt, konnte die Niederlage auch nicht verhindern. Der Titelverteidiger liegt damit in der Gruppe B der EM-Qualifikation auf rang zwei.

Cristiano Ronaldo in einem sehr exklusiven Klub

Ronaldo ist erst der sechste Spieler überhaupt, dem es gelingt 700 Tore während offizieller Spiele in seiner Laufbahn zu schießen. Vor ihm liegen noch:

  • Josef Bican, ein 1913 in Österreich geborener Stürmer, der mit sagenhaften 805 Karrieretoren die Liste anführt und bis in die 50er-Jahre hinein in Österreich und der Tschechoslowakei spielte
  • Brasiliens Ausnahmestürmer der späten 80er- und 90er-Jahre Romario mit 772 Toren
  • Dessen Landsmann Pele, der von vielen als bester Spieler aller Zeiten angesehen wird, mit 767 Toren
  • Die ungarische Fußballlegende Ferenc Puskás mit 746 Toren
  • Deutschlands „Bomber der Nation“ Gerd Müller mit 735 erzielten Toren

Anmerkung: Zu diesen Statistiken gibt es im Netz unterschiedliche Angaben, weil verschiedene Statistik-Webseiten anders zählen. Hier wiedergegeben sind die Zahlen der „Rec Sport.Soccer Statistics Foundation“. Das ist eine private Organisation, die sich mit der Sammlung von Fußball-Daten beschäftigt.Die_peinlichsten_Instagram-Posts_von_Fussball-Profis_17.40

Ronaldo ist fünffacher Weltfußballer, vier Mal Europas Fußballer des Jahres, amtierender Europameister mit Portugal, fünffacher Champions-League-Sieger sowie Gewinner von sechs Landesmeisterschaften in drei Ländern. Dazu kommen noch etliche Pokalsiege, Supercups, die Nations League und die Klub-Weltmeisterschaft. Und auch der Titel des besten Torjägers aller Zeiten ist mit etwas mehr als 100 Toren zumindest nicht ausgeschlossen. Erst kürzlich hatte der 34-Jährige bekundet, sich vorstellen zu können, noch bis er 40 Jahre alt ist, Fußball zu spielen.

Quellen: „Rec Sport.Soccer Statistics Foundation“ /Transfermarkt.de

Quelle: stern.de

Nachahmer in unteren Ligen: Salut-Jubel im Amateurfußball – Serdar: «Gegen Krieg»

Berlin (dpa) – Die Aufregung über den Salut-Jubel türkischer Nationalspieler wird im deutschen Fußball zum Fall für die Sportgerichte.

Zwar scheint am kommenden Wochenende in der Bundesliga ein politisches Bekenntnis zum international kritisierten Militäreinsatz der Türkei in Nordsyrien wenig wahrscheinlich – in den unteren Spielklassen hat der von der UEFA untersuchte Vorfall in der EM-Qualifikation aber bereits erste Nachahmer gefunden.

«Wir sind alle gegen Krieg», sagte der türkischstämmige deutsche Nationalspieler Suat Serdar vom FC Schalke 04 in Gelsenkirchen und schloss «auch Ozan» Kabak ein, der gegen Albanien und in Frankreich im türkischen Kader gestanden und sich dem Salut-Gruß an die kämpfenden Soldaten angeschlossen hatte. Das Thema werde «in den Medien zu hochgehängt».

Wie Ligarivale Fortuna Düsseldorf, der Kaan Ayhan und Kenan Karaman abgestellt hatte, hatte Schalke erklärt, «intern mit Kabak sprechen» zu wollen. Auch die weiteren Bundesliga-Clubs mit türkischen Profis oder Spielern mit Wurzeln in der Türkei in den Reihen äußerten sich am Mittwoch nur zurückhaltend.

Im Amateurbereich spielen dagegen Mannschaften, die sich fast ausschließlich aus türkischen Spielern zusammensetzen. Im Kreis Recklinghausen ermittelt der zuständige Verband nach Salut-Posen gegen die SG Hillen, Genclikspor Recklinghausen und die zweite Mannschaft der DTSG Herten, wie auch der WDR berichtete. «In einem Fall handelte es sich um die komplette Mannschaft, bei den anderen ging es um Gruppierungen von fünf bis sechs Spielern», sagte der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey.

Genclikspor, Tabellenführer der A-Klasse, zeigte wenig Verständnis. «Dass mit Geldstrafen oder Punktabzug gedroht wird, verstehe ich überhaupt nicht. Wo bleibt da die Meinungsfreiheit?», fragte der Vorsitzende Hakki Gürbüz. In der Kabine sei ein Foto mit türkischer Fahne gemacht worden, dabei hätten einzelne Spieler den Militärgruß gezeigt. «Aber das war als reine Gedenkminute für die verstorbenen Soldaten gedacht», sagte Gürbüz. Das entsprechende Foto habe der Verein inzwischen bei Facebook entfernt und sich «bei denjenigen entschuldigt, die sich dadurch angegriffen gefühlt haben».

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV), wo zwei Vereine aufgefallen waren, will Clubs und Schiedsrichter weiter sensibilisieren. Der BFV setze auf den Dialog und arbeite präventiv, sagte ein Sprecher. Das Thema rein über Strafen regulieren zu wollen, sei im Gesamtkontext nicht allein hilfreich. In Berlin teilte der Landesverband mit, «in den letzten Tagen viele persönliche Gespräche geführt» zu haben. Man sei «gut vorbereitet, damit nichts eskaliert», sagte Mehmet Matur, Präsidialmitglied Integration bei BFV.

Grundlage für die Landesverbände und deren Satzungen ist die Rechts- und Verfahrensordnung des DFB. In der steht: «Eines unsportlichen Verhaltens (…) macht sich insbesondere schuldig, wer sich politisch, extremistisch, obszön anstößig oder provokativ beleidigend verhält.» Das Strafmaß reicht von einer Verwarnung bis hin zu einem Ausschluss auf Zeit.

Regionalliga-Spitzenreiter Türkgücü München – der aktuell sportlich beste türkischstämmige Verein in Bayern – betonte, sich auf den Fußball konzentrieren zu wollen. «Solche Aktionen wird es bei uns nicht geben, weil wir uns auf den Sport fokussieren», sagte Geschäftsführer Robert Hettich. Im Kader der ersten Mannschaft stehen allerdings nur sehr wenige Spieler mit türkischen Wurzeln. «Das Team wurde über das Thema informiert, aber bei unseren Spielen gibt es keine politischen Statements», sagte Hettich.

Quelle: stern.de

Nationalspieler: Serdar zu Militär-Salut: «Wir sind alle gegen Krieg»

Gelsenkirchen (dpa) – Fußball-Nationalspieler Suat Serdar hat sich nach den Diskussionen über die Militär-Salute von türkischen Nationalspielern klar positioniert.

«Wir sind alle gegen Krieg. Auch Ozan», sagte der Mittelfeldspieler mit türkischen Wurzeln mit Blick auf seinen für die Türkei spielenden Schalker Teamkollegen Ozan Kabak in Gelsenkirchen. Allerdings werde das Thema nach Ansicht Serdars «in den Medien zu hochgehängt».

Der in Bingen geborene Serdar hatte in der Vorwoche sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gegeben. Kabak hatte bei den Spielen der Türkei in der EM-Qualifikation gegen Albanien und in Frankreich auf der Bank gesessen, sich nach dem Heimspiel aber dem Salut der Kollegen angeschlossen. Der FC Schalke 04 hatte daraufhin erklärt, man werde «intern mit Kabak sprechen» und sich von den Gesten distanziert.

Seine Entscheidung für das DFB-Team, deren Umstände der türkische Nationaltrainer Senol Günes kritisiert hatte, verteidigte der 22-jährige Serdar derweil. «Ich wollte niemanden verärgern oder vor den Kopf stoßen», sagte Serdar: «Aber ich habe seit der U16 immer für Deutschland gespielt. Als Jogi angerufen hat, habe ich mich dann kurz mit meiner Familie besprochen und entschieden, hinzufahren.»

Mit dem türkischen Verband habe es lediglich «losen Kontakt» gegeben. Günes hatte kritisiert, Serdar habe den Verband im Unklaren gelassen. «Ich war bei seinem Vater und bei Schalke-Spielen, nur für Suat», hatte Günes erklärt und versichert: «Es wurde gesagt, dass Serdar nicht für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen werde.»

Damit, dass er in der Vorwoche sowohl beim 2:2 gegen Argentinien als auch beim 3:0 in Estland eingewechselt wurde, hatte Serdar nach eigener Auskunft «nicht gerechnet». Auf die Frage, ob er glaube, wieder eingeladen zu werden, antwortete er: «Erstmal mache ich mir keine Hoffnungen, sondern konzentriere mich auf Schalke.»

Quelle: stern.de

Champions League: Bayern-Frauen nach Sieg auf Kurs Königsklassen-Viertelfinale

Die Fußball-Frauen des FC Bayern München dürfen für das Viertelfinale in der Champions League planen.

Zwar muss die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer in zwei Wochen zu Hause erst noch das Rückspiel bestreiten, doch nach dem 5:0 (3:0)-Sieg bei Kasygurt Schymkent in Kasachstan sind die Aussichten blendend. Jovana Damnjanović (23. Minute) und Lina Magull per Doppelpack (29./38.) sorgten für eine beruhigende Pausenführung. Emily Gielnik (73.) und Nicole Rolser (80.) schraubten das Resultat in die Höhe. Das Achtelfinal-Rückspiel findet am 30. Oktober (19.00 Uhr) am Campus des FC Bayern statt.

In der ersten K.o.-Runde hatten sich die Münchnerinnen gegen Göteborg durchgesetzt. Die Bayern wollen in Europa wie in der vergangenen Champions-League-Saison überzeugen: Damals schieden sie erst im Halbfinale gegen den FC Barcelona aus.

Quelle: stern.de

EM-Qualifikation: Frankreichs Weltmeister nur mit einem Remis gegen die Türkei

Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation die Revanche für die 0:2-Niederlage im türkischen Konya verpasst.

Das Team von Didier Deschamps kam am Montag im Pariser Stade de France nur zu einem 1:1 (0:0). Nach dem Treffer von Joker Olivier Giroud (76.) erzielte der Düsseldorfer Profi Kaan Ayhan (81.) den Ausgleich für die Türkei. Erneut salutierten türkische Spieler und zeigten so ihre Sympathie mit der Politik von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Türkische Spieler hatten bereits am Freitag beim Spiel gegen Albanien mit einer militärischen Ehrenbezeugung auf dem Spielfeld den Siegtreffer zum 1:0 den in Syrien eingesetzten Soldaten gewidmet und damit für Aufsehen gesorgt. Die Europäische Fußball-Union wird ein Verfahren einleiten und zunächst Stellungnahmen von den Beteiligten einholen. Das UEFA-Verfahren kann sich gegen den Verband oder aber auch gegen einzelne Spieler richten. Nach den Statuten des Dachverbands sind politische Äußerungen und Gesten auf dem Spielfeld in UEFA-Wettbewerben untersagt.

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian hatte vor dem Hintergrund der türkischen Militäroffensive in Syrien seine Teilnahme an dem EM-Qualifikationsspiel abgesagt. Das bestätigten Kreise des Außenministeriums in Paris. Die Militärintervention der Türkei war in Frankreich und anderen Ländern stark kritisiert worden.

In Abwesenheit von Kapitän Hugo Lloris, Paul Pogba und Kylian Mbappé kam der Weltmeister in der intensiv geführten ersten Halbzeit zu guten Chancen, aber zu keinem Treffer. Bayern-Rekordeinkauf Lucas Hernández, um dessen Gesundheitszustand zwischen dem französischen Verband und dem deutschen Rekordmeister ein Streit entbrannt war, spielte von Beginn an.

In der Gruppe H belegt Frankreich nach acht von zehn Spieltagen mit 19 Punkten Platz zwei hinter der punktgleichen Türkei. In den anderen zeitgleich ausgetragenen Partien kamen die Albaner zu einem 4:0 (3:0) in Moldawien, Island festigte mit einem 2:0 (1:0) gegen Andorra seinen dritten Platz in der Tabelle.

Quelle: stern.de

Angriff auf Syrien: FC St. Pauli stellt Cenk Şahin frei – er hatte Unterstützung für die türkische Armee gezeigt

Der Fußball-Zweitligist FC St. Pauli stellt seinen Offensivspieler Cenk Şahin mit sofortiger Wirkung frei. Das gab der Klub auf seiner Homepage bekannt.

Der 25-jährige Türke hatte in der vergangenen Woche auf seinem Instagram-Account den Angriff des türkischen Militärs nach Nord-Syrien kommentiert. Unter einer türkischen Flagge schrieb er in seiner Muttersprache: „Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und den Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!“ Inzwischen ist der Post des Fußballers auf seinem Instagram-Profil (rund 28.000 Follower) nicht mehr abrufbar.

FC St. Pauli begründet Freistellung von Cenk Şahin

Şahins Meinungsäußerung rief heftige Kritik unter den St.-Pauli-Fans hervor. Unter anderem wandten sich die Ultras mit einem Offenen Brief an die Vereinsführung. „Es ist nicht der erste sprachliche und mediale Ausrutscher von Şahin in dieser Thematik, bereits in der Vergangenheit äußerte er sich pronationalistisch, regimetreu und verächtlich über das Sterben der kurdischen Bevölkerung“, kritisierten sie und bezeichneten die Äußerung Şahins als „klaren Affront“. Sie forderten die unverzügliche Entlassung des Stürmers.

Stadtderby 22.40Diesen Schritt hat der FC St. Pauli nun vollzogen. „Nach erneuten Gesprächen zwischen den Verantwortlichen des Vereins und dem Spieler wird Cenk Şahin vom Trainings- und Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung freigestellt“, teilten die Hamburger mit. „Zur Entscheidungsfindung trugen vor allem die wiederholte Missachtung der Werte des Vereins sowie der Schutz des Spielers bei.“ Die Solidarisierung ihres Spielers mit dem Vormarsch der türkischen Armee widerspreche „grundsätzlich den Werten des Vereins“, so die Entscheidungsträger weiter. „Ohne jegliche Diskussion und ohne jeglichen Zweifel lehnen wir dagegen kriegerische Handlungen ab.“

Der bis 2021 laufende Vertrag wurde nach Angaben der Vereinsverantwortlichen zwar nicht gekündigt, Şahin erhielt jedoch die Erlaubnis, bei anderen Klubs zu trainieren oder Gastauftritte zu absolvieren. Ein Transfer ist jedoch erst im Winter möglich. Laut „Hamburger Morgenpost“ bekundete der türkische Zweitligist Boluspor bereits Interesse. Şahin wechselte 2018 aus seinem Heimatland ans Millerntor – für 1,3 Millionen Euro 

Der 25-Jährige äußerte sich dem Blatt zufolge in einem Radio-Interview zu der Aufregung. Der FC St- Pauli habe „Schwierigkeiten mit dieser Art von Problemen. Es gibt einen negativen Standpunkt gegen unser Land, den ich unserem Land nicht zuordnen kann. Es ist nichts falsch mit uns“, habe er dem Sender Radyospo gesagt. Von dem Ausmaß des Ärgers sei er überrascht.

Auch İlkay Gündoğan und Emre Can in der Kritik

Zuletzt gerieten auch die deutschen Nationalspieler İlkay Gündoğan und Emre Can in die Kritik. Sie hatten ein Foto salutierender türkischer Nationalspieler bei Instagram geliked. Es zeigt türkische Spieler, die nach dem 1:0-Siegtor gegen Albanien mit der Hand an der Stirn salutieren. Der Militärgruß sei den bei der „Operation Friedensquelle“ eingesetzten Soldaten gewidmet gewesen, teilte der türkische Fußballverband mit. Gündoğan und Can nahmen ihre Likes bei Instagram später wieder zurück. Er habe gehandelt, „ohne jegliche Intention und auf den Inhalt zu achten“, sagte Can der „Bild“-Zeitung und fügte hinzu: „Ich bin ein absoluter Pazifist und gegen jede Art von Krieg.“ Gündoğan erklärte, es sei keine politische Absicht hinter dem Like gewesen. Er sei „gegen jeglichen Terror und gegen jeglichen Krieg“. Für Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff war das Thema damit erledigt. (Lesen Sie hier im stern mehr zu dem Thema.)

14-Syrien schickt Truppen an Grenze zur Türkei-6094705831001Die türkische Armee hatte am Mittwoch mit ihrer Offensive in Syrien begonnen, nach Angaben der Führung in Ankara geht es um die Schaffung einer Schutzzone im Norden des Landes. Allerdings wird der Angriff vielfach als völkerrechtswidrig gewertet. Laut Vereinten Nationen sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen auf der Flucht, hunderte sind laut Beobachterangaben zufolge getötet worden.

Quellen:Mitteilung FC St. Pauli, Instagram-Profil Cenk Şahin, Offener Brief Ultras St. Pauli, „Hamburger Morgenpost“, „Bild“-Zeitung, Nachrichtenagentur DPA

Quelle: stern.de

Russischer Erstligist: Tedesco neuer Trainer bei Spartak Moskau

Moskau (dpa) – Der frühere Bundesliga-Coach Domenico Tedesco ist neuer Trainer des russischen Fußball-Erstligisten Spartak Moskau. Der 34-Jährige unterschrieb in der russischen Hauptstadt seinen Vertrag, wie der Generaldirektor des Klubs, Tomas Zorn, der Staatsagentur Tass zufolge mitteilte.

Nach dpa-Informationen hatte Tadesco bereits sein erstes Training geleitet. Tedesco hatte seinen Posten beim FC Schalke 04 im vergangenen März nach einer 0:7-Niederlage in der Champions League bei Manchester City räumen müssen. Bei Spartak trifft er auf den von Borussia Dortmund ausgeliehenen Ex-Weltmeister André Schürrle.

Das Hauptstadt-Team hatte in der Liga zuletzt fünf Niederlagen kassiert und sich von Trainer Oleg Kononow getrennt. Mit nur 14 Punkten nach zwölf Spieltagen belegt Spartak in der Tabelle den neunten Platz, Tabellenführer Zenit Sankt-Peterburg hat 12 Zähler Vorsprung.

Quelle: stern.de