Bundesliga: Bayern-Coach Kovac verteidigt BVB-Kollege Favre

Double-Gewinner Niko Kovac vom FC Bayern München hat einen respektlosen Umgang mit den Fußball-Trainern in der Bundesliga beklagt.

«Dass es so schnell auf die Trainer losgeht, ist eine Tendenz – und es ist keine gute Tendenz», sagte der 48 Jahre alte Kroate in München vor dem Heimspiel gegen Union Berlin.

Kovac beklagt nach gerade acht Spieltagen speziell die Hysterie der Medien. «Ich bin mit meinen Chefs in Kontakt. Ich glaube, dass der Sturm eher von draußen hereingeweht wird», sagte Kovac nach zuletzt zwei sieglosen Liga-Partien und dem wenig berauschenden 3:2 in dieser Woche in der Champions League bei Olympiakos Piräus.

Der Bayern-Coach kritisierte explizit auch den Umgang mit seinem Kollegen Lucien Favre, der beim Münchner Titelkonkurrenten Borussia Dortmund öffentlich hinterfragt wird. Der Schweizer sei mit 15 Zählern punktgleich mit Bayern Vierter und habe jetzt gegen Inter Mailand ein Spiel in der Champions League verloren – «und alles ist schlecht». Und nach gerade einmal acht Spieltagen «werden Namen gehandelt», sagte Kovac angesichts möglicher Favre-Nachfolger.

Kovac kritisierte eine Entwicklung, wonach «alles auf dem Rücken des Trainers» ausgetragen werde. Der Trainer leite zwar das Gesamte, «aber die Spieler müssen es umsetzen», erklärte der Kroate.

Quelle: stern.de

Amateurfußball: Zu viel Gewalt: Berliner Schiedsrichter wollen das gesamte Wochenende streiken

Die Berliner Schiedsrichter streiken gegen die Gewaltzunahme auf den Fußball-Plätzen. Der Fußballverband der Hauptstadt (BFV) gab die Entscheidung des Schiedsrichterausschusses am Freitag auf seiner Homepage bekannt. Alle Referees seien von ihren Spielen am Samstag und Sonntag abgesetzt worden. 

„Bereits jetzt nach wenigen Spieltagen haben wir 109 Vorfälle von Gewalt und Diskriminierung auf den Berliner Plätzen zu verzeichnen“, zitierte der BFV den Schiedsrichterausschuss. Demnach richtete sich die Gewalt 53 Mal konkret gegen die Schiedsrichter. „Das sind alarmierende Zahlen, hier ist Handlungsbedarf gefordert und ein deutliches Stopp-Zeichen zu setzen.“

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Alle Spielklassenbis auf die Berlin-Liga betroffen

Betroffen sind von dem Ausstand alle Spielklassen unterhalb der Berlin-Liga. Die Entscheidung sei mit deutlicher Mehrheit gefällt worden, sagte Jörg Wehling als Vorsitzender des BFV-Schiedsrichterausschusses dem Sender rbb24. Das Präsidium des BFV wollte sich am Freitag in einer Telefonkonferenz beraten.

Quelle: stern.de

Fußball-Nationalmannschaft: Autoschrauber Löw denkt nicht um

Im grauen Arbeiteranzug steckte Joachim Löw ein Gelenkwellenabschirmblech unter einen nigelnagelneuen Golf.

Bei der Nationalmannschaft denkt der Fußball-Bundestrainer zur Sicherung der zuletzt anfälligen Defensive auch nach dem Langzeitausfall seines neuen Abwehrchefs Niklas Süle nicht an eine Rückholaktion von Mats Hummels. «Man sollte nicht immer alle Pläne über den Haufen werfen, weil der eine oder andere verletzt ist», schloss Löw ein Comeback des von ihm im März aussortierten Ex-Weltmeisters derzeit aus.

Die Botschaft des Bundestrainers beim PR-Termin des DFB-Generalsponsors VW in Wolfsburg war eindeutig. Nicht nur die Qualifikation für das Sommerturnier soll in den Partien gegen Weißrussland (16.11.) und Nordirland (19.11.) ohne Fußball-Oldtimer gelingen. Auch die EM selbst bleibt den Perspektivspielern vorbehalten. Im Gegensatz zu Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Löw den Glauben offenbar noch nicht verloren, dass Süle nach einem Kreuzbandriss im linken Knie bis zum deutschen Turnierstart am 16. Juni 2020 fit wird.

Löws Absage an den in Dortmund auf hohem Niveau verteidigenden Hummels wirkt schwer nachvollziehbar. Überraschend ist sie nicht. In seinem 14. Jahr als Bundestrainer bleibt er sich treu. Einen Weg zurück ins DFB-Ensemble gab es für von ihm aussortierte Spieler nicht. Die Liste reicht von Kevin Kuranyi über Torsten Frings und Michael Ballack bis Stefan Kießling. Dass der lange ignorierte Torwart Roman Weidenfeller noch zu Nationalspielerehren kam und 2014 als Backup von Manuel Neuer Weltmeister wurde, war die Ausnahme.

Die öffentliche Meinung oder auch Experten-Statements wie jüngst von Ex-Europameister Steffen Freund sind Löw egal. Die Grenze zwischen Kontinuität und Sturheit ist fließend. Löws Plan lautet Neuaufbau, auch auf Kosten möglicher Rückschläge. «Dass der Umbruch ein längerer Prozess ist, mit manchen Höhen und Tiefen, das war uns auch klar», sagte Löw. «Ich habe schon einmal gesagt, dass ich auf junge Spieler setze und man ihnen auch das Vertrauen schenken muss, wenn man sie ins kalte Wasser schmeißt. Und dass sie sich dann am besten entwickeln können.»

Wie weit Löw dieses Dogma nach der WM-Enttäuschung von 2018 ausreizen kann, werden die kommenden Länderspiel-Ergebnisse zeigen. Aussagen wie «am Ende steht der Erfolg der Mannschaft an erster Stelle» klingen schnell unglaubwürdig. Ein akutes Personalproblem sieht der DFB-Chefcoach offenbar nicht. «Wir haben ja schon ein paar andere junge und gute Abwehrspieler, die sich, denke ich, in den nächsten Monaten noch entwickeln können», sagte der Bundestrainer.

Die Innenverteidiger-Liste ist aber überschaubar. Und richtig sorgenfrei ist kaum einer der Kandidaten. Der von Löw hochgelobte und schon vor dem Süle-Aus förmlich herbeigesehnte Antonio Rüdiger verpasste wegen einer Knieverletzung den Saisonendspurt bei Chelsea und kommt in dieser Spielzeit wegen muskulärer Probleme nicht in die Spur. Nur 45 Premier-League-Minuten schaffte er bislang.

Ersatzbank-Weltmeister Matthias Ginter braucht bei Mönchengladbach nach einer Schulterverletzung derzeit weiter Geduld. Jonathan Tah patzte im September beim 2:4 gegen die Niederlande mehrfach und sah auch bei Leverkusens 0:1 bei Atlético Madrid schlecht aus. Sein Nebenmann in der Innenverteidigung bei der U21-EM im Sommer, Timo Baumgartl, wurde von Zweitligist VfB Stuttgart zu PSV Eindhoven transferiert und kam in den Niederlanden immerhin zu sieben von neun möglichen Einsätzen. Für Löws A-Team wurde er aber noch nie berufen.

Auch alle anderen Bewerber sind unerfahren. Berlins Niklas Stark (1 Länderspiel) steht nach dem Glastisch-Unfall im DFB-Hotel bei der Hertha vor dem Comeback. Der Freiburger Robin Koch (1 Länderspiel) war von Löw im Oktober als Ersatzmann erstmals geholt worden. Und Mittelfeldspieler Emre Can, der bei Juventus Turin nicht einmal für die Champions League gemeldet worden war und zuletzt im Abwehrzentrum aushalf, ist nach seiner Roten Karte beim 3:0 in Estland für das nächste EM-Qualifikationsspiel gegen Weißrussland gesperrt. Er könnte nur drei Tage später gegen Nordirland wieder eingesetzt werden.

Im ersten Kader nach dem WM-Aus hatte Löw im September 2018 gleich ein halbes Dutzend Innenverteidiger nominiert, darunter auch die später sportlich in Ungnade gefallenen Hummels und Jérôme Boateng. Stabilität konnte die DFB-Elf gegen starke Kontrahenten seither kaum beweisen. In den insgesamt sechs Spielen gegen Weltmeister Frankreich und die Niederlande gab es fünfmal mindestens zwei Gegentore. Ganz ausschließen wollte Löw ein Hummels-Comeback aber noch nicht. Prognosen seien im Fußball immer schwierig. «Keine Ahnung, was nächstes Jahr sein wird», sagte er in Wolfsburg.

Quelle: stern.de

Nach Kipchoge-Rekord: Unfairer Vorteil? Experten knöpfen sich Nike-Wunderschuh „Vaporfly“ vor

184 Gramm leicht, mit Carbonfasern durchzogen, etwas klobig – und dennoch irgendwie ein Hingucker. „Vaporfly“, der neue Laufschuh von Nike hat das Zeug zum Superstar – erst recht nach dem Marathon-Experiment von Eliud Kipchoge, der am 12. Oktober in einem historischen Experiment als erster Mensch einen Marathon in weniger als zwei Stunden absolvierte. Und doch droht dem Hersteller der federleichten High-Tech-Schlappen nun Ärger.

Der Internationale Leichtathletik-Weltverband (IAAF) will den Schuh wegen möglicher Wettbewerbsvorteile auf den Prüfstand stellen. Mehrere Athleten sollen die IAAF gebeten haben, das Modell „Vaporfly“ zu untersuchen. Neben dem Kenianer Kipchoge und seinen 41 Tempomachern trug Brigid Kosgei (ebenfalls Kenia) den Schuh bei ihrer Marathon-Weltbestzeit am 13. Oktober in Chicago. Auch beim Ironman Hawaii kam der „Wunderschuh“ zum Einsatz. Die Bayreutherin Anne Haug flog mit dem „Vaporfly“ als erste deutsche Triathletin auf den Thron von Kailua-Kona.12-Kenianer Kipchoge läuft Marathon unter 2 Stunden-6094357586001

Experten der IAAF prüfen „Vaporfly“

Die Technik-Kommission der IAAF habe eine Arbeitsgruppe einberufen, die aus ehemaligen Athleten, Sozial- und Rechtswissenschaftlern, sowie Bio-Mechanikern bestehe. Eine entsprechende Mitteilung der IAAF soll dem englischen Blatt „The Guardian“ vorliegen. Der Verband bezog sich dabei allerdings nicht explizit auf den Nike-Schuh. Bisher gilt die Regel, dass ein Schuh für alle Athleten frei zugänglich sein müsse und den Sportlern keinen unfairen Vorteil bieten dürfe.

Die Athleten sind jedoch durch Sponsorenverträge oft an andere Ausrüster gebunden. Außerdem sei der Nike-Schuh aufgrund seiner neuartigen Bauweise energieeffizienter als andere Laufschuhe, behaupten Kritiker. „Die Luftkissen im Zusammenspiel mit dem Carbonplatten stellen ein federndes Element dar. Allerdings sind die Carbon-Platten seit längerem in Gebrauch“, sagte Uwe Kersting, Sportwissenschaftler vom Institut für Biomechanik und Orthopädie an der Sporthochschule Köln, der Deutschen Presse-Agentur. „Man kann damit die Laufökonomie gering verbessern“, meint Kersting.Kipchoge Marathon unter 2 Stunden 10.35

„Vaporfly“: Wunderschuh mit kurzer Laufzeit

Nike selbst verspricht den Käufern des „Vaporfly“ schon im Namen eine Zeitersparnis von vier Prozent. Und zumindest die Marketingstrategie ging voll auf. Bei der Deutschland-Premiere im Rahmen des Berlin-Marathon 2018 rissen selbst Hobbyläufer den Amerikanern den – natürlich limitierten – Schuh aus den Händen – und blätterten dafür sportliche 250 Euro hin. Der „Vaporfly“ war schnell vergriffen und im Internet explodierten die Preise. Erfahrene Läufer raten Hobbysportlern allerdings vom vermeintlichen Wunderschuh ab. Denn der ist als reiner Wettkampfschuh konzipiert und soll trotz des sportlichen Preises schon nach 250 bis 300 Kilometern „durch“ sein.  Zudem dürfte die aufwändig ausgetüftelte Sohlenkonstruktion erst ab einem bestimmten Lauftempo mehr Dynamik und schnellere Zeiten ermöglichen. Nicht vergessen sollte man in der ganzen Diskussion: Der Siebenmeilenstiefel gehört ins Reich der Märchen – selbst der teuerste und durchdachtesten Laufschuh der Welt muss im Jahr 2019 mit Muskelkraft bewegt werden.

Quellen: „faz.net„, DPA 

Quelle: stern.de

Champions League-Spiel: In falsche Stadt gereist: Liverpool-Fans verwechseln Genk und Gent

Kann passieren: Zwei Anhänger des FC Liverpool haben sich auf ihrer Reise nach Belgien einen geografischen Fehler geleistet. Eigentlich wollten die beiden Briten nach Genk reisen, um das Team von Jürgen Klopp in der Champions League gegen den KRC zu unterstützen. Klappte aber nicht. Stattdessen fuhren sie nach Gent.

Einem Bericht der belgischen Zeitung „Het Laatste Nieuws“ zufolge bemerkten die Anhänger ihren Fehler erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn. Doch da war es natürlich zu spät. Die Städte Gent und Genk liegen rund 150 Kilometer auseinander – zu weit, um noch rechtzeitig zum Anpfiff vor Ort zu sein.

Spiel im TV in der Kneipe verfolgt

Notgedrungen machten sich die beiden in eine Kneipe auf, um dort das Spiel von Liverpool am Fernseher zu verfolgen. Die dortigen Gäste amüsierten sich laut Zeitungsbericht köstlich über die beiden Briten, die pro Kopf rund 220 Euro für Ticket und Bahnfahrt ausgeben hatten, um das Spiel schließlich im TV zu verfolgen. Zum Trost der beiden gewann Liverpool hochüberlegen mit 4:1.

FC Sion: Schweizer Profifußballer wird aus Kader geschmissen – weil er 6.38hDer Verein KAA Gent reagierte nach dem Zeitungsbericht spontan und lud die Briten zum eigenen Spiel am Donnerstagabend gegen den VfL Wolfsburg ein, da befanden sich die beiden jedoch schon auf dem Weg nach Hause. Sie werden aber zurückkommen. Denn KAA verbesserte sein Angebot: Im Januar werden sie mit ihren Partnerinnen Gast bei einem Heimspiel sein: der Gegner lautet KRC Genk.

Städte werden häufiger verwechselt

Die englischen Fans haben sich möglicherweise durch eine Verwechslung während der Champions-League-Auslosung in die Irre führen lassen. Damals hatte das Social-Media-Team des SSC Neapel getwittert, dass der Gruppengegner Gent lautet statt Genk. Neapel spielt in einer Gruppe mit Liverpool und Genk.

Quellen: Het Laatste Nieuws

Quelle: stern.de

Sport kompakt: Rummenigge schimpft nach knappem Bayern-Sieg, Hernandez verletzt sich schwer

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

23. Oktober: Klare Worte von Rummenigge und ein Schwerverletzter

Beim nächtlichen Bankett des FC Bayern München richtete Karl-Heinz Rummenigge klare Worte an Trainer Niko Kovac und das Starensemble. „Ich glaube nicht, dass die Leistung, die wir heute Abend gebracht haben, uns in diesem Jahr große Erfolge bescheren wird, wenn wir nicht die Kurve langsam kriegen“, sagte der Vorstandschef tief in der Nacht zum Mittwoch und wies auf alarmierende Signale hin: „Wir spielen ein bisschen zu sorglos. Das wird irgendwann zu Problemen führen.“

Zuvor hatte sich der deutsche Fußball-Rekordmeister zu einem 3:2-Auswärtssieg in der Champions League bei Olympiakos Piräus gemüht. Robert Lewandowski (2) und Corentin Tolisso sorgten für die Tore, der in die Startelf zurückgekehrte Thomas Müller war an allen Treffern beteiligt. „Das Ergebnis ist super“, sagte Kapitän Manuel Neuer. Die Mannschaft stehe aktuell aber nicht da, „wo sie sein soll“.

Nach zwei verpassten Siegen in der Bundesliga gegen Hoffenheim (1:2) und in Augsburg (2:2) bleibt das Team von Niko Kovac aber wenigstens in der Königsklasse punktemäßig auf Kurs. „Ein kleiner Schritt vorwärts ist es auf jeden Fall“, sagte Neuer, der von selbstkritischen Analysen der Mannschaft sprach.

In der griechischen Hafenstadt wurmte die Verantwortlichen vor allem das anfällige Defensivspiel. „Man wird verrückt, wenn man so ein Spiel sieht. Wir haben nicht die Kontrolle. Es muss alles besser werden“, forderte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Zu allem Übel haben die Münchner nach dem langen Ausfall von Niklas Süle (Kreuzbandriss) den nächsten verletzten Verteidiger zu beklagen: Rekordeinkauf Lucas Hernández verließ das Stadion an Krücken. Eine genaue Diagnose soll im Laufe des Mittwochs erfolgen.

23. Oktober: Champions League – FC Bayern siegt mühevoll, Bayer vor dem Aus

Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel steht der FC Bayern München vor dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Das Team von Niko Kovac bezwang Olympiakos Piräus am Dienstagabend knapp und mühevoll mit 3:2. Die Griechen schockten den Rekordmeister in der 23. Minute, als Youssef El-Arabi eine Flanke mit dem Kopf aufs Tor brachte und Manuel Neuer den Ball erst hinter der Linie erwischte. Für die Wende sorgte danach einmal mehr Robert Lewandowski. Der Pole drehte die Partie mit seinen Treffern in der 34. un 62. Minute. Corentin Tolisso erhöhte eine Viertelstunde vor Schluss auf 3:1. Der Anschlusstreffer von Guilherme (79.) kam zu spät. Die Bayern liegen damit fünf Punkte vor Tottenham Hotspurs und können am 6. November beim Rückspiel gegen Piräus die K.o.-Runde perfekt machen.

Vor dem Aus steht dagegen Bayer 04 Leverkusen. Vier Tage nach der 0:3-Pleite bei Eintracht Frankfurt ging die Werkself auch im Champions-League-Duell mit Atletico Madrid leer aus. Trotz couragierter Leistung gelang dem Team von Peter Bosz in der spanischen Hauptstadt kein eigener Treffer. Das Siegtor für den Finalisten von 2014 und 2016 markierte Joker Alvaro Morata acht Minuten nach seiner Einwechslung (78. Minute). Nach den Niederlagen gegen Lokomotive Moskau und Juventus Turin bleibt Bayer punktlos Tabellenletzter. In den verbleibenden Spielen kämpft der Bundesligist nun noch um Platz drei, um zumindest in der Europa League zu überwintern.

22. Oktober: BVB fliegt ohne Reus nach Mailand

Borussia Dortmund muss das dritte Gruppenspiel in der Champions League bei Inter Mailand am Mittwoch (21 Uhr/Sky) ohne Marco Reus bestreiten. Der Kapitän des Fußball-Bundesligisten fehlte am Dienstagvormittag beim Abflug der Mannschaft in die lombardische Metropole. Er leidet noch immer unter den Nachwirkungen einer Grippe. Trotz ähnlicher Beschwerden war er im vergangenen Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach zum Einsatz gekommen und hatte für den 1:0-Siegtreffer gesorgt. Nach Auskunft eines Vereinsprechers soll „Reus keine drei Partien in einer Woche bestreiten.“     

Dagegen kehrt Jadon Sancho nach seiner Suspendierung in den Kader zurück. Der 19 Jahre alte Angreifer trat zusammen mit seinen Mannschaftskollegen die Flugreise nach Italien an. Nach seiner verspäteten Rückkehr von der englischen Nationalmannschaft war er vom Revierclub für das Spiel gegen Gladbach am vergangenen Samstag aus dem Kader gestrichen und mit einer hohen Geldstrafe von angeblich 100.000 Euro belegt worden.

21. Oktober: Hoeneß: EM-Einsatz von Süle kann man „total vergessen“

Fußball-Nationalspieler Niklas Süle wird nach Ansicht von Uli Hoeneß den Rest der Saison und die EM 2020 wegen seines Kreuzbandrisses verpassen. „So wie es ausschaut, ist die Saison ja beendet, die Europameisterschaft ist ad acta gelegt, die können Sie total vergessen“, sagte der Vereinspräsident des FC Bayern am Montag vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel nach Athen vor Reportern. 

Der Abwehrchef des deutschen Rekordmeisters und der Nationalelf hatte sich am Samstag einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und wurde tags darauf in Innsbruck operiert. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, hieß es. „So eine Verletzung ist ein Drama“, sagte Hoeneß.

21. Oktober: Sancho soll 100.000 Euro Strafe für Verspätung zahlen

Offensiv-Star Jadon Sancho hat vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund nach seiner verspäteten Rückkehr von der englischen Nationalmannschaft eine hohe Geldstrafe erhalten. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge muss der 19-Jährige, der von Trainer Lucien Favre wegen der Verspätung für das Top-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) aus dem Kader genommen worden war, 100.000 Euro bezahlen. Zur Höhe der Summe gab es vom BVB auf dpa-Anfrage am Montag keinen Kommentar. 

„Jadon ist sehr schnell groß geworden und testet ab und zu vielleicht auch die Grenzen aus – und dann sind wir dafür da, dann auch die Grenzen wieder zu setzen“, hatte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc am Wochenende dem TV-Sender Sky gesagt. Zorc deutete auch an, dass die Suspendierung nur für das Gladbach-Spiel gelte und Sancho für das Champions-League-Spiel der Dortmunder bei Inter Mailand am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) zur Verfügung steht. „Wir gehen davon aus, dass er Mittwoch wieder dabei ist“, sagte Zorc.

20. Oktober: Holger Badstuber beschimpft Schiris als „Muschis“ – und entschuldigt sich via Twitter

Es sei ein „hochemotionales Spiel“ gewesen, twitterte Holger Badstuber über die Partie seines VfB Stuttgart gegen Holstein Kiel. Die Schwaben verloren mit 0:1 und Badstuber flog mit einer gelb-roten Karte in der zweiten Halbzeit vom Platz. Beim Verlassen des Spielfeldes hatte Badstuber aufgebracht über die Entscheidung geschimpft und über die Außenmikrofone hörbar in Richtung der Unparteiischen gesagt: „Ihr seid Muschis geworden, Muschis.“ Auf seinem Twitter-Account hat sich der frühere Nationalspieler inzwischen für diese verbale Entgleisung entschuldigt. „Ich habe mich ungerecht behandelt gefühlt und falsch reagiert. Das tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden“, so Badtsuber. 

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat hofft auf Milde und keine zusätzliche Strafe. „Ich hoffe, dass man so ein bisschen bewertet, dass die Jungs heiß sind in den Situationen und ich hoffe, dass man das Wort nicht auf die Goldwaage legt“, sagte der VfB-Manager. Eine längere Sperre hält er aber für möglich. „Ich weiß nicht, was für ein Druck da reinkommt, da es tatsächlich gezeigt wurde, und im TV ist es so laut. Es ist nicht auszuschließen, es liegt nicht in unserer Macht“ sagte er. Im Spitzenspiel gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag fehlt Badstuber dem VfB sicher.

20. Oktober: Nationalspieler Süle erleidet Kreuzbandriss

Fußball-Nationalspieler Niklas Süle hat im Spiel des FC Bayern München beim FC Augsburg am Samstag (2:2) einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Das teilte der deutsche Rekordmeister am Sonntag mit. Der 24 Jahre alte Abwehrchef wird seinem Club mehrere Monate fehlen und steht damit auch der Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bis weit ins EM-Jahr 2020 nicht zur Verfügung. Nach Clubangaben soll Süle noch an diesem Sonntag operiert werden. Gegen Augsburg hatte sich Süle dem Anschein nach ohne Gegnereinwirkung verletzt und musste bereits in der 12. Minute ausgewechselt werden.  20: BayernSorgen um Süle Gladbach bleibt trotz Pleite oben – 7cfb70ce20de10f0

18. Oktober: Kokainmissbrauch: Früherer Bundesliga-Profi Ilsö gesperrt 

Der frühere Bundesliga-Profi Ken Ilsö ist vom australischen Fußballverband wegen eines positiven Kokaintests für zwei Jahre gesperrt worden. Wie die FFA am Freitag mitteilte, wurde bei dem 32-jährigen Dänen bei einer Kontrolle ein Abbauprodukt der verbotenen Substanz nachgewiesen. Ilsö, der in der 2. Bundesliga für Fortuna Düsseldorf und den VfL Bochum spielte, war wegen des Vorfalls schon seit dem 22. März suspendiert. Die Sperre gilt ab diesem Zeitpunkt rückwirkend. 

Laut der australischen Spielergewerkschaft PFA habe Ilsö die Sperre akzeptiert. Er erklärte zugleich seine Karriere für beendet. Er habe mit der Einnahme nicht seine Leistung verbessern wollen. „Das war kein kalkulierter Entschluss, der mich besser auf dem Fußballplatz machen sollte. Das war im Gegenteil ein elender Entschluss, den ich in einem schwachen Augenblick getätigt habe“, wurde Ilsö von der dänischen Spielervereinigung zitiert. Er müsse nun mit den Konsequenzen leben und wolle ein Studium fortsetzen, das er begonnen habe.

18. Oktober: „Clásico“ wegen Krawallen veschoben

Wegen der seit Tagen andauernden Krawalle in Katalonien hat der spanische Fußballverband das für den 26. Oktober angesetzte Spitzenspiel zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid verschoben. Der „Clásico“, wie die Partie zwischen den Erzrivalen auch genannt wird, soll nun erst am 18. Dezember im Camp Nou stattfinden. Weil die Liga Nacional de Fútbol Profesional, kurz LFP, bei einem Mittwoch-Spiel Einbußen bei den TV-Einnahmen fürchtet, ist der Termin noch nicht fix. Als Alternative hat die LFP den 7. Dezember, einen Samstag, vorgeschlagen und drängt darauf, sich bis Montag auf einen neuen Termin zu einigen. Grund für die Verschiebung sind demnach Sicherheitsbedenken, weil am 26. Oktober in Barcelona eine Großdemo der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die harten Gerichtsurteile für die Separatistenführer geplant ist.

18. Oktober: Mahomes wohl schwer verletzt: Chiefs-Sieg mit bitterem Beigeschmack

Schock in der NFL: Die Kansas City Chiefs haben am Donnerstagabend mit 30:6 gegen die Denver Broncos gewonnen und sind damit nach zuletzt zwei Niederlagen wieder zurück in der Spur. Doch bei dem Mitfavoriten auf den Super-Bowl-Sieg herrscht Ernüchterung statt Freude. Star-Quarterback Patrick Mahomes verletzte sich nach einem erfolgreichen Sneak schwer am Knie und musste minutenlang behandelt werden. Wie lange der amtierende MVP ausfallen wird, ist noch unklar. Eine MRT-Untersuchung am Freitag soll Klarheit schaffen. Team-Kollege Travis Kelcey war sichtlich geschockt von dem Ausmaß der Verletzung: „Sein Knie sah nicht einmal mehr wie ein Knie aus.“ Backup Matt Moore brachte nach dem Ausfall von Mahomes zwar den Sieg gegen schwache Broncos nach Hause, dennoch wäre ein langfristiger Ausfall des Stamm-Quarterbacks wohl eine Katastrophe für Kansas City. 

17. Oktober: BVB-Star Guerreiro verlängert bis 2023

Außenverteidiger Raphaël Guerreiro hat beim Deutschen Vizemeister Borussia Dortmund einen neuen Vertrag unterschrieben. Wie der BVB via Twitter mitteilte, bleibt der portugiesische Nationalspieler mindestens bis 2023 in Dortmund. Der 25-jährige Abwehrspieler war 2016 vom FC Lorient in der französischen Ligue 1 in den Ruhrpott gewechselt. Wegen zahlreichen Verletzungen rechneten Beobachter damit, dass er den Verein bald verlassen wird. Im September soll nun der Durchbruch erzielt worden sein. Am Donnerstag meldete der BVB nun endgültig Vollzug. „Raphael ist ein international erfahrener und technisch erstklassiger Fußballer“, lobte Sportdirektor Michael Zorc.

17. Oktober: Özil bekräftigt Vorwürfe gegen DFB – Rücktritt war „richtig“

Ex-Nationalspieler Mesut Özil hat knapp 15 Monate nach seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft seine Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund bekräftigt und sein umstrittenes Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verteidigt. „Nach dem Foto habe ich mich nicht mehr geschützt, nicht mehr respektiert gefühlt. Ich wurde rassistisch angegangen – sogar von Politikern und bekannten Persönlichkeiten“, sagte Özil im Interview des Portals „The Athletic“. „Dennoch hat sich zu dieser Zeit niemand von der Nationalmannschaft vor mich gestellt und gesagt: ‚Hey, das reicht. Das ist unser Spieler.‘ Jeder hat einfach geschwiegen und es geschehen lassen.“

Özil war nach der WM 2018, die für Deutschland bereits nach der Vorrunde beendet war, mit einem Knall zurückgetreten. In einer mehrteiligen Stellungnahme in den sozialen Medien hatte der Weltmeister von 2014 den DFB und dessen damaligen Präsidenten Reinhard Grindel scharf angegriffen. Auslöser der Krise war das Erdogan-Foto vor der WM, das in Deutschland zum Politikum und Anlass zu lautstarken Diskussionen über Rassismus wurde.

„Er ist der aktuelle Präsident der Türkei und ich würde dieser Person immer meinen Respekt erweisen – egal, wer es ist“, sagte der einstige Bundesliga-Profi. „Auch wenn ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, ist die Türkei Teil meines Erbes.“ Auch wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel damals nach London gereist wäre „und nach einem Treffen, einem Gespräch gefragt hätte, hätte ich das natürlich auch getan. Es ging allein darum, Respekt vor dem höchsten Amt eines Landes zu zeigen.“

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17. Oktober: Klinsmann als Trainer in Ecuador im Gespräch

Jürgen Klinsmann soll offenbar Nationalcoach von Ecuador werden. Nach Informationen der „Bild„-Zeitung ist der Ex-Bundestrainer schon in konkreten Gesprächen mit den Verantwortlichen des Verbands. Zuletzt betreute der 55-Jährige das US-Nationalteam. Im November 2016 wurde er in seiner Wahlheimat wegen Erfolglosigkeit entlassen. Aktuell analysiert Klinsmann als TV-Experte beim Fernsehsender RTL die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. In Ecuador wartet auf ihn eine schwere Aufgabe. Die Südamerikaner schieden bei der Copa America im Sommer sang- und klanglos aus und werden in der FIFA-Weltrangliste derzeit nur auf Platz 65 geführt.

17. Oktober: Olympia-Marathon nach Sapporo verlegt

Nach dem Eklat um die Marathon- und Geher-Wettbewerbe bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha hat das Internationale Olympische Komitee reagiert. Wegen der zu erwartenden Hitze sollen der olympische Marathon und die Wettkämpfe der Geher nicht wie geplant in Tokio, sondern im mehr als 1000 Kilometer entfernten Sapporo stattfinden. Sapporo ist die Hauptstadt der Insel Hokkaido und war 1972 Gastgeber der ersten Olympischen Winterspiele auf asiatischem Boden. Bei der Leichtathletik-WM in Katar litten Marathonläufer und Geher unter den hohen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit, obwohl ihre Wettbewerbe tief in der Nacht stattfanden. TV-Bilder von Langstrecklern, die völlig entkräftet aufgaben, gingen um die Welt.

16. Oktober: Petkovic steht im ZDF als Moderatorin vor der Kamera

Tennisspielerin Andrea Petkovic wird ab Dezember als Moderatorin für das ZDF arbeiten. „Sie gehört dann neben Rudi Cerne und Norbert König zum Team der Sportreportage“, sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der „Sport Bild“. Die ersten beiden Sendungen mit der 32 Jahre alten Fed-Cup-Spielerin sind für den 1. und 8. Dezember terminiert. Petkovic, die am Donnerstag beim WTA-Turnier in Luxemburg im Achtelfinale auf Antonia Lottner (Düsseldorf) trifft, sei eine „tolle Tennisspielerin, eine großartige Persönlichkeit mit viel Charme und klarer Meinung“, sagte Fuhrmann. „Dazu hat sie ein besonderes Talent vor der Kamera. Daher freuen wir uns sehr, sie bei uns im Team begrüßen zu können.“

16. Oktober: Bulgarische Fußball-Fans nach Rassismus-Vorfällen festgenommen

In Bulgarien sind nach den Rassismus-Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel gegen England vier bulgarische Fußballfans festgenommen worden. Die Männer werden verdächtigt, an den Entgleisungen im Stadion beteiligt gewesen zu sein. Das teilte die bulgarische Polizei zum Auftakt einer Aktion zur Feststellung der Verantwortlichen für die Rassismus-Vorfälle vom Montagabend im Wassil-Lewski-Stadion in Sofia mit. Die Aktion sollte am Mittwoch weiter gehen.

Bei der Partie in Sofia waren die englischen Nationalspieler Raheem Sterling und Tyrone Mings mit Affenlauten von der Tribüne attackiert worden. Zudem zeigten einige Zuschauer den Hitlergruß. 

Wegen der Ereignisse trat der Präsident des bulgarischen Fußballverbandes, Borisslaw Michailow, am Dienstag nach Aufforderung des bulgarischen Regierungschefs Boiko Borissow zurück. In der Verbandszentrale in Bojana bei Sofia begann kurz darauf eine polizeiliche Überprüfung wegen Korruptionsverdachts.

16. Oktober: EHC München nominiert Manager Winkler als Ersatz-Goalie

Kurioser Abend für den EHC Red Bull München am letzten Spieltag der Champions Hockey League. Kurz vor der Partie gegen Färjestad Karlstad meldete sich Ersatz-Goalie Daniel Fiessinger wegen einer ansteckenden Krankheit ab. Damit stellte er seinen Klub vor ein Problem. Denn laut Regularien darf ein Team nur antreten, wenn zwei einsatzfähige Torhüter im Kader stehen. So lizenzierte der Vizemeister kurzerhand Sportdirektor Christian Winkler als Back-up-Lösung. Der 48-Jährige stand vor seiner Managerkarriere viele Jahre selbst auf dem Eis. Zuletzt in der Saison 2005/2006 – als Goalie des EHC München in der 2. Bundesliga. Eingesetzt wurde Winkler übrigens nicht. München, das bereits vor dem Spiel als Gruppensieger feststand, unterlag den Schweden am Ende 1:3.

15. Oktober: Tour de France 2020 startet in Nizza

Die 107. Auflage der Tour de France spielt erneut den Kletterspezialisten in die Karten. Wie Tour-Chef Christian Prudhomme am Dienstag bei der Präsentation bekanntgab, stehen während der dreiwöchigen Rundfahrt insgesamt vier schwere Bergankünfte auf dem Programm. Gestartet wird das wichtigste Radrennen der Welt demnach am 27. Juni 2020 in Nizza. Am 19. Juli, 3470 Kilometer später, wird auf der Pariser Prachtstraße Champs-Elysées der Nachfolger des Kolumbianers Egan Bernal gekürt. Wer das sein wird, dürfte sich erst am vorletzten Tag, bei einem 36 Kilometer langen Zeitfahren auf die Planche des Belles Filles entscheiden. 

14. Oktober: Rassistische Beleidigungen und Hitlergruß bei Englands Kantersieg 

Der englische Fußball-Verband FA hat nach den rassistischen Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel in Sofia Untersuchungen durch die Uefa gefordert. Das schrieb die FA am Montagabend nach dem 6:0-Sieg in Bulgarien. „Wie wir bedauerlicherweise wissen, ist es nicht das erste Mal, dass unsere Spieler von dieser Art Missbrauch betroffen sind“, hieß es in einer Mitteilung.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit zweimal wegen rassistischer Äußerungen von bulgarischen Fans unterbrochen worden. Der Schiedsrichter warnte über den Stadionsprecher vor dem Abbruch der Partie. Er brachte die Partie jedoch zu Ende.

Englische Spieler hatten vor der Begegnung gedroht, den Rasen bei rassistischen Vorfällen gegen einen Spieler zu verlassen. Das taten sie allerdings nicht und feierten ein müheloses 6:0 (4:0). Marcus Rashford (7.), Ross Barkley (20., 32.), Raheem Sterling (45., 69.) und Harry Kane (85.) schossen die Tore. 

England führt in der Tabelle der Gruppe A mit 15 Punkten vor Tschechien (12). Im zweiten Montag-Spiel der Gruppe gewann die Kosovo-Auswahl 2:0 (2:0) gegen Montenegro und hat als Dritter mit elf Zählern noch gute Chancen, sich erstmals für die EM zu qualifizieren.

14. Oktober: 2:14:04 – Kosgei knackt Marathon-Bestzeit

Keine 24 Stunden nach dem spektakulären Marathon-Experiment ihres Landsmanns Eliud Kipchoge in Wien hat die Kenianerin Brigid Kosgei in Chicago den Marathon-Weltrekord der Frauen pulverisiert. Die 25-Jährige gewann den Chicago Marathon in einer Zeit von 2:14:04 und unterbot damit die 16 Jahre alte Bestmarke der Britin Paula Radcliffe um 1:21 Minuten. Kosgei, die in diesem Jahr schon den London-Marathon gewonnen hat, lief auch in Chicago wie ein Uhrwerk. Die erste Hälfte des Rennens absolvierte sie in 1:06:59 Stunden. Für Teil zwei benötigte sie nur fünf Sekunden mehr. Ihre persönliche Bestzeit unterbot die Afrikanerin um mehr als vier Minuten. Kosgeis Manager ist der Italiener Federico Rosa, der in den vergangenen Jahren mehrfach negativ auffiel. Zu den Schützlingens Rosas gehörte unter anderem Jemima Sumsong, die 2016 in Rio den olympischen Marathon gewann und positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet wurde.

13. Oktober: ZDF-„Sportstudio“: Grings trifft fünfmal beim Torwandschießen

Ex-Nationalspielerin Inka Grings hat im ZDF-„Sportstudio“ nach 20 Jahren erstmals wieder für eine fast perfekte Serie an der Torwand gesorgt. Die 40-Jährige traf am Samstagabend fünfmal, was vor ihr erst acht Gästen der TV-Sendung gelungen war, zuletzt 1999 Frank Rost und Frank Pagelsdorf. Alle sechs Versuche (drei unten, drei oben) hat noch niemand in der Torwand versenkt.

„Ich war zu nervös, kam mit dem Druck nicht klar“, sagte Grings lachend nach ihrem letzten Schuss, der knapp daneben ging. Die Rekordtorjägerin der Bundesliga war zuvor als Mitglied der Gründungself der Hall of Fame des deutschen Fußballs im Fußballmuseum Dortmund geehrt worden, wo auch die Torwand stand.

12: Formel 1 steht wegen Taifun still «Sicherheit geht vor» – 3883b1cebbbc6e5213. Oktober: Vettel in Japan Zweiter – Mercedes holt Formel-1-Konstrukteurstitel 

Nach einem Startfiasko im Formel-1-Reifenpoker von Japan hat Sebastian Vettel auch seine allerletzten theoretischen WM-Chancen eingebüßt. Der Ferrari-Pilot musste sich in Suzuka trotz Pole Position dem entfesselt fahrenden Grand-Prix-Gewinner Valtteri Bottas aus Finnland geschlagen geben und hat keine Chance mehr auf seinen fünften Titel. In einem packenden Zweikampf kurz vor Schluss hielt der 32 Jahre alte Heppenheimer Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten Mercedes aber immerhin noch hinter sich. „Guter Job, Jungs“, sagte Vettel am Boxenfunk, klagte aber über Reifenprobleme.

Die Silberpfeile sicherten sich damit bereits vier Rennen vor Saisonende den sechsten Konstrukteurstitel nacheinander und egalisierten die Ferrari-Serie (1999-2004) aus Michael Schumachers Hochzeiten. Hamilton könnte seinerseits schon in Mexiko in zwei Wochen zum sechsten Mal Fahrer-Weltmeister werden.

In der Qualifikation, die wegen des Taifuns Hagibis von Samstag auf Sonntag verlegt werden musste, hatte Mercedes noch hinter den Ferrari gelegen. Im fünftletzten Grand Prix der Saison nutzten sie die Fehler der Italiener aber einmal mehr clever aus. „Die Voraussetzungen sind nicht gut, wenn du nicht von vorne starten kannst“, hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff noch vor dem Start gesagt. 

13. Oktober: Historischer Sieg beim Ironman 2019: Deutsche holen Frauen- und Männer-Gold

Nach dem dramatischen Aus mit Schwindelanfall von Patrick Lange sorgten Jan Frodeno und Anne Haug für den größten Triumphtag im deutschen Triathlon auf Hawaii. Frodeno holte sich mit einer beeindruckend souveränen Leistung als erster deutscher Triathlet zum dritten Mal den Titel bei der Ironman-Weltmeisterschaft und raubte Lange auch noch den Streckenrekord.

Haug triumphierte als erste deutsche Frau beim körperlichen und mentalen Extrem-Kampf über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Dazu schaffte es Sebastian Kienle bei den Männern auf Platz drei, Laura Philipp wurde bei den Frauen bei ihrer Hawaii-Premiere Vierte.

„Ich glaube, es war der Tag, den ich meine Karriere lang gesucht habe“, sagte Frodeno, der die deutsche Siegesserie der Männer seit 2014 verlängerte. Als erster Deutscher gewann er den legendären Ironman dreimal (2015, 2016 und 2019).

Während er mit Kienle auf dem Podium anstieß und jede Sekunde dieses Erfolgs genoss, stürmte die gerade mal 1,64 Meter große Haug ihrem ersten Hawaii-Sieg entgegen. Vor einem Jahr hatte es die 36-jährige Fränkin bereits auf den dritten Platz geschafft.

12. Oktober: An Tischkante gestoßen: Nationalspieler Niklas Stark fällt für Länderspiel gegen Estland aus

Auch der zweite Anlauf ist nicht erfolgreich: Nachdem er wegen eines Magen-Darm-Infektes sein Länderspieldebüt gegen Argentinien verpasste, erlitt Nationalspieler Niklas Stark vor der Trainingseinheit am Freitagvormittag im Teamhotel eine Wunde am linken Unterschenkel, die genäht werden musste. Stark reiste daraufhin aus dem Teamhotel ab und wird gegen Estland nicht auf dem Platz stehen. 

11. Oktober: Bastian Schweinsteiger übernimmt nach Karriereende neuen Job beim Fernsehen

Bastian Schweinsteiger, Fußball-Weltmeister von 2014, übernimmt nach seinem Karriereende einen Job als Experte bei der ARD. Das teilten der Senderverbund und der 35-Jährige mit. Nach ARD-Angaben soll er ab 2020 die Fußball-Live-Übertragungen im Ersten begleiten, also auch unter anderem die Europameisterschaft 2020. Der Vertrag laufe zunächst über drei Jahre.

Schweinsteiger spricht von einer „tollen“ und „reizvollen Aufgabe“ und nimmt sich vor, den Zuschauern „die Welt hinter dem Spiel ein bisschen besser zu vermitteln“. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky nennt die Verpflichtung „eine tolle Bereicherung für unsere Übertragungen“. Weiter Details zu der Zusammenarbeit machten die Beteiligten nicht, auch nicht zum Honorar für den früheren FC-Bayern-Profi. Die Bezahlung der TV-Experten bei ARD und ZDF stand in der Vergangenheit wiederholt in der Kritik.

Schweinsteiger hatte vor wenigen Tagen sein Karriereende als aktiver Fußballer bekanntgegeben. Er war zu letzt in den USA bei Chicago Fire unter Vertrag. Auch Bundestrainer Joachim Löw bot seinem früheren Kapitän ein Engagement im Umfeld der Nationalmannschaft an. Wenn er wolle, könne er „bei uns reingucken“, sagte Löw zuletzt bei RTL.

11. Oktober: Zverev zwingt Federer in die Knie

Dank eines seiner besten Tennis-Matches in diesem Jahr hat sich Alexander Zverev gegen Roger Federer ins Halbfinale des Masters-Turniers von Shanghai gekämpft. Durch das hochverdiente 6:3, 6:7 (7:9), 6:3 gegen den Schweizer steigerte der nervenstarke Zverev am Freitag auch seine Chancen, sich noch für die ATP Finals der besten acht Spieler dieser Saison zu qualifizieren. Im vorigen Herbst hatte der Hamburger bei den Finals in London den bisher größten Triumph seiner Karriere gefeiert. Für mich ist das Wichtigste, dass ich wieder gutes Tennis spiele, und dann werde ich es auch wieder schaffen“, sagte Zverev im TV-Sender Sky. „Dieses Match hat besonderen Wert, weil ich das ganze Jahr nicht mein bestes Tennis gespielt habe.“

11. Oktober: Belgien nach 9:0-Gala für EM qualifiziert

Nach einem Schützenfest gegen Fußballzwerg San Marino hat sich die belgische Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstag als erstes Team für die Fußball-EM 2020 qualifiziert. Mit 9:0 schoss der WM-Halbfinalist von 2018 San Marino aus dem Brüsseler König-Badouin-Stadion und fuhr damit den siebten Sieg im siebten Spiel ein. In der deutschen Qualifikationsgruppe quälten sich die Niederlande in Rotterdam zu einem 3:1 gegen Nordirland. Erst in der Nachspielzeit sicherten Memphis Depay und Luuk de Jong der Elftal die wichtigen Punkte im Kampf um den Gruppensieg. Vor dem Auftritt der DFB-Elf am Sonntag in Tallinn haben Nordirland, Deutschland und die Niederlande nun zwölf Punkte, wobei Deutschland und die Niederland punkt- und torgleich an der Tabellenspitze stehen.

Sport kompakt Nacer Chadli bejubelt mit einem Teamkollegen ein Tor
Nacer Chadli (l.)feiert nach einem Torerfolg mit einem Teamkollegen. Belgien hat sich nach dem 9:0-Torfestival gegen San Marino als erste Mannschaft für Fußball-EM 2020 qualifiziert.
© Bruno Fahy

11. Oktober: Nike stellt umstrittenes Oregon Project ein – Konstanze Klosterhalfen braucht neue Trainingsgruppe

Die WM-Dritte Konstanze Klosterhalfen braucht eine neue sportliche Heimat. Nike schließt sein umstrittenes Oregon Project in Portland (USA), wie das Sportartikelunternehmen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag bestätigte. Dort hatte die 22-jährige Langstreckenläuferin seit einem Jahr trainiert. „Wir haben beschlossen, das Oregon-Projekt zu beenden, damit sich die Athleten auf ihre Trainings- und Wettkampfbedürfnisse konzentrieren können“, heißt es in der Nike-Stellungnahme. Zuvor hatten mehrere US-Medien über die Entscheidung des Unternehmens berichtet. Projekt-Cheftrainer Alberto Salazar war in der vergangenen Woche wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für vier Jahre gesperrt worden. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit von 2010 bis 2014. Salazar war nach langjährigen Ermittlungen der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA aus dem Verkehr gezogen worden, ebenso wie der Arzt Jeffrey Brown.

10. Oktober: Effenberg als Manager in Uerdingen vorgestellt

Auf einer Pressekonferenz hat Drittligist KFC Uerdingen am Donnerstag Stefan Effenberg offiziell als neuen Manager des Klubs vorgestellt. „Wir arbeiten daran einige Dinge zu verändern. Ich bin sehr motiviert und habe totalen Bock darauf“, sagte der 51-Jährige beim Pressetermin in der Düsseldorfer Arena. Dass er beim angeschlagenen Traditionsverein als Trainer einspringt, schloss der ehemalige Nationalspieler aus. „Ich bin da keine Option“, so Effe. Man werde zeitnah eine Lösung mit dem bisherigen Co-Trainer Stefan Reisinger finden. Vor zwei Wochen hatte sich der frühere Bundesligist nach einer 0:3-Pleite gegen Waldhof Mannheim von Trainer Heiko Vogel getrennt.

10. Oktober: Taifun „Hagibis“ torpediert Rugby-WM

Ein Taifun wirbelt den Spielplan der Rugby-WM in Japan durcheinander. Wegen des nahenden Taifuns „Hagibis“ sind zwei für Samstag angesetzte Spiele abgesagt worden. Die Partien Neuseeland gegen Italien in Toyota und England gegen Frankreich in Yokohama fallenaus. Alle Teams erhalten nach Angaben des Veranstalters zwei Punkte. Italien ist dadurch ausgeschieden. Nie zuvor in der 32-jährigen Geschichte des Turniers mussten Begegnungen abgesagt werden. Ob noch mehr Spiele betroffen sein werden, ist offen. Der Verantwortliche des Welt-Rugby-Verbandes, Alan Gilpin, sprach am Donnerstag in einer Stellungnahme von einer „komplexen und dynamischen“ Lage. Man verfolge den Verlauf des Taifuns genauestens zusammen mit den eigenen Wetter-Experten. Daher habe man aus Sicherheitsgründen die beiden Spiele abgesagt, hieß es. 

sport kompakt - Auf einer Infotafel wird die Spielabsage in Yokohama verkündet
Erstmals in der Geschichte der Rugby-Weltmeisterschaften mussten zwei Spiele abgesagt werden. Taifun Hagibis bewegt sich derzeit auf Japan zu.
© Stu Forster

10. Oktober: Ex-Chelsea Keeper Cech wird Eishockey-Torwart

Petr Cech versucht sich nun als Eishockey-Keeper. Der ehemalige Nationaltorwart der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft und des FC Chelsea steht künftig für den britischen Viertligisten Guildford Phoenix auf dem Eis. „Ich hoffe, ich kann dem jungen Team helfen, die Saisonziele zu erreichen und so viele Partien zu gewinnen wie möglich, wenn ich spielen darf“, sagte der 37-Jährige am Mittwoch auf der Homepage der Klubs. Nach 20 Jahren als Fußballer hatte Cech im Sommer seine Profikarriere beendet. 

9. Oktober: „Sport Bild“: Thomas Müller will FC Bayern verlassen 

Fußball-Weltmeister Thomas Müller will laut Bericht der „Sport Bild“ den FC Bayern München verlassen. Das Magazin berichtet, dass der 30-Jährige einen Transfer in der Winterpause plane. Schon in der laufenden Länderspielpause soll es demnach Gespräche zwischen dem Offensivspieler und dem Bundesligisten geben.

Der ehemalige Nationalspieler scheint unzufrieden mit seiner Situation unter Trainer Niko Kovac. Das Bundesligaspiel der Münchner gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Samstag war das fünfte Punktspiel hintereinander, in dem Müller nicht in der Anfangself stand. „Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen“, hatte Kovac in einem Sky-Interview vor der Partie zu Müllers Rolle gesagt. Der Stürmer wurde nach 60 Minuten eingewechselt. Nach der Partie sagte Müller zu Journalisten nur knapp: „Nothing to say, wie der Engländer sagt.“

Der Vertrag des Angreifers, der seit 2000 beim FC Bayern ist, läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Mit den Münchnern wurde er unter anderem achtmal Meister und 2013 Champions-League-Sieger.

8. Oktober: Schweinsteiger beendet seine Karriere

Lange wurde darüber spekuliert. Nun ist es offiziell. Bastian Schweinsteiger hat seine Karriere beendet. Via Twitter bedankte er sich bei sämtlichen Klubs, für die er aktiv war, dem Deutschen Fußballbund und seiner Frau Ana Ivanovic, mit der der 35-Jährige zwei Kinder hat. Zuletzt spielte der Weltmeister von 2014 für Chicago Fire in der US-amerikanischen Major League Soccer. Zwei Jahre lang führte er die deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Kapitän aufs Feld. Begonnen hat er seine Karriere 1987 im oberbayerischen Oberaudorf. 

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Quelle: stern.de

Formel-1-Weltmeister: Raus aus der Sinnkrise: Hamilton vor nächster Titel-Fiesta

Auf den letzten Metern zum sechsten WM-Triumph hat Lewis Hamilton auch eine plötzliche Sinnkrise im Eiltempo abgeschüttelt.

Die nächste Titel-Fiesta in Mexiko lockt, da kann der Superstar der Formel 1 so ein Gefühlstief nicht brauchen. Also schickte der 34-Jährige schnell eine «Botschaft der Positivität» in die Weiten des Internets, um vor dem viertletzten Saisonlauf am Sonntag die Sorgen um seinen Gemütszustand zu zerstreuen.

Kurz nach dem erneuten Gewinn der Team-WM mit Mercedes zuletzt in Japan hatte Hamilton selbst die Irritationen ausgelöst, als er in den sozialen Netzwerken seinen tiefen Verdruss über den Lauf der Welt teilte und vom Aufgeben sprach. Auch Arbeitgeber Mercedes reagierte überrascht, zumal der Rennstall und sein Chefpilot sportlich auf dem Gipfel des Erfolges stehen.

Nur Teamkollege Valtteri Bottas kann Hamilton rechnerisch noch die WM nehmen, realistisch ist das bei 64 Punkten Vorsprung des Briten aber nicht. Holt der Titelverteidiger in Mexiko 14 Punkte mehr als der Finne, ist er schon wieder Weltmeister.

Warum also dieser Seelenschmerz? «Es macht mich traurig, wenn ich darüber nachdenke, wo diese Welt hinsteuert», schrieb Hamilton. «Die Welt ist ein kaputter Ort.» Umweltverschmutzung, Klimakrise, das Versagen beim Artenschutz – immer öfter nutzt Hamilton seinen Status als Weltstar, um auf Probleme hinzuweisen. Dabei nimmt er auch die Kritik in Kauf, dass es um seine eigene Ökobilanz als Rennfahrer mit Jet-Set-Lebensstil nicht gerade zum Besten steht.

«Ich will, dass mein Leben eine Bedeutung hat», ließ Hamilton wissen. «Ein Teil der Probleme zu sein, das ist nicht bedeutend; Teil der Lösung zu sein hingegen schon», fügte er hinzu und warb einmal mehr für eine vegane Lebensweise.

Widerstände überwinden, Grenzen verschieben, ein Erbe hinterlassen – das scheint für Hamilton auch abseits der Rennstrecke immer wichtiger zu werden. Mercedes-Teamchef Toto Wolff weiß längst, dass er dem Briten zwischen den Rennen Freiheiten gewähren muss – und sei es für die Sinnsuche und den Wechsel in die Weltverbesserer-Rolle. «Er ist jedes Jahr erwachsener geworden, mit weniger emotionalen Schwankungen», sagte Wolff schon im Sommer.

Der Wechsel von McLaren zu Mercedes zur Saison 2013 hat der Karriere des Lewis Hamilton den entscheidenden Schub gegeben. Mit dem Gewinn seiner sechsten WM-Krone wird er die Formel-1-Ikone Juan Manuel Fangio (5) hinter sich lassen. Im nächsten Jahr könnte er dann zu Rekordmann Michael Schumacher (7) aufschließen. Mit inzwischen 82 Siegen scheint auch eine weitere unwirkliche Schumi-Bestmarke (91) für Hamilton in Reichweite.

Die sportlichen Ziele gehen dem rastlosen Champion also vorerst nicht aus. In Mexiko zum Beispiel hat er zwar in den vergangenen beiden Jahren jeweils vorzeitig den Titelgewinn gefeiert, dabei aber jeweils die Pole Position und den Rennsieg klar verpasst. «Mexiko ist unsere Achillesferse, wahrscheinlich unser schwächstes Rennen des Jahres», stellte Hamilton fest. So ganz wird der WM-Spitzenreiter in diesen Tagen die Zweifel dann doch nicht los.

Quelle: stern.de

Basketball-Profiliga: NBA-Auftakt: James und Lakers verlieren im «Kampf um L.A.»

Mit einem Lächeln auf den Lippen versuchte LeBron James die Bedeutung der ersten Schlappe im «Kampf um L.A.» herunterzuspielen.

Zum heiß erwarteten Start der NBA-Saison musste sich der Superstar mit seinen Los Angeles Lakers im Duell der Titelkandidaten dem Stadtrivalen Clippers mit 102:112 geschlagen geben. «Jeder versucht das Narrativ zu bedienen, dass es ein Spiel von Rivalen und ein großer Test war. Aber beide Teams sind noch nicht da, wo sie sein wollen», sagte der 34-Jährige mit freiem Oberkörper in der Kabine. «Wir haben noch viel Raum für Verbesserungen.»

Die Stimmung im Staples Center war jedoch bereits playoffreif. Als Clippers-Neuzugang Kawhi Leonard sich noch vor seiner 30-Punkte-Gala via Mikrofon an die Heimfans richtete, musste er sich gegen lautstarke Buhrufe der Lakers-Anhänger durchsetzen. «Es wird eine großartige Saison», versprach der wertvollste Spieler der vergangenen Finalserie.

Nach dem Titelgewinn mit den Toronto Raptors entschied sich der 28-Jährige im Sommer für die Rückkehr in seine kalifornische Heimat und will an der Seite des ebenfalls gewechselten und noch verletzten Allstars Paul George die Clippers erstmals in ihrer Geschichte in die Finals führen. Bislang stand das Team stets im Schatten der Glamour-Lakers – dies könnte sich diese Saison drehen. «Es war eins von 82 Spielen», sagte Clippers-Coach Doc Rivers dennoch unwirsch auf die Frage nach Meisterambitionen. «Nächste Frage.»

Nach einer völlig enttäuschenden ersten Saison von James bei den Lakers hat das Team in Center Anthony Davis ebenfalls einen der besten Spieler der Welt verpflichtet. Noch braucht es aber Zeit zur Eingewöhnung an das System des neuen Trainers Frank Vogel.

«Wir haben es zugelassen, dass sie mit ihrer Offensive unsere Verteidigung diktieren, wir müssen besser werden», forderte James, der auf 18 Punkte, neun Rebounds und acht Vorlagen kam, und gestand: «Ich war etwas eingerostet. So lange habe ich schon lange nicht mehr gespielt.» Co-Star Davis erzielte 25 Zähler. «Runde eins des „Battle of L.A. ging an die Clippers», schrieb das Internetportal ESPN.

Nach dem Abgang von Leonard setzte sich Titelverteidiger Toronto nur knapp mit 130:122 nach Verlängerung gegen die New Orleans Pelicans durch. Pascal Siakam (34 Punkte/18 Rebounds) und Fred VanVleet (34 Punkte) waren die Topscorer im Team der Kanadier.

Quelle: stern.de

U19-Spiel in Piräus: Griechische Hooligans stürmen Tribüne und greifen Bayern-Fans an

Vermummte Randalierer haben beim 4:0-Erfolg des FC Bayern München in der Youth League für einen Skandal gesorgt. Nach Attacken der Hooligans musste die Partie der U19 des deutschen Fußball-Meisters bei Olympiakos Piräus in Griechenland in der 81. Minute für etwa eine halbe Stunde unterbrochen werden. Rund 80 Hooligans, darunter einige mit Motorrad-Helmen maskiert und Stöcken in der Hand, stürmten am Dienstagabend den Rendi-Sportplatz. 

Am Münchner Block wurden Fahnen geklaut, dazu warfen die Vermummten Gegenstände in die Zuschauerreihen. Laut Polizei war von fünf Verletzten die Rede.

Sport kompakt: Nachrichten aus der Welt des Sports_0935Olympiakos Piräus verurteilt die Attacke

„Olympiakos verurteilt die heutige Hooligans-Invasion im Sportzentrum Rendi während des Spiels auf die härteste Art. Die Eindringlinge haben weder einen Platz in der Familie von Olympiakos, noch gehören sie der Familie an“, erklärte der griechische Club. Nachwuchstrainer Dimitris Mavrogenidis sagte im TV: „Es ist tut mir leid. Das ist nicht Olympiakos.“ 

Die Partie wurde nach einer rund halbstündigen Unterbrechung fortgesetzt. Es blieb beim 4:0 für den FC Bayern. Joshua Zirkzee mit einem Dreierpack und Lasse Günther sorgten für den zweiten Sieg im dritten Spiel für die Münchner in dieser Saison. Partien der Youth League werden im Rahmen der Champions League durchgeführt.

Quelle: stern.de

Champions League: Bayer Leverkusen: Ganz gut ist nicht gut genug

Sie haben gezeigt, dass sie auch mit einem der ganz Großen Clubs in Europa mithalten können. Sie haben aber auch gezeigt, dass es im Endeffekt immer irgendwie ein bisschen fehlt.

Das 0:1 (0:0) bei Atlético Madrid zu bewerten, fiel den Spielern und Verantwortlichen von Bayer Leverkusen nicht leicht. Die Leistung war recht gut, das Ergebnis wieder mal ernüchternd. Die Defensive stand sehr gut, die Offensive war quasi nicht zu sehen.

Unentschlossen waren die Leverkusener auch bei der Bewertung, ob sie das Thema Champions League nun schon abhaken sollen oder nicht. «Ich bin ein Kämpfer. Es ist noch nicht vorbei», sagte Trainer Peter Bosz. «Solange es mathematisch noch möglich ist, muss man kämpfen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist natürlich extrem gering», sagte Clubchef Fernando Carro. Und Sportchef Rudi Völler gestand ein: «Auch wenn es mathematisch noch möglich ist: Man muss realistisch sein. Wir müssen alles versuchen, damit wir Dritter werden.»

Nach drei Niederlagen zum Auftakt hat es in der Champions-League-Geschichte tatsächlich nur ein einziges Team noch geschafft weiterzukommen: Newcastle United zog im Herbst 2002 so in die Zwischenrunde ein, wo die Magpies dann gemeinsam mit Leverkusen ausschieden. Was die Hoffnung von Bayer nicht gerade nährt: In den ersten drei Spielen erzielte die hochveranlagte Offensive nicht ein Tor selbst. Der einzige Treffer resultierte aus einem Eigentor des für Moskau spielenden Ex-Weltmeisters Benedikt Höwedes.

Die erneute Niederlage in Madrid lag aber nicht an Chancen-Verschwendung, sondern daran, dass Bayer sich zu wenige herausspielte. «Unser Spiel war total gut anzusehen», sagte Völler. «Das einzige Manko ist, dass der letzte Pass nicht gestimmt hat.» Dieser sei eben der schwerste, ergänzte Bosz. Und auch Carro machte den verflixten letzten Ball als das Urproblem aus. «Wir müssen auch mal ein Tor machen. Aber im letzten Drittel hat es gefehlt», sagte der Spanier nach der Niederlage in seiner Heimat.

Dennoch ist Carro sich sicher, «dass wir keine schlechtere Mannschaft haben als Atlético». Und er erklärte gar: «Wenn wir so spielen wie heute, sind wir in der Bundesliga ganz oben.»

Quelle: stern.de

Ex-Referee: Schiedsrichter-Legende Collina: Videobeweis «vorteilhaft»

Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Pierluigi Collina hat den Video-Assistenten als «wertvolle Garantie und Rettungsschirm» gelobt.

Der 59 Jahre alte Italiener bewertete das System in einem «Kicker»-Interview als «Instrument, das zu gerechteren Partien beiträgt. Vorteilhaft für die Spieler, denn es ist übel, wegen einer Fehlentscheidung zu verlieren. Vorteilhaft für den Referee, denn es wäre ungerecht, dass eine Entscheidung seine Zukunft beeinflusst, die ein menschliches Auge unmöglich bewerten konnte.»

Der Mensch könne mit den technischen Hilfsmitteln und verschiedenen Kamera-Einstellungen nicht konkurrieren, sagte Collina, der 28 Jahre lang als Schiedsrichter im Profifußball aktiv war und zu den bekanntesten und jahrelang besten Unparteiischen zählte.

Er betrachte den Video-Assistenten als «eine wertvolle Garantie und Rettungsschirm dank der heutigen technischen Möglichkeiten». Auf die Frage, ob das System dem Fußball Menschliches genommen habe, antwortete Collina: «Keineswegs. Die Spieler spielen ja immer noch, der Schiedsrichter entscheidet, und im Zweifelsfall ist es besser, eine klare Antwort zu haben, die ein oder zwei Minuten benötigt, als wochen- oder monatelange Diskussionen.»

Quelle: stern.de

American Football: NFL: Dallas gewinnt gegen Philadelphia – Baltimore siegt

Die Dallas Cowboys aus der amerikanischen Football-Liga NFL haben nach zuletzt drei Niederlagen wieder einen Sieg gefeiert. Die Texaner besiegten die Philadelphia Eagles 37:10 (27:7).

Cowboys-Quarterback Dak Prescott erzielte zwei Touchdowns und warf für 239 Yards. Running Back Ezekiel Elliott rannte für 111 Yards und steuerte einen Touchdown zum Heimerfolg bei. Eagles-Spielmacher Carson Wentz kam auf 191 Pass-Yards und einen Touchdown.

Die Baltimore Ravens um Quarterback Lamar Jackson überzeugten mit einem 30:16 (13:13) bei den Seattle Seahawks. Jackson warf für 143 Yards und rannte für 116 Yards. Sein Acht-Yard-Touchdown-Lauf war der einzige Offensiv-Touchdown der Ravens. Seahawks-QB Russell Wilson verbuchte 241 Pass-Yards und einen Touchdown. 

Ersatz-Quarterback Teddy Bridgewater und die New Orleans Saints gewannen mit 36:25 (12:10) bei den Chicago Bears. Bridgewater warf zwei Touchdown-Pässe und kam auf 281 Pass-Yards. Running Back Latavius Murray steuerte ebenfalls zwei Touchdowns zum Erfolg bei. 

In den frühen Sonntagsspielen konnten sich die San Francisco 49ers bei den Washington Redskins mit 9:0 (0:0) behaupten. Durch den Auswärtserfolg bleiben die Niners in dieser Saison weiter ungeschlagen. San Franciscos Kicker Robbie Gould verwandelte drei Field-Goal-Versuche bei strömendem Regen unweit der US-Hauptstadt.

Quelle: stern.de

Bundesliga im stern-check: Eine ganz bittere Verletzung, ein leichtfertig verspielter Sieg und starke Signale aus der Kurve

So liefen der Spieltag

Alle Ergebnisse des 8. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltages

Jeder, der die Szene gesehen hat, muss sofort das Schlimmste befürchtet haben. Niklas Süle ging nach einem Zweikampf mit Augsburgs Florian Niederlechner schreiend zu Boden und hielt sich das linke Knie. Süle war mit dem Bein falsch aufgekommen, ein klassischer Fehltritt mit bösen Folgen, wie er immer wieder vorkommt. Die Befürchtungen bewahrheiteten sich: Das Kreuzband ist gerissen. Der 24-Jährige wird mindestens sechs Monate ausfallen.

Wie üblich postete Süle am Sonntag auf Instagram ein Bild von sich auf dem Weg nach Salzburg, wo er operiert wird, und schrieb dazu die Worte: „Wer es einmal schafft, schafft es jedes Mal wieder“– eine Anspielung auf seinen ersten Kreuzbandriss vor fünf Jahren, als er noch in Hoffenheim spielte. Es war dasselbe Knie und damals brauchte Süle 203 Tage, um wieder fit zu werden. Würde er jetzt wieder 203 Tage ausfallen, wäre er am 11. Mai im nächsten Jahr wieder einsatzbereit – einen Monat später beginnt die Europameisterschaft. Wie auch immer der Heilungsverlauf verläuft: Stefan Effenberg hat vermutlich recht, als er in der TV-Plauderrunde „Doppelpass“ sagte: „Für den FC Bayern wird er keine Rolle mehr spielen (in dieser Saison, Anm.d.Red.)“. Die Saison ist möglicherweise also gelaufen für den 24-Jährigen. Das ist bitter für ihn und eine Schwächung der Bayern.

Twitter Gündogan 12.30Gewinner des Spieltages 

Beim BVB herrscht nach dem 1:0-Sieg im Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach erstmal Erleichterung. Keine Trainerdiskussion mehr, keine weiteren Debatten über die Mentalität. Und die schlechte Stimmung ist wie weggeblasen. Da kann man selbst das nicht gegebene Tor verschmerzen. Reus stand zuvor mit der Hacke geschätzte drei bis fünf Zentimeter im Abseits und der Videoassistent schlug unbarmherzig zu. Später schoss der Kapitän das Siegtor und bescherte seinem Klub ein ruhiges Restwochenende.

Schalke Köln ZusammenfassungVerlierer des Spieltages

Kommen wir auf die Bayern zurück. Wie das Fachblatt „kicker“ in weiser Voraussicht vor dem Spieltag schrieb, droht den Bayern und besonders Trainer Niko Kovac erneut ein heißer Herbst. Nach dem peinlichen 2:2 gegen Augsburg ist die Stimmung im Keller. Die Bayern sind aktuell nur Tabellendritter – hinter Gladbach und Wolfsburg. Die Gegentore fielen nach 28 Sekunden und in der Nachspielzeit, als die Bayern 2:1 führten. Die Münchner zeigten im Spiel gegen Augsburg wie schon so oft in dieser Saison ein schlampiges Abwehrverhalten. Das fällt immer auf den Trainer zurück, der wieder in die Schusslinie geraten wird, wenn es so weitergeht. Zudem gibt es den Dauer-Ärger um Thomas Müller. Kovac hat die Club-Ikone zum Ersatzspieler degradiert. Gegen Augsburg ließ er Müller entgegen den Erwartungen kümmerliche zehn Minuten spielen. Das Verhältnis der beiden gilt – gelinde gesagt – als schwierig. Der Ausfall von Süle macht Kovac Situation nicht leichter – es ist also alles angerichtet für den heißen Herbst.

Dieses Tor sollten sie (nochmal) sehen

Union Berlin hat den Favoriten Freiburg mit 2:0 geschlagen – ein wichtiger Erfolg für den Aufsteiger. Der erste Tor erzielte Marius Bülter, ein Mann, der noch vor zwei Jahren für den SV Rödinghausen in der vierten Liga kickte. Dass Bülter über ein gewisses Talent zum Fußballspielen verfügt, beweis er gleich in der 1. Minute, als er den Ball aus über 20 Metern ins Tor jagte. Bülters schönes Tor brachte Union auf die Siegerstraße und hatte einen Anteil daran, dass der Verein in der Tabelle auf einen Nicht-Abstiegsplatz kletterte. 

Bild des Spieltages

Die Bremer Ultras haben im Heimspiel gegen Hertha auf einem Banner ein Statement zum rechtsextremistischen Anschlag auf die Synagoge in Halle abgegeben, bei dem ein Attentäter zwei Menschen tötete. Dort steht: „Weder verwirrter Einzeltäter noch Alarmsignal. ‚Nie wieder‘ muss mehr als nur ein Slogan sein. Gegen jeden Antisemitismus.“ So etwas könnte häufiger aus den Fankurven kommen. Wenn Fußballfans derartige Aussagen machen, erzielen sie bestimmt bei vielen eine größere Wirkung, als Beileidsbekundungen des Bundespräsidenten.

Quelle: stern.de

Das bringt die Fußball-Woche: Ausblick: Europapokal, Hummels und das Ruhrpott-Duell

Die Europapokal-Wettbewerbe gehen unter der Woche weiter, ebenso die Diskussionen um Ex-Nationalspieler Mats Hummels nach der Verletzung von Niklas Süle. In Fernost tagt die FIFA, und die Bundesliga blickt am Wochenende gespannt ins Revier.

HUMMELS: Nachdem Abwehrchef Niklas Süle eine schwere Knieverletzung erlitten hat, könnten die Rufe nach einer Rückkehr des 2014-Weltmeisters Mats Hummels in die deutsche Nationalmannschaft lauter werden. Bundestrainer Joachim Löw fehlen schlicht die auf Weltklasse-Niveau spielenden Alternativen. Die Diskussion könnte den Deutschen Fußball-Bund erst einmal bis zu Löws nächster Nominierung für die abschließenden zwei EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland und Nordirland Mitte November begleiten.

KÖNIGSKLASSE: Der FC Bayern bei Olympiakos Piräus am Dienstag und Borussia Dortmund bei Inter Mailand am Mittwoch können in der Champions League schon einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde machen. RB Leipzig am Mittwoch gegen Zenit Sankt Petersburg und vor allem Bayer Leverkusen am Dienstag bei Atlético Madrid stehen schon mehr unter Druck und sollten dringend punkten, um sich am 3. Spieltag der Gruppenphase die Chance auf das Achtelfinale zu bewahren. Eine Klasse tiefer in der Europa League geht es am Donnerstag für den VfL Wolfsburg in Gent, Borussia Mönchengladbach in Rom und Eintracht Frankfurt daheim gegen Lüttich ebenfalls um wichtige Punkte.

REGIERUNG: Die FIFA tagt. Spektakuläres ist bei der Ratssitzung des Weltverbandes am Mittwoch und Donnerstag in Shanghai aber nicht zu erwarten. Eventuell wird der Gastgeber der reformierten Club-WM bestimmt, die im Sommer 2021 mit 24 Teams ausgetragen wird.

REVIER: Der 9. Spieltag der Bundesliga steht ganz im Zeichen des Ruhrpott-Derbys. Schalke 04 empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den ewigen Rivalen Borussia Dortmund – angesichts der Tabelle sogar zu einem echten Spitzenspiel. Die Bayern spielen zeitgleich im eigenen Stadion gegen Aufsteiger Union Berlin. Den Auftakt machen am Freitagabend (20.30 Uhr) die Kellerkinder Mainz 05 und 1. FC Köln.

Quelle: stern.de

Nach Niederlage gegen Köln: «Fängt auch im Kopf an»: Paderborns Kampf gegen Goliaths

Der «verflixte erste Sieg» fehlt immer noch, die Leistungen werden langsam schlechter und der Glaube scheint auch zu schwinden: Nach verheißungsvollem Auftakt droht Aufsteiger SC Paderborn in der Fußball-Bundesliga ein aussichtsloser Kampf um den Klassenerhalt.

«Jetzt fängt es auch im Kopf an», sagte Kapitän Klaus Gjasula nach dem bitteren 0:3 (0:1) des Tabellenletzten beim vorherigen Vorletzten 1. FC Köln.

Auf den neuen 17. Mainz hat Paderborn mit nur einem Punkt nun schon fünf Zähler Rückstand, dazu mit minus 13 nun auch noch die schlechteste Tordifferenz. Vor allem in den nächsten Heimspielen gegen Düsseldorf und Augsburg sind Siege damit fast schon Pflicht für die Ostwestfalen, wollen sie zur Winterpause noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt haben. «Wir müssen Woche für Woche arbeiten, bis dieser verflixte erste Sieg kommt», sagte Gjasula: «Es ist ja noch genug Zeit.»

Erschreckend war in Köln jedoch die deutliche Unterlegenheit des SCP, der in vielen Spielen davor zumindest durch mutigen Offensiv-Fußball überzeugt hatte. «Gefühlt haben wir nicht einen Torschuss abgegeben», analysierte Trainer Steffen Baumgart. «Jedes Spiel laufen wir wie David gegen Goliath an», sagte der 47-Jährige konsterniert. Versprach aber gleich wieder kämpferisch: «Die weiße Fahne hissen wir nicht.»

Hoffnung macht ihm, dass seine Spieler den Glauben offenbar auch noch nicht aufgegeben haben. Schließlich wussten sie ja vor der Saison, worauf sie sich einlassen. «Es sind noch genügend Spiele und noch genügend Punkte zu holen», erklärte SCP-Keeper Leopold Zingerle: «Wenn wir noch mehrere Siege holen, war der historisch schlechte Start wurscht.»

Eine Niederlage gegen die sechs Punkte entfernten Düsseldorfer würde die Lage des Außenseiters aber noch ein bisschen aussichtsloser machen. «Am Ende müssen wir schauen, wie wir mit unseren Mitteln Punkte holen», sagte Baumgart: «Und das werden wir nächstes Wochenende wieder machen. Mit erhobenem Kopf.»

Quelle: stern.de

Wie Welttrainer Klopp: Werder-Profi traut Kohfeldt und Nagelsmann große Karriere zu

Bundesliga-Profi Leonardo Bittencourt von Werder Bremen traut seinem aktuellen Trainer Florian Kohfeldt und seinem ehemaligen Coach Julian Nagelsmann eine ähnlich große Karriere wie Jürgen Klopp zu.

Im Vergleich zu Nagelsmann habe Kohfeldt «ein besseres Fingerspitzengefühl, er sieht den Menschen hinter dem Spieler besser. Ansonsten sind sie sich sehr ähnlich», sagte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler in einem Interview des Bremer «Weser-Kurier». «Perfektionisten, mit einem klaren Plan, einer klaren Linie. Bei beiden erkennt man die Handschrift sehr genau, man sieht, dass und wie sie eine Mannschaft verändern.»

Beide haben nach Einschätzung von Bittencourt «die Qualität für einen ähnlichen Weg» wie Jürgen Klopp oder Pep Guardiola. Unter Klopp spielte der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler von 2012 bis 2013 bei Borussia Dortmund, unter Nagelsmann bis zum Ende der vergangenen Saison in Hoffenheim. Im Sommer wechselte Bittencourt zu Werder.

Quelle: stern.de