HBW-II-Trainer André Doster: „Unfassbar viele Fehlwürfe“

Zwar wurde es am Ende noch einmal spannend, doch insgesamt war der Auftritt von Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten beim Duell der Nachwuchsmannschaften in der Östringer Stadthalle ein Festival der Fehler. Eine insgesamt nicht ausreichende Leistung der Gäste bescherte den Rhein-Neckar Löwen II ein hochverdientes 30:28 (17:15). Die Jung-Gallier rutschten damit vom zweiten auf den vierten Tabellenplatz.

SV Allensbach geht mit Erfolgserlebnis in die Pause

Sie können es doch noch – und wie: Den Drittligahandballerinnen des SV Allensbach gelang ein deutlicher Sieg 33:22-Sieg beim starken Aufsteiger aus Kappelwindeck/Steinbach. Trotz Ausfällen auf beiden Seiten gingen die Gastgeberinnen, die vor der Partie auf Platz sechs standen, mit einer vollen Bank in die Partie. Beim SVA war es etwas überschaubarer, was der Leistung von Beginn an aber keinen Abbruch tat. Allensbach ging direkt in Führung, Steinbach konnte diese noch dreimal ausgleichen, ehe sich die Spielerinnen vom Bodensee durch zwei Treffer von Julia von Kampen und einen von Hannah Person auf 6:3 absetzen konnten.

Auswärtsfahrten machen schön, überraschenderweise hat man dennoch nicht gewonnen

David gegen Goliath, Glurak gegen Bisasam oder was auch sonst für Beispiele für ein ungleiches Duell aufgeführt werden können; so waren die Voraussetzungen auch am vergangenen Samstag im Ligaspiel der 3. Handball Liga Ost. Der ThSV Eisenach, welcher in der laufenden Saison lediglich einmal verloren hatte und vollkommen zu Recht an der Tabellenspitze auf die restlichen Mannschaften hinabblickt, gegen den TV 1861 Erlangen-Bruck, welcher sich als Aufsteiger im Abstiegskampf befindet und auswärts erst einmal gesiegt hat. Auch die Unterschiede in anderen Bereichen könnten nicht gravierender sein.

„Junge-Routine“ zwingt Würm in die Knie

Nach dem 34:27 Erfolg gegen den straken Aufsteiger aus Bayern, der HSG Würm-Mitte, kann Bären Coach Adrian Fuladdjusch ganz beruhigt seinen Urlaub antreten. Seine Bären haben einen ganz wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt getan. Doch es war ein hartes Stück Arbeit, ehe die Bayern in die Knie gezwungen wurden.

Northeimer HC mit zweitem Heimsieg in Folge

Nach dem Sensationssieg am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenführer von der HSG Krefeld, empfing der Northeimer HC die SG VTB/Altjührden in der Schuhwallhalle. Von Beginn an bot sich den Zuschauern eine kampfbetonte Partie, die vor allem durch starke Defensivarbeit, aber auch technische Fehler geprägt war. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich der NHC nach 22 gespielten Minuten durch einen Treffer von Christian Stöpler das erste Mal etwas deutlicher auf 11:6 ab. Am Ende hieß es 25:21 für die Gastgeber.

HCD gewinnt Krimi in Regensburg

In der Oberpfalz siegt der HCD Gröbenzell aufgrund der stärkeren, zweiten Halbzeit mit 28:29 (15:14) beim ESV Regensburg. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff waren richtungsweisend.

HSG Hanau schlägt Baunatal und begeistert das Publikum

Die HSG Hanau bleibt im Kampf um Platz vier und der damit verbundenen direkten Qualifikation zur DHB-Pokalhauptrunde auf Kurs. Die Grimmstädter besiegten im Topspiel des 21. Spieltages der 3. Handball-Liga Ost den Tabellendritten GSV Eintracht Baunatal mit 30:28 (15:10) und konnten sich auf Rang fünf verbessern.

THW Kiel findet Co-Trainer für Jicha

Rekordmeister THW Kiel befördert den früheren Nationalspieler Christian Sprenger (35). Der ehemalige Rechtsaußen des Klubs übernimmt ab Sommer den Posten des Co-Trainers an der Seite des neuen Chefcoaches Filip Jicha. Dies teilte der THW am Dienstag mit. 

Sprenger arbeitet seit seinem Karriereende 2017 als Nachwuchskoordinator und -trainer beim 20-maligen deutschen Meister.

Jicha freut sich auf Zusammenarbeit

„Ich kenne Sprengi schon sehr lange. Ich weiß, wie er handballerisch tickt, welche Mentalität er besitzt und wieviel seiner Energie er an eine Mannschaft weitergeben kann“, sagte der 36-jährige Jicha. Der Tscheche, im Jahr 2010 Welthandballer, arbeitet seit Beginn der Saison als Co-Trainer unter dem zum Saisonende scheidenden Trainer Alfred Gislason.

Mit dem SPORT1 Messenger keine News mehr verpassen – hier anmelden | ANZEIGE

THW-Sportchef Viktor Szilagyi meinte zum neuen sportlichen Führungsduo: „Beide verkörpern durch ihre gemeinsame Geschichte den THW Kiel, beide haben eine ähnliche Vorstellung von dem Handball, den sie spielen lassen wollen. Das Duo Jicha/Sprenger an der Seitenlinie ist eine ideale Kombination für unsere Zukunft.“ Sprenger steht seit seinem Wechsel vom SC Magdeburg im Jahr 2009 in Diensten der Kieler.

Flensburgs Dominanz entblößt den deutschen Handball

Ein Hauch von Vorentscheidung lag in der Luft, als sich die Zuschauer in der „Hölle Nord“ von ihren Sitzen erhoben.

„Die Nummer eins im Land sind wir“, sangen die Anhänger der SG Flensburg-Handewitt. Und tatsächlich: Nach dem schweren Patzer von Verfolger THW Kiel gegen den SC Magdeburg (25:28) und dem eigenen 28:18-Kantersieg gegen den HC Erlangen spricht vieles für eine erfolgreiche Titelverteidigung der Nordlichter.

Sechs Punkte beträgt der Vorsprung der makellosen Flensburger inzwischen. „Das ist schon heftig. Eine kleine Vorentscheidung ist es sicherlich schon“, sagte Sky-Experte Stefan Kretzschmar. Und während man bei der SG trotz der Super-Serie von 42:0-Punkten um Understatement bemüht war, herrschte beim Erzrivalen in Kiel Tristesse.

Titel für Kiel „in weite Ferne gerückt“

„Die Minuspunkte tun natürlich weh“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason. Die erste Liga-Niederlage nach zuvor 16 Erfolgen nacheinander könnte in der Endabrechnung die entscheidende sein. Der Titel sei nun „in weite Ferne gerückt“, sagte Gislason und stellte bedröppelt fest: „Wenn man oben dran bleiben will, muss man solche Spiele gewinnen.“ 

Die erste Heimniederlage der Saison traf die Kieler ins Mark. Anstatt zur großen Aufholjagd zu blasen, wie von vielen Experten prognostiziert, geht der Blick nun erst einmal in den Rückspiegel. „Wir sind sehr enttäuscht. Jetzt müssen wir uns erst einmal sammeln, schütteln und weitermachen“, sagte THW-Sportchef Viktor Szilagyi.

Tabelle spiegelt Machtverhältnisse im Welthandball wieder

Die Machtverhältnisse in der Liga spiegeln ein Stück weit auch die Situation im internationalen Handball wider. Während Flensburg das Geschehen ohne aktuellen deutschen Nationalspieler, dafür mit vier dänischen Weltmeistern und vier norwegischen Vize-Champions bestimmt, reicht es für die Kieler, gespickt mit Stützpfeilern des DHB-Teams, aktuell nicht für ganz oben.

Mit dem SPORT1 Messenger keine News mehr verpassen – Hier anmelden | ANZEIGE

„Flensburgs Übermacht ist ein Warnschuss für den DHB“, titelte sportschau.de am Montag. Die Dominanz der SG sei „ein Denkzettel für die Nationalmannschaft“, der Stand in der Liga passe zum Ausgang der WM: „Wiencek und Co. spielen ordentlich, aber bis zur Spitze fehlt noch ein gutes Stück.“ Das deutsche Team war bei der Heim-WM im Januar Vierter geworden.

Flensburg wandelt auf Kieler Spuren

In Flensburg interessierte man sich für derlei Gedankenspiele herzlich wenig. Selbst der Kieler Ausrutscher verleitete die Protagonisten nicht zu großspurigen Parolen. „Wir gucken nicht auf andere, wir ziehen weiterhin unser Ding durch“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Die Zahlen sprechen für sich: Mit saisonübergreifend 29 Liga-Siegen in Folge wandeln die Flensburger inzwischen auf den Spuren der legendären Kieler Mannschaft, die zwischen Mai 2011 und September 2012 sagenhafte 40 Liga-Spiele in Serie gewann und in dieser Zeit den sporthistorischen Meistertitel mit 64:0-Punkten feierte.

Komplett aufgegeben haben sich die Kieler aber noch nicht. Immerhin empfängt der THW den Nordrivalen am 30. Spieltag noch in der Sparkassen Arena, zudem muss Flensburg in der Rückrunde noch die schweren Auswärtshürden in Magdeburg und bei Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen meistern.

Spitzentrio setzt sich weiter ab

Die Handball Bundesliga Frauen hat nach einer kurzen Spielpause wieder Fahrt aufgenommen. Das Spitzentrio konnte sich in der Tabelle weiter absetzen, Buxtehude und Dortmund zogen an Bayer Leverkusen vorbei. In der unteren Tabellenhälfte konnten Oldenburg und Bad Wildungen doppelt punkten und somit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.