HBF kompakt: Thüringer HC punktet international

Zum Abschluss der Hauptrunde in der EHF Champions League konnte der Thüringer HC noch einmal ein Zeichen setzen und ein Remis beim ambitionierten CSM Bukarest erreichen. In der Liga steht der Deutsche Meister am Mittwoch im Nachholspiel gegen den VfL Oldenburg unter Druck, denn die Konkurrenz siegte. Im Tabellenkeller verließen die HSG Bensheim/Auerbach Flames die Abstiegsplätze.

Starker Schlussspurt sichert Eintracht Hildesheim wichtige Punkte

Puuh, war das spannend: es bedurfte in der Schlussphase schon einer bärenstarken Defensive, um einen zwischenzeitlich schon sicher scheinenden Erfolg noch zu erkämpfen. Nach einer hochspannenden Schlussphase setzte sich Eintracht Hildesheim bei den Mecklenburger Stieren Schwerin knapp mit 24:23 durch, nachdem sie Mitte der zweiten Halbzeit einen Fünf-Tore-Vorsprung aus der Hand gegeben hatte und sogar 21:23 in Rückstand geraten war.

HSG Konstanz begeistert beim sechsten Superball vor 1.800 Zuschauern

Der Bundesliga-Superball war auch dieses Mal ein voller Erfolg. Mit 1 800 Zuschauern konnte die Saison-Rekordkulisse für die 3. Liga Süd vermeldet werden, alle fünf Heimmannschaften durften Heimsiege feiern und sich dabei von echter Gänsehautstimmung tragen lassen. Darunter auch der 29:26 (14:12)-Sieg der HSG Konstanz gegen den TSB Heilbronn-Horkheim – dem sechsten Sieg beim sechsten Superball. Mit nun 40:6 Punkten führt die HSG das Tableau weiterhin mit sieben Punkten Vorsprung an.

Punkteteilung nach nervenaufreibendem Auf und Ab – HCOB trennt sich im Bezirksderby 31:31 vom SV Salamander Kornwestheim

Mehr Spannung geht kaum. Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang haben im Bezirksderby der Dritten Liga 31:31 gegen den SV Salamander Kornwestheim gespielt. Zeitweise durften die Fans der Gastgeber auf einen Sieg hoffen, in den letzten Minuten schien sich die Waage zugunsten der Kornwestheimer zu neigen. Doch der HCOB kämpfte unverdrossen, Jonas Frank gelang kurz vor dem Ende der Ausgleichstreffer.

Hanning schimpft auf DHB-Team – Juwel als Lichtblick

Bob Hanning war sauer. Und wie es nun mal so seine Art ist, zeigte er das auch ganz unverblümt. „Das war keine genügende Leistung, das war zu wenig“, sagte der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) nach dem 27:29 (10:9) der neuformierten Nationalmannschaft gegen die Schweiz.

Neue Spieler, viele Wechsel, die Abwesenheit einiger Stammkräfte, für Hanning vier Wochen vor den beiden wichtigen EM-Qualifikationsspielen gegen Polen kaum ausreichende Argumente: „20 Gegentore in einer Halbzeit sind viel zu viel. Natürlich müssen wir testen, aber wir brauchen auch Resultate.“ 

Nun gab es ja durchaus ein Resultat, aber mit dem konnten Bundestrainer Christian Prokop und seine Mannschaft ebenso wenig zufrieden sein wie die 11.593 Zuschauer im ausverkauften Düsseldorfer ISS Dome.

Nationalmannschaft hat große Probleme im Angriff

Gegen die Schweiz mit ihrem überragenden Spielmacher Andy Schmid kam vor allem der deutsche Angriff überhaupt nicht zum Zug, es fehlte ein Vollstrecker aus dem Rückraum, die Außen „verhungerten“, die Kreisläufer wurden von der robusten gegnerischen Abwehr konsequent festgemacht. „Im Angriff haben wir uns das Leben doch sehr schwer gemacht“, sagte Prokop.

Dennoch hatte der Bundestrainer „einige positive Erkenntnisse“ gewonnen.

Die Abwehr um Deutschlands Handballer des Jahres Patrick Wiencek habe „ihre gute Leistung von der WM rübergerettet“, und von seinen vier Debütanten habe ihm speziell Rückraumspieler Sebastian Heymann „sehr gut gefallen“. Der 21-jährige Göppinger könnte wie Rekonvaleszent Julius Kühn, der vor der Partie nachträglich für sein 50. Länderspiel geehrt wurde, ein Mann für die leichten Tore werden. In Düsseldorf traf der in der zweiten Hälfte eingesetzte Heymann dreimal.

Debütant Rudek im Stich gelassen – Wolff hat Mitleid

Nicht optimal lief es für die ebenfalls erstmals nominierten Timo Kastening (Hannover), Johannes Golla (Flensburg) und Christopher Rudeck (Bergischer HC). Kastening bekam auf Rechtsaußen kaum einen Ball richtig zu fassen, Kreisläufer Golla bewies sich zumindest als zupackender Abwehrspieler, und Torhüter Rudeck stand nach der Pause noch gar nicht richtig im Kasten, da hatte es hinter ihm schon viermal eingeschlagen.

„Es ist unglücklich für Rudi, dass ihn in seinem ersten Länderspiel die Abwehr so im Stich lässt“, sagte Andreas Wolff, der eine höhere Niederlage verhinderte und den entnervten Rudeck zehn Minuten vor dem Ende wieder ablöste.

Noch ein Monat bis zur EM-Quali gegen Polen

Prokop hat nun einen Monat Zeit, um seine Mannschaft auf die  EM-Qualifikation gegen Polen am 10. April in Gleiwitz und am 13. April in Halle/Westfalen vorzubereiten. Dann kann der Bundestrainer auf jeden Fall wieder auf sein Stammpersonal um Kapitän Uwe Gensheimer zurückgreifen. Der Weltklasse-Linksaußen fehlte in Düsseldorf, er war bei seinem Verein Paris St. Germain geblieben, da die Partie gegen die Schweiz nicht Teil des offiziellen Wettkampfkalenders war. 

Den durch die grandiose Heim-WM in Scharen dazugewonnenen Fans war, so schien es, die Niederlage in Düsseldorf fast ein bisschen egal, sie konnten von ihren Lieblingen gar nicht genug kriegen. Die Partie war längst aus, das Licht in der Halle erloschen, da standen Prokop und seine Spieler noch immer in einer Menschentraube, schrieben Autogramme und posierten für Selfies.

„Die Fans sind echt der Hammer“, sagte Prokop: „Dafür möchten wir uns auch herzlich bedanken.“ Am besten demnächst wieder mit einem Sieg. Auch Halle/Westfalen ist längst ausverkauft.

„Das Leben schwer gemacht“ – Stimmen zum Spiel gegen die Schweiz

Im ersten Länderspiel nach Rang vier bei der Heim-WM gab es für die auf sieben Positionen veränderte deutsche Mannschaft eine 27:29-Niederlage in Düsseldorf gegen die Schweiz. Dabei standen vor allem vier Debütanten im Fokus. Bundestrainer Christian Prokop und die Nationalspieler bewerten die Partie kritisch, sahen aber auch positive Ansätze – die Stimmen zum Spiel:

Umgebautes Handball-Nationalteam kassiert Pleite

Viele neue Gesichter, ein paar altbekannte Probleme und am Ende ein 27:29 (10:9) gegen die Schweiz: Die deutschen Handballer sind mit einer Niederlage ins Länderspieljahr 2019 gestartet.

Vor 11.300 Zuschauern im ausverkauften Düsseldorfer ISS Dome war Rückraumspieler Franz Semper (Leipzig) mit vier Treffern der erfolgreichste deutsche Werfer. Für die Schweiz erzielte Andy Schmid vom DHB-Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen acht Tore.

Im Duell mit einem Gegner, dessen einziger Spieler von Weltklasseformat Regisseur Schmid ist, tat sich die deutsche Mannschaft schwer. Zwar stand die Abwehr um Deutschlands Handballer des Jahres Patrick Wiencek wie gewohnt sehr sicher, doch vor dem Tor der Schweizer lief nicht viel zusammen. An der ebenfalls sehr konsequenten gegnerischen Deckung bissen sich die deutschen Angreifer die Zähne aus, kamen sie einmal frei zum Wurf, verzogen sie den Ball oder scheiterten am guten Schweizer Torhüter Aurel Bringolf.

Debütant in Startformation

Prokop gab vielen jungen Spielern eine Bewährungschance, in Abwesenheit der Stammkräfte Uwe Gensheimer, dessen Kapitänsbinde Fabian Böhm trug, sowie Jannik Kohlbacher, Steffen Weinhold, Patrick Groetzki oder Silvio Heinevetter standen die Debütanten Timo Kastening (Hannover), Johannes Golla (Flensburg), Christopher Rudeck (Bergischer HC) und Sebastian Heymann (Göppingen) auf der Platte. Rechtsaußen Kastening gehörte zur Startformation, durfte die ersten 30 Minuten durchspielen und erzielte zwei Tore. Heymann traf dreimal, Golla einmal.

Eine Bank in der ersten Hälfte des Spiels war Torhüter Andreas Wolff, der dafür Sorge trug, dass Deutschland nicht beizeiten in Rückstand geriet. Dem Kieler gelang sogar sein zehntes Länderspieltor zum zwischenzeitlichen 5:2. In der Halbzeit machte Wolff absprachegemäß zunächst Platz für Rudeck, kehrte aber zehn Minuten vor dem Ende der Partie wieder zwischen die Pfosten zurück. Auch Kreisläufer Golla und Rückraumspieler Heymann bekamen nach dem Seitenwechsel ihre erste Bewährungschance im Nationaltrikot.

Deutschland startet schwach in zweite Hälfte

Das Zusammenspiel in der Offensive wurde dadurch nicht besser. Zu wenig Tempo, fehlende Abstimmung im Positionsangriff, kaum Gegenstöße, und wenn doch einmal ein deutscher Spielzug aussichtsreich vor das Schweizer Tor führte, war Keeper Bringolf zur Stelle. Nach dem Seitenwechsel blieb Deutschland fast sechs Minuten ohne Torerfolg, die Schweizer machten aus einem 9:10-Rückstand zur Pause eine 13:10-Führung.

Die deutsche Mannschaft steckte dennoch nicht auf, der kämpferische Einsatz war hervorragend. Das Spiel wurde zunehmend hektischer und zerfahrener, keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich entscheidend abzusetzen. Dennoch hatte die Schweiz immer wieder die Nase vorn, ging in der 50. Minute (22:19) wieder mit drei Toren in Führung und rettete den Sieg schließlich über die Zeit.

Der Test diente Prokop zur Einstimmung auf die wichtigen Spiele der EM-Qualifikation im April gegen Polen. Das Hinspiel findet am 10. April in Gleiwitz statt, das Rückspiel am 13. April in Halle/Westfalen.

Handballer verlieren gegen die Schweiz

Viele neue Gesichter, ein paar altbekannte Probleme und am Ende ein 27:29 (10:9) gegen die Schweiz: Die deutschen Handballer sind mit einer Niederlage ins Länderspieljahr 2019 gestartet.

Pirates finden gegen Team Handball Lippe II in die Erfolgsspur zurück

Nach zwei ganz knappen Niederlagen gegen die direkten Verfolger TuS Spenge und Longericher SC haben die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV in die Erfolgsspur zurückgefunden. Am Freitag Abend setzte sich die von Lars Hepp trainierte Mannschaft nach hartem Kampf mit 35:29 (17:17) gegen den Abstiegskandidaten Team HandbALL Lippe II und tat damit in erster Linie etwas für die angeschlagene Seele. „Ich freue mich sehr für meine Spieler, die heute – wie schon in den vergangenen Partien – wieder alles rausgehauen haben und dafür belohnt worden sind“, berichtete Hepp, der aber bei aller personeller Schieflage eine schlagkräftige Besetzung aufbieten konnte.

Derby-Sieg vor Saison-Rekordkulisse – HG Saarlouis schlägt VTZ Saarpfalz klar mit 29:24 (12:11)

Saison-Rekordkulisse, prima Stimmung, intensive Zweikämpfe, Klasse-Paraden, schöne Tore: Das Saar-Pfalz-Derby zwischen der HG-Saarlouis und der VTZ Saarpfalz hielt, was es versprochen hatte. Die Truppe des früheren HG-Spielmachers Dado Grgic hielt gute 40 Minuten lang die Partie durchaus ausgeglichen, musste sich am Ende aber doch klar geschlagen geben. Saarlouis hatte in der Schlussphase trotz dünner Personaldecke mehr zuzusetzen und mit Torhüter Darius Jonczyk einen bärenstarken Rückhalt. Der 29:24 (12:11)-Heimsieg der HGS war dann auch aus Sicht von Gästetrainer Dado Grgic absolut verdient.

HSV Hannover will an die Hinspielleistung anknüpfen

Der HSV Hannover muss am Sonntag (16 Uhr) in der dritten Liga Nord beim 1. VfL Potsdam antreten. Das spielfreie Wochenende tat gut, um mal ein wenig die Köpfe frei zu bekommen vor dem Saisonendspurt. „Wir haben es genossen“, sagt Trainer Stephan Lux, der mit der Intensität der beiden Wochen sehr zufrieden war: „Wir haben gut gearbeitet.“

HSG Hanau verliert Derby-Thriller vor 1100 Zuschauern

Den Freiwurf in letzter Sekunde von Yaron Pillmann fälschte erst die Abwehr ab, dann lenkte ihn der Keeper der Bruchköbler an den Innenpfosten. Von dort sprang die Harzkugel zurück ins Feld. Abpfiff. Diese Situation war sinnbildlich für das packende Derby in der 3. Handball-Liga Ost zwischen der HSG Hanau und der SG Bruchköbel. Am Ende unterlagen die Grimmstädter nach einer dramatische Partie mit 26:27 (10:11).