LIVE! Struff peilt gegen Raonic das Viertelfinale an

Beim ATP-Turnier von Indian Wells sind noch zwei deutsche Spieler dabei. Am Abend bekommt es Jan-Lennard Struff mit Aufschlagspezialist Milos Raonic zu tun. Bucht er das Viertelfinale? In die Runde der letzten Acht will auch Philipp Kohlschreiber, er spielt nach seinem Coup gegen Novak Djokovic in der Nacht gegen den Franzosen Gael Monfils. [weiter…]


Ski alpin: Rebensburg verpasst Abfahrt-Sieg knapp – «Hätte es verdient»

Viktoria Rebensburg bleibt das Hundertstel-Pech treu: Die beste deutsche Skirennfahrerin verpasste beim Weltcup-Finale in Andorra nur um 0,03 Sekunden den ersten Abfahrtssieg ihrer Karriere.

Als Zweite hinter der Österreicherin Mirjam Puchner konnte die 30-Jährige aber immerhin einen versöhnlichen Ausklang ihres Winters in der alpinen Königsdisziplin feiern. Dritte wurde Corinne Suter aus der Schweiz, der 0,08 Sekunden zum Sieg fehlten.

Bei der Weltmeisterschaft in Are war Rebensburg wegen 0,02 Sekunden im Super-G als Vierte komplett leer ausgegangen – diesmal blieb ihr der erste Abfahrtserfolg einer deutschen Athletin seit mehr als fünf Jahren verwehrt. Bei schwierigen Windverhältnissen hatte die Oberbayerin im Skigebiet von Soldeu bis zu Puchner als viertletzter Starterin geführt und wurde dann doch noch von Platz eins verdrängt. «Es haben sich die Bedingungen sehr geändert. Mit der Leistung hätte sie den Sieg verdient gehabt», sagte Bundestrainer Jürgen Graller.

Nach 14 Siegen in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom und zwei im Super-G hätte Rebensburg erstmals in der Abfahrt ganz oben auf dem Podest gestanden. Letztmals war das Maria Höfl-Riesch als Athletin des Deutschen Skiverbands im Januar 2015 in Cortina gelungen.

Kira Weidle als Neunte und Michaela Wenig auf Rang zwölf rundeten ein gutes deutsches Ergebnis ab. «Ich bin froh, dass es langsam ein Ende nimmt», sagte Weidle im ZDF zum Abschluss eines langen Winters. Mit zwei dritten Plätzen war sie die beste DSV-Abfahrerin der Saison.

Die kleine Kristallkugel als Disziplin-Siegerin gewann Nicole Schmidhofer aus Österreich. Ihr war die Auszeichnung schon vor dem Rennen kaum noch zu nehmen gewesen. Ein Fahrfehler ihrer einzig noch verbliebenen Rivalin Ramona Siebenhofer brachte dann Gewissheit.

Quelle: stern.de

Warum Schalke sich von Trainer Domenico Tedesco trennen muss

Das Drama um Schalke und Trainer Domenico Tedesco hat mittlerweile groteske Züge angenommen. Die „oberpeinliche“ 0:7-Niederlage („Süddeutsche Zeitung“) gegen Manchester City in der Champions League ist nur der jüngste Tiefpunkt der lange währenden Krise. Hauptverantwortlich ist die Vereinsführung, die viel zu lange an Trainer Tedesco festgehalten zu hat.

Konsequent war bislang nur einer auf Schalke: Christian Heidel. Der Manager nahm wegen der sportlichen Misere und des angeblich schlecht zusammengestellten Kaders seinen Hut. Heidel hatte erkannt, dass er durch die massive Kritik an seiner Transferpolitik im Klub und unter den Fans verbrannt war.

Tedesco will die Realität nicht anerkennen

Tedesco fehlt offensichtlich die Fähigkeit, die eigene Situation realistisch einzuschätzen. „Ich bin auch in dieser schwierigen Situation und gebe alles. Aber grundsätzlich mache ich mir über meine Person, muss ich sagen, keine Gedanken“, sagte er nach historischen Klatsche in Manchester. Die vermeintliche Standhaftigkeit, die der Coach an den Tag legt, mag ehrenhaft sein, aber die Krise währt schon viel zu lange, als dass seine Worte noch glaubhaft klingen. Er hat sie schon viel zu oft ausgesprochen in den vergangenen Wochen. In Wahrheit kaschieren sie nur, dass er keinen Ausweg mehr weiß. Seine Zeit auf Schalke ist vorüber – endgültig.

Es mag ehrenwert gewesen sein, dass die Führung um Klub-Boss Clemens Tönnies Tedesco nicht so schnell aufgeben wollte. Schließlich hat er ihnen im vergangenen Jahr die Vizemeisterschaft beschert. Zudem genießt er, so heißt es, hohe Wertschätzung im Verein. Er gilt als fair und höflich im Umgang und als jemand, der den Job bei den Königsblauen als Berufung und als Auszeichnung versteht. Doch der Versuch, die ewigen Gesetze des Fußballs auszuhebeln, indem man ausnahmsweise mal nicht das schwächste Glied in der Kette, den Trainer, austauscht, ist gescheitert. Und kann im Hinblick auf den Abstiegskampf sogar noch gefährlich werden.

Es ist eine ausweglose Situation

So bitter es ist, der Fußball richtet sich (zumindest auf Schalke) nicht nach nach idealisierten Wunschvorstellungen. Die Wahrheit ist: Ein guter Trainer verwandelt eine Mannschaft nicht innerhalb eines Jahres von einem Vizemeister in eine abstiegsgefährdete Trümmertruppe, die von einer Blamage zur nächsten eilt. Ein guter Trainer hat es nicht nötig, nur die Spieler aufzustellen, die ihm gegenüber loyal sind. Das haben sie auf Schalke lange verkannt. Leidtragende sind Mannschaft und der Trainer selbst, die sich gemeinsam in einer Situation wiederfinden, aus der sie in dieser Konstellation einfach nicht herausfinden können. Es ist an der Zeit, sich wieder den ewigen Gesetzen des Fußball zu beugen. Zumindest in diesem Fall.

Quelle: stern.de

Ski alpin: Abfahrt: Paris siegt, Kugel an Feuz, Bestleistung für Ferstl

Der vierte Sieg für Dominik Paris, die Kugel für Beat Feuz und eine persönliche Bestleistung für Josef Ferstl: Die alpine Abfahrtssaison ist am Mittwoch mit mindestens drei glücklichen Skirennfahrern zu Ende gegangen.

Beim Weltcup-Finale in Andorra war der formstarke Paris nicht zu schlagen. Dem Südtiroler reichte der Erfolg aber nicht, um Feuz an der Spitze der Klassementwertung noch einzuholen. Der Schweizer rettete nach acht Rennen 20 Punkte Vorsprung und holte seine zweite kleine Kristallkugel nach 2018.

Von Podestplätzen in der Abfahrt oder Kugeln ist Ferstl noch etwas entfernt – mit Platz sieben egalisierte er im Skigebiet von Soldeu aber seine zwei besten Resultate in der Disziplin. Unter anderem war er im Januar in Kitzbühel Abfahrtssiebter geworden. «Ich denke, die Fahrt war teilweise sehr gut und hatte teilweise kleine Fehler. Das kostet mich die vorderen Plätze», resümierte der 30-Jährige im ZDF. 28 Hundertstelsekunden fehlten Ferstl zu einem Podiumsrang.

Dennoch war der Super-G-Sieger von Kitzbühel zufrieden. «Ich pendle mich den ganzen Winter zwischen den Plätzen sieben und fünfzehn ein. Das zeigt mir, dass ich eine gute Konstanz habe und gut skifahre», sagte er.

Die Konstanz bescherte auch Feuz den Erfolg. Der Weltmeister von 2017 gewann in diesem Winter zwar nur eine Abfahrt und damit drei weniger als Paris, landete in acht Rennen aber sechsmal auf dem Podest. «Ich bin richtig stolz, diese zwei Kugeln geholt zu haben», sagt er.

Paris hätte in den Pyrenäen einen groben Patzer seines Kontrahenten benötigt, um die Spitze der Wertung zu erklimmen. Daran, dass es Feuz nicht unter die Top zwölf schafft, glaubte der Super-G-Weltmeister aber nicht. «Ich glaube, ich war zu wenig konstant», sagte er. Der Italiener gewann zwar die Hälfte aller Rennen und wurde einmal Dritter, landete aber auch dreimal außerhalb der Top Ten. «Wenn man bei drei Rennen zu weit weg ist, dann klappt es nicht», sagte er.

Quelle: stern.de

Formel-1-Saisonstart: Mit «Lina» ins Glück: Vettel bereit für Duell mit Hamilton

Sebastian Vettel sucht sein Glück jetzt mit «Lina». Fast wie frisch verliebt verriet der 31-Jährige bei der Eröffnung der Formel-1-Saison den Kosenamen für seinen neuen Ferrari, der ihn in diesem Jahr endlich zum ersten WM-Titel in Rot tragen soll.

Dass nur ein paar Minuten später über der Bühne auf dem Federation Square im Herzen von Melbourne rotes Konfetti in die Luft schoss, durfte Vettel als gutes Vorzeichen für das nächste Duell mit Weltmeister Lewis Hamilton werten. «Wir wollen ein neues Kapitel aufschlagen. Die Moral ist hoch, das Team ist auf dem richtigen Weg», sagte der Deutsche.

Melbourne, das war zuletzt ein gutes Pflaster für Vettel. «Ich habe großartige Erinnerungen an diese Strecke», schwärmte der Hesse. In den vergangenen beiden Jahren hat Vettel den Auftakt gewonnen, mit einem weiteren Sieg würde er die Bestmarke von Michael Schumacher von insgesamt vier Erfolgen im Albert Park einstellen. Schumacher ist mehr denn je die Referenzgröße für Vettel. Der Kerpener benötigte seinerzeit fünf Jahre, um erstmals im Ferrari den Titel zu holen. Nun steht Vettel am Beginn seiner fünften Saison bei der Scuderia.

Nach starken Auftritten bei den Testfahrten in Barcelona vertrauen die Tifosi darauf, dass sich Geschichte wiederholt. «Als Team tragen wir die Hoffnungen, Erwartungen und den Stolz einer ganzen Nation und von Millionen Fans in aller Welt. Wir akzeptieren diese Verantwortung», sagte Firmenchef Louis Camilleri im 90. Jahr nach dem ersten Renneinsatz eines Ferrari.

Auch in der benachbarten Garage spürt Serien-Weltmeister Mercedes die ungeheuren Anstrengungen des Rivalen. «Das wird der bisher härteste Kampf», versicherte Superstar Hamilton nach den Proberunden. Und doch gab sich der fünfmalige Champion bei seinem ersten Auftritt in Melbourne ganz gelassen, als er mit den anderen Fahrern per Ausflugsboot über den Yarra River zur erstmaligen Eröffnungsparty schipperte. «Sie scheinen deutlich aufgeregter als ich es bin», erwiderte Hamilton der tatsächlich etwas schrillen TV-Moderatorin, die ihn bei der Ankunft empfing.

Es sind Herausforderungen wie die von Ferrari und Vettel, aus denen der Brite auch im 13. Jahr in der Königsklasse seine Motivation zieht. Im Vorjahr schien sein Dauerrivale noch bis in den Spätsommer auf Augenhöhe, dann zerbrachen die roten Träume am übermächtigen Hamilton.

Auch wenn Mercedes-Teamchef Toto Wolff ahnt, dass der nächste Angriff von Ferrari seine Mannschaft «an unsere Grenzen treiben» wird, klingt das eher nach Vorfreude. Im Grenzbereich fühlt sich vor allem Hamilton offenbar am wohlsten. Die Freizeit im Winter nutzte der 34-Jährige auch, um seine Lizenz für Fallschirmsprünge zu erwerben. «Das Gefühl des freien Falls ist unglaublich», ließ Hamilton wissen.

Als Rennfahrer indes ging es für den Silberpfeil-Piloten zuletzt fast immer nur aufwärts. Sollte Mercedes ihm auch in seinen verbleibenden zwei Vertragsjahren ein Siegerauto bauen, sind auch die Rekorde von Michael Schumacher erreichbar. Zwei Titel fehlen Hamilton noch zur Marke des Deutschen von sieben WM-Triumphen. Mit 18 weiteren Rennsiegen könnte der Brite auch Schumachers phänomenale 91 Grand-Prix-Erfolge egalisieren. «Ich gönne das dem Lewis, aber er muss das erstmal schaffen», sagte Schumachers Bruder Ralf der Deutschen Presse-Agentur vor dem Auftakt.

Es ist wohl vor allem an Vettel, das zu verhindern. Ausreden gibt es für den Heppenheimer nicht mehr. Ferrari hat den Teamchef getauscht und das Cockpit neben Vettel mit Großtalent Charles Leclerc besetzt. Der Monegasse soll den Deutschen im internen Duell stärker fordern als zuletzt Veteran Kimi Räikkönen, damit Vettel beständig am Limit operiert. Um Vettel nicht zu verunsichern, gewährte ihm der neue Teamchef Mattia Binotto zugleich den Status einer Nummer 1. «Wenn im ersten Teil der Saison gewisse Situationen auftreten, dann heißt unsere Priorität Sebastian Vettel. Er soll uns zum Titel führen», sagte Binotto.

Diese Politik ist die Lehre aus der Vorsaison, als Ferrari diese Rückendeckung für Vettel lange verweigerte, während Mercedes früh klar auf Hamilton setzte. Doch Vettel allein wird es mit seinen Steuerkünsten nicht richten können. Die Scuderia wird in diesem Jahr beweisen müssen, dass sie über 21 Rennen hinweg im Entwicklungswettlauf mit Mercedes mithalten kann. Zudem müssen Vettel und sein Team die Fehlerquote deutlich minimieren. Auf beiden Feldern waren die Silberpfeile im Vorjahr klar besser.

«Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir schnell und flexibel sind und dass wir gut mit Überraschungen umgehen können», sagte Mercedes-Teamchef Wolff. Mit einem weiteren Teamtitel würde der Werksrennstall den Ferrari-Rekord von sechs Konstrukteurstriumphen in Serie einstellen. Wolff versicherte: «Wir sind bereit für den Kampf und freuen uns im Laufe der neuen Formel-1-Saison auf eine verrückte Achterbahnfahrt.»

Quelle: stern.de