2. Liga: Wegen Jatta: Auch Bochum legt Protest gegen HSV-Spiel ein

Wegen der ungeklärten Situation um HSV-Spieler Bakery Jatta hat nach dem 1. FC Nürnberg auch der Fußball-Zweitligist VfL Bochum Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen den Hamburger SV eingelegt.

Man tue dies «zur Fristwahrung und in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Mannschaft und das Vereinswohl», teilte der Verein mit. Bochum hatte am Freitag mit 0:1 in Hamburg verloren, Jatta spielte durch.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte daraufhin mit, das zuständige DFB-Sportgericht werde den HSV «nunmehr anschreiben und um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen bitten. Das Gremium wird dann zu gegebener Zeit über den Einspruch zu befinden haben».

Die Westfalen schrieben, der Einspruch erfolge «im Hinblick auf die nach wie vor ungeklärte Situation um die Spielberechtigung des HSV-Spielers Jatta, wie sie sich aus den Medienberichten darstellt». Vor zwei Wochen hatte auch Nürnberg Einspruch gegen die Wertung der 0:4-Heimniederlage eingelegt.

«An unserer Haltung und unserer Position hat sich durch Bochums Einspruch nichts geändert», sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. «Wir stehen weiterhin voll und ganz hinter unserem Spieler und Mitmenschen Bakery Jatta.» Mit seiner Aussage vor dem DFB-Kontrollausschuss habe Jatta dazu beigetragen, «schnellstmöglich für Klarheit in der Angelegenheit zu sorgen».

Laut eines Berichts der «Sport Bild» soll es Zweifel an der Identität des Offensivspielers aus Gambia geben. Jatta war 2015 nach Deutschland geflüchtet und lebte zunächst in der Nähe von Bremen. Seit 2016 ist der Stürmer beim HSV. Nach Angaben der «Sport Bild» könnte Jatta einen anderen Namen haben und älter als von ihm angeben sein. Der Deutsche Fußball-Bund hatte nach einer Anhörung in der Vorwoche die Spielberechtigung Jattas als gültig erklärt.

Wegen der Berichterstattung nahmen HSV-Trainer Dieter Hecking und Boldt am Montagabend trotz Einladung nicht an der Veranstaltung «Sport Bild Award» in Hamburg teil.

Quelle: stern.de

LIVE! Petkovic gewinnt – und Siegemund folgt im „Big Apple“

Beim Hartplatz-Turnier in New York (250.000 US-Dollar) waren am Montag zwei deutsche Spielerinnen gefordert: Andrea Petkovic traf auf die Chinesin Zhang Shuai und gewann mit 6:3, 6:4. Laura Siegemund bekam es derweil Stunden später mit Mihaela Burzarnescu aus Rumänien zu tun. Die US Open in Flushing Meadows steigen vom 26. August bis 8. September 2019. [weiter…]

Sport kompakt: Aue beurlaubt „vorerst“ Trainer Meyer – und nennt keine Gründe

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

19. August: Aue beurlaubt „vorerst“ Trainer Meyer – und nennt keine Gründe +++

Paukenschlag beim Zweitligisten FC  Erzgebirge Aue: Trotz guten Saisonstarts mit zwei Siegen und nur einer Niederlage in der Liga sowie dem Erreichen der zweiten Runde im DFB-Pokal haben die Sachsen Chefcoach Daniel Meyer und dessen Assistenten und Bruder André Meyer „vorerst“ beurlaubt. Dies sei nach „einem vertraulichen und persönlichen Gespräch“ zwischen Vorstand und beiden Trainern beschlossen worden, teilte der Club mit, ohne die Gründe dafür zu nennen. Außerdem solle es „keine weiteren Stellungnahmen“ geben, hieß es weiter. Auch Daniel Meyer war für Nachfragen nicht zu erreichen.

Die „Bild“-Zeitung berichtet ohne Quellen-Angabe, hinter der Beurlaubung stünden „familiäre Gründe“. Anfang August hatte Daniel Meyer eine gut einwöchige Auszeit wegen eines Todesfalls in der Familie genommen. Nach dem Schicksalsschlag hatten zunächst André Meyer und Marc Hensel das Training geleitet und das Team beim 3:2 am zweiten Spieltag gegen den SV Wehen Wiesbaden verantwortlich betreut. Wegen der Trauerarbeit der Familie würden laut „Bild“ nun beide Brüder nicht mehr zur Verfügung stehen.

19. August: Neven Subotic fährt mit der S-Bahn nach Hause +++

Die Niederlage gegen RB Leipzig  war deutlich, aber Berührungsängste mit den Fans des 1. FC Union Berlin scheint Neven Subotic trotzdem nicht zu haben. Twitter-User „Pentti Savolainen“ hat den Neu-Berliner nämlich nach dem Bundesligaspiel in der S-Bahn entdeckt. „Da fährt man mit der S-Bahn nach Hause und gleich neben einem steht Neven Subotic. Huhu!“ schreibt er auf finnisch bei Twitter.

19. August: Wegen Jatta-Einsatz: Auch VfL Bochum legt Protest ein +++

Wegen der ungeklärten Situation um HSV-Spieler Bakéry Jatta hat nach dem 1. FC Nürnberg auch der Fußball-Zweitligist VfL Bochum Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen den Hamburger SV eingelegt. Man tue dies „zur Fristwahrung und in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Mannschaft und das Vereinswohl“, teilte der Verein mit. Bochum hatte am Freitag mit 0:1 in Hamburg verloren, Jatta spielte durch.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte daraufhin mit, das zuständige DFB-Sportgericht werde den HSV „nunmehr anschreiben und um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen bitten. Das Gremium wird dann zu gegebener Zeit über den Einspruch zu befinden haben“. 

Die Westfalen schrieben, der Einspruch erfolge „im Hinblick auf die nach wie vor ungeklärte Situation um die Spielberechtigung des HSV-Spielers Bakery Jatta, wie sie sich aus den Medienberichten darstellt.“. Vor zwei Wochen hatte auch Nürnberg Einspruch gegen die Wertung der 0:4-Heimniederlage eingelegt.

19. August: Uli Hoeneß bestätigt laut Medienbericht seinen Rückzug

Uli Hoeneß hat laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung erstmals bestätigt, dass er beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München die Ämter als Vereinspräsident und Aufsichtsratschef niederlegen will. Einen Zeitpunkt ließ der 67-Jährige in dem Bericht aber offen, zudem kündigte er an, sich nicht vollständig vom FC Bayern zurückziehen zu wollen.

„Ich bleibe im Aufsichtsrat. Den Vorsitz gebe ich aber mit dem Amt des Präsidenten zurück, wenn es soweit ist“, zitierte die Zeitung Hoeneß am Rande des FC Bayern Charity Golf Cups in Gut Rieden. Erst vor wenigen Tagen hatte Hoeneß erneut betont, dass er seine Entscheidung, im November möglicherweise nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Präsident zu kandidieren, am 29. August dem Aufsichtsrat mitteilen wolle. Vorher werde es von ihm keine offizielle Stellungnahme dazu geben.

19. August: Klosterhalfen stürmt zum Meilenrekord

Deutschlands Lauftalent Konstanze Klosterhalfen hat ihren Premierensieg in der Diamond League gefeiert und nun auch den fast 34 Jahre alten Meilen-Rekord verbessert. Die 22-Jährige von Bayer Leverkusen trotzte am Sonntag dem starken Wind und gewann das Rennen über die klassischen 1609 Meter beim Diamond-League-Meeting in Birmingham in 4:21,11 Minuten. Klosterhalfen blieb damit 48 Hundertstel-Sekunden unter der bisherigen nationalen Bestmarke von Ulrike Bruns: Die Potsdamerin war auf der nichtolympischen Distanz am 21. August 1985 in Zürich 4:21,59 Minuten gerannt.

„Mein erster Sieg in der Diamond League ist toll“, sagte Klosterhalfen. „Ich brauchte viel Kraft bei dem Wind – aber der Sieg war unglaublich. Jetzt geht es zurück ins Training nach St. Moritz, wo wir uns auf die WM vorbereiten“, kündigte sie an. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften finden vom 27. September bis 6. Oktober in Doha/Katar statt.  

Für Klosterhalfen, die seit dem vergangenen Jahr beim umstrittenen Oregon-Projekt unter Alberto Salazar in den USA trainiert, war es bereits die dritte deutsche Bestmarke innerhalb von zwei Monaten: Ende Juni pulverisierte sie in Stanford/Kalifornien ihren eigenen 3000-Meter-Rekord gleich um fast zehn Sekunden (8:20,07 Minuten). Bei den deutschen Meisterschaften gewann „KoKo“ Anfang August die 5000 Meter in der Rekordzeit von 14:26,76 Minuten.

18. August: Union geht gegen Leipzig unter, Frankfurt schlägt Hoffenheim

Das Bundesliga-Debüt des 1. FC Union Berlin ist gründlich misslungen. Die Köpenicker verloren ihr Auftaktspiel im Fußball-Oberhaus gegen RB Leipzig deutlich mit 0:4 (0:3) und sind damit gleich Tabellenletzter. Marcel Halstenberg (16.), Marcel Sabitzer (31.), Timo Werner (42.) und Christopher Nkunku (69.) erzielten die Leipziger Tore und sorgten damit für einen gelungen Einstand des neuen Trainers Julian Nagelsmann.

Im zweiten Sonntagsspiel bescherte Martin Hinteregger zuvor Eintracht Frankfurt mit einem Blitztor einen gelungenen Saisonstart. Gleichzeitig vermasselte der Verteidiger damit Alfred Schreuder die Bundesliga-Premiere als Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim. Der österreichische Nationalspieler traf bereits in der ersten Minute zum 1:0 (1:0)-Sieg für die Hessen, die damit eine erfolgreiche Generalprobe für das Playoff-Hinspiel in der Europa League am kommenden Donnerstag bei Racing Straßburg feierten.

„Es war ein hochintensives Spiel. Meine Jungs haben Mentalität pur gezeigt und alles reingehauen. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, aber die Hoffenheimer waren immer gefährlich. Wir sind sehr glücklich über den Sieg, weil man am ersten Spieltag noch nicht weiß, wo man steht“, sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Enttäuscht war dagegen Hoffenheims Rückkehrer Sebastian Rudy: „Es war kein schlechtes Spiel. Aber es war bitter, dass wir schon in der ersten Minute das Tor kassiert haben. Wir hatten viele Spielanteile, viel Dominanz.“

18. August: Drei Tote bei Zusammenstößen zwischen Fußballfans in Honduras

Bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Fußballfans in Honduras sind am Samstagabend mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Vor einem Derby zwischen den Lokalrivalen Olimpia und Motagua im Nationalstadion der Hauptstadt Tegucigalpa wurde der Mannschaftsbus von Motagua attackiert. Danach gingen gegnerische Fans aufeinander los. Sieben Verletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wie ein Kliniksprecher sagte. Drei von ihnen starben, vier weitere wurden in der Notaufnahme behandelt.    

Bei dem Angriff auf den Mannschaftsbus wurden auch drei Spieler von Motagua verletzt, wie Vereinspräsident Pedro Atala mitteilte. Sie mussten demnach ebenfalls ambulant im Krankenhaus behandelt werden. „Wir wurden mit Flaschen und Steinen beworfen“, sagte Motaguas Trainer Diego Vásquez örtlichen Medien. „Die Spieler haben sich schreiend auf den Boden geworfen.“ Olimpia-Präsident Rafael Villeda sprach von einem „bedauernswerten“ Vorfall.    

Das Spiel wurde nach der Gewalt abgesagt. Die mehr als 10.000 Fans, die schon im Stadion waren, drängten daraufhin zu den Ausgängen. Als die Polizei vor dem Stadion Tränengas einsetzte, verschärfte sich die Panik.

17. August: Liverpool siegt knapp gegen Southampton, Arsenal ohne Özil

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool am zweiten Spieltag der englischen Premier League den zweiten Sieg errungen. Der Champions-League-Gewinner zitterte sich zu einem 2:1 (1:0) beim starken FC Southampton. Auch der FC Arsenal gewann zuhause 2:1 (1:0) gegen den FC Burnley, hatte aber ebenfalls Mühe. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil stand bei den Gunners nicht im Kader.

Die Tore für Liverpool erzielten Sadio Mané (45.+1) und Roberto Firmino (71.). Für die Gastgeber traf der ehemalige Liverpool-Profi Danny Ings (83.) nach einem schlimmen Patzer von Keeper Adrian, der bei den Reds den verletzten Stammtorwart Alisson vertrat. Adrian, der am Mittwoch im Supercup gegen Chelsea (5:4 i.E.) den entscheidenden Elfmeter gehalten hatte, spielte Ings den Ball direkt vor die Füße und machte die Schlussphase damit noch einmal ungewollt spannend.

In der ersten Hälfte spielte Liverpool vorübergehend in Unterzahl, weil sich James Milner bei einem Zusammenprall mit Southamptons James Ward-Prowse am Kopf verletzt hatte und behandelt werden musste. Klopp verzichtete jedoch auf einen frühzeitigen Wechsel. Erst nach rund zehn Minuten kehrte Milner mit einem Verband um den Kopf zurück.

Ohne Özil erkämpfte Arsenal, das in der Defensive einige Schwächen offenbarte, den knappen Sieg gegen Burnley. Alexandre Lacazette (13.) und Pierre-Emerick Aubameyang (64.) trafen in London für die Gastgeber. Ein weiteres Tor von Reiss Nelson zählte nach VAR-Prüfung nicht, weil Nacho Monréal zuvor im Abseits gestanden hatte. Ashley Barnes (43.) markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich für Burnley.

Özil war nach Angaben des Vereins nicht fit genug, um im Kader zu stehen. Der Weltmeister von 2014 saß im Stadion auf der Tribüne. Sead Kolasinac wurde rund 20 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit eingewechselt. Nach einem versuchten Überfall auf Özil und Kolasinac vor rund drei Wochen hatte Arsenal das Duo im ersten Saisonspiel bei Newcastle United (1:0) aufgrund von Sicherheitsbedenken zuhause gelassen. Unter der Woche hatten beide wieder mit der Mannschaft trainiert.

16. August: Salihamidzic bestätigt Wechsel von Coutinho zu Bayern 

Der FC Bayern München wird Philippe Coutinho vom FC Barcelona verpflichten. Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigte am Freitagabend im ZDF nach dem Eröffnungsspiel der 57. Bundesligasaison eine Ausleihe des Offensivspielers für ein Jahr.

„Ich kann bestätigen, dass Karl-Heinz Rummenigge und ich diese Woche in Barcelona waren und uns mit dem FC Barcelona, dem Spieler und dem Berater geeinigt haben. Wir haben sehr gute Gespräche geführt und ich möchte mich auch beim FC Barcelona bedanken“, sagte Sportdirektor Salihamidzic. „Natürlich fehlen noch ein paar Details, der Medizincheck und die Unterschrift, aber wir sind sehr glücklich, dass wir diesen Spieler zum FC Bayern holen werden.“ Zu den finanziellen Modalitäten wollte der Bayern-Sportdirektor sich nicht äußern.

15. August: US-Fußballerinnen wollen eigenen Verband verklagen

Im Kampf um Lohngleichheit wollen die Fußball-Nationalspielerinnen der USA gegen ihren eigenen Verband vor Gericht ziehen. Schlichtungsgespräche seien erfolglos geblieben, hieß es in der Mitteilung einer Sprecherin, die am Donnerstag vom TV-Sender CNN zitiert wurde. „Wir sind unverdrossen und blicken einer Verhandlung vor einem Geschworenengericht freudig entgegen“, hieß es weiter. 

Die Weltmeisterinnen sind demnach enttäuscht darüber, dass der Verband „zutiefst diskriminierende“ Bedingungen aufrechterhalten wolle. Begonnen hatte der Streit im März, als 28 US-Nationalspielerinnen eine Klage bei einem Gericht in Los Angeles einreichten. Sie warfen ihrem Fußball-Verband darin unter anderem vor, eine schlechtere Bezahlung im Vergleich zum Männer-Team zu erhalten. Zu den Unterzeichnern der Klage gehören Starspielerinnen wie Carli Lloyd, Alex Morgan und Kapitänin Megan Rapinoe.

Im Juli hatten die US-Fußballerinnen zum vierten Mal den WM-Titel gewonnen. In der Klage argumentierten sie, dass ihre Erfolge größer seien als die der Männer und dass sie mehr Umsätze erwirtschafteten. Verbandspräsident Carlos Cordeiro teilte Ende Juli mit, der Fußball-Verband habe dem Nationalteam der Frauen in den vergangenen Jahren mehr Geld gezahlt als ihren männlichen Kollegen.

15. August: Frankfurter B-Elf zieht glanzlos in die Europa-League-Playoffs ein – Russ droht lange Pause

Überschattet von der schweren Verletzung von Urgestein Marco Russ ist Eintracht Frankfurt der Rückkehr in die Europa League nur mühsam näher gekommen. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter begnügte sich am Donnerstag mit einem 1:0 (1:0) gegen Fußball-Nobody FC Vaduz und leistete sich dabei viele Fehler im Spiel. Nach dem 5:0 im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde hatte eine B-Elf des Bundesligisten gegen die Liechtensteiner vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena wenig zu bieten. Allein Jonathan de Guzman (32. Minute) gelang ein Tor gegen den Schweizer Zweitligisten.

Besonders bitter war dabei die Verletzung von Russ. Der Verteidiger knickte ohne Einwirkung des Gegners mit dem rechten Fuß um und musste mit Verdacht auf einen Achillessehnenriss ausgewechselt werden. „Es ist ärgerlich und schade. Das tut mir leid. Er ist ein Musterprofi. Er lebt diesen Verein. Es sieht nicht gut da. Wir sind für ihn da“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic dem TV-Sender Nitro. Mit Blick auf das Spiel wollte Bobic „nicht zu kritisch“ sein.

15. August: Freiburg-Präsident Fritz Keller soll neuer DFB-Präsident werden

dpa) – Fritz Keller wird im Fall seiner Wahl zum DFB-Präsidenten sein Amt an der Spitze des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg abgeben. „Mit Blick auf den SC Freiburg ist mir die Entscheidung, für das Amt des DFB-Präsidenten zur Verfügung zu stehen, alles andere als leichtgefallen“, wurde der 62-Jährige in einer Mitteilung seines Vereins zitiert. „Da die beiden Ämter nicht miteinander zu vereinbaren wären, werde ich im Falle einer erfolgreichen Wahl als DFB-Präsident mein Amt als Präsident des SC Freiburg schweren Herzens niederlegen.“ Keller wurde 2010 erster Vorsitzender und 2014 Präsident des SC Freiburg. 

Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Findungskommission den Regional- und Landesverbänden sowie der Deutschen Fußball Liga Keller als Kandidaten vorschlagen werde. Der Winzer soll am 21. August in Berlin offiziell vorgestellt und auf dem DFB-Bundestag am 27. September in Frankfurt am Main gewählt werden. 

Keller sei der erste und einzige Kandidat, mit dem die Findungskommission gesprochen habe, hatte es in der Mitteilung des DFB geheißen. „Es hat in den vergangenen Wochen sehr gute Gespräche mit der Findungskommission gegeben“, sagte Keller selbst.

Er würde beim DFB die Nachfolge von Reinhard Grindel antreten, der Anfang April das Amt aufgegeben hatte. Seitdem führten die DFB-Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch die Geschäfte.

14. August: FC Liverpool gewinnt den europäischen Supercup gegen Chelsea

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool den europäischen Fußball-Supercup geholt. Der von Klopp trainierte Champions-League-Sieger gewann am Mittwoch in Istanbul in einem englischen Duell im Elfmeterschießen 5:4 gegen Europa-League-Gewinner FC Chelsea. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden.

Der zweimal erfolgreiche Sadio Mané (48./95.) und Torhüter Adrián, der den letzten Elfmeter hielt, bescherten Liverpool den insgesamt vierten Erfolg im Supercup. Zuletzt hatten Klopp und seine Mannschaft die englische Ausgabe dieses Wettbewerbes gegen Meister Manchester City verloren. Chelsea muss trotz der Tore von Olivier Giroud (36.) und Jorginho (101./Foulelfmeter) weiter auf den zweiten Gewinn der europäischen Supercup-Trophäe warten.

14. August: Für Ex-Bundespräsident Gauck klingt Tönnies Aussage „zu rassistisch“

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hat den Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies wegen dessen Aussagen über Afrikaner heftig kritisiert. Er würde das „niemals akzeptieren, was er sagt, weil es mir zu rassistisch klingt“, sagte der 79-Jährige am Mittwoch in der ARD-Talkshow „maischberger. die woche“. „Aber so lange der Mann noch zuhört und Argumenten zugänglich ist oder sich sogar entschuldigt, würde ich mit ihm kämpfen und streiten.“

Fleisch-Unternehmer Tönnies hatte vor zwei Wochen beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, hatte der 63-Jährige gesagt. Für die Äußerungen hatte er sich später entschuldigt, war aber von zahlreichen Vertretern aus Politik und Sport kritisiert worden.

„Wenn Menschen eine Pauschalierung betreiben, die Afrikaner, die Ossis, die Wessis, und wenn diese Pauschalierung mit Herabwürdigung verbunden ist, dann ist das der Beginn von einem Zustand, den wir nicht dulden sollten“, warnte Gauck.

Der Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 hatte in der vergangenen Woche den Vorwurf des Rassismus als „unbegründet“ bezeichnet, in den Äußerungen allerdings einen Verstoß „gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot“ gesehen. Tönnies lässt seit der Ehrenrats-Sitzung sein Amt als Aufsichtsratschef für drei Monate ruhen.

An diesem Donnerstag beschäftigt sich die drei Personen umfassende DFB-Ethikkommission mit Tönnies und dessen Aussagen über Afrikaner. Der Gremium kann selbst aber kein Urteil fällen.

14. August: Absturz von Fußballer Sala: Gefährliche Kohlenmonoxidwerte entdeckt

Der vor knapp sieben Monaten bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommene argentinische Fußballer Emiliano Sala war vor dem Absturz einer hohen Konzentration Kohlenmonoxid ausgesetzt. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Untersuchungsbericht der britischen Flugunfallbehörde AAIB hervor. Demnach wurde ein potenziell tödlicher Sättigungsgrad an Kohlenmonoxid im Blut Salas festgestellt. Es sei wahrscheinlich, dass dies auch auf den – weiterhin vermissten – Piloten zugetroffen habe. Je nach Konzentration könne Kohlenmonoxid das Fliegen einer Maschine beeinträchtigen, heißt es in dem Bericht. Horacio Sala an Herzinfarkt gestorben_16.10

Das sehr giftige Kohlenmonoxid (CO) ist ein brennbares, farb- und geruchloses Gas. Bei einer Vergiftung kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod durch Ersticken kommen. 

Der 28-jährige Sala war am 21. Januar beim Flug von Frankreich nach Wales mit einer Propellermaschine über dem Ärmelkanal abgestürzt. Der zuvor für den FC Nantes aktive Fußballer war nach einem Millionentransfer auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City. Nach fast zweiwöchiger Suche wurde das Flugzeug am Meeresgrund entdeckt. Salas Leiche wurde geborgen, die des Piloten hingegen noch nicht entdeckt.

14. August: Brasilianischer Drittligist will verurteilten Mörder als Torwart verpflichten +++

Der brasilianische Drittligist Poços de Caldas FC will den wegen Mordes an seiner Ex-Geliebten verurteilten Torhüter Bruno Fernandes verpflichten. Der 34-Jährige solle in den kommenden Tagen seinen Vertrag unterzeichnen und offiziell vorgestellt werden, sagte der Vereinspräsident Paulo César da Silva am Dienstag (Ortszeit) dem Nachrichtenportal „Globoesporte“. Zunächst brauche der Spieler allerdings eine Genehmigung der Justizbehörden, um mit dem Club im Bundesstaat Minas Gerais trainieren zu können. 

Bruno war 2009 als Kapitän mit Flamengo Rio de Janeiro brasilianischer Meister geworden und galt als Kandidat für die Nationalmannschaft. Derzeit verbüßt er allerdings eine Freiheitsstrafe von über 20 Jahren, weil er seine frühere Geliebte töten und an Hunde verfüttern ließ. Motiv für den Mord soll gewesen sein, dass seine Freundin Eliza Samudio trotz bereits erfolgter Trennung ein gemeinsames Kind nicht abgetrieben hatte und zur Welt brachte. An der Tat waren auch Brunos Ehefrau und einige Bekannte beteiligt. 

2017 kam Bruno durch eine Verfügung eines Bundesgerichts frei und spielte vorübergehend beim Zweitligaverein Club Boa Esporte. Später wurde die Entscheidung allerdings kassiert und er musste wieder in Haft. Im Juli schließlich kam Bruno in den halboffenen Vollzug.

14. August: Chemnitzer FC: Insolvenzverwalter beantragt Haft für Notvorstand 

Der Streit zwischen Insolvenzverwalter und Notvorstand beim Fußball-Drittligisten spitzt sich dramatisch zu. Wenige Tage vor der Mitgliederversammlung am Montag hat Insolvenzverwalter Klaus Siemon beim Chemnitzer Insolvenzgericht beantragt, die drei Mitglieder des Notvorstands für die Dauer der Veranstaltung inhaftieren zu lassen. Das bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichts.

Der Notvorstand des Clubs besteht aus Andreas Georgi, Annette Neuerburg und Frank Sorge. Eine Entscheidung über den Antrag ist nach Sprecher-Angaben noch nicht gefallen. Allerdings sind die Erfolgsaussichten eher gering.

Die Mitgliederversammlung des CFC findet am kommenden Montag von 18.30 Uhr an in der Messe statt. Dort soll ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden, woran sich der neuerlich Streit entzündet hat. Auf der aktuell vorliegenden Liste stehen zwei Kandidaten, gegen die sich Siemon ausspricht. Der Insolvenzverwalter will erreichen, dass nur Personen gewählt werden dürfen, zu denen er seine Zustimmung gegeben hat. Ob dies rechtens ist, muss noch geklärt werden.

Quelle: stern.de

Team-Wettbewerb: Tränenreicher Auftakt bei Dressur-EM: «Beschissener Moment»

Die Tränen liefen und liefen. Jessica von Bredow-Werndl konnte sie kurz nach ihrem Ritt bei der Dressur-Europameisterschaft zunächst nicht stoppen. «Heute ist es zum Heulen», sagte die 33-Jährige aus Tuntenhausen nach dem verpatzten Start: «Ich habe so geheult.»

Immerhin liegt das deutsche Team vor der zweiten Hälfte des Starterfeldes am Dienstag trotzdem auf Gold-Kurs: Platz eins vor Großbritannien und Schweden. Es wirkte, als wollte Dalera die Reiterin veräppeln. In der Traversale hob die Stute den Schweif und erleichterte sich. Mit Sprachwitz erklärte von Bredow-Werndl: «Das war ein beschissener Moment, im wahrsten Sinne des Wortes.» Oder anders ausgedrückt: «Sie musste halt aufs Klo.»

Ein unpassender Moment – vor allem, weil das Pferd zuvor in der Vorbereitung «auf einem anderen Level war», wie die Reiterin erklärte. Doch im Viereck äpfelte Dalera und konnte nicht gleichzeitig perfekt die Lektion zeigen. Das kostete einige Prozentpunkte. «Da kann man nichts machen», kommentierte Bundestrainerin Monica Theodorescu: «Jessi hatte Probleme mit dem Äppeln und hat dann toll gekämpft.»

«Ein Scheiß-Einstieg», sagte die Reiterin, die sich im Verlauf des Rittes aber wieder fing und noch einen guten Grand Prix zeigte. Trotz der anfänglichen Probleme brachte die 33-Jährige das Team in Führung.

Nach der Hälfte des Starterfeldes lag das Quartett sogar noch klarer auf Platz eins, weil Dorothee Schneider als zweite deutsche Reiterin das beste Ergebnis des ersten Tages lieferte und 80,233 Prozent erhielt. «Wir wollen so weitermachen», sagte die Bundestrainerin.

Auch Schneider hatte leichte Probleme am Anfang, doch die 50-Jährige aus Framersheim zeigte mit Showtime den besten Ritt des Tages. «Er hat am Anfang so ein bisschen Spannung aufgebaut», kommentierte Schneider die Probleme und sagte: «Ich bin froh, dass ich für das Team noch über 80 abliefern konnte.»

Die Entscheidung fällt am Dienstag, wenn Sönke Rothenberger aus Bad Homburg mit Cosmo und Isabell Werth aus Rheinberg mit Bella Rose für Deutschland reiten. Weitere Medaillen gibt es im Einzel, im Grand Prix Special am Donnerstag und in der Kür am Samstag.

Quelle: stern.de

2. Liga: Erzgebirge Aue beurlaubt «vorerst» Trainer Meyer

Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat völlig überraschend Cheftrainer Daniel Meyer sowie dessen Assistenten und Bruder André Meyer «vorerst» beurlaubt.

Dies sei nach «einem vertraulichen und persönlichen Gespräch» zwischen Vorstand und beiden Trainern beschlossen worden, teilte der sächsische Club mit. Dazu solle es «keine weiteren Stellungnahmen» geben, hieß es weiter.

Sportlich waren die Auer mit zwei Siegen aus drei Ligaspielen gut in die neue Saison gestartet und stehen kurz hinter der Aufstiegszone. Der 39 Jahre alte Daniel Meyer trainiert den Club seit Beginn der vorigen Saison, dabei führte er sein Team im ersten Jahr mit 40 Punkten als Tabellen-14. zum Klassenerhalt.

Anfang August hatte er eine gut einwöchige Auszeit wegen eines Todesfalls in der Familie genommen. Nach dem Schicksalsschlag hatten zunächst sein jüngerer Bruder André und Marc Hensel das Training übernommen und auch das Team beim 3:2 zum Ligastart gegen den SV Wehen Wiesbaden verantwortlich betreut.

Am vergangenen Samstag hatte Aue mit 1:3 bei Arminia Bielefeld die erste Niederlage dieser Saison kassiert. Wie die Besetzung des Trainerpostens nun zukünftig geregelt werden soll, ließ der Club in der knappen Pressemitteilung des Vorstands zunächst offen. Verantwortliche Personen des Vereins waren auf Anfrage nicht zu erreichen.

Quelle: stern.de

Sieg in Berlin: Traumstart trotz Theater: Nagelsmann begeistert Leipzig

Nach dem Traumstart ließ sich Julian Nagelsmann die gute Laune auch vom Dauer-Theater um Timo Werner nicht nehmen. Mit einem Lächeln moderierte der Trainer von RB Leipzig Fragen zum vorerst wohl geplatzten Wechsel des Fußball-Nationalspielers zu Bayern München ab.

Viel lieber sprach er nach dem 4:0 bei Neuling Union Berlin über die Ambitionen seiner eigenen Mannschaft in der gerade gestarteten Bundesliga-Saison. «Wenn wir die Leistung in der Art und Weise gegen mehrere Gegner bestätigen, dann haben wir eine Chance, oben mitzuspielen», sagte Nagelsmann nach seiner Liga-Premiere als RB-Trainer: «Ich bin zufrieden mit dem ersten Auftritt. Das war ein guter Mix, wir haben uns viele Chancen herausgespielt.»

Eine davon verwertete Werner mit einem gewaltigen Schuss in den Winkel zum vorentscheidenden 3:0. Entscheidend soll es in dieser Woche auch in Leipzig werden. Sportdirektor Markus Krösche kündigte an, dass in den nächsten Tagen definitiv ein Schlussstrich unter die Causa Werner gezogen werde. Heißt: Entweder der Stürmer verlängert oder verlässt RB 2020 ablösefrei. Dann wohl in Richtung Bayern München, das der Werner-Partei vor dem Spiel in Berlin mitgeteilt hatte, dass man in dieser Transferperiode keine Verpflichtung plane.

Ebenso wenig wie Nagelsmann ließ sich auch dessen Mannschaft vom Dauerthema Werner beeinflussen. Stattdessen gab man Union einen Crashkurs in Sachen Bundesliga-Fußball und sitzt Tabellenführer Borussia Dortmund als erster Verfolger im Nacken. «Wir wollten ein gutes Spiel machen und ein Statement setzen. Wir sind dominant aufgetreten, hatten viel Ballbesitz», sagte Kapitän Willi Orban.

Gerade der Ballbesitz war es, der RB unter Nagelsmanns Vorgänger Ralf Rangnick oft zu schaffen gemacht hat. Den RB-Profis fehlte es dann an Ideen und Spielwitz – am Ende stand für Leipziger Verhältnisse zu oft ein 0:0. Das Problem hat Nagelsmann offenbar behoben, wobei Union auch ein dankbarer, weil noch nicht bundesligareifer Gegner war. Im Stadion An der Alten Försterei hatte RB 64 Prozent Ballbesitz und erspielte sich eine Vielzahl an Chancen.

Und die waren auch wirklich das einzige Problem an diesem Abend. RB nutzte sie einfach nicht konsequent genug, hätte viel höher gewinnen müssen. «Wir waren im letzten Drittel etwas zu ungenau. Union war mit dem 4:0 am Ende noch gut bedient», sagte Orban. Überbewerten wollte der Verteidiger das Ergebnis ebenso wenig wie Nagelsmann: «Union ist noch nicht abgestiegen und wir sind noch nicht Meister geworden.»

Worte, die vor allem Union Trost spenden sollten. Denn nach der Lehrstunde herrschte in Köpenick vor allem Ernüchterung und Zweckoptimismus. «Wer weiß, wozu es gut ist. Vielleicht war es ein Dämpfer, um zu sehen, dass es in der Bundesliga anders läuft», sagte Mittelfeldspieler Grischa Prömel. Und auch Trainer Urs Fischer blickte nach vorn: «Es liegt an uns, wie schnell wir uns in dieser neuen Liga zurechtfinden. Wir haben eine Kostprobe bekommen, was es heißt, in der Bundesliga zu spielen.»

Quelle: stern.de