Sport kompakt: Leih-Deal perfekt: FC Bayern verpflichtet Vize-Weltmeister Perisic – der hat große Ziele

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

13. August: FC Bayern bestätigt Ausleihe von Perisic

Der FC Bayern hat das Leih-Geschäft mit dem kroatischen Vize-Weltmeister Ivan Perisic perfekt gemacht. Der deutsche Fußball-Rekordmeister holte den 30 Jahre alte Angreifer von Inter Mailand zunächst für eine Saison, hat danach aber die Option, ihn fest zu verpflichten. Das bestätigten die Münchner am Dienstag, nachdem der Stürmer tags zuvor den Medizincheck bestanden hatte.

„Ivan wird uns mit seiner langjährigen Erfahrung auf internationalem Top-Niveau sofort weiterhelfen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic laut Mitteilung. „Er ist technisch stark und in der Offensive flexibel einsetzbar.“ Weil sich Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City als Münchner Wunsch-Transfer zuletzt schwer am Kreuzband verletzte, sahen sich die Bayern nach Alternativen um.

Finanzielle Details zu Perisic machte der Verein nicht öffentlich. Dem Vernehmen nach kostet der Kroate rund fünf Millionen Euro an Leihgebühr, bei einer fixen Verpflichtung des eigentlich noch bis 2022 an Inter gebundenen Profis würden 20 Millionen Euro dazu kommen.

„Ich freue mich sehr, zurück in Deutschland zu sein“, wurde der Angreifer zitiert. „Der FC Bayern ist einer der größten Clubs in Europa. Wir wollen nicht nur in der Bundesliga und im DFB-Pokal, sondern auch in der Champions League angreifen.“

13. August: Fritz von Thurn und Taxis kehrt als Fußball-Kommentator bei DAZN zurück – für ein Spiel

Fritz von Thurn und Taxis kehrt als Bundesliga-Kommentator ans TV-Mikrofon zurück. Der 69-Jährige wird als Co-Kommentator von Uli Hebel im Bundesliga-Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern München und Hertha BSC beim Internet-Sender DAZN zu hören sein. Der Reporter hatte nach 24 Jahren bei Premiere und dem Nachfolgesender Sky seine Karriere 2017 beendet. Zuerst hatte die „Bild“ über das „einmalige Comeback“ des Kommentators mit Kultstatus berichtet.

Im Bezahlbereich ist DAZN neuer Bundesliga-Anbieter. Der kostenpflichtige Streamingdienst zeigt als Eurosport-Nachfolger die 30 Erstliga-Spiele am Freitag, darunter auch das Eröffnungsspiel. Im Paket sind zudem fünf Spiele am Sonntag (13.30 Uhr), fünf am Montag (20.30 Uhr) sowie die vier Relegationspartien. 

12. August: Wirbel um Choreo von Hansa-Rostock-Ultras

Für Drittligist Hansa Rostock war die erste Runde des DFB-Pokals zugleich die letzte: Vor 24.000 Zuschauern im heimischen Ostseestadion unterlagen die Norddeutschen dem VfB Stuttgart am Montagabend mit 0:1. Trotz des aus VfB-Sicht gelungenen Saisonstarts regten sich zahlreiche Anhänger der Schwaben und neutrale Fußballfans auf. Der Grund war die nationalistische Choreographie der Hansa-Ultras vor Spielbeginn. Die Ultras zeigten unter anderem ein Banner mit dem in Frakturschrift gehaltenen Spruch: „Außer Rand und Band, für Verein und Vaterland.“ Auf einem weiteren Banner war ein Totenschädel abgebildet, darüber prangten die Worte „Wolgastä Multikriminell seit 1999“. „Wolgastä ist der Name des Fanclubs. Die Einlaufmusik stammte von den bei zahlreichen rechten Fans und Ultras in ganz Deutschland beliebten Böhsen Onkelz.

Auf Twitter schimpften zahlreiche Nutzer über die Choreo. „Schämt Euch! Es ist nicht zu fassen!“, schrieb User Hades. Andere machten sich lustig. Ein Johnny Rog reimte: „Im ganzen Land bekannt, für den mangelnden Verstand.“ Auch nicht jedem Hansa-Anhänger gefiel die Choreo. Hansa-Fan Christoph Pech schrieb auf Twitter: „‚Für Verein und Vaterland‘ in Fraktur und die Onkelz zum Einlaufen. Ich bin seit 30 Jahren Hansa-Fan. Ich könnte so kotzen.“

12. August: DFB-Pokal: FC Bayern schlägt Cottbus und steht in der zweiten Runde 

Nach den Endlos-Diskussionen um neues Personal hat der FC Bayern beim tapferen Außenseiter Energie Cottbus nur einen schmucklosen Sieg geschafft. Dauertorjäger Robert Lewandowski (32. Minute), Kingsley Coman (64.) und Leon Goretzka (85.) sorgten am Montagabend in der Lausitz für das 3:1 (1:0) des Rekord-Pokalsiegers zum Start der Mission Jubiläumstitel. 19 Mal haben die Münchner den nationalen Cup schon gewonnen – am Saisonende soll der 20. Pokalsieg stehen.

VfL Wolfsburg hat sich hingegen im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Trainer Oliver Glasner in die zweite Runde des DFB-Pokals gezittert. Der Pokalsieger von 2015 setzte sich bei Drittligist Hallescher FC erst nach Verlängerung 5:3 (3:3, 1:1) durch und ließ dabei wenige Tage vor dem Bundesliga-Start noch Einiges vermissen.

VfB Stuttgart hat die erste Runde im DFB-Pokal glanzlos überstanden. Das Team von Trainer Tim Walter setzte sich am Montagabend beim Drittligisten FC Hansa Rostock mit 1:0 (1:0) durch. Stürmer Hamadi Al Ghaddioui (19. Minute) erzielte vor 24 000 Zuschauern im Ostseestadion das Siegtor für die Schwaben, die zuvor alle vier Vergleiche im DFB-Pokal gegen die Hanseaten verloren hatten.

12. August: Hummels würde sich gegen ein DFB-Comeback nicht wehren

Rio-Weltmeister Mats Hummels hat die Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft noch nicht völlig abgehakt. „Wenn ich irgendwann noch einmal das Trikot für Deutschland anziehen darf, würde ich mich nicht dagegen wehren“, sagte der 30-Jährige, der im Sommer von Meister FC Bayern München zu Borussia Dortmund zurückgekehrt war, im „Kicker“-Interview. „Auf dem Zettel habe ich das nicht und werde die Länderspielpause anderweitig nutzen. Aber ich spiele noch ein paar Jahre, schauen wir einfach, was passiert.“ Hummels war im März von Bundestrainer Joachim Löw aussortiert worden.

11. August: Köln und der HSV retten sich im Elfmeterschießen

Das Pflichtspiel-Debüt des Kölner Cheftrainers Achim Beierlorzer ist im DFB-Pokal erst nach einer Zitterpartie und einem 3:2 im Elfmeterschießen (3:3, 2:2, 2:0) beim SV Wehen Wiesbaden gelungen. Vor 8000 Zuschauern in der ausverkauften BRITA-Arena hatte Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Köln am Sonntag aber viel Mühe. Für die Entscheidung zugunsten der Kölner sorgte Birger Verstraete, der Kölner Torhüter Timo Horn hielt gleich drei Wiesbadener Elfmeter.

Auch der Hamburger SV musste beim Chemnitzer FC in die Verlängerung und anschließend ins Elfmeterschießen. Dort gewann der Zweitligist mit 6:5 (2:2, 2:2). Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Adrian-Markus Fein.

11. August: HSV-Fans unterstützen Bakery Jatta mit Plakat

Trainer Dieter Hecking hat wie angekündigt nicht auf Bakery Jatta im Kader des Hamburger SV im Pokalspiel beim Chemnitzer FC verzichtet. Der 21-Jährige aus Gambia stand nach den Schlagzeilen um angebliche Zweifel an seiner Identität sogar in der Startformation des Zweitligisten.

Die Fans rollten vor dem Anpfiff eine Banderole aus und versicherten Jatta auf Englisch ihre Unterstützung. „Egal was passiert, wir stehen hinter dir“, hieß es dort sinngemäß übersetzt. Jatta ist durch einen Medienbericht in den Fokus geraten. Laut der „Sport Bild“ sollen Zweifel an der Identität des Profis bestehen. Der Coach und auch Mitspieler kritisierten daraufhin auch die Hektik und die Aufregung, die um den Offensivspieler entstanden sind.Behörden entlasten HSV-Profi Jatta: Reisepass echt 21.05

11. August: Boateng entschuldigt sich für sein Verhalten

 Jérôme Boateng hat für seine lustlosen Auftritte in der Endphase der vergangenen Saison beim FC Bayern München um Entschuldigung gebeten. „Ich weiß, dass viele mein Verhalten damals kritisch gesehen haben, auch viele Fans. Und ich verstehe das. Egal, wie es jetzt weitergeht: Ich möchte mich auf jeden Fall dafür entschuldigen“, sagte der frühere Nationalspieler der „Bild am Sonntag“. Der Innenverteidiger war mit seiner Reservistenrolle beim Bundesligisten unzufrieden und hatte dies nach dem Pokalsieg und bei der Meisterfeier zum Abschluss der Saison auch deutlich gezeigt.

„Das war nicht in Ordnung, aber ich wollte wirklich niemanden verärgern oder beleidigen“, sagte der 30-Jährige nun über sein Verhalten. „Ich habe nur aus tiefer Enttäuschung über meine Situation gehandelt. Ich konnte irgendwie nicht anders.“ Unter Trainer Niko Kovac war Boateng zum Ende der vergangenen Saison nur noch Reservist. Vereinspräsident Uli Hoeneß legte ihm mit sehr deutlichen Worten („Fremdkörper“) einen Vereinswechsel nahe.

10. August: Augsburg und Mainz blamieren sich im DFB-Pokal

Die Bundesligisten FC Augsburg und Mainz 05 sind in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Augsburg unterlag dem Regionalligisten SC Verl mit 1:2 (0:2) nach Gegentreffern von Marek Suchy per Eigentor (8.) und Ron Schallenberg (23.). Den Augsburger Treffer schoss André Hahn (83.) per Foulelfmeter. Mainz verlor beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern 0:2 (0:0), für den Manfred Starke (63.) und Florian Pick (90.) trafen.  

Zu den Erstligisten, die auch in der zweiten Runde des Wettbewerbs dabei sind, gehört der durch die Tönnies-Affäre krisengeschüttelte FC Schalke 04. Die Gelsenkirchener gewannen beim niedersächsischen Regionalligisten SV Drochtersen/Assel ungefährdet 5:0 (1:0). Bayer Leverkusen setzte sich bei Alemannia Aachen 4:1 (2:0) durch. 

Erst in der Verlängerung setzten sich der SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf durch. Freiburg gewann 1:0 (0:0/0:0) in Magdeburg. Düsseldorf siegte 3:1 (0:1/1:1) beim FC 08 Villingen.

8. August: Sané soll Kreuzbandverletzung erlitten haben

Nationalspieler Leroy Sané hat sich nach „Bild“-Informationen das Kreuzband im rechten Knie angerissen. Der 23 Jahre alte Wunschspieler des FC Bayern müsse operiert werden und falle monatelang aus, schreibt die Zeitung . Eine offizielle Bestätigung von Sanés Verein Manchester City oder dem deutschen Rekordmeister aus München gab es zunächst nicht. Der Flügelspieler hatte am Sonntag beim Sieg im Supercup gegen den FC Liverpool eine Blessur am Knie erlitten. „Der erste Eindruck war nicht gut, aber ich glaube, es ist nicht schlimm“, hatte City-Trainer Pep Guardiola damals noch gesagt. 

Welche Auswirkungen die schwere Verletzung auf die Transferbemühungen des FC Bayern um den Nationalspieler hat, war zunächst unklar. Die Münchner wollen den Flügelspieler seit Wochen in die Bundesliga zurückholen, die Verhandlungen aber gestalteten sich schwierig. Nachdem es zuletzt Berichte gab, wonach sich der Verein mit dem Spieler auf einen Transfer geeinigt habe, kamen die zwei Meister aus Deutschland und England bei der Ablösesumme offenbar nicht voran. ManCity soll 150 Millionen Euro verlangt haben, die Bayern wollten weniger zahlen. Ob die Verletzung den Preis drückt oder Bayern Sané nun gar nicht mehr haben will, war am Donnerstag zunächst offen.

8. August: Klopp lernte durch US-Sitcom, besser Englisch zu sprechen

Fußballtrainer Jürgen Klopp hat den klassischen Englisch-Unterricht durch die US-Sitcom „Friends“ ersetzt. Die einfachen Dialoge seien gut zum Lernen, da „man sehr schnell jedes Wort versteht“, sagte der Coach des FC Liverpool in einem BBC Radio-Podcast. 

Trotz seiner Begeisterung für die Serie könne er sich aber nicht wirklich mit einer der drei männlichen Hauptrollen identifizieren. „Ich mag die Frauen lieber als die Männer“, sagte der 52-Jährige, der seit 2015 in England lebt. Auf Nachfrage der Moderatorin, ob nicht die Rolle des charmanten Joey zu ihm passen würde, antwortete Klopp, dass ihm dessen Flirtfähigkeiten fehlten. „Ich bin vielleicht ein bisschen schlauer als Joey, aber leider konnte ich Frauen nie so gut ansprechen wie er.“

Quelle: stern.de