Thiem braucht drei Sätze – Wawrinka ebenso

Achtelfinaltag in Basel und Wien: In der Schweiz richteten sich am Abend die Blicke auf Stan Wawrinka, der gegen das US-Talent Francis Tiafoe über drei Sätze gehen musste, eher er sich mit 6:3, 3:6, 7:5 behauptete. In Wien brauchte Lokalmatador Dominic Thiem auch drei Sätze, gewann letztlich aber gegen Fernando Verdasco aus Spanien mit 3:6, 6:3; 6:2 und erreichte damit das Viertelfinale. [weiter…]

Heinevetter-Ersatz enttäuscht im EM-Casting

Dario Quenstedt war bedient. Während Bundestrainer Christian Prokop am Donnerstag mit „wertvollen Erkenntnissen“ in den Flieger nach Hannover kletterte und sich über das gelungene Comeback von Torjäger Julius Kühn freute, haderte der Keeper des THW Kiel mit sich. 

„Zufrieden bin ich nicht“, stellte Quenstedt im ZDF-Interview nach dem 26:25-Erfolg in Zagreb sofort klar: „Es waren viele Bälle, die unglücklich aussahen.“ Quenstedt hatte es gegen Kroatien allen beweisen wollen – doch Teil eins seiner großen Chance im Duell um das EM-Ticket gegen den nicht berücksichtigten Silvio Heinevetter lief nicht nach seinen Vorstellungen.

Quenstedt war am Mittwochabend tatsächlich kein Faktor, doch das interessierte seinen Coach am Ende gar nicht so sehr. Vielmehr freute sich Prokop über die kritische Selbsteinschätzung seines Torhüters, „weil es ganz wichtig ist, dass man sich gut reflektiert“. Die Kritik Quenstedts an sich selbst könne er „verstehen“. Aber, das betonte der Bundestrainer, „wir haben noch ein zweites Spiel“. 

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Quenstedt will „Leistung bringen“

Der Druck auf Quenstedt, der am Mittwoch Stammkeeper Andreas Wolff zur Pause abgelöst hatte, dürfte beim Rückspiel am Samstag, dem letzten Länderspiel vor der Kadernominierung, nicht kleiner werden. Quenstedt weiß: Paraden sind die besten Argumente für ein Ticket zur EM. „Für mich heißt es jetzt: Leistung bringen und gesund bleiben“, sagte der 30-Jährige, „was am Ende dabei rauskommt, das muss Christian entschieden.“ 

Gewinner im ersten der beiden Kader-Castings gegen Kroatien waren andere. Zum Beispiel Rückraum-Koloss Kühn. Ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss feierte der 26-Jährige eine vielversprechende Rückkehr. Seine Wucht und Wurfgewalt aus der zweiten Reihe dürften ihn für das bevorstehende Turnier in Norwegen, Österreich und Schweden unverzichtbar machen.

„Es freut mich sehr, dass er nach einem Jahr wieder dabei ist. Er hat eine hohe Qualität und ist eine wichtige Option“, sagte Prokop. 

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Reichmann überzeugt in Kroatien

Auch Tobias Reichmann dürfte in den Turnier-Planungen des Bundestrainers eine größere Rolle spielen als zuletzt. Geht es nach der Leistung von Mittwoch, käme eine kurzfristige Ausbootung des Rechtsaußen wie vor der Heim-WM im vergangenen Jahr überraschend. Reichmann gehörte in seinen 30 Minuten Spielzeit zu den Aktivposten und versenkte nach zwei Fehlwürfen in der Anfangsphase alle seine Versuche.

„Ich bin mit fünf Toren bei sieben Versuchen ganz zufrieden, auch wenn die beiden anderen auch hätten drin sein müssen“, sagte Reichmann. Ein Sieg in Kroatien fühle sich „gut an“, so der Melsunger, der dann seinen Teamkollegen aus der Seele sprach: „Aber am Samstag wollen wir nachlegen.“

LIVE! Lokalmatadoren Thiem und Wawrinka gefordert

Achtelfinaltag in Basel und Wien: In der Schweiz geht es um 14 Uhr los mit dem Duell des Belgiers David Goffin gegen den US-Amerikaner Reilly Opelka. Am Abend schlagen Stefanos Tsitsipas und Stan Wawrinka auf. In Österreichs Hauptstadt ist Lokalmatador Dominic Thiem gegen Fernando Verdasco gefordert. [weiter…]

Füchse Berlin schnappen sich Nationalspieler

Nationalspieler Marian Michalczik wechselt nach der laufenden Saison vom Bundesligisten GWD Minden zum Liga-Konkurrenten Füchse Berlin.

Dies teilten die Füchse am Donnerstag mit. Rückraumspieler Michalczik (22), der eigentlich noch bis 2021 an Minden gebunden war, unterschrieb beim Hauptstadt-Klub einen Vertrag bis 2023. 

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 „Aufgrund seines Talents und der Gespräche mit ihm bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass er eine große Verstärkung für das Füchse-Team der nächsten Jahre sein wird“, sagte Berlins neuer Sportvorstand Stefan Kretzschmar: „In meinen Augen hat er das Potenzial, auch in der Nationalmannschaft zu einer festen Größe zu werden.“

Michalczik hat im Sommer 2017 sein Länderspieldebüt im A-Team gegeben.

Schlaganfall! Wislander schildert dramatische Momente

Welt-Jahrhunderthandballer Magnus Wislander hat einen leichten Schlaganfall erlitten. Das bestätigte der Schwede der Zeitung Sportbladet.  

„Zum Glück war ich am Arbeitsplatz. Ich war also nicht allein“, schildert Wislander, „eigentlich war ich bereits auf dem Weg nach Hause. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen und ich dachte, ich würde zusammenbrechen. Es durchfuhr meinen Körper wie ein Schock. Ich ging zuerst auf die Knie und dann lag ich einfach da und konnte nicht sprechen.“

Zuvor hatte auch der deutsche Rekordmeister THW Kiel, früherer Klub des 55-Jährigen, den Fall publik gemacht. 

Wislander: Volle Genesung nicht garantiert

„Es gibt keine Garantie dafür, dass ich wieder vollständig gesund werde, aber innerhalb von 48 Stunden ist es viel besser geworden“, sagte Wislander dem schwedischen Blatt. Anfangs sei der linke Arm taub gewesen, „jetzt sind es nur noch die Finger. Aber wenn ich am Ende nur einen Finger nicht mehr bewegen kann, werde ich damit leben können.“

„Max“ Wislander spielte von 1990 bis 2002 für den THW, mit den Norddeutschen wurde das Klubidol siebenmal Meister und dreimal Pokalsieger.

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Mit Schweden holte Wislander 1990 und 1999 den Weltmeistertitel. Im Jahr 2000 wurde er zum Welt-Handballer des 20. Jahrhunderts gewählt.