Wechsel zum FC Barcelona: Wegen „Fehlkaufs“: Kevin-Prince Boateng entschädigt Fan

Was als Scherz begann, ist für einen Fan von Fußballstar Kevin-Prince Boateng überraschend zu freudiger Realität geworden: Der Mann wurde von seinem großen Idol nach einer Anfrage auf Instagram tatsächlich mit Geld entschädigt. „Er ist ein echter Gentleman und hat sein Wort gehalten“, kommentierte der Fan begeistert die Geste Boatengs. Was war passiert?

Der Mann namens Renato, der in dem sozialen Netzwerk unter dem Namen „Godsavethekingborn“ aktiv ist, hatte den Mittelfeldspieler im italienischen Online-Spiel „Fantacalcio“ für seine Mannschaft eingekauft. Dann aber wurde im Januar der Wechsel Boatengs vom italienischen Erstligisten Sassuolo Calcio zum FC Barcelona bekannt – und der Deal für den Fan damit hinfällig, wie die spanische Zeitung „Marca“ berichtete.

Fan beschwert sich bei Boateng

Der schrieb daraufhin prompt „@princeboateng“ auf Instagram an und beschwerte sich, wohl eher im Spaß: „Du solltest mich entschädigen, was mache ich denn jetzt? Soll ich Dir meine Kontonummer schicken?“ Boateng zögerte nicht lange und schrieb zurück: „Schick sie mir!“, und kurz darauf: „Ciao Renato, das Geld ist überwiesen. Eine dicke Umarmung“. Renato konnte es kaum fassen: „Das gibt es doch nicht! Ich glaube, ich werde ohnmächtig!“Instagram Fan Kevin Prince Boateng

Wie viel Geld der Deutsch-Ghanaer dem Fan schickte, ist nicht bekannt. Der jedoch versprach, die gesamte Summe für wohltätige Zwecke zu spenden. „Grazie Prince, ich hoffe, Dich bald persönlich zu treffen. Ein Foto mit Dir wäre ein Traum“, postete er. Ob und wann die Begegnung zustande kommt, war aber unklar.Fußballer stehen Kopf an Kopf18.15

Quelle: stern.de

Flensburg-Kapitän Karlsson macht Schluss

Der langjährige Bundesligaprofi Tobias Karlsson (37) beendet im Sommer seine Handball-Karriere. Der Kapitän und Abwehrchef des deutschen Meisters SG Flensburg-Handewitt wird den Klub nach zehn Jahren verlassen und nach der Saison mit seiner Familie zurück in seine schwedische Heimat gehen. Karlsson war 2009 von der HSG Nordhorn nach Flensburg gewechselt.

„Es fühlt sich teilweise an, als würde man sich von einem Teil der Familie trennen“, sagte Karlsson und sprach von einer „ganz schweren Entscheidung“ für ihn und seine Familie: „Ich fühle jetzt, dass die Zeit gekommen ist und dass ich jetzt fertig bin. Ich habe zehn Jahre nicht nur bei der SG gespielt, sondern mit der SG gelebt.“ Er sei „sehr froh, sehr dankbar für alles was ich mit der SG erleben durfte und immer noch darf“.

Karlsson sammelte viele Titel

Karlsson gewann mit Flensburg neben dem Meistertitel in der vergangenen Saison auch den DHB-Pokal (2015), den Europapokal der Pokalsieger (2012) und die Champions League (2014). Mit der schwedischen Nationalmannschaft holte der Abwehrspezialist 2012 in London die olympische Silbermedaille. Zudem nutzte Karlsson seine Popularität, um sich gegen die Diskriminierung von Homosexuellen zu engagieren.

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„Tobias zählt für mich zu den außergewöhnlichsten Handballern, die je bei der SG gespielt haben“, sagte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke: „Er ist und bleibt neben und auf dem Spielfeld eine überragende Persönlichkeit.“ Karlsson habe seine Rolle als Kapitän „immer mit hohem Einsatz und vorbildlich im Sinne der Mannschaft und des Sports ausgefüllt“.

SG-Trainer Maik Machulla meinte: „Mit Tobias verlässt uns das Herz der SG! Ich habe größten Respekt vor seinen gezeigten Leistungen, seiner Karriere, der Art und Weise, wie er seinen Beruf lebt und wie er jeden Tag die SG verkörpert.“ Die Entscheidung komme für ihn nicht überraschend „und trotzdem trifft sie mich sehr hart und löst sehr viele Emotionen in mir aus“, sagte Machulla: „Ich persönlich verliere einen überragenden Kapitän, den beste Abwehrspieler der Welt und einen Freund!“

Club-Mitteilung: VfB trennt sich von Reschke – Hitzlsperger Nachfolger

Der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart hat sich inmitten der sportlichen Krise mit sofortiger Wirkung von Sportvorstand Michael Reschke getrennt. Wie der Tabellen-16. am Dienstag mitteilte, wird der frühere VfB-Profi Thomas Hitzlsperger sein Nachfolger.

Hitzlsperger war bislang Direktor des Nachwuchsleistungszentrums und Präsidiumsmitglied beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten.

«Leider hat seine Arbeit bislang nicht den gewünschten sportlichen Erfolg gebracht und der Klassenerhalt in der Bundesliga ist nach den jüngsten Ergebnissen in erheblicher Gefahr», sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich in einer Mitteilung über Reschke. «Der Aufsichtsrat war nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können.»

Reschke war vor rund 18 Monaten vom FC Bayern zum VfB Stuttgart gekommen und kam mit dem Ruf eines hervorragenden Kaderplaners und Experte für den internationalen Spielermarkt. Seine Transfers haben beim VfB Stuttgart aber nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Mit großen Erwartungen waren die Schwaben in die Saison gestartet und müssen nun in den verbleibenden 13 Spieltagen zumindest den direkten Abstieg vermeiden.

«Aufgrund der negativen sportlichen Entwicklung in den letzten Monaten habe ich Verständnis für die Entscheidung des Aufsichtsrates, auch wenn ich sehr gerne für den VfB Stuttgart weitergearbeitet hätte», wurde Reschke zitiert. «Fakt ist aber auch, dass die Summe meiner Entscheidungen aktuell nicht zum gewünschten und erwarteten Ergebnis geführt hat.»

Nach dem desolaten 0:3 bei Fortina Düsseldorf am Sonntag hatte es Gerüchte über eine Trennung von Trainer Markus Weinzierl gegeben. Der 44-Jährige bleibt aber vorerst im Amt. Reschke hatte ihm am Dienstag eine Jobgarantie bis zum nächsten Spiel am Samstag gegen RB Leipzig ausgesprochen.

Quelle: stern.de