Löwen patzen überraschend in Brest

Der deutsche Handball-Vizemeister Rhein-Neckar Löwen hat in der Champions League eine unerwartete Niederlage eingesteckt.

Am 12. Spieltag unterlagen die Löwen beim zehnmaligen weißrussischen Meister HC Meschkow Brest 24:27 (12:15). Durch die zweite Niederlage in Folge blieben die Mannheimer zwei Spieltage vor Abschluss der Gruppenphase mit zwölf Punkten auf Platz fünf in der Gruppe A.

Keine 48 Stunden nach dem Bundesligaspiel in Minden (31:26) schienen die Löwen im Universal-Sportkomplex „Wiktorija“ die Reisestrapazen ins knapp 1350 Kilometer entfernte Brest noch nicht ganz weggesteckt zu haben.

Löwen rennen frühem Rückstand hinterher

Nach acht Minuten liefen die Gäste einem 1:5-Rückstand hinterher, den die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen bis zur Pause nur auf drei Tore (12:15) verkürzen konnte.

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Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen, bei denen Gudjon Valur Sigurdsson und Andy Schmid mit jeweils fünf Treffern die besten Werfer waren, zwischenzeitlich auf 16:17 (38.) heran.

In der Schlussphase scheiterten die Gäste mehrfach am glänzend aufgelegten Meschkow-Keeper Iwan Mazkewitsch, der den verdienten Sieg der Gastgeber festhielt.

Pleite für Hannover im EHF-Cup

Im zweiten Spiel der EHF-Cup-Gruppenphase hat Europapokalneuling TSV Hannover-Burgdorf einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale verpasst.

Beim kroatischen Topklub RK Nexe unterlagen die Niedersachsen 25:29 (9:14). Dadurch gab die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega die Tabellenführung an das Team aus Nasice ab und ist mit zwei Punkten Zweiter der Gruppe B. Bester Werfer der Recken war Rechtsaußen Timo Kastening mit acht Toren.

LIVE! Finale Halep vs. Mertens: Satz drei entscheidet

Simona Halep ist beim WTA-Turnier in Doha an Position eins gesetzt und scheint dieser Favoritenrolle auch gerecht werden zu können. Im Finale trifft die rumänische Weltranglistendritte ab 16 Uhr auf die Belgierin Elise Mertens, die im Halbfinale Angelique Kerber in drei Sätzen ausschaltete. Halep gewann im Wüstenstaat zuletzt 2014. Ab Nachmittag steigen die Semifinals in Rotterdam, am Abend stehen die Halbfinals in Buenos Aires und New York auf dem Programm. [weiter…]

Ski Alpin: Shiffrin schreibt Ski-Geschichte: Vierter Titel in Serie

Der Rekord von vier WM-Titeln im Slalom nacheinander überwältigte auch Mikaela Shiffrin selbst. Mit der Skibrille lange noch auf den Augen ließ sich die 23-Jährige von ihren engsten Vertrauten umarmen und holte immer wieder tief Luft.

Wie schon 2013, 2015 und 2017 war die Amerikanerin auch in Are 2019 in ihrer stärksten Disziplin nicht zu schlagen und verwies die Schwedin Anna Swenn Larsson mit 0,58 Sekunden Rückstand auf den Silber-Rang. Mit den Goldmedaillen im Slalom und im Super-G sowie Bronze im Riesenslalom ist sie die beste Skirennfahrerin dieser WM.

Bronze ging an Riesenslalom-Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei, die mit einem kompletten Medaillensatz aus Are abreist. In der Kombination holte sie Silber. Beste Deutsche war überraschend Lena Dürr als Elfte. Christina Geiger war als Siebte des ersten Durchgangs und mit guten Zwischenzeiten im Finale mit dem Ziel in Sicht ausgeschieden. «Mein Ziel waren die Top Sechs, da kann man einfach nicht runter bremsen», sagte sie dem ZDF. «Ich habe schon versucht, voll zu riskieren.»

Shiffrin schrieb – trotz einer Erkältung, die ihr Schwierigkeiten beim Atmen machte – mal wieder Geschichte: Mit ihrem vierten WM-Titel in Serie in einer Disziplin stellte sie eine neue Bestmarke in der fast neun Jahrzehnte langen Alpin-Historie auf. Vor Shiffrin hatte es nur die Deutsche Christel Cranz geschafft, so oft in einer Disziplin WM-Gold zu holen. Die Rekordweltmeisterin fuhr in den 30er Jahren viermal auf das oberste Podest im Slalom und sogar fünfmal in der Kombination – aber eben nicht bei aufeinanderfolgenden Events.

Mit ihrer insgesamt fünften Goldmedaille zog die Amerikanerin zudem in der ewigen Bestenliste mit Fahrern wie Ingemar Stenmark (Schweden), Annemarie Moser-Pröll (Österreich) oder dem bei diesen Titelkämpfen zurückgetretenen Norweger Aksel Lund Svindal gleich.

Dabei ist Shiffrin erst 23 Jahre alt und für viele Experte drauf und dran, sämtliche Bestmarken im Skirennsport zu knacken. Vor der WM in Are hatten manche kritisiert, dass sie nur in Super-G, Riesenslalom und Slalom an den Start ging und die Abfahrt sowie die Kombination, in der sie Topfavoritin gewesen wäre, ausließ. Sie aber unterstrich, dass sie trotz ihres jungen Alters mit den Kräften haushalten müsse – und demonstrierte mit drei Medaillen, wie gut der Plan funktionierte.

Auch Dürr kann zufrieden aus Are abreisen. Schon beim vierten Platz im Team-Event hatte sie mit Siegen in allen Duellen überzeugt. Mit Platz 15 nach dem ersten Durchgang war sie nicht ganz zufrieden, die ansprechende Fahrt im Finale aber brachte sie noch weiter nach vorne. «Die Platzierung ist nicht das, was ich mir erhofft habe, aber der zweite Lauf war fahrerisch besser», sagte Dürr dem ZDF.

Quelle: stern.de

2. Liga: Lasogga beschert HSV 2:2 – Union erzwingt Rang zwei

Ein wenig Vorsprung eingebüßt, aber Charaktertest bestanden: Dem Hamburger SV blieb mit dem 2:2 (1:1) im Spitzenspiel beim 1. FC Heidenheim im Kampf um den Aufstieg in der 2. Fußball-Bundesliga ein Rückschlag erspart.

Der große Gewinner aus dem Kreis der Mitbewerber um den Aufstieg war am 22. Spieltag Union Berlin, das durch einen späten 3:2 (1:1)-Sieg beim Tabellenletzten MSV Duisburg auf den zweiten Platz vorrückte. Hamburg thront mit 44 Punkten weiter vor Berlin (40 Punkte) und dem 1. FC Köln (39), der bereits am Freitag beim Comeback von Anthony Modeste trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:3 bei Aufsteiger SC Paderborn (37) verloren hatte.

Neben Heidenheim konnte auch nicht der FC St. Pauli den Kölner Patzer nutzen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski (37) verlor gegen den Abstiegskandidaten Erzgebirge Aue mit 1:2 (1:1). Holstein Kiel (35) kann mit einem Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag noch bis auf den vierten Platz vorrücken und direkten Kontakt zu den Aufstiegsplätzen aufnehmen. Im Abstiegskampf feierte der FC Ingolstadt im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Stefan Leitl beim 2:1 (2:0) gegenn denn VfL Bochum den zweiten Sieg. Der Vorletzte SV Sandhausen hatte sich am Freitag mit einem 1:1 (1:1) gegen Darmstadt 98 begnügen müssen.

Zweimal lag der HSV in Heidenheim durch Niklas Dorsch (16.) und Robert Glatzel (54.) in Rückstand. Doch Neuzugang Berkay Öczan (30.) und Pierre-Michel Lasogga (70.) mit seinem zehnten Saisontor bescherten den Hanseaten den ersten Punkt im dritten Auswärtsspiel der Rückrunde. Schwer arbeiten musste auch «Eisern Union» in Duisburg. Die frühe Führung durch Robert Zulj (11.) drehten die Duisburger durch Harvard Nielsen (45.) und Lukas Fröde (56.). Doch Marcel Hartel (64.) und Sebastian Andersson (89.) bescherten Berlin doch noch ein Happy End.

Das blieb dem 1. FC Köln beim Comeback von Anthony Modeste verwehrt. Am Donnerstag erhielt der Franzose die Spielgenehmigung vom Weltverband FIFA, am Freitagabend traf er in Paderborn 234 Sekunden nach seiner Einwechslung zum scheinbar vorentscheidenden 2:0. Am Ende standen die Kölner nach 13 fürchterlichen Schlussminuten und Gegentoren von Bernard Tekpetey (80.), Kai Pröger (86.) und Marlon Ritter (90.+2) mit leeren Händen da. «Wenn man aufsteigen will, darf man so ein Spiel nicht verlieren. Daraus müssen wir lernen und weitermachen. Ich hoffe, dass uns das am Ende nichts kostet», sagte Modeste.

Quelle: stern.de

Langlauf-Weltcup in Cogne: Großer Langlauf-Erfolg für Ringwald: «Die Chance genutzt»

Sandra Ringwald sprintete im Finale allen davon, doch am Ende fehlte die Winzigkeit von elf Hundertstel zum ersten Sieg im Langlauf-Weltcup: Mit Platz zwei hat die 28-Jährige in Cogne dennoch ihren ersten Podestplatz und damit den größten Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn eingefahren.

«Es war ein couragiertes Rennen von Sandra. Es war gut. Es war das, was wir vorbereitet haben», sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder der Deutschen Presse-Agentur. «Sandra hat es umgesetzt und die Chance genutzt, dass die eine oder andere Weltelite-Athletin gefehlt hat.»

Die Schwarzwälderin sorgte mit ihrem Sprint nur wenige Tage vor Beginn der WM im österreichischen Seefeld (19. Februar bis 3. März) für den größten Erfolg der deutschen Skilangläuferinnen in diesem Winter. Ringwald legte die 1,6 Kilometer lange Strecke im Finale in 3:32.84 Minuten zurück, lange führte sie das Feld nach einer Attacke gleich zu Beginn sogar an.

Am Ende war nur eine schneller: Den ersten Platz belegte Jessica Diggins mit 3:32.73 Minuten. Für die US-Amerikanerin war es der sechste Weltcup-Sieg. Das trübte Schlickenrieders Stimmung erstmal nicht: «Für die Sandra ist es das erste Podium, da freut man sich erstmal. Da wird erstmal nicht relativiert», sagte er. Rang drei belegte Johanna Hagström aus Schweden.

Bei den Männern siegte der Italiener Federico Pellegrino, gefolgt von seinem Landsmann Francesco de Fabiani und dem Franzosen Lucas Chanavat. Im Finale starteten keine deutschen Männer: Max Olex scheiterte in der Qualifikation, in der er den 46. Rang belegte.

Quelle: stern.de

„Halbgas wird nicht reichen“ – HSG Konstanz möchte Punktgewinn beim Tabellendritten daheim vergolden

Sie hat sich wieder in die Stellung gebracht, die A-Jugend der HSG Konstanz. Mit einer Partie in Rückstand fehlt derzeit nur ein Punkt zu Platz sechs und der angestrebten direkten Qualifikation für die Eliteklasse. Der unverhoffte (Bonus-)Punktgewinn beim Tabellendritten Bittenfeld war in dieser Hinsicht Gold wert, soll nun aber am Samstag, 15.30 Uhr, vor den Spielen der U23- und Drittliga-Mannschaft erst so richtig vergoldet werden. Ziel ist es, gegen Bottwar nachzulegen.