LIVE! Brown fordert topgesetzten Alexander Zverev

Jan-Lennard Struff steht in Stuttgart bereits im Viertelfinale. Da wollen auch Alexander Zverev und Dustin Brown hin. Beide treffen heute im deutsch-deutschen Duell aufeinander. Auf Rasen ist „Dreddy“, wie Brown auch genannt wird, ein sehr gefährlicher Spieler. Meistert der Topgesetzte Zverev diese Aufgabe? [weiter…]

„Nicht vermittelbar!“ Arbeitsamt weist Star-Trainer ab

Alfred Gislason gilt auf dem Arbeitsmarkt als nicht vermittelbar. Diese Anekdote erzählte der Ex-Trainer des Handball-Rekordmeisters THW Kiel in einem Interview mit den Kieler Nachrichten.

„Ich musste mich ja arbeitslos melden, drei Monate vor Vertragsende“, sagte der 59-jährige Isländer, der sich zum 30. Juni nach elf Jahren und 20 Titeln von den „Zebras“ verabschiedet. Das habe er auch getan, und eine Mitarbeiterin der Arbeitsagentur habe ihm mitgeteilt: „Wir können nichts für Sie tun. Sie sind nicht vermittelbar. Wenn Sie aber einen Beratungstermin wahrnehmen wollen, können Sie gerne vorbeikommen“, sagte der Coach.

Auf den nächsten Kontakt freut sich Gislason, der seinen Lebensmittelpunkt in die Nähe von Magdeburg verlegt, schon jetzt: „Weil ich ja umziehe, muss ich mich ab 1. Juli in Magdeburg arbeitslos melden. Jetzt überlege ich, dort zum Arbeitsamt zu gehen und mich zum Brennmeister fortbilden zu lassen. Das wäre witzig.“ Zu einem Experten für Schnaps also.

EM-Quali: DHB-Team lässt Israel keine Chance

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Die deutschen Handballer haben ihre weiße Weste in der EM-Qualifikation mit Bravour gewahrt. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop gewann in Israel in komplett neuer Besetzung mit 40:25 (19:14) und zeigte dabei eindrucksvoll: Der zweite Anzug sitzt.

„Ich bin von meiner Mannschaft positiv überrascht“, sagte Prokop angesichts der neu formierten Mannschaft und sprach von einer „ganz starken“ Abwehrleistung mit einem „überragenden“ Till Klimpke im Tor: „Ich bin ein klein wenig stolz, wie hungrig und diszipliniert wir unsere Aufgaben erfüllt haben.“

Kastening bester Werfer

Beste Werfer der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die sich das EM-Ticket bereits vorzeitig gesichert hatte und in Tel Aviv auf zahlreiche Stammspieler verzichtete, waren die Außenspieler Timo Kastening (9 Tore) und Marcel Schiller (6). Im Tor überzeugte der 21 Jahre alte Länderspiel-Debütant Till Klimpke mit zahlreichen Paraden.

„Wir können als Team heute zufrieden sein“, sagte Kastening: „Es waren viele junge Spieler dabei, die zeigen wollten, dass sie hier zu Recht hier stehen.“ Und Klimpke meinte: „Es war eine gewisse Grundaufregung vor dem Spiel da. Es waren nur zwei gemeinsame Trainingseinheiten. Wir haben das überragend gemacht.“

Viele Stars nicht dabei

Während etliche Stars wie Kapitän Uwe Gensheimer oder Stammkeeper Andreas Wolff bereits ihren verdienten Sommerurlaub genossen, nutzten die jungen Wilden am Mittwochabend ihre Chance und machten auf dem Weg zur EM und den Olympischen Spielen 2020 in Tokio auf sich aufmerksam.

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Am Sonntag kann das deutsche Team die Qualifikation für das Turnier in Österreich, Schweden und Norwegen gegen den Kosovo in Nürnberg mit der perfekten Ausbeute von sechs Siegen abschließen.

Im Kader für die Partie in Israel standen nur zwei Profis, die bei der Heim-WM Anfang des Jahres Platz vier geholt hatten. Und doch machte Coach Prokop unmissverständlich klar: „Sie haben alle viel Qualität, und die will ich sehen. Wir werden am Ende der Woche sehen, wer unter Druck schon so weit ist.“

DHB-Team stets souverän

Von Druck war am Mittwochabend bei der jungen deutschen Mannschaft nichts zu spüren. Routinier und Aushilfskapitän Kai Häfner führte die Rasselbande im Angriff mit Ruhe und ganz viel Raffinesse. Und hinten sorgte der Wetzlarer Torhüter Klimpke in Abwesenheit von Wolff und Silvio Heinevetter mit seinen Aktionen immer wieder für Szenenapplaus bei Prokop.

3:2 führte Israel nach kurzen Anlaufschwierigkeiten, ehe das DHB-Team mit vier Treffern in Serie schnell für klare Verhältnisse sorgte.

„Die Mannschaft spielt mit viel Freude. Es macht Spaß, ihr zuzugucken“, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning schon zur Pause und lobte einen „überragenden“ Klimpke: „Es ist eine wirklich gute Leistung unserer Mannschaft vor allem in unserem Angriffsspiel, wenn man bedenkt, dass wir nur zwei Trainingseinheiten miteinander hatten.“

Die guten Eindrücke bestätigte Prokops Rasselbande in Abschnitt zwei. Vor allem das Tempospiel über die Außenspieler Schiller und Kastening funktionierte nun immer besser, so dass die deutsche Mannschaft ihre Führung kontinuierlich ausbaute.

Spätestens beim 26:16, der ersten deutschen Zehn-Tore-Führung, nach 40 Minuten war auch dem letzten der 1255 Zuschauer in Tel Aviv klar: Die Partie ist entschieden.