Zehnte Etappe: Das bringt der Tag bei der Tour de France

Vor dem ersten Ruhetag der Tour de France winkt den Sprintern noch einmal die Chance auf einen Etappensieg. Von Saint-Flour geht es am Montag nach Albi. Das Gelbe Trikot von Julian Alaphilippe dürfte nicht in Gefahr sein. Deutsche Siegchancen gibt es am ehesten in Ausreißergruppen.

ETAPPE: Auf der zehnten Etappe von Saint-Flour nach Albi (12.25 Uhr/One und Eurosport) dürfte es noch einmal die Chance auf einen Tagessieg für die Sprinter geben. Auf dem 217,5 Kilometer langen Teilstück Richtung Pyrenäen sind drei Berge der dritten sowie ein Berg der vierten Kategorie zu überwinden. Nach der letzten Bergwertung sind es aber noch 53 Kilometer bis ins Ziel, sodass sowohl die Sprinter als auch Ausreißergruppen auf einen Erfolg hoffen dürfen.

FAVORITEN: Es ist eine der letzten Chancen der Sprinter auf einen Etappensieg, ehe bald die schweren Bergetappen anstehen. So dürften Sprintstars wie Dylan Groenewegen (Niederlande), Elia Viviani (Italien) oder Peter Sagan (Slowakei) großes Interesse an einer Massenankunft haben. Das Trio hat bereits jeweils einen Sieg geholt. Dazu hat der dreimalige Weltmeister Sagan gute Erinnerungen an Albi, hier gewann er 2013 eine Etappe. Der elfmalige Etappensieger André Greipel scheint dagegen in diesem Jahr chancenlos zu sein.

GELBES TRIKOT: Die Gesamtführung von Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe dürfte nicht in Gefahr sein. Sein Deceuninck-Quick-Step-Team sollte ernsthafte Angriffe auf das Gelbe Trikot sofort unterbinden, damit der Franzose als Spitzenreiter in den ersten Ruhetag gehen kann. 23 Sekunden beträgt sein Vorsprung auf den Italiener Giulio Ciccone. Alaphilippes Landsmann Thibaut Pinot ist 53 Sekunden zurück.

DEUTSCHE: Gelingt den Deutschen in diesem Jahr noch ein Tour-Etappensieg? In den Massensprints stehen die Chancen eher schlecht. Womöglich bietet sich aber die Möglichkeit in einer Ausreißergruppe. Nils Politt und Maximilian Schachmann wären da etwa Kandidaten.

Quelle: stern.de

Vettel erneut geschlagen: Die Lehren aus dem Großen Preis von Großbritannien

Lewis Hamilton steuert seinem sechsten WM-Titel in der Formel 1 unaufhaltsam entgegen, während Sebastian Vettel am Tiefpunkt angelangt ist.

Der Ferrari-Star hat nach zehn von 21 Saisonrennen zwar rechnerisch noch alle Chancen auf den Gewinn der Weltmeisterschaft, die erdrückende Dominanz von Mercedes lässt eine Wende jedoch äußerst unrealistisch erscheinen. Auch in Silverstone war die Scuderia den Silberpfeilen unterlegen.

HAMILTON KANN SICH NUR SELBST STOPPEN

Wer soll Lewis Hamilton auf dem Weg zu seinem sechsten WM-Titel aufhalten? Im zehnten Saisonlauf gab es für den Briten Sieg Nummer sieben. Wirklich gefährdet war dieser nie, obwohl Stallrivale Valtteri Bottas zum Auftakt noch sehr gut mithielt. Mit nun 223 Punkten liegt der 34-Jährige einsam an der Spitze der Gesamtwertung. Auch bei seinem Heimspiel leistete sich der fünfmalige Champion keinen Fehler und fuhr anschließend mit der britischen Flagge in der Hand eine Ehrenrunde. Bottas (184) kann aber ebenso wenig mithalten wie die nicht immer starke Konkurrenz von Ferrari und Red Bull.

VETTEL BLEIBT UNTER DRUCK FEHLERANFÄLLIG

Wenn er liefern muss, leistet sich Sebastian Vettel schwerwiegende Fehler. Nicht das erste Mal patzte der viermalige Weltmeister am Sonntag auf dem traditionsreichen Highspeedkurs unter großem Druck. Aufgrund einer Fehleinschätzung raste der Heppenheimer Max Verstappen ins Heck und verschenkte durch den vermeidbaren Crash wichtige WM-Punkte. Erstmals seit fast einem Jahr blieb er in England als 16. ganz ohne Zähler und musste hinterher zugeben: «Ich habe mein Rennen selbst zerstört.» Rang vier im Gesamtklassement ist nach dem Geschmack des Hessen zweifelsohne viel zu wenig.

LECLERC VOR DER WACHABLÖSUNG?

Als klare Nummer zwei ging Youngster Charles Leclerc bei Ferrari in seine erste Saison. Der 21 Jahre alte Monegasse landete nun das dritte Rennen in Folge vor dem routinierten Vettel und schaffte es in Silverstone als Dritter wieder aufs Podest. Sein erster Karrieresieg scheint nur eine Frage der Zeit. Teamchef Mattia Binotto hatte schon vor dem Wochenende angekündigt, die Scuderia werde den internen Zweikampf der beiden Piloten genau beobachten. Möglich scheint, dass Leclerc künftig freier fahren darf und beide gleichgestellt werden. In der WM-Wertung liegt Leclerc nur noch drei Punkte hinter Vettel.

VERSTAPPEN UND RED BULL SIND WIEDER DRAN

In Österreich konnte Max Verstappen vor zwei Wochen noch gewinnen, auch in England fuhr sein Red-Bull-Team um die Podestplätze mit. Erst der Rammstoß von Vettel nahm den 21 Jahre alten Niederländer aus dem Rennen, als der Ferrari-Fahrer ihn auf Position drei liegend von der Strecke schoss. «Ich bin zufrieden, es danach noch auf Platz fünf geschafft zu haben. Es ist natürlich schade, dass wir nicht das Resultat erzielen konnten, das wir verdient gehabt hätten», sagte Verstappen, dem ein weiterer Podestplatz verwehrt blieb.

Quelle: stern.de

Sport kompakt: Nach fünf Stunden! Djokovic gewinnt längstes Wimbledon-Finale aller Zeiten gegen Federer

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

14. Juli: Djokovic gewinnt längstes Wimbledon-Finale aller Zeiten

Im längsten Finale der Wimbledon-Geschichte hat Novak Djokovic die Hoffnungen von Roger Federer auf den nächsten grandiosen Tennis-Coup zerstört. In einem irren Endspiel über fünf Sätze bezwang der serbische Weltranglisten-Erste am Sonntag den achtmaligen Wimbledonsieger aus der Schweiz mit 7:6 (7:5), 1:6, 7:6 (7:4), 4:6 und 13:12 (7:3). Aufschlagverluste auf beiden Seiten steigerten die Spannung bis zum allerletzten Punkt – nach Abwehr zweier Matchbälle jubelte schließlich Djokovic nach 4:57 Stunden über seinen fünften Wimbledon-Triumph. Zuvor hatten sich 2008 Rafael Nadal und Federer mit 4:48 Stunden das bis dato längste Endspiel geliefert, auch damals verlor Federer. 

Erstmals fiel die Entscheidung über den Wimbledonsieger nach einem Fünf-Satz-Match in einem Tiebreak, die Regelung wurde erst in diesem Jahr eingeführt. Der frühere Schützling von Boris Becker wiederholte seinen Erfolg aus dem Vorjahr und trug sich nach 2011, 2014, 2015 und 2018 erneut in die Siegerliste des bedeutendsten Tennis-Turniers der Welt ein.

Auch dank seines phänomenalen Aufschlags wirkte der frühere Branchenprimus Federer in dem Traum-Finale gegen den Topgesetzten lange als der bessere Spieler und hatte Chancen, sich zum ältesten Grand-Slam-Sieger der Geschichte bei den Herren zu krönen. Doch in den beiden Tiebreaks erlaubte sich der 37-Jährige im Duell zweier seit Jahren dominierenden Protagonisten Schwächen. Im fünften Satz gab Djokovic zunächst eine 4:2-Führung wieder her, Federer konnte bei 8:7 zwei Matchbälle nicht nutzen. 

Der Weltranglisten-Erste nutzte gleich seinen ersten Matchball und beendete die diesjährigen Ambitionen von Federer auf den neunten Wimbledon-Titel. Nur die US-Amerikanerin Martina Navratilova hat dieses Grand-Slam-Turnier in London bislang neunmal für sich entschieden. Djokovic rückte jetzt mit seinem insgesamt 16. Titel bei einem der vier größten Tennis-Turniere bis auf zwei Trophäen an Rafael Nadal und auf vier an Federer heran. Doch die Tennis-Welt staunt nach diesem finalen Schlussakt des zweiwöchigen Rasenspektakels auch wieder über den nimmermüden Federer. 

Um 14.01 Uhr Ortszeit hatte der 32-jährige Serbe wenige Meter vor Federer die bis an den Rand gefüllte wichtigste Stätte der Sportart betreten. Als sie den Court betraten, war noch längst nicht abzusehen, welch Drama sich entwickeln würde. Die Frage, ob der Titelverteidiger insbesondere deswegen im Vorteil ist, weil er fünf Jahre jünger ist, hatte zuvor die Debatten bestimmt, wurde aber obsolet.

14. Juli: Crash von Vettel in Silverstone – Hamilton gewinnt Heimrennen

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen in Silverstone gewonnen und seine WM-Führung ausgebaut. Hamilton verwies vor seinem Heimpublikum den zweiten Silberpfeil-Piloten Valtteri Bottas auf den zweiten Platz. Der englische Mercedes-Pilot ist nun mit sechs Erfolgen Rekordsieger des Großen Preises von Großbritannien.

Sebastian Vettel erlebte beim zehnten Saisonlauf das nächste Debakel, als er mit seinem Ferrari in der 38. Runde in den Red Bull von Max Verstappen krachte. Der Deutsche demolierte seinen Wagen, erhielt für das Manöver eine Zehn-Sekunden-Strafe und schleppte sich am Ende des Feldes ins Ziel. Vettels Teamkollege Charles Leclerc wurde Dritter.

14. Juli: Holzpfahl durchbohrt Bahnradsportler bei Sturz – Vater spricht über den Vorfall

Gianni Gobbo hat mit seinem 16-jährigen Sohn Lorenzo gelitten, als der bei einem Unfall auf der Radrennbahn von Gent von einem Holzstück durchbohrt wurde. „Er ist gleich neben mir gestürzt, es war schrecklich“, sagte er der Zeitung „Gazzetta dello Sport“ (Sonntag). Bei dem Unfall bei den Bahnrad-Europameisterschaften der U23 und Junioren im belgischen Gent am Freitagabend löste sich ein Stück von der Holzbahn, durchdrang Gobbos Körper und verletzte dabei Lunge und Oberschenkel. 

„Lorenzo geht es besser. Er liegt auf der Intensivstation“, sagte Gianni Gobbo. „Die Ärzte haben uns gesagt, dass es mindestens zwei Wochen dauern wird.“ Dann soll er liegend mit dem Krankenwagen nach Hause gebracht werden. Der Vater berichtete, dass sein Sohn vor Schmerzen geweint habe, als das Holzstück abgeschnitten wurde, das vorn fünfzig und hinten dreißig Zentimeter aus seinem Körper herausgeragt habe. Vermutlich schlug Gobbo bei seinem Sturz mit einer Pedale unglücklich ein Stück Holz aus der Piste. Lebensgefahr bestehe nicht mehr, hieß es.

13. Juli: Halep gewinnt mit Erfolg über Williams erstmals Wimbledon

Die rumänische Tennisspielerin Simona Halep hat mit einem Endspiel-Erfolg über Serena Williams zum ersten Mal Wimbledon gewonnen. Ein Jahr nach dem Final-Triumph von Angelique Kerber gegen die US-Amerikanerin Williams setzte sich die 27-Jährige in London 6:2, 6:2 durch. Damit feierte die frühere Weltranglisten-Erste Halep in ihrem ersten Wimbledon-Finale ihren zweiten Grand-Slam-Titel nach den French Open 2018. Williams verpasste es erneut, mit dem 24. Grand-Slam-Titel den Allzeit-Rekord der Australierin Margaret Court einzustellen.

13. Juli: Holzstück durchbohrt Bahnradsportler Gobbo bei Sturz

Der italienische Bahnradsportler Lorenzo Gobbo ist bei einem Sturz von einem Holzstück durchbohrt worden. Bei dem Unfall bei den Europameisterschaften der U23 und Junioren in Gent am Freitagabend löste sich ein etwa 40 Zentimeter langes Stück von der Holzbahn, durchdrang Gobbos Körper und verletzte dabei Lunge und Oberschenkel. Der Zustand des 17-Jährigen sei stabil, sagte Frank Glorieux, Direktor des flämischen Radsportverbandes, am Samstag der Zeitung „Het Nieuwsblad“.

Der Rennfahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Vermutlich schlug Gobbo bei seinem Sturz mit einer Pedale unglücklich ein Stück Holz aus der Piste. Lebensgefahr bestehe nicht mehr, hieß es. Gobbo muss zur Beobachtung zwei bis drei Tage im Krankenhaus bleiben. „Sie werden unter anderem sehen, ob es irgendwelche Infektionen gibt“, sagte Glorieux. Die Europameisterschaften mit über 400 Teilnehmern aus 23 Ländern haben am Dienstag begonnen und enden am Sonntag.

12. Juli: Griezmann wechselt von Atlético Madrid zum FC Barcelona

Der französische Star-Stürmer Antoine Griezmann wechselt zum FC Barcelona. Der 28-Jährige habe einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2024 unterschrieben, teilte der spanische Fußball-Meister am Freitag mit. Die Katalanen zahlten die festgeschriebene Ablösesumme von 120 Millionen Euro an Griezmanns bisherigen Verein Atlético Madrid. In Griezmanns Vertrag beim FC Barcelona wird eine Ablösesumme von 800 Millionen Euro festgelegt.

Zuvor hatte es wochenlang Streit um den angestrebten Wechsel Griezmanns gegeben. Zeitweise hatte es auch geheißen, der Angreifer wolle die 120 Millionen Euro selbst zahlen, um wechseln zu können. 

Auffällig oft wollen sich Fußballer zum FC Barcelona streiken 20.10Der Franzose hatte vor rund zwei Monaten angekündigt, Atlético nach fünf Jahren verlassen zu wollen. Allerdings hat er dort noch einen Vertrag bis 2023. Am Sonntagabend erschien er nicht zum Training bei den Madrilenen und reiste nicht mit ins Trainingslager in die USA. Madrid hatte bereits mit einer empfindlichen Vertragsstrafe gedroht.

Quelle: DPA

12. Juli: Peter Crouch beendet Karriere nach 21 Jahren Profifußball

Der frühere englische Nationalspieler und  Ex-Star des FC Liverpool, Peter Crouch, hat seine Karriere als Profifußballer offiziell beendet. Das gab der 38 Jahre alte Stürmer, der zuletzt beim FC Burnley unter Vertrag stand, am Freitag über soziale Medien bekannt. „Nach langen Überlegungen in diesem Sommer habe ich entschieden, mich vom Fußball zurückzuziehen“, schrieb Crouch auf Twitter. „Unser wundervolles Spiel hat mir alles gegeben. Ich bin so dankbar gegenüber allen, die mir geholfen haben, dahinzukommen und so lange dabei zu bleiben.“ Crouch war 21 Jahre als Profi aktiv. In 468 Premier-League-Einsätzen spielte er unter anderem für den FC Liverpool, Tottenham Hotspur und Stoke City. Dabei erzielte der 2,01 Meter große Schlaks 108 Tore. Sein Torjubel mit dem „Robot Dance“ (Robotertanz) wurde in England zum Kult. Crouchs Vertrag in Burnley lief im Juni aus.

Quelle: DPA

11. Juli: HSV schafft Vereinshymne „Hamburg, meine Perle“ ab

Der Hamburger SV bricht mit seinen Traditionen. In der neuen Saison der 2. Fußball-Bundesliga wird die HSV-Hymne „Hamburg, meine Perle“ nicht mehr erklingen. „Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Lied, das uns viele Jahre begleitet hat, in der aktuellen Situation überhaupt nicht mehr zum HSV und zu unserer Haltung passt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann am Donnerstag. 

Bislang wurde das Lied vor jedem Heimspiel von Lotto King Karl gesungen. „Wir wissen um Lotto King Karls außerordentliche Verdienste für den HSV, und ich bedanke mich herzlich für Lottos Auftritte bei unseren Heimspielen“, sagte Hoffmann. Künftig wird es keine wiederkehrenden Liveauftritte geben.

In den nächsten Tagen wird auch die Stadionuhr abgebaut. Diese hatte bis zum Abstieg der Hamburger 2018 die Dauer der Bundesliga-Zugehörigkeit angezeigt, danach die Zeitspanne der Vereinsexistenz des 1887 gegründeten Clubs. „Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir inhaltlich und personell eine Veränderung möchten“, sagte Hoffmann. Die Stadionshow soll überarbeitet werden.

11. Juli: Bierwette zwischen Hoeneß und Mateschitz

Vizemeister war RB Leipzig schon einmal. Sollten sich die Sachsen in den nächsten drei Jahren zum ersten Mal den Titel holen, muss FC-Bayern-Präsident Ulli Hoeneß Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ein Bier ausgeben. Geht RB in den nächsten drei Spielzeiten leer aus, zahlt Mateschitz das kühle Blonde. Das verriet der 75-jährige Österreicher in einem Interview mit den Bundesländerzeitungen der Alpenrepublik. Weitere Details zu der ungewöhnlichen Bierwette zwischen den beiden Klub-Bossen wurden darin nicht erörtert. RB Leipzig spielt erst seit 2016 in der 1. Fußball-Bundesliga. Nach Platz zwei in der Premierensaison qualifizierte sich das Team von Neu-Trainer Julian Nagelsmann auch in der abgelaufenen Saison für die Champions League.

10. Juli: Eklat beim Test: Bochums Osei-Tutu mutmaßlich rassistisch beleidigt

Eine mutmaßlich rassistische Beleidigung des Bochumer Profis Jordi Osei-Tutu beim Test des Fußball-Zweitligisten am Dienstag gegen den FC St. Gallen (0:3) hat zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden Clubs geführt. Nach Darstellung der Bochumer war der vom englischen Erstligisten FC Arsenal ausgeliehene Osei-Tutu von seinem Gegenspieler „auf inakzeptable Art rassistisch beleidigt“ worden. Deshalb stünden „der VfL Bochum 1848, Jordi Osei-Tutu und sein Stammverein, der FC Arsenal, in enger Abstimmung, um diesen Vorfall aufzuarbeiten“.

Nach der mutmaßlichen Beleidigung hatte Osei-Tutu unter Tränen den Platz verlassen und war von seinen Mitspielern getröstet worden.“Niemand sollte jemals diskriminiert werden, und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wie sich ein Profi Fußballkollege auf diese Weise respektlos verhalten kann. Arsenal und der VfL Bochum haben mich großartig unterstützt und ich hoffe, dass wir letztlich demonstrieren können, dass Rassismus im Fußball keinen Platz hat“ , kommentierte Osei-Tutu. St. Gallen streitet den mutmaßlichen Vorfall ab und reagierte mit einem Dementi. „Unsere Spieler pflegen einen respektvollen Umgang untereinander, völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Der betroffene Spieler hat in einem klärenden Gespräch mit den Verantwortlichen glaubhaft versichert, sich auch gestern im Spiel gegen den VfL Bochum an diesen Vereinsgrundsatz gehalten zu haben“, teilte der Schweizer Erstligist mit.

10. Juli: Schiedsrichter Ittrich beklagt „Mobbing“ durch Spieler

Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hat sich über den Umgang der Spieler mit den Referees beklagt. „Das Angehen des Schiedsrichters, die Fifa sagt dazu Mobbing of the Referee“, sei dabei das größte Problem. In einem Interview der Internetportale „Spox“ und „Goal“ erklärte der 40 Jahre alte Polizeibeamte aus Hamburg: „Wenn nach völlig klaren Entscheidungen fünf, sechs Mann ankommen und dir etwas erzählen wollen. Das stört mich.“

Er habe kein Problem damit, mit dem Kapitän zu sprechen und zu diskutieren, „aber es kann nicht sein, dass einen ständig fünf, sechs Mann bedrängen. Ich kann mich auch wehren, aber da müssen wir uns eine Linie überlegen, wie wir damit umgehen“, sagte Ittrich. Konsequenzen forderte er auch beim Verhalten der Trainer an der Seitenlinie, dies müsse teilweise überdacht werden. „Bei der Thematik könnte uns helfen, dass wir ab der neuen Saison auch Trainern und allen Offiziellen Karten zeigen können, dadurch wird das Verhalten der Trainer mehr in den Fokus geraten.“

8. Juli: FC Liverpool soll Klopp Mega-Angebot gemacht haben

Fußballcoach Jürgen Klopp peilt nach dem Gewinn der Champions League mit dem FC Liverpool weitere Titel an. Der Triumph und die Feierlichkeiten in der Innenstadt von Liverpool hätten ihn auf den Geschmack gebracht, sagte Klopp in einem Interview für die Vereinswebsite. „Wir haben das Finale gespielt, wir haben das Finale gewonnen, wir sind zurück in die Stadt gekommen, haben die Stadt und die Leute gesehen“, schwärmte der 52-Jährige. „Das ist etwas, nach dem man süchtig werden kann, das will man häufiger erleben.“

Das wünscht sich die Vereinsführung des FC Liverpool wohl auch. Wie das britische Boulevard-Blatt „The Sun“ berichtet, hat Liverpool Klopp einen neuen Sechs-Jahres-Vertrag angeboten, mit dem er statt bisher sieben Millionen dann zehn Millionen Pfund (umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro) pro Jahr verdienen würde. Laut der Zeitung soll das auch dem Interesse anderer Klubs einen Riegel vorschieben. Außerdem befürchte man, Klopp könne wie in Mainz und Dortmund nach sieben Jahren den Verein wechseln oder eine Pause vom stressigen Trainer-Job nehmen wollen. Klopps aktueller Vertrag in Liverpool läuft bis 2022. Er wäre dann sieben Jahre dort.

7. Juli: Beachvolleyballer Thole/Wickler verpassen WM-Gold

Das junge deutsche Beachvolleyball-Nationalteam Julius Thole und Clemens Wickler hat bei der Heim-WM in Hamburg die Sensation knapp verpasst. Das Duo verlor das Finale am Sonntag 1:2 (21:19, 17:21, 11:15) gegen die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski. Silber bedeutet dennoch die insgesamt siebte WM-Medaille für Deutschlands Sandvolleyballer.

Knapp zwei Jahre nach ihrer unfreiwilligen sportlichen Zusammenstellung zeigte das Duo auch im Endspiel vor 12 000 Zuschauern am Hamburger Rothenbaum eine starke Leistung, die nach dem ersten gewonnen Satz am Ende aber nicht zum großen Coup reichte. Die Russen entschieden den zweiten und dritten Durchgang recht souverän für sich und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Anders als in den Partien zuvor machten Thole/Wickler zu viele Fehler, sie brachten ihre Angriffe zu selten durch. Beim 4:4 im entscheidenden Durchgang musste Blocker Thole am Nacken behandelt werden, auch der zwischenzeitliche Ausgleich wenig später im Tie-Break half den Deutschen nicht.

Nach Wicklers nationalem Meistertitel 2017 mit Tim Holler hatte ihn der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) überraschend mit Talent Thole zwangsvereint. Weltmeister Russland sicherte sich auch den ersten Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. 

7. Juli: Deutsche Triathleten holen WM-Silber 

Das Mixed-Team der Deutschen Triathlon Union (DTU) hat einen großen Schritt in Richtung Olympische Spiele 2020 gemacht. Bei den Weltmeisterschaften im Triathlon Mixed Relay (4 Mal 300 Meter Schwimmen, 7 Kilometer Radfahren, 1,5 Kilometer Laufen) gewannen Laura Lindemann (Potsdam), Valentin Wernz (Saarbrücken), Nina Eim (Itzehoe) und Justus Nieschlag (Lehrte) am Sonntag in Hamburg die Silbermedaille. Damit hat das DTU-Team gute Chancen, im kommenden Jahr in Tokio dabei zu sein. Lindemann hatte die Mannschaft von Cheftrainer Faris Al-Sultan zunächst in Führung gebracht, Wernz und Eim behaupteten sich danach in der Spitzengruppe. Nieschlag setzte sich in einem packenden Finale mit dem Franzosen Vincent Luis ab. Der zündete 700 Meter vor dem Ziel auf dem Rathausmarkt den Turbo und sicherte Frankreich zum zweiten Mal in Folge den WM-Titel. Nieschlag sicherte die Silbermedaille souverän gegen Australien ab. Es war die erste Mixed-Relay-Medaille für die DTU seit 2016. 

Das Quartett aus Frankreich bejubelt in Hamburg den WM-Titel im Triathlon Mixed Relay
Titelverteidigung geglückt. Team Frankreich ist erneut Weltmeister im Triathlon Mixed Relay. Nach einem harten Kampf holt das Quartett der Deutschen Triathlon Union Silber.
© Lukas Schulze

6. Juli: Wimbledon-Partie von Struff wegen Notfall unterbrochen

Wegen eines Zwischenfalls im Zuschauerbereich ist das Drittrunden-Spiel von Jan-Lennard Struff in Wimbledon für rund eine Stunde unterbrochen worden. Im vierten Satz der Tennis-Partie auf Außenplatz 12 wurden aufgrund einer medizinischen Notfallversorgung die Tribünen geräumt. Die Spieler warteten zunächst auf dem Platz, ehe sie dann in den Katakomben verschwanden. Der 29-jährige Sauerländer Struff lag mit 1:2-Sätzen gegen den Kasachen Michail Kukuschkin zurück. Aus seiner Sicht stand es zum Zeitpunkt der Unterbrechung 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 2:2. Aktuell läuft die Partie wieder.

6. Juli: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der Tour de France

Radprofi Mike Teunissen hat die erste Etappe der 106. Tour de France gewonnen und damit auch das Gelbe Trikot übernommen. Der 26 Jahre alte Niederländer vom Team Jumbo-Visma siegte am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel hauchdünn vor Peter Sagan aus der Slowakei und dem Australier Caleb Ewan. Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle. Schon am Sonntag dürfte sich das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder verändern. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer um den walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas.

6. Juli: Für Neuer-Berater ist FC Bayern noch nicht konkurrenzfähig

Für Manuel Neuers Berater Thomas Kroth ist die Mannschaft des FC Bayern München derzeit im internationalen Konzert der ganz Großen nicht konkurrenzfähig. „Manuel ist erfolgsorientiert. Mein Eindruck ist, dass der Abstand zu den vier englischen Top-Teams schon gravierend ist und der Münchner Kader aktuell noch nicht entsprechend – also konkurrenzfähig – aufgestellt ist, um auch die Ziele von Manuel ernsthaft anzugehen“, sagte Kroth der „Süddeutschen Zeitung“.

Der 33 Jahre alte Torhüter Neuer, der in der abgelaufenen Rückrunde aufgrund von Verletzungen elf Pflichtspiele des FC Bayern verpasste, steht bei den Münchnern noch bis 30. Juni 2021 unter Vertrag. Eine Vertragsverlängerung und ein Karriereende in München sei für den deutschen Nationalmannschaftskapitän „natürlich das nahe liegende Modell. Aber nicht das einzige“, sagte der 59-jährige Kroth. Neuer wolle nach 2021 weitermachen. „Jetzt ist die Phase, in der er sich entscheiden muss: Wie geht es perspektivisch weiter?“, erklärte Neuers Berater. „Wenn er merkt, der FC Bayern klotzt ran, dann wird er noch mal richtig aufblühen.“ Neuer, Weltmeister von 2014, habe noch klare Ziele: „Er will die Europameisterschaft gewinnen, und er will noch mal die Champions League gewinnen.“

5. Juli: Bericht – Robert Lewandowski verlängert bei den Bayern

Der FC Bayern München gibt seinem Top-Torjäger Robert Lewandowski nach Sky-Informationen einen Rentenvertrag. Der 30 Jahre alte Pole soll beim Double-Gewinner der vergangenen Saison seinen bis Juni 2021 laufenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2023 verlängern, berichtete der TV-Sender am Freitagabend. Eine offizielle Bestätigung vom FC Bayern gab es nicht. Die Vertragsverlängerung hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet.

Der Meister habe mit Lewandowskis Berater Pini Zahavi bereits alles ausgehandelt, beide Parteien seien sich einig. Die Unterschrift stehe allerdings noch aus, denn Lewandowski sei derzeit noch im Urlaub. Trainingsauftakt bei den Münchner ist am Montag. Im vergangenen Sommer wollte Lewandowski die Bayern noch verlassen. 

Der Pole kam im Sommer 2014 von Borussia Dortmund zu den Bayern. Für die Münchner absolvierte er bislang 242 Pflichtspiele und erzielte 191 Tore. Lewandowski ist seither die unumstrittene Nummer eins im Angriff des Rekordmeisters – wegen der Dauerbelastung hatte er sich kürzlich einen adäquaten Backup-Stürmer gewünscht. „Wenn man die Option eines zweiten Stürmers hat, ist das besser – für die Mannschaft und auch für mich“, sagte der polnische Nationalspieler Mitte Juni dem „Kicker“.

Nach dem Weggang von Sandro Wagner in der vorigen Winterpause haben die Bayern keinen gelernten Mittelstürmer hinter Lewandowski mehr. Thomas Müller oder Serge Gnabry waren eher Notlösungen. Als weiterer Profi für den Angriff stößt im Sommer Jann-Fiete Arp zum Team – allerdings muss sich der 19-Jährige nach seiner bisherigen Zeit beim Hamburger SV erst im Starensemble der Bayern beweisen.

4. Juli: Titelverteidigerin Kerber scheidet überraschend in Wimbledon aus

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist nach einer enttäuschenden Vorstellung überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel verlor in London 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA. Jan-Lennard Struff und Julia Görges schafften zuvor den Sprung in die dritte Runde des Grand-Slam-Klassikers. Bei den Herren war der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev bereits in der ersten Runde gescheitert.

4. Juli: Ex-Bayern-Star Robben beendet Fußball-Karriere +++

Der frühere Bayern-Star Arjen Robben beendet seine Fußball-Karriere. Das erklärte der 35-jährige Niederländer in einer persönlichen Mitteilung. Robben spielte insgesamt zehn Jahre für den deutschen Rekordmeister, sein Vertrag beim Rekordmeister war im Juni ausgelaufen. Robben schreibt: „Im Moment bin ich fit und gesund und als Fan vieler anderer Sportarten möchte ich das auch in Zukunft so halten.“

So halten sich die Bayern-Stars fit

3. Juli: Niederlande erreichen gegen Schweden das WM-Finale

Die Fußballerinnen aus den Niederlanden haben zum ersten Mal ein WM-Finale erreicht und treffen dort am Sonntag (17.00 Uhr) in Lyon auf Titelverteidiger USA. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann setzte sich am Mittwochabend im Halbfinale knapp mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Deutschland-Bezwinger Schweden durch. Das Siegtor für die Europameisterinnen erzielte vor 48.452 Zuschauern Jackie Groenen vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt in der 99. Minute. Im Spiel um Platz drei treffen die Schwedinnen am Samstag (17.00 Uhr) in Nizza auf England.

3. Juli: Atlético Madrid holt João Félix für mehr als 120 Millionen Euro

Atlético Madrid hat am Mittwoch auf dem Transfermarkt für Furore gesorgt. Der spanische Fußball-Erstligist kaufte Jungstürmer João Félix aus Lissabon für eine Vereins-Rekordsumme von geschätzten 126 Millionen Euro und holte zudem noch zwei Spieler aus Portugal. Zugleich gab der Club bekannt, dass Manchester City die festgeschrieben Transfersumme für Rodrigo Hernández gezahlt habe.

Atlético sorgte mit der Verpflichtung von Portugals Nationalspieler Félix für den bisher teuersten Transfer des Sommers. Der 19 Jahre alte Portugiese von Benfica Lissabon soll Medienberichten zufolge 126 Millionen Euro gekostet haben. Bei Atlético soll Félix den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und wird vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln. 

Eine Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, hatte Benfica vor einer Woche mitgeteilt. Félix hat nach Atlético-Angaben vom Mittwoch den Medizincheck bestanden und einen Siebenjahresvertrag unterschrieben.

2. Juli: USA ziehen ohne Rapinoe ins WM-Finale ein

Die US-amerikanischen Fußballerinnen haben zum dritten Mal in Folge das Finale der Fußball-Weltmeisterschaften erreicht. In einem rasanten Spiel bezwang die Elf von Trainerin Jil Ellis England knapp mit 2:1 und trifft im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr) auf Europameister Niederlande oder Schweden. Vor knapp 60.000 Zuschauern im Stade de Lyon bracht Christen Press die US-Girls schon in der zehnten Minute in Führung. Ellen White glich nur neun Minuten später für England aus. Den Siegtreffer markierte schließlich Starstürmerin Alex Morgan. An ihrem 30. Geburtstag erzielte sie bereits ihr sechstes Turniertor.

In der 84. Minute verpasste Englands Spielführerin die große Chance zum Ausgleich. US-Keeperin Alyssa Naeher entschärfte ihren schwach getretenen Elfmeter ohne große Mühe und die USA brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Bemerkenswert: Megan Rapinoe, die das Turnier bisher maßgeblich mitgeprägt und unter anderem die wichtigen Tore zum 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich erzielt hatte, saß über 90 Minuten auf der Bank. Aus Teamkreisen wurde bekannt, dass sie sich beim Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt hat.

2. Juli: Nationalelf zieht während der EM zu Adidas

Die Wahl von Bundestrainer Joachim Löw fiel auf Herzogenaurach. Direkt am Firmensitz des DFB-Sponsors bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Stammquartier bei der EM 2020. Das Löw-Team wird im Adidas-Campus logieren und trainieren. „Wir schlagen unser Camp während der EM 2020 in der Adidas World of Sports in Herzogenaurach auf“, teilte der DFB am Dienstag über die sozialen Medien mit. 

Im weitläufigen Bereich am Firmensitz des DFB-Sponsors sind schon jetzt zahlreiche Fußballplätze, Fitnessbereiche und andere Sportmöglichkeiten wie Laufbahnen, Trampolins, Beachvolleyball- und Tennisplätze sowie Boulder- und Kletteranlagen integriert. Diese sollen für den Aufenthalt des DFB-Team noch erweitert werden. Erst jüngst war die in 34 Monaten errichtete neue Konzernzentrale fertig geworden. Sie erinnert optisch an ein Fußballstadion und bietet auf 52 000 Quadratmetern rund 2000 Mitarbeitern Platz. 

1. Juli: Deutsches Erstrunden-Debakel: Auch Zverev scheitert in Wimbledon 

Hoffnungsträger Alexander Zverev hat in Wimbledon gleich zum Auftakt gepatzt und das deutsche Erstrunden-Debakel beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt komplettiert. Der 22-jährige Hamburger unterlag am Montag überraschend dem tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely und reihte sich damit in die Niederlagen- Serie ein. An einem frustrierenden deutschen Tennis-Tag auf der altehrwürdigen Anlage im Südwesten Londons schied auch der Weltranglisten-Fünfte nach einem 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 aus. Noch nie war Zverev bei seinen vier Wimbledon-Teilnahmen zuvor in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal hatte ihm Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann sogar den erstmaligen Sprung ins Halbfinale zugetraut.

Um 17.43 Uhr Ortszeit stand damit fest, dass kein einziger der sieben deutschen Starter – fünf Herren und zwei Damen – am Eröffnungstag die zweite Runde erreichte. Philipp Kohlschreiber blieb dabei gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic ohne Chance. Das anfangs 14 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bunds reduzierte sich bereits nach dem ersten Tag um die Hälfte. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun noch mehr auf Angelique Kerber. Die Titelverteidigerin greift wie sechs weitere deutsche Teilnehmer am Dienstag erstmals in das Spielgeschehen ein. Gegen die Schwäbin Tatjana Maria steht auch die Kielerin vor einer kniffligen Aufgabe.

1. Juli: Kohlschreiber verpasst Wimbledon-Überraschung gegen Djokovic 

Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber hat in Wimbledon eine Überraschung gegen Titelverteidiger Novak Djokovic klar verpasst. Der Augsburger unterlag am Montag dem serbischen Tennis-Weltranglisten-Ersten im ersten Spiel auf dem Centre Court 3:6, 5:7, 3:6. Nach 2:02 Stunden nutzte Djokovic seinen ersten Matchball zum elften Sieg im 13. Vergleich mit dem 35-jährigen Kohlschreiber. Der frühere Schützling von Boris Becker ist an Position eins gesetzt und strebt seinen fünften Wimbledon-Titel an. Für Kohlschreiber endete seine 60. Teilnahme an einem der vier Grand-Slam-Turniere damit gleich am Eröffnungstag.

1. Juli: Löw sieht Kuntz als Nachfolge-Kandidat

Plötzlich spricht Joachim Löw selbst erstmals konkreter über einen möglichen Nachfolger als Bundestrainer – und Stefan Kuntz ist einer von zwei Kandidaten. Die erste Dienstreise nach seiner krankheitsbedingten Pause führte Löw zum EM-Finale der deutschen U21-Mannschaft nach Italien, wo er mit Trainer Kuntz plauderte und den 56-Jährigen gleich für Höheres empfahl. Eine verbandsinterne Lösung sei für die Zeit nach seiner Bundestrainer-Epoche eine nahe liegende Option, machte der DFB-Chefcoach deutlich. „Wir haben zwei Trainer beim DFB, die absolut die Fähigkeiten haben, Bundestrainer zu werden: Stefan Kuntz und Marcus Sorg“, sagte Löw der „Bild“.

„Beide haben sehr viel Empathie, das ist heute wichtig bei den jungen Spielern, dass man Zugang zu ihnen bekommt und sie auf einer persönlichen Schiene erreicht. Das können beide sehr gut“, ergänzte der Bundestrainer. Kuntz zeige „trotz aller Konzentration und Disziplin immer auch ein bisschen Leichtigkeit, ein bisschen Fröhlichkeit“. Löws Vertrag läuft noch bis nach der WM 2022, der von Kuntz bis nach Olympia 2020.

Quelle: stern.de

106. Tour de France: Frankreich feiert Alaphilippe – Martin nicht belohnt

Brioude (dpa) – Direkt hinter der Zielline empfing Marcel Kittel seinen Freund Tony Martin nach einem tapferen Ausreißversuch, doch auch am neunten Tag gab es für die deutschen Radprofis nichts zu feiern. Stattdessen ging die große Radsport-Fete der Grande Nation am Nationalfeiertag weiter.

Als der südafrikanische Tagessieger Daryl Impey längst feststand, bestritt der gefeierte Julian Alaphilippe ganz gemütlich die letzten Kilometer nach Brioude auf seinem Rad und scherzte mit seinen Landsleuten. «Es ist unglaublich, dieses schöne Trikot zu tragen», sagte er.

Mit seiner erneut wilden Attacke hatte der Franzose sein Land bereits am Samstag beglückt und sich selbst zurück ins Gelbe Trikot gebracht. «Wenn man das Trikot hat, will man es nicht mehr hergeben», sagte Alaphilippe. Sein Tag in Gelb glich einer kleinen Triumph-Fahrt. Von einem «berauschenden Zustand» schrieb gar die Sport-Zeitung «L’Equipe».

Dank Publikumsliebling und Mitfavorit Thibaut Pinot dürfen die Gastgeber vom ersten Gesamtsieg seit 34 Jahren träumen. Am Samstag hatte das Duo den weiteren Favoriten mit einer mutigen Attacke einige Zeit abgenommen. «Die französische Allianz. Sie haben dem französischen Radsport Ehre erwiesen», schrieb die «L’Equipe». Auch der Sieg des Südafrikaners Impey konnte die Party in blau, weiß und rot nicht stoppen. Die deutschen Radprofis um Tony Martin, der als Letzter einer Ausreißergruppe 15. wurde, müssen nach neun Etappen weiter warten.

Nach einem kräftezehrenden Samstag ließen die Teams am Sonntag eine Fluchtgruppe um Zeitfahr-Spezialist Martin gehen, die sich schnell einen Vorsprung von zehn Minuten herausfuhr. Etwa 40 Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe gesprengt, der Österreicher Lukas Pöstlberger riskierte ein Solo, wurde aber am Schlussanstieg eingeholt. Stattdessen siegte Impey im Sprint vor Tiesj Benoot und Jan Tratnik.

«Ich hatte keine Probleme in der Gruppe, aber im Finale war ich doch relativ müde. Es hätte definitiv nicht für ganz vorne gereicht», analysierte Jumbo-Visma-Profi Martin. Die Deutschen sind damit nach neun Etappen noch sieglos, das gab es seit 2011 nicht mehr – damals gewann André Greipel im Anschuss die 10. Etappe.

Früh überschattet wurde das neunte Teilstück von einem schweren Sturz des Italiener Alessandro De Marchi. Der Profi vom Team CCC stürzte nach wenigen Kilometern, lag zunächst regungslos auf dem Boden und wurde anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert. Er habe eine tiefe Risswunde im Gesicht davongetragen, schrieb sein Team später.

Einen weit harmloseren Abflug hatte Vorjahressieger Geraint Thomas am Samstag ohne bleibende Schäden und ohne Zeitverlust auf das Feld überstanden. «Das ist frustrierend», sagte der Waliser. «Wäre ich nicht gestürzt, hätte die Geschichte vielleicht einen anderen Ausgang gehabt», mutmaßte er. So überholte ihn Mitfavorit Pinot im Gesamtklassement. «Ich bin in einer großartigen Form», sagte der Franzose nach dem Ausrufezeichen auf der Berg- und Talfahrt nach Saint-Étienne am Samstag.

Für die deutschen Profis läuft die Frankreich-Rundfahrt weiter ernüchternd. Emanuel Buchmann verbesserte sich zwar im Klassement auf Rang zehn, der erste Etappensieg lässt aber weiter auf sich warten. Nils Politt verpasste am Sonntag den Sprung in eine Ausreißergruppe, Martin war in der 15-köpfigen Gruppe letztlich chancenlos. Da passte es ins Bild, dass der 14-malige Etappensieger und einstige  Sprint-Dominator Marcel Kittel der Tour einen Besuch abstattete.

Der 31-Jährige nimmt derzeit eine persönliche Auszeit und weiß noch nicht, ob er seine Karriere überhaupt fortsetzen möchte. «Die Frage, die sich mir stellt, ist: Welche Möglichkeiten habe ich für 2020? Ich brauche die richtigen Leute um mich herum», sagte er in einer internationalen Medienrunde. 

Bei der Tour ist er für drei Tage als ARD-Experte dabei, erst nach Ende der Rundfahrt will er final über seine Zukunft als Radprofi entscheiden. «Es war schön, ihn zu sehen», sagte Martin. Kittel wird als möglicher Teamkollege bei Jumbo-Visma gehandelt.

Quelle: stern.de

Formel 1 in Großbritannien: Vettel ohne Illusionen vor Quali: «Mercedes ist der Favorit»

Sebastian Vettel steht vor einer ziemlich kniffligen Aufgabe. Im Training machte sein Ferrari am Freitag noch nicht den besten Eindruck, trotzdem will er Formel-1-Branchenführer Mercedes am Sonntag beim Großen Preis von Großbritannien wieder so ärgern wie im Vorjahr, als er das Traditionsrennen gewinnen konnte. Dazu wäre am Samstag (15.00 Uhr/RTL und Sky) im Qualifying ein Platz in der ersten Startreihe hilfreich. Doch diese dürfte in Silverstone erneut nur von den dominanten Silberpfeilen belegt werden.

«Mercedes ist der Favorit. Sie waren sehr, sehr schnell», sagte Vettel, der nach dem Auftakt «nicht ganz glücklich» mit der Vorstellung in Mittelengland war: «Wir haben ein bisschen was versucht und werden vielleicht wieder etwas zurücknehmen, weil es nicht so funktioniert hat.» Die Scuderia kam mit ein paar kleinen aerodynamischen Verbesserungen am Auto nach Silverstone, allerdings nur mit bedingtem Erfolg. «Wir können das Auto noch besser abstimmen. Wenn es sich gut anfühlt, sollte es gut gehen», sagte Vettel.

Im Training lag der Finne Valtteri Bottas nach der schnellsten Übungsrunde vor Lokalheld Lewis Hamilton. «Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn man so in ein Wochenende starten kann», sagte Bottas. Beide dürften erneut die Pole Position unter sich ausmachen, 2018 stand Hamilton ganz vorne. «Es scheint so, als ob wir im Kampf um die Spitze mitmischen können», sagte Hamilton noch recht zurückhaltend: «Das ist nach dem ersten Tag jedoch immer schwierig zu sagen und Ferrari ist am Freitag normalerweise etwas langsamer, um dann am Samstag die Pace zu erhöhen.»

Der fünfmalige Weltmeister Hamilton führt vor dem zehnten von 21 Saisonläufen nur rund 80 Kilometer entfernt von seiner Geburtsstadt Stevenage am Sonntag (15.10 Uhr) in der Gesamtwertung mit 197 Punkten deutlich vor Bottas (166). Der viermalige Champion Vettel (123) hat als Vierter bereits 74 Zähler Rückstand und braucht dringend Siege, um seine ohnehin schon geringe Titelchance noch zu wahren. Dritter ist der Niederländer Max Verstappen (126) im Red Bull.

Mercedes scheint sich bei dem traditionsreichen Grand Prix in diesem Jahr nur selbst schlagen zu können. Von 2013 bis 2017 gab es für das Werksteam in Silverstone bereits fünf Erfolge nacheinander, vier davon holte Hamilton. Zuletzt in Österreich schwächelten die Silberpfeile jedoch und konnten nach zuvor acht Triumphen in Folge erstmals in diesem Jahr nicht ganz vorne stehen. Verstappen gewann vor knapp zwei Wochen in Spielberg.

Quelle: stern.de

8. Etappe: Das bringt der Tag bei der Tour de France

Chalon-sur-Saône (dpa) – Die 106. Tour de France rollt weiter gen Süden. Der Italiener Giulio Ciccone fährt im Gelben Trikot, doch Frankreichs Publikumsliebling Julian Alaphilippe dürfte als Gesamtzweiter zur nächsten Attacke ansetzen – schließlich ist am Sonntag französischer Nationalfeiertag.

ETAPPE: Auf der achten Etappe haben die Organisatoren so ziemlich jeden Anstieg eingebaut, den sie finden konnten. Sieben Bergwertungen der zweiten und dritten Kategorie bescheren den Fahrern eine ständige Berg- und Talfahrt. Zu anspruchsvoll für die reinen Sprinter, aber auch nicht schwer genug für die Klassementfahrer. So stehen die Chancen für Ausreißer auf einen Etappensieg nicht schlecht.

FAVORITEN: Tim Wellens wird als Träger des gepunkteten Trikots ganz sicher wieder in einer Ausreißergruppe vertreten sein, schließlich gibt es einige Bergpunkte zu verteilen. Auch die Franzosen dürften mitmischen. Bis auf den Etappensieg von Alaphilippe gab es für die Gastgeber bei den Tagesentscheidungen nichts zu holen.

DEUTSCHE: Vielleicht ist das Teilstück mal eine Chance für die deutschen Fahrer wie etwa Nils Politt oder Maximilian Schachmann. Politt kann im Katusha-Team ohnehin frei auffahren und hat sich derartige Etappen ausgeguckt. Auch Schachmann könnte mal grünes Licht bekommen, sollte sein Kapitän Peter Sagan diesmal nicht vorne dabei sein.

GELBES TRIKOT: Die Teamkollegen von Ciccone werden viel Arbeit haben, um das Feld zu kontrollieren. Schließlich beträgt der Vorsprung auf Verfolger Alaphilippe nur sechs Sekunden. Der Bergkönig von 2018 wird sicher nichts unversucht lassen, um am Nationalfeiertag am Sonntag wieder Gelb zu tragen.

Quelle: stern.de

Diamond League: Hofmann gewinnt Speerwurf in Monaco – neuer Meilenweltrekord

Die deutschen Speerwerfer haben in der Diamond League der Leichtathleten ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Mit 87,84 Meter gewann Vizeeuropameister Andreas Hoffmann in Monte Carlo mit 87,84 Meter.

Für dem 27 Jahren alten Mannheimer war es der zweite Sieg in dieser Premiumserie des Weltverbandes IAAF. Zweiter wurde der Este Magnus Kirt, der 87,47 Meter weit warf. Den dritten Platz sicherte sich Olympiasieger Thomas Röhler vom LC Jena mit 86,04 Meter. Einen weiteren Diamond-League-Sieg konnte auch Weltmeister Johannes. Der Offenburger muss derzeit verletzt pausieren.

Für die Glanzleistung des Tages sorgte die Niederländerin Sifan Hassan. Die zweimalige Europameisterin stellte über eine Meile einen Weltrekord auf. In 4:12,33 Minuten verbesserte sie die alte Bestmarke von Swetlana Masterkowa (Russland), die am 14. August 1996 in Zürich 4:12,56 Minuten gelaufen war.

Die Höhenjagd auf konstantem Niveau gelingt Raphael Holzdeppe weiter nicht. Mit einem Salto Nullo über 5,62 Meter verabschiedete sich der 29-jährige Weltmeister von 2013 aus dem Wettbewerb. Am höchsten sprang der Pole Piotr Lisek (Polen), der mit 6,02 Meter seinen zweiten Erfolg hintereinander in der Diamond League feierte.

Die als Teilnehmerin angekündigte Pamela Dutkiewicz fehlte über 100 Meter Hürden am Startblock. Nach langer Zeit wollte sich die EM-Dritte aus Wattenscheid wieder der Weltelite stellen. Siegerin wurde die Weltrekordlerin Kendra Harrison (USA) mit 12,43 Sekunden.

Für eine Weltjahreszeit über 400 Meter Hürden sorgte Sydney McLaughlin (USA). Die 19-jährige Junioren-Weltmeisterin siegte in 53,32 Sekunden. Schneller als Soufiane El Bakkali über 3000 Meter Hindernis war in diesem Jahr auch noch keiner: Der Marokkaner brauchte 8:04,82 Minuten für die Distanz. Den 100-Meter-Sprint der Männer gewann der dreimalige Weltmeister Justin Gatlin in 9,91 Sekunden vor Noah Lyles (beide USA), der in 9,92 Sekunden ins Ziel kam.

Quelle: stern.de

7. Etappe der Tour de France: Martin-Kollege Groenewegen vorn – Frust bei Greipel

Der Sieg auf der siebten Etappe bei der 106. Tour de France ging an den Niederländer Dylan Groenewegen, für den Zeitfahr-Spezialist Martin wieder den ganzen Tag gearbeitet hatte.

Martin strahlte nach dem nächsten Coup seines Jumbo-Visma-Teams, André Greipel hingegen geht diese 106. Tour de France zunehmend auf die Nerven. Als der deutsche Sprint-Routinier nach einem weiteren enttäuschenden zwölften Platz ohnehin schon restlos bedient war, musste er auch noch zur Dopingkontrolle.

«Die Strapazen des Tages sind vergessen, wenn wir mit dem Tagessieg belohnt werden», sagte der zufriedene Martin nach den 230 Kilometern von Belfort nach Chalon-sur-Saône. Nach dem Auftaktsieg von Mike Teunissen und dem folgenden Erfolg im Teamzeitfahren war es für Jumbo-Visma schon der dritte Sieg, der Rennstall prägt die Frankreich-Rundfahrt mehr als alle anderen Teams.

«Drei Etappensiege, Gelbes Trikot – ich glaube, das sagt alles. Da wäre es in jedem Team extrem entspannt», erklärte der Deutsche in der ARD. «Es war ein wichtiger Sieg für Dylan nach dem harten Crash», fügte er an. Der 26 Jahre alte Niederländer, der beim Auftakt sechs Tage zuvor in Brüssel gestürzt war, strahlte im Ziel und erklärte: «Seit gestern fühle ich mich wieder gut. Mein Team hat stark gearbeitet und wir haben gewonnen, deswegen bin ich sehr glücklich.» Mit solchen Performances wird Jumbo-Visma auch als Rennstall für Top-Profis wie den derzeit teamlosen Marcel Kittel immer interessanter.

Nur Zentimeter lag Groenewegen auf der langen Zielgeraden entlang der Saône vor dem Australier Caleb Ewan, Grün-Träger Peter Sagan vom deutschen Bora-hansgrohe-Team fuhr mit dem dritten Rang weitere wichtige Punkte für den Sieg in der Sprintwertung ein. Von solchen Platzierungen kann der 36 Jahre alte Greipel derzeit nur träumen. Er landete auf den Rängen 18, zwölf und elf bei den bisherigen Massenankünften.

An den Trikot-Trägern änderte sich auf der langen Etappe mit eher überschaubarem Schwierigkeitsgrad nichts. Der Italiener Giulio Ciccone verteidigte sein Polster von sechs Sekunden auf den heiß gehandelten Lokalmatador Julian Alaphilippe und darf damit auch am Samstag im Maillot Jaune an den Start gehen. Auch der Tagesdritte Sagan bleibt mit deutlichem Vorsprung in Grün, Tim Wellens trägt weiter das gepunktete Trikot. «Ich bin auch damit glücklich, es war ein schneller Sprint und diese Jungs sind superschnell», lobte Sagan.

Für die Favoriten blieb es einen Tag nach der Extrem-Kletterei nach La Planche des Belles Filles ruhig. Am Donnerstag hatte Vorjahressieger und Ineos-Kapitän Geraint Thomas auf den 24 Prozent steilen Rampen erstmals unter Beweis gestellt, wie sehr in diesem Jahr wieder mit ihm zu rechnen ist. «Ich habe mich gut gefühlt und es war klasse, vor dieser Gruppe ins Ziel zu kommen», sagte der Waliser, der in Abwesenheit des viermaligen Tour-Siegers Chris Froome zum engsten Favoritenkreis zählt.

Auch die deutsche Klassement-Hoffnung Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe hat Thomas auf dem Zettel. «Er ist super gefahren, das ganze Jahr schon. Natürlich könnte er auch ein Rivale für mich sein, wenn er so weitermacht», sagte der Ineos-Kapitän am Freitag dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Buchmann war tags zuvor drittbester Klassementfahrern und hatte damit seine Ambitionen auf einen Top-10-Platz untermauert.

Am Samstag (12.25 Uhr/One und Eurosport) dürfte der Ravensburger aber eher eine untergeordnete Rolle spielen. Die 200 Kilometer auf dem Weg von Macon nach Saint-Etienne sind zwar schwer und hügelig, aber eher für Klassikerspezialisten geeignet. Quick-Step-Profi Alaphilippe wird alles tun, um die wenigen Sekunden auf den Gesamtführenden rauszufahren, damit er am Nationalfeiertag in Gelb starten darf.

Quelle: stern.de

Wimbledon: «Traum, der wahr wird»: Djokovic zum sechsten Mal im Finale

Novak Djokovic tätschelte den grünen Rasen, blickte erlöst in den Himmel und bedankte sich in allen vier Richtungen beim Publikum. Als der Titelverteidiger am Ende eines hochklassigen Halbfinals seinen fünften Matchball verwandelt hatte, fiel die Anspannung von ihm ab.

Zum sechsten Mal steht der serbische Weltranglisten-Erste im Endspiel von Wimbledon. In 2:49 Stunden setzte sich der frühere Schützling von Boris Becker gegen den Überraschungs-Halbfinalisten Roberto Bautista Agut aus Spanien mit 6:2, 4:6, 6:3, 6:2 durch.

«Dies ist ein Traumturnier, seit ich ein Kind war. Im Finale zu sein, ist ein Traum, der wahr wird. Das Finale in Wimbledon zu spielen, ist etwas Besonderes», sagte Djokovic und kündigte an, zumindest Teile des mit Spannung erwarteten zweiten Halbfinals zwischen dem spanischen Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal und dem achtmaligen Wimbledon-Champion Roger Federer aus der Schweiz zu schauen: «Auch ich bin ein Fan von diesem Match. Es ist eine der epischsten Rivalitäten aller Zeiten. Es ist fantastisch, das zu sehen.»

In seinem 25. Grand-Slam-Finale kann Djokovic nun am Sonntag beim traditionsreichsten aller Tennis-Turniere seinen fünften Titel nach 2011, 2014, 2015 und 2018 gewinnen. Schon am Vortag will die US-Amerikanerin Serena Williams im Damen-Endspiel gegen die Rumänin Simona Halep den 24. Grand-Slam-Titel schaffen und den Allzeit-Rekord der Australierin Margaret Court einstellen.

Mit sechs Final-Teilnahmen in Wimbledon steht Djokovic nun genauso gut da wie Björn Borg, Jimmy Connors und Rod Laver und an fünfter Position in dieser Statistik. «Roberto hat sein erstes Halbfinale gespielt, aber er hat sich nicht beeindrucken lassen, er hat sehr gut gespielt», lobte der Titel-Mitfavorit seinen Gegner. «Es war ein sehr enges Spiel, gerade zu Beginn des dritten Satzes, da hätte es in eine andere Richtung gehen können.»

Gegen den Grand-Slam-Halbfinaldebütanten Bautista Agut ließ Djokovic an diesem bewölkten Sommer-Tag im Londoner Südwesten zunächst vieles spielerisch leicht aussehen. Vor rund 15.000 Zuschauern, darunter auch der frühere Wimbledonsieger Michael Stich in der Royal Box, hatte der Titel-Mitfavorit in der Regel die bessere Antwort – egal wie sehr der Weltranglisten-22. Bautista Agut auch ackerte.

Danach präsentierte sich der Spanier als Gegner auf Augenhöhe und nervte den Serben zunehmend mit seiner Konstanz und Hartnäckigkeit. Der Titelfavorit haderte mit sich, schüttelte gar zwischen dem ersten und zweiten Aufschlag den Kopf und wich teilweise von seiner druckvollen Spielweise ab. Der Außenseiter nutzte die Schwächephase, ein Netzroller half ihm zum Satzausgleich.

Zweimal hatte der 31-jährige Spanier in diesem Jahr schon gegen die Nummer eins der Welt gewonnen. Dass er in Wimbledon aber am vorletzten Spieltag der Herren noch mitmischt, damit hatte er nicht gerechnet. Bautista Agut hatte Urlaubspläne geschmiedet, bevor er im November heiraten will. Sechs seiner Freunde reisten ohne ihn nach Ibiza, der Tennisprofi machte dem 15-fachen Grand-Slam-Champion den Finaleinzug schwer. Im dritten Satz gelang Djokovic das Break zum 4:2. Ihm sicherte dann auch die Netzkante beim entscheidenden Volley die erneute Satzführung. Ein Halbfinale über fünf Sätze wie vor einem Jahr gegen Nadal blieb ihm erspart, weil er sich den frühen Vorteil im vierten Durchgang nicht mehr nehmen ließ.

Quelle: stern.de

Prozess in München: Ist Biathlon-Trainer Stitzl ein Reichsbürger?

Die Stimme von Andreas Stitzl überschlägt sich fast vor dem Verwaltungsgericht München, der Biathlon-Trainer kämpft kurz mit den Tränen. „Jetzt werd‘ ich auch noch emotional“, sagte der 45-Jährige am Mittwoch. „Ich muss das in aller Entschiedenheit sagen, dass ich mich ganz klar und deutlich von der sogenannten Reichsbürger-Szene distanziere. Das gleiche trifft zu zum Rechtsradikalismus. Ich bin das nicht.“

Stitzl, der frühere Assistenz-Trainer der Biathlon-Nationalmannschaft, kämpft vor Gericht um sein Biathlon-Gewehr, seine Karriere und seinen Ruf. Das Landratsamt Traunstein hat ihm die Waffenbesitzkarte abgenommen, weil es den Verdacht gibt, der 45-Jährige könnte der sogenannten Reichsbürger-Bewegung nahe stehen, die die Bundesrepublik Deutschland als Staat nicht anerkennt.

Reichsbürger Lesestück 19.15Landratsamt Traunstein: Stitzl machte reichsbürgertypische Angaben

Es sei „erschreckend, dass ich mit den Vermutungen in Verbindung gebracht werde“, sagte Stitzl. Er sei vor allem in den Jahren 2014 bis 2018 mit der Nationalmannschaft ein „Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland definitiv gewesen“. Er habe immer mit Freude die Nationalhymne gehört. Als Berufssoldat habe er außerdem einen Eid auf die Bundesrepublik geschworen.

Er habe 2015 zwar einen Staatsangehörigkeits-Nachweis beantragt. Das sei aus Sicherheitsgründen geschehen, weil er damals so oft im Ausland unterwegs gewesen sei. Aus Sicht des Landratsamtes Traunstein machte Stitzl reichsbürgertypische Angaben, die Behörde entzog ihm daraufhin die Waffenbesitzkarte – auch, weil er das Amt als privatwirtschaftliches Unternehmen bezeichnet hatte.

Rund 19.000 Reichsbürger in Deutschland

„Ein schwieriger Fall“, sagt Richter Florian Schlämmer am Schluss eines langen Verhandlungstages. „Ein Berufssoldat, der hier so krasse Dinge unterschreibt“ – das sei „schon eine Ansage“. Das Urteil soll am Donnerstag bekannt gegeben werden.

Sogenannte Reichsbürger erkennen den Staat und die deutschen Gesetze nicht an und weigern sich, Steuern, Sozialabgaben und Bußgelder zu zahlen. Das Bundesinnenministerium rechnete der Szene im Jahr 2018 etwa 19.000 Menschen zu, im Jahr davor waren es noch 16.500.

Reichsbürger Urteil 13.30

Unter verstärkter Beobachtung der Behörden steht die Szene seit den tödlichen Schüssen eines „Reichsbürgers“ auf einen Polizisten im fränkischen Georgensgmünd im Oktober 2016. Seither wurden sogenannten Reichsbürgern in Bayern nach Angaben des dortigen Innenministeriums insgesamt 778 Waffen entzogen.

Deutschlandweit waren zum Stichtag 31. Dezember 2018 nach Angaben des Bundesinnenministeriums noch 910 „Reichsbürger und Selbstverwalter“ als Waffenbesitzer bekannt. Seit dem Beginn der Beobachtung im Jahr 2016 wurden Angehörigen der Szene mindestens 570 waffenrechtliche Erlaubnisse entzogen.

Quelle: stern.de

Neymar und Griezmann: Ruppige Transfer-Methoden: Auffällig oft wollen sich Fußballer zum FC Barcelona streiken

Neymar ist ein Fußball-Profi, der zuverlässig Schlagzeilen liefert. Der Brasilianer ist ohne Frage ein außergewöhnlicher Fußballer, neben Ronaldo und Lionel Messi gehört er zu den drei besten Spielern der Welt. Daneben macht Neymar aber regelmäßig durch einen ausschweifenden Lebensstil und Skandale auf sich aufmerksam. Zuletzt ließ er sich zum Beispiel im Privat-Helikotper zum Training der brasilianischen Nationalelf einfliegen (neben dem Heli besitzt er noch einen Privatjet). Der Innenraum soll mit Batman-Motiven ausgestattet sein. Eine Brasilianerin zeigte den Superstar jüngst wegen Vergewaltigung an, die er vehement bestritt. Und nach dem verlorenen französischen Pokalfinale mit seinem Klub Paris Saint-Germain attackierte der 27-Jährige einen Fan. 

Jetzt steht der Superstar wieder im Fokus. Der Brasilianer schwänzte am vergangenen Montag den Trainingsauftakt bei PSG, während er am Sonntag auf der Tribüne des Maracana-Stadions in Rio de Janiero den Sieg der brasiliansichen Nationalelf bei der Copa America feierte (er spielte nicht, weil er aktuell verletzt ist). Die Gründe für die drastische Maßnahme Neymars sind offensichtlich: Er will unbedingt zurück zum FC Barcelona wechseln. Sein Fernbleiben vom ersten Anschwitzen soll Druck auf PSG ausüben, dem Abgang des Stars keine allzu großen Steine in den Weg zu legen. In spanischen Sportzeitungen ist schon von „Krieg“ zwischen PSG und Neymar die Rede. Es geht um sehr viel Geld – und alle Seiten pokern.

PSG will mit Neymar keinen Verlust machen

PSG reagierte mit einer saftigen Geldstrafe, gab aber zugleich sein Einverständnis, Neymar grundsätzlich ziehen lassen zu wollen. In einem Interview mit der französischen Boulevardzeitung „Le Parisien“ sagte Sportdirektor Leonardo: „Neymar darf PSG verlassen, wenn es ein Angebot gibt, das alle Seiten zufriedenstellt.“ Zudem bestätigte er einen ersten Kontakt zum FC Barcelona. Ein konkretes Angebot sei allerdings noch nicht eingegangen. 

Bayern-Kolumne 10.50Der Transfer dürfte kompliziert werden. Neymar war erst vor zwei Jahren für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris gewechselt, der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2022. Das erklärte Ziel beider Seiten: der Gewinn der Champions League. Das ging bisher schief – und offensichtlich ist das Verhältnis zwischen dem Star und dem Klub nachhaltig gestört. Jetzt sehnt sich der Star nach Barcelona zurück, obwohl er den Verein zwischenzeitlich auf eine Bonuszahlung von 26 Millionen Euro verklagte, die ihm angeblich zusteht. 

Paris dürfte verständlicherweise nicht weniger als die vor zwei Jahren bezahlten 222 Millionen Euro als angemessene Kaufsumme fordern. Es soll sogar eine Summe von 300 Millionen Euro im Gespräch sein. Das ist für den FC Barcelona nicht ohne Weiteres zu stemmen. Deshalb sollen die Katalanen drei Spieler im Tausch angeboten haben: Ousmane Dembélé, Ivan Rakitic und Philippe Coutinho. Doch ob die drei Profis mitspielen, steht auf einem anderem Blatt.

Zufall? Auch Griezmann versucht es per Streik zum FC Barcelona

Nun verschärft Neymar mit dem Trainingsstreik die schwierigen Verhandlungen.Er greift damit zu einem Druckmittel, das Profis immer wieder als Instrument dient, um einen Transfer zu erzwingen. Ob nun Zufall oder nicht, in diesen Tagen versucht sich mit Antoine Griezmann ein zweiter Superstar zum FC Barcelona zu streiken. Der französische Weltmeister hat eine Ausstiegsklausel bei seinem Klub Atlético Madrid. Für 120 Millionen Euro darf er gehen. Doch die Verhandlungen zwischen den Vereinen sind zuletzt ins Stocken geraten. Den Madrilenen stößt sauer auf, dass Barcelona und Griezmann sich bereits im Frühjahr auf einen Wechsel einigten. Das wäre offiziell ein Verstoß gegen die Transfer-Regularien. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Atlético die Karte spielt, um die Ablösesumme in die Höhe zu treiben.

Dennoch fällt eines auf: Auffällig oft versuchen Spieler, einen Wechsel zum FC Barcelona mit Trainingsstreiks oder vorgetäuschten Verletzungen zu forcieren. Gut in Erinnerung in Deutschland ist der Fall Ousmane Dembélé. Der Franzose blieb vor zwei Jahren dem Training bei Borussia Dortmund fern, nachdem er ein Angebot des FC Barcelona erhalten hatte. Dass Dembélé zumindest in Deutschland damit seinen Ruf unter den Fans nachhaltig ruinierte, störte ihn nicht. Kritik kam damals von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: „Da muss man sich auch mal über die Rolle des ruhmreichen FC Barcelona unterhalten.“ Nur einen Tag nachdem man sich mit Vertretern des Klubs getroffen habe, sei Dembélé „ganz zufällig“ nicht zum Training erschienen.

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Ein weiteres Negativbeispiel ist Neymars Landsmann Coutinho. Der Mittelfeldspieler wollte im Sommer 2017 vom FC Liverpool zu den Katalanen wechseln, Jürgen Klopp und die Reds ließen ihn aber nicht ziehen. Auf einmal setzten bei dem brasilianischen Nationalspieler die Zipperlein ein – erst klagte er über Rückenschmerzen, dann zwickte die Leiste. Ein halbes Jahr später ließ Liverpool den Spielmacher entnervt in der Winterpause nach Spanien ziehen.

Inwieweit der FC Barcelona Profis zu solchen Verhaltensweisen animiert, lässt sich selbstverständlich nicht belegen. Zur Verteidigung muss man sagen, dass derartige Methoden schon immer zum Repertoire von wechselwilligen Profis gehörten. Doch das Auftreten ruppiger Transfermethoden in Zusammenhang mit dem katalanischen Klub ist auffällig.

Quellen: „Süddeutsche Zeitung“, „Sport1“, „FAZ“, „Bild“, „transfermarkt.de“

Quelle: stern.de

Sport kompakt: Eklat beim Test: Bochums Osei-Tutu mutmaßlich rassistisch beleidigt

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

10. Juli: Eklat beim Test: Bochums Osei-Tutu mutmaßlich rassistisch beleidigt

Eine mutmaßlich rassistische Beleidigung des Bochumer Profis Jordi Osei-Tutu beim Test des Fußball-Zweitligisten am Dienstag gegen den FC St. Gallen (0:3) hat zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden Clubs geführt. Nach Darstellung der Bochumer war der vom englischen Erstligisten FC Arsenal ausgeliehene Osei-Tutu von seinem Gegenspieler „auf inakzeptable Art rassistisch beleidigt“ worden. Deshalb stünden „der VfL Bochum 1848, Jordi Osei-Tutu und sein Stammverein, der FC Arsenal, in enger Abstimmung, um diesen Vorfall aufzuarbeiten“.

Nach der mutmaßlichen Beleidigung hatte Osei-Tutu unter Tränen den Platz verlassen und war von seinen Mitspielern getröstet worden.“Niemand sollte jemals diskriminiert werden, und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wie sich ein Profi Fußballkollege auf diese Weise respektlos verhalten kann. Arsenal und der VfL Bochum haben mich großartig unterstützt und ich hoffe, dass wir letztlich demonstrieren können, dass Rassismus im Fußball keinen Platz hat“ , kommentierte Osei-Tutu. St. Gallen streitet den mutmaßlichen Vorfall ab und reagierte mit einem Dementi. „Unsere Spieler pflegen einen respektvollen Umgang untereinander, völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Der betroffene Spieler hat in einem klärenden Gespräch mit den Verantwortlichen glaubhaft versichert, sich auch gestern im Spiel gegen den VfL Bochum an diesen Vereinsgrundsatz gehalten zu haben“, teilte der Schweizer Erstligist mit.

10. Juli: Schiedsrichter Ittrich beklagt „Mobbing“ durch Spieler

Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hat sich über den Umgang der Spieler mit den Referees beklagt. „Das Angehen des Schiedsrichters, die Fifa sagt dazu Mobbing of the Referee“, sei dabei das größte Problem. In einem Interview der Internetportale „Spox“ und „Goal“ erklärte der 40 Jahre alte Polizeibeamte aus Hamburg: „Wenn nach völlig klaren Entscheidungen fünf, sechs Mann ankommen und dir etwas erzählen wollen. Das stört mich.“

Er habe kein Problem damit, mit dem Kapitän zu sprechen und zu diskutieren, „aber es kann nicht sein, dass einen ständig fünf, sechs Mann bedrängen. Ich kann mich auch wehren, aber da müssen wir uns eine Linie überlegen, wie wir damit umgehen“, sagte Ittrich. Konsequenzen forderte er auch beim Verhalten der Trainer an der Seitenlinie, dies müsse teilweise überdacht werden. „Bei der Thematik könnte uns helfen, dass wir ab der neuen Saison auch Trainern und allen Offiziellen Karten zeigen können, dadurch wird das Verhalten der Trainer mehr in den Fokus geraten.“

8. Juli: FC Liverpool soll Klopp Mega-Angebot gemacht haben

Fußballcoach Jürgen Klopp peilt nach dem Gewinn der Champions League mit dem FC Liverpool weitere Titel an. Der Triumph und die Feierlichkeiten in der Innenstadt von Liverpool hätten ihn auf den Geschmack gebracht, sagte Klopp in einem Interview für die Vereinswebsite. „Wir haben das Finale gespielt, wir haben das Finale gewonnen, wir sind zurück in die Stadt gekommen, haben die Stadt und die Leute gesehen“, schwärmte der 52-Jährige. „Das ist etwas, nach dem man süchtig werden kann, das will man häufiger erleben.“

Das wünscht sich die Vereinsführung des FC Liverpool wohl auch. Wie das britische Boulevard-Blatt „The Sun“ berichtet, hat Liverpool Klopp einen neuen Sechs-Jahres-Vertrag angeboten, mit dem er statt bisher sieben Millionen dann zehn Millionen Pfund (umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro) pro Jahr verdienen würde. Laut der Zeitung soll das auch dem Interesse anderer Klubs einen Riegel vorschieben. Außerdem befürchte man, Klopp könne wie in Mainz und Dortmund nach sieben Jahren den Verein wechseln oder eine Pause vom stressigen Trainer-Job nehmen wollen. Klopps aktueller Vertrag in Liverpool läuft bis 2022. Er wäre dann sieben Jahre dort.

7. Juli: Beachvolleyballer Thole/Wickler verpassen WM-Gold

Das junge deutsche Beachvolleyball-Nationalteam Julius Thole und Clemens Wickler hat bei der Heim-WM in Hamburg die Sensation knapp verpasst. Das Duo verlor das Finale am Sonntag 1:2 (21:19, 17:21, 11:15) gegen die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski. Silber bedeutet dennoch die insgesamt siebte WM-Medaille für Deutschlands Sandvolleyballer.

Knapp zwei Jahre nach ihrer unfreiwilligen sportlichen Zusammenstellung zeigte das Duo auch im Endspiel vor 12 000 Zuschauern am Hamburger Rothenbaum eine starke Leistung, die nach dem ersten gewonnen Satz am Ende aber nicht zum großen Coup reichte. Die Russen entschieden den zweiten und dritten Durchgang recht souverän für sich und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Anders als in den Partien zuvor machten Thole/Wickler zu viele Fehler, sie brachten ihre Angriffe zu selten durch. Beim 4:4 im entscheidenden Durchgang musste Blocker Thole am Nacken behandelt werden, auch der zwischenzeitliche Ausgleich wenig später im Tie-Break half den Deutschen nicht.

Nach Wicklers nationalem Meistertitel 2017 mit Tim Holler hatte ihn der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) überraschend mit Talent Thole zwangsvereint. Weltmeister Russland sicherte sich auch den ersten Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. 

7. Juli: Deutsche Triathleten holen WM-Silber 

Das Mixed-Team der Deutschen Triathlon Union (DTU) hat einen großen Schritt in Richtung Olympische Spiele 2020 gemacht. Bei den Weltmeisterschaften im Triathlon Mixed Relay (4 Mal 300 Meter Schwimmen, 7 Kilometer Radfahren, 1,5 Kilometer Laufen) gewannen Laura Lindemann (Potsdam), Valentin Wernz (Saarbrücken), Nina Eim (Itzehoe) und Justus Nieschlag (Lehrte) am Sonntag in Hamburg die Silbermedaille. Damit hat das DTU-Team gute Chancen, im kommenden Jahr in Tokio dabei zu sein. Lindemann hatte die Mannschaft von Cheftrainer Faris Al-Sultan zunächst in Führung gebracht, Wernz und Eim behaupteten sich danach in der Spitzengruppe. Nieschlag setzte sich in einem packenden Finale mit dem Franzosen Vincent Luis ab. Der zündete 700 Meter vor dem Ziel auf dem Rathausmarkt den Turbo und sicherte Frankreich zum zweiten Mal in Folge den WM-Titel. Nieschlag sicherte die Silbermedaille souverän gegen Australien ab. Es war die erste Mixed-Relay-Medaille für die DTU seit 2016. WM Triathlon Mixed Relay 2019

6. Juli: Wimbledon-Partie von Struff wegen Notfall unterbrochen

Wegen eines Zwischenfalls im Zuschauerbereich ist das Drittrunden-Spiel von Jan-Lennard Struff in Wimbledon für rund eine Stunde unterbrochen worden. Im vierten Satz der Tennis-Partie auf Außenplatz 12 wurden aufgrund einer medizinischen Notfallversorgung die Tribünen geräumt. Die Spieler warteten zunächst auf dem Platz, ehe sie dann in den Katakomben verschwanden. Der 29-jährige Sauerländer Struff lag mit 1:2-Sätzen gegen den Kasachen Michail Kukuschkin zurück. Aus seiner Sicht stand es zum Zeitpunkt der Unterbrechung 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 2:2. Aktuell läuft die Partie wieder.

6. Juli: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der Tour de France

Radprofi Mike Teunissen hat die erste Etappe der 106. Tour de France gewonnen und damit auch das Gelbe Trikot übernommen. Der 26 Jahre alte Niederländer vom Team Jumbo-Visma siegte am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel hauchdünn vor Peter Sagan aus der Slowakei und dem Australier Caleb Ewan. Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle. Schon am Sonntag dürfte sich das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder verändern. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer um den walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas.

6. Juli: Für Neuer-Berater ist FC Bayern noch nicht konkurrenzfähig

Für Manuel Neuers Berater Thomas Kroth ist die Mannschaft des FC Bayern München derzeit im internationalen Konzert der ganz Großen nicht konkurrenzfähig. „Manuel ist erfolgsorientiert. Mein Eindruck ist, dass der Abstand zu den vier englischen Top-Teams schon gravierend ist und der Münchner Kader aktuell noch nicht entsprechend – also konkurrenzfähig – aufgestellt ist, um auch die Ziele von Manuel ernsthaft anzugehen“, sagte Kroth der „Süddeutschen Zeitung“.

Der 33 Jahre alte Torhüter Neuer, der in der abgelaufenen Rückrunde aufgrund von Verletzungen elf Pflichtspiele des FC Bayern verpasste, steht bei den Münchnern noch bis 30. Juni 2021 unter Vertrag. Eine Vertragsverlängerung und ein Karriereende in München sei für den deutschen Nationalmannschaftskapitän „natürlich das nahe liegende Modell. Aber nicht das einzige“, sagte der 59-jährige Kroth. Neuer wolle nach 2021 weitermachen. „Jetzt ist die Phase, in der er sich entscheiden muss: Wie geht es perspektivisch weiter?“, erklärte Neuers Berater. „Wenn er merkt, der FC Bayern klotzt ran, dann wird er noch mal richtig aufblühen.“ Neuer, Weltmeister von 2014, habe noch klare Ziele: „Er will die Europameisterschaft gewinnen, und er will noch mal die Champions League gewinnen.“

5. Juli: Bericht – Robert Lewandowski verlängert bei den Bayern

Der FC Bayern München gibt seinem Top-Torjäger Robert Lewandowski nach Sky-Informationen einen Rentenvertrag. Der 30 Jahre alte Pole soll beim Double-Gewinner der vergangenen Saison seinen bis Juni 2021 laufenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2023 verlängern, berichtete der TV-Sender am Freitagabend. Eine offizielle Bestätigung vom FC Bayern gab es nicht. Die Vertragsverlängerung hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet.

Der Meister habe mit Lewandowskis Berater Pini Zahavi bereits alles ausgehandelt, beide Parteien seien sich einig. Die Unterschrift stehe allerdings noch aus, denn Lewandowski sei derzeit noch im Urlaub. Trainingsauftakt bei den Münchner ist am Montag. Im vergangenen Sommer wollte Lewandowski die Bayern noch verlassen. 

Der Pole kam im Sommer 2014 von Borussia Dortmund zu den Bayern. Für die Münchner absolvierte er bislang 242 Pflichtspiele und erzielte 191 Tore. Lewandowski ist seither die unumstrittene Nummer eins im Angriff des Rekordmeisters – wegen der Dauerbelastung hatte er sich kürzlich einen adäquaten Backup-Stürmer gewünscht. „Wenn man die Option eines zweiten Stürmers hat, ist das besser – für die Mannschaft und auch für mich“, sagte der polnische Nationalspieler Mitte Juni dem „Kicker“.

Nach dem Weggang von Sandro Wagner in der vorigen Winterpause haben die Bayern keinen gelernten Mittelstürmer hinter Lewandowski mehr. Thomas Müller oder Serge Gnabry waren eher Notlösungen. Als weiterer Profi für den Angriff stößt im Sommer Jann-Fiete Arp zum Team – allerdings muss sich der 19-Jährige nach seiner bisherigen Zeit beim Hamburger SV erst im Starensemble der Bayern beweisen.

4. Juli: Titelverteidigerin Kerber scheidet überraschend in Wimbledon aus

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist nach einer enttäuschenden Vorstellung überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel verlor in London 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA. Jan-Lennard Struff und Julia Görges schafften zuvor den Sprung in die dritte Runde des Grand-Slam-Klassikers. Bei den Herren war der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev bereits in der ersten Runde gescheitert.

4. Juli: Ex-Bayern-Star Robben beendet Fußball-Karriere +++

Der frühere Bayern-Star Arjen Robben beendet seine Fußball-Karriere. Das erklärte der 35-jährige Niederländer in einer persönlichen Mitteilung. Robben spielte insgesamt zehn Jahre für den deutschen Rekordmeister, sein Vertrag beim Rekordmeister war im Juni ausgelaufen. Robben schreibt: „Im Moment bin ich fit und gesund und als Fan vieler anderer Sportarten möchte ich das auch in Zukunft so halten.“

So halten sich die Bayern-Stars fit

3. Juli: Niederlande erreichen gegen Schweden das WM-Finale

Die Fußballerinnen aus den Niederlanden haben zum ersten Mal ein WM-Finale erreicht und treffen dort am Sonntag (17.00 Uhr) in Lyon auf Titelverteidiger USA. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann setzte sich am Mittwochabend im Halbfinale knapp mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Deutschland-Bezwinger Schweden durch. Das Siegtor für die Europameisterinnen erzielte vor 48.452 Zuschauern Jackie Groenen vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt in der 99. Minute. Im Spiel um Platz drei treffen die Schwedinnen am Samstag (17.00 Uhr) in Nizza auf England.

3. Juli: Atlético Madrid holt João Félix für mehr als 120 Millionen Euro

Atlético Madrid hat am Mittwoch auf dem Transfermarkt für Furore gesorgt. Der spanische Fußball-Erstligist kaufte Jungstürmer João Félix aus Lissabon für eine Vereins-Rekordsumme von geschätzten 126 Millionen Euro und holte zudem noch zwei Spieler aus Portugal. Zugleich gab der Club bekannt, dass Manchester City die festgeschrieben Transfersumme für Rodrigo Hernández gezahlt habe.

Atlético sorgte mit der Verpflichtung von Portugals Nationalspieler Félix für den bisher teuersten Transfer des Sommers. Der 19 Jahre alte Portugiese von Benfica Lissabon soll Medienberichten zufolge 126 Millionen Euro gekostet haben. Bei Atlético soll Félix den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und wird vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln. 

Eine Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, hatte Benfica vor einer Woche mitgeteilt. Félix hat nach Atlético-Angaben vom Mittwoch den Medizincheck bestanden und einen Siebenjahresvertrag unterschrieben.

2. Juli: USA ziehen ohne Rapinoe ins WM-Finale ein

Die US-amerikanischen Fußballerinnen haben zum dritten Mal in Folge das Finale der Fußball-Weltmeisterschaften erreicht. In einem rasanten Spiel bezwang die Elf von Trainerin Jil Ellis England knapp mit 2:1 und trifft im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr) auf Europameister Niederlande oder Schweden. Vor knapp 60.000 Zuschauern im Stade de Lyon bracht Christen Press die US-Girls schon in der zehnten Minute in Führung. Ellen White glich nur neun Minuten später für England aus. Den Siegtreffer markierte schließlich Starstürmerin Alex Morgan. An ihrem 30. Geburtstag erzielte sie bereits ihr sechstes Turniertor.

In der 84. Minute verpasste Englands Spielführerin die große Chance zum Ausgleich. US-Keeperin Alyssa Naeher entschärfte ihren schwach getretenen Elfmeter ohne große Mühe und die USA brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Bemerkenswert: Megan Rapinoe, die das Turnier bisher maßgeblich mitgeprägt und unter anderem die wichtigen Tore zum 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich erzielt hatte, saß über 90 Minuten auf der Bank. Aus Teamkreisen wurde bekannt, dass sie sich beim Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt hat.

2. Juli: Nationalelf zieht während der EM zu Adidas

Die Wahl von Bundestrainer Joachim Löw fiel auf Herzogenaurach. Direkt am Firmensitz des DFB-Sponsors bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Stammquartier bei der EM 2020. Das Löw-Team wird im Adidas-Campus logieren und trainieren. „Wir schlagen unser Camp während der EM 2020 in der Adidas World of Sports in Herzogenaurach auf“, teilte der DFB am Dienstag über die sozialen Medien mit. 

Im weitläufigen Bereich am Firmensitz des DFB-Sponsors sind schon jetzt zahlreiche Fußballplätze, Fitnessbereiche und andere Sportmöglichkeiten wie Laufbahnen, Trampolins, Beachvolleyball- und Tennisplätze sowie Boulder- und Kletteranlagen integriert. Diese sollen für den Aufenthalt des DFB-Team noch erweitert werden. Erst jüngst war die in 34 Monaten errichtete neue Konzernzentrale fertig geworden. Sie erinnert optisch an ein Fußballstadion und bietet auf 52 000 Quadratmetern rund 2000 Mitarbeitern Platz. 

1. Juli: Deutsches Erstrunden-Debakel: Auch Zverev scheitert in Wimbledon 

Hoffnungsträger Alexander Zverev hat in Wimbledon gleich zum Auftakt gepatzt und das deutsche Erstrunden-Debakel beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt komplettiert. Der 22-jährige Hamburger unterlag am Montag überraschend dem tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely und reihte sich damit in die Niederlagen- Serie ein. An einem frustrierenden deutschen Tennis-Tag auf der altehrwürdigen Anlage im Südwesten Londons schied auch der Weltranglisten-Fünfte nach einem 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 aus. Noch nie war Zverev bei seinen vier Wimbledon-Teilnahmen zuvor in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal hatte ihm Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann sogar den erstmaligen Sprung ins Halbfinale zugetraut.

Um 17.43 Uhr Ortszeit stand damit fest, dass kein einziger der sieben deutschen Starter – fünf Herren und zwei Damen – am Eröffnungstag die zweite Runde erreichte. Philipp Kohlschreiber blieb dabei gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic ohne Chance. Das anfangs 14 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bunds reduzierte sich bereits nach dem ersten Tag um die Hälfte. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun noch mehr auf Angelique Kerber. Die Titelverteidigerin greift wie sechs weitere deutsche Teilnehmer am Dienstag erstmals in das Spielgeschehen ein. Gegen die Schwäbin Tatjana Maria steht auch die Kielerin vor einer kniffligen Aufgabe.

1. Juli: Kohlschreiber verpasst Wimbledon-Überraschung gegen Djokovic 

Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber hat in Wimbledon eine Überraschung gegen Titelverteidiger Novak Djokovic klar verpasst. Der Augsburger unterlag am Montag dem serbischen Tennis-Weltranglisten-Ersten im ersten Spiel auf dem Centre Court 3:6, 5:7, 3:6. Nach 2:02 Stunden nutzte Djokovic seinen ersten Matchball zum elften Sieg im 13. Vergleich mit dem 35-jährigen Kohlschreiber. Der frühere Schützling von Boris Becker ist an Position eins gesetzt und strebt seinen fünften Wimbledon-Titel an. Für Kohlschreiber endete seine 60. Teilnahme an einem der vier Grand-Slam-Turniere damit gleich am Eröffnungstag.

1. Juli: Löw sieht Kuntz als Nachfolge-Kandidat

Plötzlich spricht Joachim Löw selbst erstmals konkreter über einen möglichen Nachfolger als Bundestrainer – und Stefan Kuntz ist einer von zwei Kandidaten. Die erste Dienstreise nach seiner krankheitsbedingten Pause führte Löw zum EM-Finale der deutschen U21-Mannschaft nach Italien, wo er mit Trainer Kuntz plauderte und den 56-Jährigen gleich für Höheres empfahl. Eine verbandsinterne Lösung sei für die Zeit nach seiner Bundestrainer-Epoche eine nahe liegende Option, machte der DFB-Chefcoach deutlich. „Wir haben zwei Trainer beim DFB, die absolut die Fähigkeiten haben, Bundestrainer zu werden: Stefan Kuntz und Marcus Sorg“, sagte Löw der „Bild“.

„Beide haben sehr viel Empathie, das ist heute wichtig bei den jungen Spielern, dass man Zugang zu ihnen bekommt und sie auf einer persönlichen Schiene erreicht. Das können beide sehr gut“, ergänzte der Bundestrainer. Kuntz zeige „trotz aller Konzentration und Disziplin immer auch ein bisschen Leichtigkeit, ein bisschen Fröhlichkeit“. Löws Vertrag läuft noch bis nach der WM 2022, der von Kuntz bis nach Olympia 2020.

30. Juni: Deutsche U21 verliert WM-Finale gegen Spanien

Aus und vorbei: Der Traum vom nächsten EM-Titel ist für Stefan Kuntz und die deutsche U21 in einer dramatischen Final-Nacht geplatzt. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff musste sich der Titelverteidiger am Sonntag in Udine trotz großen Kampfes Spanien mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. In einem hochklassigen und intensiven Endspiel sorgten Fabián Ruiz (7. Minute) und mitten in einer deutschen Drangphase Dani Olmo (69.) für den fünften Sieg der spanischen Nachwuchsauswahl bei einer Fußball-Europameisterschaft. Nadiem Amiri sorgte mit seinem späten Anschluss für noch mehr Nervenkitzel in der Schlussphase (88.).

Nach spektakulärem Offensivfußball um Torschützenkönig Luca Waldschmidt in den vorangegangenen Turnierspielen lief die deutsche Mannschaft dem verkorksten Start trotz imponierender Leistungssteigerung vergeblich hinterher. Vor 23 232 Zuschauern im ausverkauften Stadion Friuli gelang trotz aller Mühen in der Neuauflage des Endspiels von 2017, als Deutschland 1:0 siegte, kein Comeback. Im vierten Finale einer U21-EM war es die zweite Niederlage. Außer 2017 hatte die DFB-Elf 2009 den Titel geholt. 

30. Juni: Verstappen krönt Aufholjagd mit Sieg in Spielberg

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat das Formel-1-Rennen von Österreich gewonnen. Der Niederländer raste trotz eines verpatzten Starts am Sonntag beim Grand Prix in Spielberg zu seinem sechsten Karriere-Sieg und verwies in einer packenden Schlussphase Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc auf den zweiten Platz. Dritter wurde Valtteri Bottas im Mercedes vor Vettel, den eine fatale Panne an der Box wertvolle Zeit kostete. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete nur auf Position fünf. Verstappen wiederholte seinen Vorjahreserfolg, wurde aber von den Rennkommissaren wegen eines Überholmanövers vorgeladen. Diese werteten die letztlich rennentscheidende Attacke des Niederländers nach dreistündiger Beratung aber nur als Rennzwischenfall, sodass Verstappen seinen Sieg behalten durfte. Er hatte drei Runden vor Schluss den in Führung liegenden Leclerc attackiert. Dabei berührten sich die beiden Boliden und der Ferrari-Pilot musste ausweichen.  

30. Juni: Frodeno ringt Kienle beim Ironman in Frankfurt nieder

Triathlet Jan Frodeno hat zum dritten Mal die Ironman European Championships gewonnen. Der 37-Jährige setzte sich in einem spektakulären Rennen bei tropischen Temperaturen nach 7:56:02 Stunden gegen Sebastian Kienle durch. Der gebürtige Kölner ergriff früh beim Schwimmen die Initiative, benötigte für die 3,8 Kilometer nur etwas mehr als 47 Minuten und sprang als Erster aus dem Langener Waldsee. Nur drei Minuten dahinter schnappte sich Kienle seine Rennmaschine – zuvor war der Knittlinger noch in eine Glasscherbe getreten.

Trotz eines Ausritts ins Grüne behauptete sich Frodeno auch auf dem Rad mehr als vier Stunden an der Spitze des Rennens. Kienle ließ sich von der Verletzung am Fuß nicht stören – selbst ein schleichender Platten hinderte in nicht daran, wenige Kilometer vor dem zweiten Wechsel zu Frodeno aufzuschließen. Rad an Rad erreichte das Duo nach gut 180 Kilometern den Mainkai. Im Wechselzelt entfernte eine Ärztin den Glassplitter aus Kienles Fuß, sodass Frodeno mit einem kleinen Polster auf den Marathon ging. In der zweiten von vier Runden hatte Kienle das Loch erneut zugelaufen und ging sogar am Triathlon-Olympiasieger von 2008 vorbei. Der konterte aber, schüttelte den Ironman-Weltmeister von 2014 wieder ab und krönte sich mit knapp vier Minuten Vorsprung zum dritten Mal zum Ironman-Europameister. „Das war eins der schönsten Rennen meines Lebens“, sagte er später am ARD-Mikrofon. Dafür lohne es sich aufzustehen. Kienle lief nach 8:00:01 Stunden als Zweiter auf dem Frankfurter Römerberg ins Ziel. Für den deutschen Dreifachsieg sorgte Franz Löschke, der seine Frankfurt-Premiere nach 8:17:24 Stunden ins Ziel brachte.

Ironman-Weltmeister Patrick Lange erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der 32-jährige Darmstädter verlor beim Radfahren schnell den Anschluss und hatte danach noch Pech mit dem Material. Sowohl Frodeno als auch Kienle überrundeten den Hawaii-Champion von 2017 und 2018 auf der Marathonstrecke.

29. Juni: Niederlande löst Ticket für WM-Halbfinale

Sollten die deutschen Fußballfrauen am Abend das Halbfinale der Frauenfußball-WM in Frankreich erreichen, treffen sie auf das Team der Niederlande. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann bezwang am Samstag in Valenciennes Italien mit 2:0. Die Tore im Stade du Hainaut erzielten Vivianne Miedema (70.) und Stefanie Van Der Gragt (80.) jeweils per Kopf. Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad waren die Azurri letztlich chancenlos. Die Elftal ist erst zum zweiten Mal überhaupt bei einer WM-Endrunde dabei. Vor vier Jahren in Kanada scheiterte das Team im Achtelfinale an Japan. 

29. Juni: Kerber scheitert im Finale von Eastbourne

Angelique Kerber hat ihren ersten Turniersieg seit dem Wimbledon-Titel verpasst. Die Kielerin verlor am Samstag das Finale des WTA-Turniers im englischen Eastbourne gegen Karolina Pliskova. Das über weite Strecken einseitige Match dauerte nur 71 Minuten. Die Tschechin bezwang Kerber klar in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:4. Für Pliskova, derzeit Dritte der Weltrangliste, war es bereits der 14. Turniersieg auf der WTA-Tour. Die 31-jährige Deutsche wartet dagegen weiter auf ihren nächsten Titel. Am Dienstag trifft sie auf dem „Heiligen Rasen“ von Wimbledon in ihrer Erstrundenpartie auf die Schwäbin Tatjana Maria.

28. Juni: Titelverteidiger USA nach Sieg gegen Frankreich im WM-Halbfinale

Dank Superstar Megan Rapinoe hat die USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen weiter die Titelverteidigung im Visier. Durch zwei Tore der überragenden Spielführerin setzten sich die US-Amerikanerinnen am Freitagabend in Paris gegen Gastgeber Frankreich mit 2:1 (1:0) durch und treffen nun im Halbfinale am Dienstag in Lyon (21.00 Uhr) auf England.

Vor 49 000 Zuschauern im ausverkauften Prinzenpark brachte Rapinoe mit einem direkt verwandelten Freistoß ihr Team bereits in der fünften Minute in Front. Nach der Pause sorgte sie nach einem Konter in der 65. Minute für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer durch Wendie Renard in der 81. Minute kam für Frankreich zu spät. Für die frenetisch angefeuerten Französinnen endete das im Vorfeld zum „Le Grand Match“ stilisierte Duell und das Heim-Turnier mit einer bitteren Enttäuschung.  

27. Juni: AC Mailand vom Europapokal ausgeschlossen

Der italienische Spitzenclub AC Mailand ist wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play für die kommende Saison aus dem Fußball-Europapokal ausgeschlossen worden. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS . Milan hatte in der vergangenen Saison den fünften Platz belegt und wäre für die Europa League spielberechtigt gewesen.

Der siebenmalige Gewinner der Champions League bzw. des Europapokals der Landesmeister war ursprünglich für die Spielzeit 2018/19 von der UEFA wegen eines deutlichen Transferminus in den Jahren zuvor ausgeschlossen worden. Dagegen hatte Milan vor dem CAS Einspruch eingelegt.

27. Juni: Unangemeldete Dopingkontrolle bei DFB-Frauen in Frankreich

Bei den deutschen Fußball-Frauen hat es am Donnerstagmorgen eine unangemeldete Dopingkontrolle gegeben. Vier Spielerinnen seien kontrolliert worden, sagte DFB-Sprecherin Annette Seitz. Die ursprünglich ab 10.15 Uhr angesetzte Trainingseinheit habe deswegen etwas später begonnen. Die deutschen Fußballerinnen bereiten sich derzeit in der Nähe von Rennes auf ihr Viertelfinalspiel am Samstag gegen Schweden (18.30 Uhr/ZDF und DAZN) vor.

27. Juni: Atlético Madrid bietet 126 Millionen für Wunderkind João Félix 

Der spanische Erstligist Atlético Madrid hat das höchste Angebot seiner Clubgeschichte für den portugiesischen Jungstürmer João Félix abgegeben. Die Rojiblancos wollten 126 Millionen Euro für den Angreifer zahlen, teilte Benfica Lissabon am späten Mittwochabend mit, wo der 19-jährige Shootingstar derzeit unter Vertrag steht. Die Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, so Benfica. Eine Zustimmung der Portugiesen gilt als so gut wie sicher. 

Zuvor hatten sich zahlreiche europäische Spitzenclubs um eine Verpflichtung des Offensivspielers bemüht. Im Europa-League-Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt hatte er beim 4:2-Sieg Benficas im Hinspiel drei Tore erzielt. In Madrid soll Félix, der seit kurzem auch in Portugals Nationalelf spielt, den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln.

27. Juni: Das kosten die Dauerkarten in der Fußball-Bundesliga

Aufsteiger SC Paderborn war am Mittwoch nicht nur der letzte Bundesligist, der seine Ticketpreise veröffentlichte, die Ostwestfalen setzten sich mit einem Dauerkartenpreis von 225 Euro auch direkt an die Spitze des Rankings. Das sind satte 30 Euro mehr als in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Der Preis gilt für einen nicht ermäßigten Stehplatz bei den 17 Heimspielen des SCP in der Benteler-Arena. 219 Euro zahlen Fans von Borussia Dortmund für alle Heimspiele ihres BVB. Für nur 165 Euro sind die Anhänger des 1. FC Köln bei allen 17 Spielen dabei, in Wolfsburg und bei Rekordmeister Bayern München kostet eine Saison-Dauerkarte gar nur 145 Euro. Nur fünf Euro mehr müssen die Fans der TSG Hoffenheim für einen Stehplatz in der PreZero Arena zahlen. Im Mittelfeld reiht sich der 1. FC Union Berlin in Sachen Dauerkartenpreise ein. Die 17 Spiele der „Eisernen“ an der Alten Försterei kosten 187 Euro. 

26. Juni: FC Bayern soll über Dembélé-Transfer als Plan B nachdenken

Der FC Bayern München denkt nach Informationen der „Sport Bild“ über eine Verpflichtung des früheren Dortmunders Ousmane Dembélé nach. Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe „einen spektakulären Plan B“, falls der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané nicht zustande kommt, schreibt das Magazin am Mittwoch ohne Angabe von Quellen. Als Befürworter einer Verpflichtung des Offensivspielers vom FC Barcelona soll der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gelten. Dembélé war 2017 vom BVB nach Barcelona gewechselt und hat dort noch einen Vertrag bis 2022. 

Bei Sané zeichnet sich aktuell ein Verbleib bei Manchester City ab. Auch Nationalteamkollege Toni Kroos rechnet nicht mit einem Wechsel des 23-Jährigen nach München. „Wenn Leroy zu Bayern gehen sollte, dann wäre das wohl ein riesengroßer Transfer für Bayern, den es in diesem finanziellen Rahmen noch nie gab. Daher hätte er eine gewisse Garantie, regelmäßig zu spielen“, sagte Kroos der „Sport Bild“ und ergänzte: „Bayern hat allerdings mit Kingsley Coman und Serge Gnabry auch gute Spieler auf dieser Position. Ich glaube ohnehin nicht, dass der Transfer zustande kommt. Das ist jedoch nur mein Gefühl.“

Aus Man-City-Sicht würde er Sané „definitiv nicht gehen lassen oder ihn zumindest so teuer machen, dass Bayern ihn nicht mehr bezahlt“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

25. Juni: Italien und Niederlande siegen – WM-Viertelfinale komplett

Das Viertelfinale der Fußball-WM der Frauen in Frankreich ist komplett. Als letztes Team zog Europameister Niederlande in Rennes mit einem glücklichen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den überlegenen WM-Zweiten Japan in die Runde der besten acht Mannschaften ein. Die Oranjeleeuwinnen gingen durch die einst für den FCR Duisburg spielende Lieke Martens (17. Minute) in Führung. Doch Yui Hasegawa (43.) traf kurz vor der Pause in der sehr unterhaltsamen Partie vor 21.076 Zuschauern zum Ausgleich. Martens vom FC Barcelona markierte dann in der Nachspielzeit (90.+1) mit einem trotz Video-Überprüfung umstrittenen Handelfmeter den Siegtreffer. Die Niederländerinnen sind ein möglicher Halbfinal-Gegner der deutschen Mannschaft, treffen im Viertelfinale aber zunächst am Samstag auf Italien. Die Italienerinnen hatten zuvor erstmals die zweite K.o.-Runde bei einer WM erreicht. Valentina Giacinti (15.) und Aurora Galli (49.) erzielten die Treffer beim 2:0 (1:0)-Sieg in Montpellier gegen den deutschen WM-Auftaktgegner China.

Die Viertelfinal-Begegnungen: Norwegen – England (Donnerstag, 21 Uhr, in Le Havre); Frankreich – USA (Freitag, 21 Uhr, in Paris); Italien – Niederlande (Samstag, 15 Uhr, in Valenciennes), Deutschland – Schweden (Samstag, 18.30 Uhr, in Rennes)

25. Juni: Suárez reklamiert Handspiel von gegnerischem Torwart

Ja, der Torhüter darf im Fußball im eigenen Strafraum die Hand zur Hilfe nehmen. Dieser Tatsache war sich Uruguays Stürmerstar Luis Suárez wohl nicht ganz bewusst, als er beim 1:0-Sieg seiner Nationalmannschaft gegen Chile bei der Südamerikameisterschaft gestenreich ein Handspiel von Torhüter Gabriel Arias reklamierte. Oder hatte das jüngste Wirrwarr um die Handspielregel den Angreifer durcheinandergebracht? 

Der Keeper hatte einen Schuss von Suarez aus spitzem Winkel am Fünfmeterraum zur Ecke abgewehrt. Suarez riss die Arme in die Höhe und reklamierte sichtbar Richtung Schiedsrichter: Handspiel! „Eine surrealistische Reaktion“, schrieb das spanische Fußball-Portal „Marca“. 

Rekordmeister Uruguay beendete die Gruppenphase der Copa América als Tabellenführer. Edinson Cavani traf am Montagabend im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro in der 82. Minute zum 1:0-Endstand. Auch Titelverteidiger Chile ist für das Viertelfinale qualifiziert. Uruguay trifft am Samstag in Salvador auf Peru. Chile spielt am Freitag in São Paulo gegen Kolumbien. Auch dann dürfen die Torhüter den Ball im eigenen Strafraum in die Hand nehmen.

25. Juni: Bericht: Neymar einigt sich mündlich mit FC Barcelona

Der Wechsel des brasilianischen Superstars Neymar von Paris Saint-Germain zurück zum FC Barcelona steht nach Angaben der spanischen Zeitung „Sport“ bevor. Der 27 Jahre alte Stürmer habe eine mündliche Vereinbarung mit den Katalanen für die kommenden fünf Spielzeiten getroffen, schreibt das Blatt am Dienstag.

 Sein Wunsch, wieder für Barça zu spielen, sei so groß, dass er die Bedingungen von Präsident Josep Maria Bartomeu akzeptiert habe. Demnach soll Neymars Gehalt in Barcelona künftig deutlich unter dem in Paris liegen. Zuvor hatte das Blatt berichtet, dass Neymar mehreren Barcelona-Spielern auf WhatsApp geschrieben habe: „Entspannt euch, ich komme zurück.“

Beim französischen Fußball-Meister Paris hatte Vereinschef Nasser Al-Khelaïfi in einem Interview des Fachmagazins „France Football“ überraschend erklärt: „Niemand hat ihn gezwungen, hier zu unterschreiben, niemand hat ihn gedrängt. Natürlich gibt es Verträge, die zu respektieren sind, aber wichtiger wird in Zukunft die absolute Bindung an unser Projekt sein.“ 

Neymar steht beim Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel noch bis 2022 unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatte der Angreifer mit seinem 222-Millionen-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG für Schlagzeilen gesorgt.

24. Juni: Schwedinnen fordern deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Frauen-WM

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in Rennes auf Schweden. Das Drei-Kronen-Team setzte sich in Paris knapp mit 1:0 (0:0) gegen Kanada durch. Das Siegtor für die Mannschaft von Trainer Peter Gerhardsson erzielte in einer mäßigen Achtelfinalpartie Stina Blackstenius in der 55. Spielminute. Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl verhinderte eine mögliche Verlängerung, als sie einen Handelfmeter von Janine Beckie (69.) großartig parierte. Die Schwedinnen waren in den vergangenen Jahren stets ein „Lieblingsgegner“ der DFB-Auswahl, die fast alle entscheidenden Duelle mit den Skandinavierinnen bei großen internationalen Turnieren gewinnen konnten. 

Zuvor hatte Titelverteidiger USA dank zweier Elfmetertore mit einem 2:1 (1:1)-Sieg in Reims gegen Spanien das Viertelfinale erreicht. Dadurch kommt es nun am Freitag (21 Uhr) zum „vorgezogenen Finale“ der US-Frauen gegen Gastgeber Frankreich.25-Olympische Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina-6051931370001

24. Juni: Olympische Winterspiele 2026 finden in Mailand statt

Mailand wird 2026 Schauplatz der XXV. Olympischen Winterspiele sein. Die Mehrheit der 82 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees stimmte auf der Vollversammlung in Lausanne für die italienische Modestadt und gegen Mitbewerber Stockholm. 20 Jahre nach den Spielen in Turin wird das Sportspektakel auf Eis und Schnee nicht nur erneut nach Italien zurückkehren, sondern wieder in eine klassische Wintersportregion in Europa. Zuletzt waren Vancouver (2010), Sotschi (2014) und Pyeongchang in Südkorea (2018) Gastgeber. 2022 wird es Peking sein. Das vor der Wahl favorisierte Mailand war zusammen mit Cortina d’Ampezzo angetreten, wo 1956 bereits die Winterspiele ausgetragen wurden. Stockholm und Are scheiterten – obwohl es noch nie Winterspiele in Schweden gab – nicht zuletzt an der mangelnden Unterstützung in der Bevölkerung.

23. Juni: 1:1 gegen Österreich – Deutsche U21 steht im EM-Halbfinale +++

Deutschlands U21-Fußballer haben mit einem Remis im dritten EM-Spiel den Einzug ins Halbfinale und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 perfekt gemacht. Der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz reichte in Udine im dritten Vorrundenspiel ein 1:1 (1:1) gegen Österreich für den Gruppensieg. Damit steht der DFB-Nachwuchs zum dritten Mal in Serie im Halbfinale einer U21-EM. Der Gegner in der Partie am Donnerstag steht noch nicht fest. Stürmer Luca Waldschmidt hatte die deutsche Mannschaft mit seinem fünften Turniertor in Führung geschossen (14. Minute), Augsburgs Kevin Danso gelang vor 9100 Zuschauern der Ausgleich (24./Foulelfmeter).

Luca Waldschmidt

23. Juni: Andy Murray gewinnt bei Comeback Doppel-Titel

Der zweimalige Wimbledonsieger Andy Murray hat sein Comeback auf der Tennis-Tour mit dem Sieg im Doppel-Wettbewerb von Queens veredelt. Der 32 Jahre alte Schotte gewann mit dem Spanier Feliciano Lopez am Sonntag das Endspiel gegen Rajeev Ram und und Joe Salisbury aus den USA und Großbritannien 7:6 (8:6), 5:7, 10:5. Wegen seiner langwierigen Schmerzen an der Hüfte hatte Murray bei den Australian Open sein baldiges Karriereende angekündigt und sich dann einer Operation unterzogen. Auch in Wimbledon, das am 1. Juli beginnt, will der frühere Weltranglisten-Erste im Doppel sowie im Mixed antreten.

23. Juni: Sané soll Wechsel zum FC Bayern nicht in Betracht ziehen

Es wäre der Wechsel des Sommers gewesen, doch nun scheint er in weite Ferne gerückt zu sein. Wie die britische „Sun“ berichtet, soll Leroy Sané Freunden gegenüber klargestellt haben, dass er nicht zum FC Bayern München wechseln wird. Er werde dem Wechsel eine „Abfuhr“ erteilen und bei Manchester City bleiben, heißt es in dem Bericht. Sein Vertrag bei dem Verein von Trainer Pep Guardiola läuft noch bis 2021. Der 23-Jährige glaube, dass die Premier League die bessere Liga sei. Außerdem würde ihn laut „Sun“ die massive Beobachtung, unter der er in Deutschland stünde, stören.

23. Juni: Hamilton gewinnt auch in Frankreich – Vettel Fünfter

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen von Frankreich gewonnen und seine WM-Führung weiter ausgebaut. Der britische Mercedes-Pilot setzte sich in Le Castellet vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch und feierte im achten Saisonlauf seinen sechsten Sieg. Der deutsche Ferrari-Star Sebastian Vettel aus Heppenheim musste sich mit Platz fünf begnügen und landete noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc aus Monaco und Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden. Hamilton wiederholte auf dem Kurs in Südfrankreich seinen Sieg aus dem Vorjahr und liegt in der WM-Wertung nun schon 76 Punkte vor Vettel.

23. Juni: Flick wird wohl Co-Trainer beim FC Bayern

Hansi Flick wird laut einem Medienbericht neuer Co-Trainer beim FC Bayern München. Wie der „Kicker“ berichtet, erhält der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw beim deutschen Meister einen Zweijahresvertrag. Beim Trainingsauftakt am 8. Juli soll der 54-Jährige bei den Münchnern dabei sein. Flick wird damit Nachfolger von Peter Hermann, der die Bayern nach der Saison verlassen hatte.

Flick war von 1985 bis 1990 Profi beim FC Bayern. Er lief in 104 Liga-Partien auf und wurde mit den Münchnern viermal Meister. An der Seite von Löw hatte Flick von 2006 bis zum WM-Gewinn 2014 gearbeitet. Anschließend war er als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und als Geschäftsführer bei 1899 Hoffenheim tätig. 

21. Juni: Kein Gelb für Torhüterinnen – Fifa schwächt neue Elfmeter-Regel ab

Die Torhüterinnen bei der Frauen-WM müssen bei Elfmeterschießen in der K.o.-Phase keine Gelben Karte mehr befürchten, wenn sie sich zu früh von der Linie bewegen. Die Regel wurde auf Antrag der Fifa für das Turnier in Frankreich ausgesetzt. Das teilte das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (Ifab) am Freitag mit.

Als Begründung nannte das Ifab, dass die Kontrolle durch den Video-Schiedsrichter, entsprechende Vergehen zu erkennen, als Abschreckung ausreiche. Man wolle vermeiden, dass eine Torhüterin möglicherweise durch eine zweite Gelbe Karte während eines Elfmeterschießens des Feldes verwiesen werde und dann den Regel entsprechend eine Feldspielerin im Tor stehen müsse.

Bewegt sich eine Torhüterin mit beiden Beinen vor dem Schuss von der Torlinie, wird der Elfmeter wiederholt. In der Gruppenphase waren mehrere Torhüterinnen für ein entsprechendes Vergehen verwarnt worden. Bei Elfmetern im Spielverlauf bleibt die Verwarnungsregel bestehen. Seit dem 1. Juni können sich Torhüter mit einem Fuß schon vor dem Schuss von der Torlinie entfernen.

21. Juni: Deutschland trift bei Frauen-WM auf Nigeria

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) auf Nigeria. Das stand nach dem Abschluss der kompletten Vorrunde fest. Die USA sicherten sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg in Le Havre gegen Schweden den Sieg in der Gruppe F und holten die maximale Punktzahl von neun Zählern. 

Lindsey Horan brachte das US-Team von Trainerin Jill Ellis schon in der 3. Spielminute in Führung, ehe Jonna Andersson (50.) ein Eigentor unterlief. Damit kann die deutsche Mannschaft im Fall eines Weiterkommens frühestens im Finale auf Titelverteidiger USA treffen. 

Der Ausgang der andere Partie zwischen Thailand und Chile entschied letztlich über den nächsten deutschen Gegner. WM-Neuling Chile hätte in Rennes mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um den bis dato viertbesten Gruppendritten, Nigeria, noch den letzten Achtelfinalplatz abzujagen. 

Nach einem Eigentor der thailändischen Torhüterin Waraporn Boonsing (48.) lagen die Südamerikanerinnen auch 1:0 vorn, und nach dem 2:0 von Maria Jose Urrutia (80.) wurde es noch einmal richtig spannend. Vier Minuten vor dem Ende verpasste Chile durch einen verschossenen Strafstoß von Francisca Lara, die nur die Latte traf, den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams.

Fotostrecke: Verstorbene Promis 2019

+++ 20. Juni: Torfabrik läuft weiter: Deutsche U21-Auswahl gewinnt auch zweites EM-Gruppenspiel deutlich +++

Deutschlands U21-Nationalmannschaft hat nach dem zweiten Sieg im zweiten EM-Spiel beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale und die Olympia-Qualifikation. Die Auswahl von Stefan Kuntz setzte sich am Abend in Triest mit 6:1 (3:0) gegen Serbien mit dem Frankfurter Luka Jovic durch und hat sechs Punkte aus zwei Spielen. Der Augsburger Marco Richter (16. Minute), Dreifach- Torschütze Luca Waldschmidt vom SC Freiburg (30./37./80.), Dortmunds Mahmoud Dahoud (69.) und Arne Maier (90.+2) trafen vor 9837 Zuschauern für den deutschen Fußball-Nachwuchs. Andrija Zivkovic verwandelte für die Serben einen Foulelfmeter (85.). Der DFB-Elf reicht im letzten Vorrunden-Spiel gegen Österreich am Sonntag nun ein Punkt für den Gruppensieg und damit den sicheren Einzug ins Halbfinale.

+++ 20. Juni: Österreicher Strasser holt sechsten Sieg beim Race Across America +++

Mit seinem dritten Sieg in Serie und dem sechsten insgesamt hat sich Extremsportler Christoph Strasser endgültig in die Geschichtsbücher des legendären „Race Across America“ eingetragen. Bei seinem neunten Start fuhr der 36-Jährige aus der Steiermark erneut in einer eigenen Liga. Begleitet von einem zwölf-köpfigen Team bewältigte er die knapp 5.000 Kilometer von der West- zur Ostküste der USA in acht Tagen, sechs Stunden und 51 Minuten. Das entspricht einem Durchschnittstempo von fast 25 Kilometern pro Stunde. Dabei verbrachte Strasser nach eigenen Angaben nicht einmal zehn Stunden in der Waagrechten. Umso mehr freute er sich im Ziel auf den wohlverdienten Schlaf. „Ich denke es werden alle feiern gehen – nicht alle, denn ich freue mich schon sehr auf mein Bett“, sagte der Ultra-Radsportler. Strasser schaffte als Erster überhaupt den Hattrick beim wahrscheinlich härtesten Radrennen der Welt – mit sagenhaften 35.000 Höhenmetern. Erschwert wurde der Weg in diesem Jahr von heftigem Regen, der nicht nur dem Österreicher in den ersten drei Tagen (und Nächten) schwer zu schaffen machte. Auf dem Weg zum zweiten Platz ist der Slowene Marko Baloh, der bei Strassers Zieldurchfahrt am Mittwochabend 22:29 Uhr Ortszeit noch 500 Kilometer vor sich hatte.

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Quelle: stern.de

Vom Einhorn ins Meer gerutscht : Olympia-Schwimmer rettet Tourist vor dem Ertrinken

Der italienische Schwimmstar Filippo Magnini hat in den Gewässern vor Sardinien einem Mann das Leben gerettet. Wie zahlreiche Medien berichten, drohte der Italiener Andrea Benedetto am vergangenen Sonntag zu ertrinken. Magnini hielt sich zu diesem Zeitpunkt am selben Strand von Cala Sinzias, östlich von Cagliari, auf. Als er durch Hilferufe auf den ertrinkenden Mann aufmerksam wurde, eilte der Schwimm-Weltmeister ihm zu Hilfe und hielt Benedettos Kopf solange über Wasser, bis Rettungsschwimmer eintrafen.

„Ich habe einfach getan, was ich tun musste“, erklärte der Sportler laut dem britischen Sender BBC. Wie sich später herausstellte, hat der 45-jährige Benedetto erst zwei Tage vor dem Vorfall seinen Lebenspartner geheiratet. Das Paar trieb auf einem aufblasbaren Einhorn-Badespielzeug auf dem Meer, als Benedetto ins Wasser fiel, das viel kälter als gedacht war. Der Italiener konnte aufgrund eines medizinischen Problems daraufhin nicht mehr seine Gliedmaßen bewegen.teaser

Filippo Magnini war schneller als Rettungsschwimmer 

Der BBC-Journalist Soroush Pakzad wurde Zeuge der Szene. Laut seiner Aussage trieb das aufblasbare Einhorn weg. Der Ehegatte von Benedetto sei jedoch zurückgeblieben, habe um Hilfe gerufen und versucht, seinen Partner über Wasser zu halten.

Die Rettungsschwimmer wurden sofort auf ihn aufmerksam und rannten zu ihrem Rettungsfloß. Doch der Olympia-Schwimmer Magnini war schneller bei dem Ertrinkenden. „Als ich ihn erreichte, konnte er nicht einmal sprechen und es war nicht einfach, ihn auf das Floß zu heben, also legten wir ihn auf eine Luftmatratze, die einige andere Badende in der Nähe hatten“, zitiert die italienische Zeitung „Corriere dello Sport“ den 37-Jährigen. Kurz darauf wurde Benedetto ins Krankenhaus eingeliefert. „Als ich zu mir kam, dachte ich zuerst an meinen Mann“, sagte der Gerettete später der BBC. „Erst nach einigen Stunden wurde mir bewusst, dass Filippo Magnini der Mann war, der mein Leben gerettet hat. Ich hatte keine Gelegenheit, ihm zu danken. Ich hoffe, ich kann es noch irgendwann tun.“

Magnini gehörte zu der italienischen Freistilschwimm-Staffel, die bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Bronze gewann. Außerdem wurde er 2005 und 2007 Weltmeister im 100 Meter Freistil. 

Quelle: stern.de

5. Etappe Tour de France: Sagan sprintet in Colmar zum zwölften Tour-Etappensieg

Ex-Weltmeister Peter Sagen hat die fünfte Etappe der 106. Tour de France gewonnen.

Der 29 Jahre alte Slowake konnte sich nach 175,5 Kilometern von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar im Sprint gegen den Belgier Wout van Aert und den Italiener Matteo Trentin durchsetzen. Der Radprofi aus der deutschen Bora-hansgrohe-Mannschaft machte seinen zwölften Tageserfolg bei einer Frankreich-Rundfahrt perfekt.

Bester Deutscher wurde der Kölner Nils Polit als Achter. Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigte einen Tag nach seinem Etappensieg das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Mit der sechsten Etappe am folgenden Tag (13.25 Uhr/One und Eurosport) beginnt endgültig der Kampf um das Gesamtklassement. Auf den 160,5 schweren Kilometern von Mülhausen nach La Planche des Belles Filles stehen sieben Bergprüfungen an, darunter vier der ersten Kategorie.

Quelle: stern.de

Sport kompakt: Klopp soll bei Liverpool neuen Mega-Vertrag bekommen

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

8. Juli: FC Liverpool soll Klopp Mega-Angebot gemacht haben

Fußballcoach Jürgen Klopp peilt nach dem Gewinn der Champions League mit dem FC Liverpool weitere Titel an. Der Triumph und die Feierlichkeiten in der Innenstadt von Liverpool hätten ihn auf den Geschmack gebracht, sagte Klopp in einem Interview für die Vereinswebsite. „Wir haben das Finale gespielt, wir haben das Finale gewonnen, wir sind zurück in die Stadt gekommen, haben die Stadt und die Leute gesehen“, schwärmte der 52-Jährige. „Das ist etwas, nach dem man süchtig werden kann, das will man häufiger erleben.“

Das wünscht sich die Vereinsführung des FC Liverpool wohl auch. Wie das britische Boulevard-Blatt „The Sun“ berichtet, hat Liverpool Klopp einen neuen Sechs-Jahres-Vertrag angeboten, mit dem er statt bisher sieben Millionen dann zehn Millionen Pfund (umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro) pro Jahr verdienen würde. Laut der Zeitung soll das auch dem Interesse anderer Klubs einen Riegel vorschieben. Außerdem befürchte man, Klopp könne wie in Mainz und Dortmund nach sieben Jahren den Verein wechseln oder eine Pause vom stressigen Trainer-Job nehmen wollen. Klopps aktueller Vertrag in Liverpool läuft bis 2022. Er wäre dann sieben Jahre dort.

7. Juli: Beachvolleyballer Thole/Wickler verpassen WM-Gold

Das junge deutsche Beachvolleyball-Nationalteam Julius Thole und Clemens Wickler hat bei der Heim-WM in Hamburg die Sensation knapp verpasst. Das Duo verlor das Finale am Sonntag 1:2 (21:19, 17:21, 11:15) gegen die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski. Silber bedeutet dennoch die insgesamt siebte WM-Medaille für Deutschlands Sandvolleyballer.

Knapp zwei Jahre nach ihrer unfreiwilligen sportlichen Zusammenstellung zeigte das Duo auch im Endspiel vor 12 000 Zuschauern am Hamburger Rothenbaum eine starke Leistung, die nach dem ersten gewonnen Satz am Ende aber nicht zum großen Coup reichte. Die Russen entschieden den zweiten und dritten Durchgang recht souverän für sich und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Anders als in den Partien zuvor machten Thole/Wickler zu viele Fehler, sie brachten ihre Angriffe zu selten durch. Beim 4:4 im entscheidenden Durchgang musste Blocker Thole am Nacken behandelt werden, auch der zwischenzeitliche Ausgleich wenig später im Tie-Break half den Deutschen nicht.

Nach Wicklers nationalem Meistertitel 2017 mit Tim Holler hatte ihn der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) überraschend mit Talent Thole zwangsvereint. Weltmeister Russland sicherte sich auch den ersten Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. 

7. Juli: Deutsche Triathleten holen WM-Silber 

Das Mixed-Team der Deutschen Triathlon Union (DTU) hat einen großen Schritt in Richtung Olympische Spiele 2020 gemacht. Bei den Weltmeisterschaften im Triathlon Mixed Relay (4 Mal 300 Meter Schwimmen, 7 Kilometer Radfahren, 1,5 Kilometer Laufen) gewannen Laura Lindemann (Potsdam), Valentin Wernz (Saarbrücken), Nina Eim (Itzehoe) und Justus Nieschlag (Lehrte) am Sonntag in Hamburg die Silbermedaille. Damit hat das DTU-Team gute Chancen, im kommenden Jahr in Tokio dabei zu sein. Lindemann hatte die Mannschaft von Cheftrainer Faris Al-Sultan zunächst in Führung gebracht, Wernz und Eim behaupteten sich danach in der Spitzengruppe. Nieschlag setzte sich in einem packenden Finale mit dem Franzosen Vincent Luis ab. Der zündete 700 Meter vor dem Ziel auf dem Rathausmarkt den Turbo und sicherte Frankreich zum zweiten Mal in Folge den WM-Titel. Nieschlag sicherte die Silbermedaille souverän gegen Australien ab. Es war die erste Mixed-Relay-Medaille für die DTU seit 2016. WM Triathlon Mixed Relay 2019

6. Juli: Wimbledon-Partie von Struff wegen Notfall unterbrochen

Wegen eines Zwischenfalls im Zuschauerbereich ist das Drittrunden-Spiel von Jan-Lennard Struff in Wimbledon für rund eine Stunde unterbrochen worden. Im vierten Satz der Tennis-Partie auf Außenplatz 12 wurden aufgrund einer medizinischen Notfallversorgung die Tribünen geräumt. Die Spieler warteten zunächst auf dem Platz, ehe sie dann in den Katakomben verschwanden. Der 29-jährige Sauerländer Struff lag mit 1:2-Sätzen gegen den Kasachen Michail Kukuschkin zurück. Aus seiner Sicht stand es zum Zeitpunkt der Unterbrechung 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 2:2. Aktuell läuft die Partie wieder.

6. Juli: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der Tour de France

Radprofi Mike Teunissen hat die erste Etappe der 106. Tour de France gewonnen und damit auch das Gelbe Trikot übernommen. Der 26 Jahre alte Niederländer vom Team Jumbo-Visma siegte am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel hauchdünn vor Peter Sagan aus der Slowakei und dem Australier Caleb Ewan. Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle. Schon am Sonntag dürfte sich das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder verändern. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer um den walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas.

6. Juli: Für Neuer-Berater ist FC Bayern noch nicht konkurrenzfähig

Für Manuel Neuers Berater Thomas Kroth ist die Mannschaft des FC Bayern München derzeit im internationalen Konzert der ganz Großen nicht konkurrenzfähig. „Manuel ist erfolgsorientiert. Mein Eindruck ist, dass der Abstand zu den vier englischen Top-Teams schon gravierend ist und der Münchner Kader aktuell noch nicht entsprechend – also konkurrenzfähig – aufgestellt ist, um auch die Ziele von Manuel ernsthaft anzugehen“, sagte Kroth der „Süddeutschen Zeitung“.

Der 33 Jahre alte Torhüter Neuer, der in der abgelaufenen Rückrunde aufgrund von Verletzungen elf Pflichtspiele des FC Bayern verpasste, steht bei den Münchnern noch bis 30. Juni 2021 unter Vertrag. Eine Vertragsverlängerung und ein Karriereende in München sei für den deutschen Nationalmannschaftskapitän „natürlich das nahe liegende Modell. Aber nicht das einzige“, sagte der 59-jährige Kroth. Neuer wolle nach 2021 weitermachen. „Jetzt ist die Phase, in der er sich entscheiden muss: Wie geht es perspektivisch weiter?“, erklärte Neuers Berater. „Wenn er merkt, der FC Bayern klotzt ran, dann wird er noch mal richtig aufblühen.“ Neuer, Weltmeister von 2014, habe noch klare Ziele: „Er will die Europameisterschaft gewinnen, und er will noch mal die Champions League gewinnen.“

5. Juli: Bericht – Robert Lewandowski verlängert bei den Bayern

Der FC Bayern München gibt seinem Top-Torjäger Robert Lewandowski nach Sky-Informationen einen Rentenvertrag. Der 30 Jahre alte Pole soll beim Double-Gewinner der vergangenen Saison seinen bis Juni 2021 laufenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2023 verlängern, berichtete der TV-Sender am Freitagabend. Eine offizielle Bestätigung vom FC Bayern gab es nicht. Die Vertragsverlängerung hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet.

Der Meister habe mit Lewandowskis Berater Pini Zahavi bereits alles ausgehandelt, beide Parteien seien sich einig. Die Unterschrift stehe allerdings noch aus, denn Lewandowski sei derzeit noch im Urlaub. Trainingsauftakt bei den Münchner ist am Montag. Im vergangenen Sommer wollte Lewandowski die Bayern noch verlassen. 

Der Pole kam im Sommer 2014 von Borussia Dortmund zu den Bayern. Für die Münchner absolvierte er bislang 242 Pflichtspiele und erzielte 191 Tore. Lewandowski ist seither die unumstrittene Nummer eins im Angriff des Rekordmeisters – wegen der Dauerbelastung hatte er sich kürzlich einen adäquaten Backup-Stürmer gewünscht. „Wenn man die Option eines zweiten Stürmers hat, ist das besser – für die Mannschaft und auch für mich“, sagte der polnische Nationalspieler Mitte Juni dem „Kicker“.

Nach dem Weggang von Sandro Wagner in der vorigen Winterpause haben die Bayern keinen gelernten Mittelstürmer hinter Lewandowski mehr. Thomas Müller oder Serge Gnabry waren eher Notlösungen. Als weiterer Profi für den Angriff stößt im Sommer Jann-Fiete Arp zum Team – allerdings muss sich der 19-Jährige nach seiner bisherigen Zeit beim Hamburger SV erst im Starensemble der Bayern beweisen.

4. Juli: Titelverteidigerin Kerber scheidet überraschend in Wimbledon aus

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist nach einer enttäuschenden Vorstellung überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel verlor in London 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA. Jan-Lennard Struff und Julia Görges schafften zuvor den Sprung in die dritte Runde des Grand-Slam-Klassikers. Bei den Herren war der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev bereits in der ersten Runde gescheitert.

4. Juli: Ex-Bayern-Star Robben beendet Fußball-Karriere +++

Der frühere Bayern-Star Arjen Robben beendet seine Fußball-Karriere. Das erklärte der 35-jährige Niederländer in einer persönlichen Mitteilung. Robben spielte insgesamt zehn Jahre für den deutschen Rekordmeister, sein Vertrag beim Rekordmeister war im Juni ausgelaufen. Robben schreibt: „Im Moment bin ich fit und gesund und als Fan vieler anderer Sportarten möchte ich das auch in Zukunft so halten.“

So halten sich die Bayern-Stars fit

3. Juli: Niederlande erreichen gegen Schweden das WM-Finale

Die Fußballerinnen aus den Niederlanden haben zum ersten Mal ein WM-Finale erreicht und treffen dort am Sonntag (17.00 Uhr) in Lyon auf Titelverteidiger USA. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann setzte sich am Mittwochabend im Halbfinale knapp mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Deutschland-Bezwinger Schweden durch. Das Siegtor für die Europameisterinnen erzielte vor 48.452 Zuschauern Jackie Groenen vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt in der 99. Minute. Im Spiel um Platz drei treffen die Schwedinnen am Samstag (17.00 Uhr) in Nizza auf England.

3. Juli: Atlético Madrid holt João Félix für mehr als 120 Millionen Euro

Atlético Madrid hat am Mittwoch auf dem Transfermarkt für Furore gesorgt. Der spanische Fußball-Erstligist kaufte Jungstürmer João Félix aus Lissabon für eine Vereins-Rekordsumme von geschätzten 126 Millionen Euro und holte zudem noch zwei Spieler aus Portugal. Zugleich gab der Club bekannt, dass Manchester City die festgeschrieben Transfersumme für Rodrigo Hernández gezahlt habe.

Atlético sorgte mit der Verpflichtung von Portugals Nationalspieler Félix für den bisher teuersten Transfer des Sommers. Der 19 Jahre alte Portugiese von Benfica Lissabon soll Medienberichten zufolge 126 Millionen Euro gekostet haben. Bei Atlético soll Félix den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und wird vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln. 

Eine Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, hatte Benfica vor einer Woche mitgeteilt. Félix hat nach Atlético-Angaben vom Mittwoch den Medizincheck bestanden und einen Siebenjahresvertrag unterschrieben.

2. Juli: USA ziehen ohne Rapinoe ins WM-Finale ein

Die US-amerikanischen Fußballerinnen haben zum dritten Mal in Folge das Finale der Fußball-Weltmeisterschaften erreicht. In einem rasanten Spiel bezwang die Elf von Trainerin Jil Ellis England knapp mit 2:1 und trifft im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr) auf Europameister Niederlande oder Schweden. Vor knapp 60.000 Zuschauern im Stade de Lyon bracht Christen Press die US-Girls schon in der zehnten Minute in Führung. Ellen White glich nur neun Minuten später für England aus. Den Siegtreffer markierte schließlich Starstürmerin Alex Morgan. An ihrem 30. Geburtstag erzielte sie bereits ihr sechstes Turniertor.

In der 84. Minute verpasste Englands Spielführerin die große Chance zum Ausgleich. US-Keeperin Alyssa Naeher entschärfte ihren schwach getretenen Elfmeter ohne große Mühe und die USA brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Bemerkenswert: Megan Rapinoe, die das Turnier bisher maßgeblich mitgeprägt und unter anderem die wichtigen Tore zum 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich erzielt hatte, saß über 90 Minuten auf der Bank. Aus Teamkreisen wurde bekannt, dass sie sich beim Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt hat.

2. Juli: Nationalelf zieht während der EM zu Adidas

Die Wahl von Bundestrainer Joachim Löw fiel auf Herzogenaurach. Direkt am Firmensitz des DFB-Sponsors bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Stammquartier bei der EM 2020. Das Löw-Team wird im Adidas-Campus logieren und trainieren. „Wir schlagen unser Camp während der EM 2020 in der Adidas World of Sports in Herzogenaurach auf“, teilte der DFB am Dienstag über die sozialen Medien mit. 

Im weitläufigen Bereich am Firmensitz des DFB-Sponsors sind schon jetzt zahlreiche Fußballplätze, Fitnessbereiche und andere Sportmöglichkeiten wie Laufbahnen, Trampolins, Beachvolleyball- und Tennisplätze sowie Boulder- und Kletteranlagen integriert. Diese sollen für den Aufenthalt des DFB-Team noch erweitert werden. Erst jüngst war die in 34 Monaten errichtete neue Konzernzentrale fertig geworden. Sie erinnert optisch an ein Fußballstadion und bietet auf 52 000 Quadratmetern rund 2000 Mitarbeitern Platz. 

1. Juli: Deutsches Erstrunden-Debakel: Auch Zverev scheitert in Wimbledon 

Hoffnungsträger Alexander Zverev hat in Wimbledon gleich zum Auftakt gepatzt und das deutsche Erstrunden-Debakel beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt komplettiert. Der 22-jährige Hamburger unterlag am Montag überraschend dem tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely und reihte sich damit in die Niederlagen- Serie ein. An einem frustrierenden deutschen Tennis-Tag auf der altehrwürdigen Anlage im Südwesten Londons schied auch der Weltranglisten-Fünfte nach einem 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 aus. Noch nie war Zverev bei seinen vier Wimbledon-Teilnahmen zuvor in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal hatte ihm Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann sogar den erstmaligen Sprung ins Halbfinale zugetraut.

Um 17.43 Uhr Ortszeit stand damit fest, dass kein einziger der sieben deutschen Starter – fünf Herren und zwei Damen – am Eröffnungstag die zweite Runde erreichte. Philipp Kohlschreiber blieb dabei gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic ohne Chance. Das anfangs 14 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bunds reduzierte sich bereits nach dem ersten Tag um die Hälfte. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun noch mehr auf Angelique Kerber. Die Titelverteidigerin greift wie sechs weitere deutsche Teilnehmer am Dienstag erstmals in das Spielgeschehen ein. Gegen die Schwäbin Tatjana Maria steht auch die Kielerin vor einer kniffligen Aufgabe.

1. Juli: Kohlschreiber verpasst Wimbledon-Überraschung gegen Djokovic 

Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber hat in Wimbledon eine Überraschung gegen Titelverteidiger Novak Djokovic klar verpasst. Der Augsburger unterlag am Montag dem serbischen Tennis-Weltranglisten-Ersten im ersten Spiel auf dem Centre Court 3:6, 5:7, 3:6. Nach 2:02 Stunden nutzte Djokovic seinen ersten Matchball zum elften Sieg im 13. Vergleich mit dem 35-jährigen Kohlschreiber. Der frühere Schützling von Boris Becker ist an Position eins gesetzt und strebt seinen fünften Wimbledon-Titel an. Für Kohlschreiber endete seine 60. Teilnahme an einem der vier Grand-Slam-Turniere damit gleich am Eröffnungstag.

1. Juli: Löw sieht Kuntz als Nachfolge-Kandidat

Plötzlich spricht Joachim Löw selbst erstmals konkreter über einen möglichen Nachfolger als Bundestrainer – und Stefan Kuntz ist einer von zwei Kandidaten. Die erste Dienstreise nach seiner krankheitsbedingten Pause führte Löw zum EM-Finale der deutschen U21-Mannschaft nach Italien, wo er mit Trainer Kuntz plauderte und den 56-Jährigen gleich für Höheres empfahl. Eine verbandsinterne Lösung sei für die Zeit nach seiner Bundestrainer-Epoche eine nahe liegende Option, machte der DFB-Chefcoach deutlich. „Wir haben zwei Trainer beim DFB, die absolut die Fähigkeiten haben, Bundestrainer zu werden: Stefan Kuntz und Marcus Sorg“, sagte Löw der „Bild“.

„Beide haben sehr viel Empathie, das ist heute wichtig bei den jungen Spielern, dass man Zugang zu ihnen bekommt und sie auf einer persönlichen Schiene erreicht. Das können beide sehr gut“, ergänzte der Bundestrainer. Kuntz zeige „trotz aller Konzentration und Disziplin immer auch ein bisschen Leichtigkeit, ein bisschen Fröhlichkeit“. Löws Vertrag läuft noch bis nach der WM 2022, der von Kuntz bis nach Olympia 2020.

30. Juni: Deutsche U21 verliert WM-Finale gegen Spanien

Aus und vorbei: Der Traum vom nächsten EM-Titel ist für Stefan Kuntz und die deutsche U21 in einer dramatischen Final-Nacht geplatzt. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff musste sich der Titelverteidiger am Sonntag in Udine trotz großen Kampfes Spanien mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. In einem hochklassigen und intensiven Endspiel sorgten Fabián Ruiz (7. Minute) und mitten in einer deutschen Drangphase Dani Olmo (69.) für den fünften Sieg der spanischen Nachwuchsauswahl bei einer Fußball-Europameisterschaft. Nadiem Amiri sorgte mit seinem späten Anschluss für noch mehr Nervenkitzel in der Schlussphase (88.).

Nach spektakulärem Offensivfußball um Torschützenkönig Luca Waldschmidt in den vorangegangenen Turnierspielen lief die deutsche Mannschaft dem verkorksten Start trotz imponierender Leistungssteigerung vergeblich hinterher. Vor 23 232 Zuschauern im ausverkauften Stadion Friuli gelang trotz aller Mühen in der Neuauflage des Endspiels von 2017, als Deutschland 1:0 siegte, kein Comeback. Im vierten Finale einer U21-EM war es die zweite Niederlage. Außer 2017 hatte die DFB-Elf 2009 den Titel geholt. 

30. Juni: Verstappen krönt Aufholjagd mit Sieg in Spielberg

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat das Formel-1-Rennen von Österreich gewonnen. Der Niederländer raste trotz eines verpatzten Starts am Sonntag beim Grand Prix in Spielberg zu seinem sechsten Karriere-Sieg und verwies in einer packenden Schlussphase Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc auf den zweiten Platz. Dritter wurde Valtteri Bottas im Mercedes vor Vettel, den eine fatale Panne an der Box wertvolle Zeit kostete. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete nur auf Position fünf. Verstappen wiederholte seinen Vorjahreserfolg, wurde aber von den Rennkommissaren wegen eines Überholmanövers vorgeladen. Diese werteten die letztlich rennentscheidende Attacke des Niederländers nach dreistündiger Beratung aber nur als Rennzwischenfall, sodass Verstappen seinen Sieg behalten durfte. Er hatte drei Runden vor Schluss den in Führung liegenden Leclerc attackiert. Dabei berührten sich die beiden Boliden und der Ferrari-Pilot musste ausweichen.  

30. Juni: Frodeno ringt Kienle beim Ironman in Frankfurt nieder

Triathlet Jan Frodeno hat zum dritten Mal die Ironman European Championships gewonnen. Der 37-Jährige setzte sich in einem spektakulären Rennen bei tropischen Temperaturen nach 7:56:02 Stunden gegen Sebastian Kienle durch. Der gebürtige Kölner ergriff früh beim Schwimmen die Initiative, benötigte für die 3,8 Kilometer nur etwas mehr als 47 Minuten und sprang als Erster aus dem Langener Waldsee. Nur drei Minuten dahinter schnappte sich Kienle seine Rennmaschine – zuvor war der Knittlinger noch in eine Glasscherbe getreten.

Trotz eines Ausritts ins Grüne behauptete sich Frodeno auch auf dem Rad mehr als vier Stunden an der Spitze des Rennens. Kienle ließ sich von der Verletzung am Fuß nicht stören – selbst ein schleichender Platten hinderte in nicht daran, wenige Kilometer vor dem zweiten Wechsel zu Frodeno aufzuschließen. Rad an Rad erreichte das Duo nach gut 180 Kilometern den Mainkai. Im Wechselzelt entfernte eine Ärztin den Glassplitter aus Kienles Fuß, sodass Frodeno mit einem kleinen Polster auf den Marathon ging. In der zweiten von vier Runden hatte Kienle das Loch erneut zugelaufen und ging sogar am Triathlon-Olympiasieger von 2008 vorbei. Der konterte aber, schüttelte den Ironman-Weltmeister von 2014 wieder ab und krönte sich mit knapp vier Minuten Vorsprung zum dritten Mal zum Ironman-Europameister. „Das war eins der schönsten Rennen meines Lebens“, sagte er später am ARD-Mikrofon. Dafür lohne es sich aufzustehen. Kienle lief nach 8:00:01 Stunden als Zweiter auf dem Frankfurter Römerberg ins Ziel. Für den deutschen Dreifachsieg sorgte Franz Löschke, der seine Frankfurt-Premiere nach 8:17:24 Stunden ins Ziel brachte.

Ironman-Weltmeister Patrick Lange erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der 32-jährige Darmstädter verlor beim Radfahren schnell den Anschluss und hatte danach noch Pech mit dem Material. Sowohl Frodeno als auch Kienle überrundeten den Hawaii-Champion von 2017 und 2018 auf der Marathonstrecke.

29. Juni: Niederlande löst Ticket für WM-Halbfinale

Sollten die deutschen Fußballfrauen am Abend das Halbfinale der Frauenfußball-WM in Frankreich erreichen, treffen sie auf das Team der Niederlande. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann bezwang am Samstag in Valenciennes Italien mit 2:0. Die Tore im Stade du Hainaut erzielten Vivianne Miedema (70.) und Stefanie Van Der Gragt (80.) jeweils per Kopf. Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad waren die Azurri letztlich chancenlos. Die Elftal ist erst zum zweiten Mal überhaupt bei einer WM-Endrunde dabei. Vor vier Jahren in Kanada scheiterte das Team im Achtelfinale an Japan. 

29. Juni: Kerber scheitert im Finale von Eastbourne

Angelique Kerber hat ihren ersten Turniersieg seit dem Wimbledon-Titel verpasst. Die Kielerin verlor am Samstag das Finale des WTA-Turniers im englischen Eastbourne gegen Karolina Pliskova. Das über weite Strecken einseitige Match dauerte nur 71 Minuten. Die Tschechin bezwang Kerber klar in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:4. Für Pliskova, derzeit Dritte der Weltrangliste, war es bereits der 14. Turniersieg auf der WTA-Tour. Die 31-jährige Deutsche wartet dagegen weiter auf ihren nächsten Titel. Am Dienstag trifft sie auf dem „Heiligen Rasen“ von Wimbledon in ihrer Erstrundenpartie auf die Schwäbin Tatjana Maria.

28. Juni: Titelverteidiger USA nach Sieg gegen Frankreich im WM-Halbfinale

Dank Superstar Megan Rapinoe hat die USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen weiter die Titelverteidigung im Visier. Durch zwei Tore der überragenden Spielführerin setzten sich die US-Amerikanerinnen am Freitagabend in Paris gegen Gastgeber Frankreich mit 2:1 (1:0) durch und treffen nun im Halbfinale am Dienstag in Lyon (21.00 Uhr) auf England.

Vor 49 000 Zuschauern im ausverkauften Prinzenpark brachte Rapinoe mit einem direkt verwandelten Freistoß ihr Team bereits in der fünften Minute in Front. Nach der Pause sorgte sie nach einem Konter in der 65. Minute für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer durch Wendie Renard in der 81. Minute kam für Frankreich zu spät. Für die frenetisch angefeuerten Französinnen endete das im Vorfeld zum „Le Grand Match“ stilisierte Duell und das Heim-Turnier mit einer bitteren Enttäuschung.  

27. Juni: AC Mailand vom Europapokal ausgeschlossen

Der italienische Spitzenclub AC Mailand ist wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play für die kommende Saison aus dem Fußball-Europapokal ausgeschlossen worden. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS . Milan hatte in der vergangenen Saison den fünften Platz belegt und wäre für die Europa League spielberechtigt gewesen.

Der siebenmalige Gewinner der Champions League bzw. des Europapokals der Landesmeister war ursprünglich für die Spielzeit 2018/19 von der UEFA wegen eines deutlichen Transferminus in den Jahren zuvor ausgeschlossen worden. Dagegen hatte Milan vor dem CAS Einspruch eingelegt.

27. Juni: Unangemeldete Dopingkontrolle bei DFB-Frauen in Frankreich

Bei den deutschen Fußball-Frauen hat es am Donnerstagmorgen eine unangemeldete Dopingkontrolle gegeben. Vier Spielerinnen seien kontrolliert worden, sagte DFB-Sprecherin Annette Seitz. Die ursprünglich ab 10.15 Uhr angesetzte Trainingseinheit habe deswegen etwas später begonnen. Die deutschen Fußballerinnen bereiten sich derzeit in der Nähe von Rennes auf ihr Viertelfinalspiel am Samstag gegen Schweden (18.30 Uhr/ZDF und DAZN) vor.

27. Juni: Atlético Madrid bietet 126 Millionen für Wunderkind João Félix 

Der spanische Erstligist Atlético Madrid hat das höchste Angebot seiner Clubgeschichte für den portugiesischen Jungstürmer João Félix abgegeben. Die Rojiblancos wollten 126 Millionen Euro für den Angreifer zahlen, teilte Benfica Lissabon am späten Mittwochabend mit, wo der 19-jährige Shootingstar derzeit unter Vertrag steht. Die Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, so Benfica. Eine Zustimmung der Portugiesen gilt als so gut wie sicher. 

Zuvor hatten sich zahlreiche europäische Spitzenclubs um eine Verpflichtung des Offensivspielers bemüht. Im Europa-League-Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt hatte er beim 4:2-Sieg Benficas im Hinspiel drei Tore erzielt. In Madrid soll Félix, der seit kurzem auch in Portugals Nationalelf spielt, den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln.

27. Juni: Das kosten die Dauerkarten in der Fußball-Bundesliga

Aufsteiger SC Paderborn war am Mittwoch nicht nur der letzte Bundesligist, der seine Ticketpreise veröffentlichte, die Ostwestfalen setzten sich mit einem Dauerkartenpreis von 225 Euro auch direkt an die Spitze des Rankings. Das sind satte 30 Euro mehr als in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Der Preis gilt für einen nicht ermäßigten Stehplatz bei den 17 Heimspielen des SCP in der Benteler-Arena. 219 Euro zahlen Fans von Borussia Dortmund für alle Heimspiele ihres BVB. Für nur 165 Euro sind die Anhänger des 1. FC Köln bei allen 17 Spielen dabei, in Wolfsburg und bei Rekordmeister Bayern München kostet eine Saison-Dauerkarte gar nur 145 Euro. Nur fünf Euro mehr müssen die Fans der TSG Hoffenheim für einen Stehplatz in der PreZero Arena zahlen. Im Mittelfeld reiht sich der 1. FC Union Berlin in Sachen Dauerkartenpreise ein. Die 17 Spiele der „Eisernen“ an der Alten Försterei kosten 187 Euro. 

26. Juni: FC Bayern soll über Dembélé-Transfer als Plan B nachdenken

Der FC Bayern München denkt nach Informationen der „Sport Bild“ über eine Verpflichtung des früheren Dortmunders Ousmane Dembélé nach. Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe „einen spektakulären Plan B“, falls der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané nicht zustande kommt, schreibt das Magazin am Mittwoch ohne Angabe von Quellen. Als Befürworter einer Verpflichtung des Offensivspielers vom FC Barcelona soll der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gelten. Dembélé war 2017 vom BVB nach Barcelona gewechselt und hat dort noch einen Vertrag bis 2022. 

Bei Sané zeichnet sich aktuell ein Verbleib bei Manchester City ab. Auch Nationalteamkollege Toni Kroos rechnet nicht mit einem Wechsel des 23-Jährigen nach München. „Wenn Leroy zu Bayern gehen sollte, dann wäre das wohl ein riesengroßer Transfer für Bayern, den es in diesem finanziellen Rahmen noch nie gab. Daher hätte er eine gewisse Garantie, regelmäßig zu spielen“, sagte Kroos der „Sport Bild“ und ergänzte: „Bayern hat allerdings mit Kingsley Coman und Serge Gnabry auch gute Spieler auf dieser Position. Ich glaube ohnehin nicht, dass der Transfer zustande kommt. Das ist jedoch nur mein Gefühl.“

Aus Man-City-Sicht würde er Sané „definitiv nicht gehen lassen oder ihn zumindest so teuer machen, dass Bayern ihn nicht mehr bezahlt“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

25. Juni: Italien und Niederlande siegen – WM-Viertelfinale komplett

Das Viertelfinale der Fußball-WM der Frauen in Frankreich ist komplett. Als letztes Team zog Europameister Niederlande in Rennes mit einem glücklichen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den überlegenen WM-Zweiten Japan in die Runde der besten acht Mannschaften ein. Die Oranjeleeuwinnen gingen durch die einst für den FCR Duisburg spielende Lieke Martens (17. Minute) in Führung. Doch Yui Hasegawa (43.) traf kurz vor der Pause in der sehr unterhaltsamen Partie vor 21.076 Zuschauern zum Ausgleich. Martens vom FC Barcelona markierte dann in der Nachspielzeit (90.+1) mit einem trotz Video-Überprüfung umstrittenen Handelfmeter den Siegtreffer. Die Niederländerinnen sind ein möglicher Halbfinal-Gegner der deutschen Mannschaft, treffen im Viertelfinale aber zunächst am Samstag auf Italien. Die Italienerinnen hatten zuvor erstmals die zweite K.o.-Runde bei einer WM erreicht. Valentina Giacinti (15.) und Aurora Galli (49.) erzielten die Treffer beim 2:0 (1:0)-Sieg in Montpellier gegen den deutschen WM-Auftaktgegner China.

Die Viertelfinal-Begegnungen: Norwegen – England (Donnerstag, 21 Uhr, in Le Havre); Frankreich – USA (Freitag, 21 Uhr, in Paris); Italien – Niederlande (Samstag, 15 Uhr, in Valenciennes), Deutschland – Schweden (Samstag, 18.30 Uhr, in Rennes)

25. Juni: Suárez reklamiert Handspiel von gegnerischem Torwart

Ja, der Torhüter darf im Fußball im eigenen Strafraum die Hand zur Hilfe nehmen. Dieser Tatsache war sich Uruguays Stürmerstar Luis Suárez wohl nicht ganz bewusst, als er beim 1:0-Sieg seiner Nationalmannschaft gegen Chile bei der Südamerikameisterschaft gestenreich ein Handspiel von Torhüter Gabriel Arias reklamierte. Oder hatte das jüngste Wirrwarr um die Handspielregel den Angreifer durcheinandergebracht? 

Der Keeper hatte einen Schuss von Suarez aus spitzem Winkel am Fünfmeterraum zur Ecke abgewehrt. Suarez riss die Arme in die Höhe und reklamierte sichtbar Richtung Schiedsrichter: Handspiel! „Eine surrealistische Reaktion“, schrieb das spanische Fußball-Portal „Marca“. 

Rekordmeister Uruguay beendete die Gruppenphase der Copa América als Tabellenführer. Edinson Cavani traf am Montagabend im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro in der 82. Minute zum 1:0-Endstand. Auch Titelverteidiger Chile ist für das Viertelfinale qualifiziert. Uruguay trifft am Samstag in Salvador auf Peru. Chile spielt am Freitag in São Paulo gegen Kolumbien. Auch dann dürfen die Torhüter den Ball im eigenen Strafraum in die Hand nehmen.

25. Juni: Bericht: Neymar einigt sich mündlich mit FC Barcelona

Der Wechsel des brasilianischen Superstars Neymar von Paris Saint-Germain zurück zum FC Barcelona steht nach Angaben der spanischen Zeitung „Sport“ bevor. Der 27 Jahre alte Stürmer habe eine mündliche Vereinbarung mit den Katalanen für die kommenden fünf Spielzeiten getroffen, schreibt das Blatt am Dienstag.

 Sein Wunsch, wieder für Barça zu spielen, sei so groß, dass er die Bedingungen von Präsident Josep Maria Bartomeu akzeptiert habe. Demnach soll Neymars Gehalt in Barcelona künftig deutlich unter dem in Paris liegen. Zuvor hatte das Blatt berichtet, dass Neymar mehreren Barcelona-Spielern auf WhatsApp geschrieben habe: „Entspannt euch, ich komme zurück.“

Beim französischen Fußball-Meister Paris hatte Vereinschef Nasser Al-Khelaïfi in einem Interview des Fachmagazins „France Football“ überraschend erklärt: „Niemand hat ihn gezwungen, hier zu unterschreiben, niemand hat ihn gedrängt. Natürlich gibt es Verträge, die zu respektieren sind, aber wichtiger wird in Zukunft die absolute Bindung an unser Projekt sein.“ 

Neymar steht beim Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel noch bis 2022 unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatte der Angreifer mit seinem 222-Millionen-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG für Schlagzeilen gesorgt.

24. Juni: Schwedinnen fordern deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Frauen-WM

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in Rennes auf Schweden. Das Drei-Kronen-Team setzte sich in Paris knapp mit 1:0 (0:0) gegen Kanada durch. Das Siegtor für die Mannschaft von Trainer Peter Gerhardsson erzielte in einer mäßigen Achtelfinalpartie Stina Blackstenius in der 55. Spielminute. Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl verhinderte eine mögliche Verlängerung, als sie einen Handelfmeter von Janine Beckie (69.) großartig parierte. Die Schwedinnen waren in den vergangenen Jahren stets ein „Lieblingsgegner“ der DFB-Auswahl, die fast alle entscheidenden Duelle mit den Skandinavierinnen bei großen internationalen Turnieren gewinnen konnten. 

Zuvor hatte Titelverteidiger USA dank zweier Elfmetertore mit einem 2:1 (1:1)-Sieg in Reims gegen Spanien das Viertelfinale erreicht. Dadurch kommt es nun am Freitag (21 Uhr) zum „vorgezogenen Finale“ der US-Frauen gegen Gastgeber Frankreich.25-Olympische Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina-6051931370001

24. Juni: Olympische Winterspiele 2026 finden in Mailand statt

Mailand wird 2026 Schauplatz der XXV. Olympischen Winterspiele sein. Die Mehrheit der 82 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees stimmte auf der Vollversammlung in Lausanne für die italienische Modestadt und gegen Mitbewerber Stockholm. 20 Jahre nach den Spielen in Turin wird das Sportspektakel auf Eis und Schnee nicht nur erneut nach Italien zurückkehren, sondern wieder in eine klassische Wintersportregion in Europa. Zuletzt waren Vancouver (2010), Sotschi (2014) und Pyeongchang in Südkorea (2018) Gastgeber. 2022 wird es Peking sein. Das vor der Wahl favorisierte Mailand war zusammen mit Cortina d’Ampezzo angetreten, wo 1956 bereits die Winterspiele ausgetragen wurden. Stockholm und Are scheiterten – obwohl es noch nie Winterspiele in Schweden gab – nicht zuletzt an der mangelnden Unterstützung in der Bevölkerung.

23. Juni: 1:1 gegen Österreich – Deutsche U21 steht im EM-Halbfinale +++

Deutschlands U21-Fußballer haben mit einem Remis im dritten EM-Spiel den Einzug ins Halbfinale und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 perfekt gemacht. Der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz reichte in Udine im dritten Vorrundenspiel ein 1:1 (1:1) gegen Österreich für den Gruppensieg. Damit steht der DFB-Nachwuchs zum dritten Mal in Serie im Halbfinale einer U21-EM. Der Gegner in der Partie am Donnerstag steht noch nicht fest. Stürmer Luca Waldschmidt hatte die deutsche Mannschaft mit seinem fünften Turniertor in Führung geschossen (14. Minute), Augsburgs Kevin Danso gelang vor 9100 Zuschauern der Ausgleich (24./Foulelfmeter).

Luca Waldschmidt

23. Juni: Andy Murray gewinnt bei Comeback Doppel-Titel

Der zweimalige Wimbledonsieger Andy Murray hat sein Comeback auf der Tennis-Tour mit dem Sieg im Doppel-Wettbewerb von Queens veredelt. Der 32 Jahre alte Schotte gewann mit dem Spanier Feliciano Lopez am Sonntag das Endspiel gegen Rajeev Ram und und Joe Salisbury aus den USA und Großbritannien 7:6 (8:6), 5:7, 10:5. Wegen seiner langwierigen Schmerzen an der Hüfte hatte Murray bei den Australian Open sein baldiges Karriereende angekündigt und sich dann einer Operation unterzogen. Auch in Wimbledon, das am 1. Juli beginnt, will der frühere Weltranglisten-Erste im Doppel sowie im Mixed antreten.

23. Juni: Sané soll Wechsel zum FC Bayern nicht in Betracht ziehen

Es wäre der Wechsel des Sommers gewesen, doch nun scheint er in weite Ferne gerückt zu sein. Wie die britische „Sun“ berichtet, soll Leroy Sané Freunden gegenüber klargestellt haben, dass er nicht zum FC Bayern München wechseln wird. Er werde dem Wechsel eine „Abfuhr“ erteilen und bei Manchester City bleiben, heißt es in dem Bericht. Sein Vertrag bei dem Verein von Trainer Pep Guardiola läuft noch bis 2021. Der 23-Jährige glaube, dass die Premier League die bessere Liga sei. Außerdem würde ihn laut „Sun“ die massive Beobachtung, unter der er in Deutschland stünde, stören.

23. Juni: Hamilton gewinnt auch in Frankreich – Vettel Fünfter

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen von Frankreich gewonnen und seine WM-Führung weiter ausgebaut. Der britische Mercedes-Pilot setzte sich in Le Castellet vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch und feierte im achten Saisonlauf seinen sechsten Sieg. Der deutsche Ferrari-Star Sebastian Vettel aus Heppenheim musste sich mit Platz fünf begnügen und landete noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc aus Monaco und Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden. Hamilton wiederholte auf dem Kurs in Südfrankreich seinen Sieg aus dem Vorjahr und liegt in der WM-Wertung nun schon 76 Punkte vor Vettel.

23. Juni: Flick wird wohl Co-Trainer beim FC Bayern

Hansi Flick wird laut einem Medienbericht neuer Co-Trainer beim FC Bayern München. Wie der „Kicker“ berichtet, erhält der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw beim deutschen Meister einen Zweijahresvertrag. Beim Trainingsauftakt am 8. Juli soll der 54-Jährige bei den Münchnern dabei sein. Flick wird damit Nachfolger von Peter Hermann, der die Bayern nach der Saison verlassen hatte.

Flick war von 1985 bis 1990 Profi beim FC Bayern. Er lief in 104 Liga-Partien auf und wurde mit den Münchnern viermal Meister. An der Seite von Löw hatte Flick von 2006 bis zum WM-Gewinn 2014 gearbeitet. Anschließend war er als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und als Geschäftsführer bei 1899 Hoffenheim tätig. 

21. Juni: Kein Gelb für Torhüterinnen – Fifa schwächt neue Elfmeter-Regel ab

Die Torhüterinnen bei der Frauen-WM müssen bei Elfmeterschießen in der K.o.-Phase keine Gelben Karte mehr befürchten, wenn sie sich zu früh von der Linie bewegen. Die Regel wurde auf Antrag der Fifa für das Turnier in Frankreich ausgesetzt. Das teilte das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (Ifab) am Freitag mit.

Als Begründung nannte das Ifab, dass die Kontrolle durch den Video-Schiedsrichter, entsprechende Vergehen zu erkennen, als Abschreckung ausreiche. Man wolle vermeiden, dass eine Torhüterin möglicherweise durch eine zweite Gelbe Karte während eines Elfmeterschießens des Feldes verwiesen werde und dann den Regel entsprechend eine Feldspielerin im Tor stehen müsse.

Bewegt sich eine Torhüterin mit beiden Beinen vor dem Schuss von der Torlinie, wird der Elfmeter wiederholt. In der Gruppenphase waren mehrere Torhüterinnen für ein entsprechendes Vergehen verwarnt worden. Bei Elfmetern im Spielverlauf bleibt die Verwarnungsregel bestehen. Seit dem 1. Juni können sich Torhüter mit einem Fuß schon vor dem Schuss von der Torlinie entfernen.

21. Juni: Deutschland trift bei Frauen-WM auf Nigeria

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) auf Nigeria. Das stand nach dem Abschluss der kompletten Vorrunde fest. Die USA sicherten sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg in Le Havre gegen Schweden den Sieg in der Gruppe F und holten die maximale Punktzahl von neun Zählern. 

Lindsey Horan brachte das US-Team von Trainerin Jill Ellis schon in der 3. Spielminute in Führung, ehe Jonna Andersson (50.) ein Eigentor unterlief. Damit kann die deutsche Mannschaft im Fall eines Weiterkommens frühestens im Finale auf Titelverteidiger USA treffen. 

Der Ausgang der andere Partie zwischen Thailand und Chile entschied letztlich über den nächsten deutschen Gegner. WM-Neuling Chile hätte in Rennes mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um den bis dato viertbesten Gruppendritten, Nigeria, noch den letzten Achtelfinalplatz abzujagen. 

Nach einem Eigentor der thailändischen Torhüterin Waraporn Boonsing (48.) lagen die Südamerikanerinnen auch 1:0 vorn, und nach dem 2:0 von Maria Jose Urrutia (80.) wurde es noch einmal richtig spannend. Vier Minuten vor dem Ende verpasste Chile durch einen verschossenen Strafstoß von Francisca Lara, die nur die Latte traf, den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams.

Fotostrecke: Verstorbene Promis 2019

+++ 20. Juni: Torfabrik läuft weiter: Deutsche U21-Auswahl gewinnt auch zweites EM-Gruppenspiel deutlich +++

Deutschlands U21-Nationalmannschaft hat nach dem zweiten Sieg im zweiten EM-Spiel beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale und die Olympia-Qualifikation. Die Auswahl von Stefan Kuntz setzte sich am Abend in Triest mit 6:1 (3:0) gegen Serbien mit dem Frankfurter Luka Jovic durch und hat sechs Punkte aus zwei Spielen. Der Augsburger Marco Richter (16. Minute), Dreifach- Torschütze Luca Waldschmidt vom SC Freiburg (30./37./80.), Dortmunds Mahmoud Dahoud (69.) und Arne Maier (90.+2) trafen vor 9837 Zuschauern für den deutschen Fußball-Nachwuchs. Andrija Zivkovic verwandelte für die Serben einen Foulelfmeter (85.). Der DFB-Elf reicht im letzten Vorrunden-Spiel gegen Österreich am Sonntag nun ein Punkt für den Gruppensieg und damit den sicheren Einzug ins Halbfinale.

+++ 20. Juni: Österreicher Strasser holt sechsten Sieg beim Race Across America +++

Mit seinem dritten Sieg in Serie und dem sechsten insgesamt hat sich Extremsportler Christoph Strasser endgültig in die Geschichtsbücher des legendären „Race Across America“ eingetragen. Bei seinem neunten Start fuhr der 36-Jährige aus der Steiermark erneut in einer eigenen Liga. Begleitet von einem zwölf-köpfigen Team bewältigte er die knapp 5.000 Kilometer von der West- zur Ostküste der USA in acht Tagen, sechs Stunden und 51 Minuten. Das entspricht einem Durchschnittstempo von fast 25 Kilometern pro Stunde. Dabei verbrachte Strasser nach eigenen Angaben nicht einmal zehn Stunden in der Waagrechten. Umso mehr freute er sich im Ziel auf den wohlverdienten Schlaf. „Ich denke es werden alle feiern gehen – nicht alle, denn ich freue mich schon sehr auf mein Bett“, sagte der Ultra-Radsportler. Strasser schaffte als Erster überhaupt den Hattrick beim wahrscheinlich härtesten Radrennen der Welt – mit sagenhaften 35.000 Höhenmetern. Erschwert wurde der Weg in diesem Jahr von heftigem Regen, der nicht nur dem Österreicher in den ersten drei Tagen (und Nächten) schwer zu schaffen machte. Auf dem Weg zum zweiten Platz ist der Slowene Marko Baloh, der bei Strassers Zieldurchfahrt am Mittwochabend 22:29 Uhr Ortszeit noch 500 Kilometer vor sich hatte.

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Quelle: stern.de

Paris Saint-Germain: Neymar droht Strafe: PSG-Trainingsauftakt verpasst

Brasiliens Superstar Neymar droht Ärger mit seinem Arbeitgeber Paris Saint-Germain. Der derzeit noch verletzte 27-Jährige war am Montag unentschuldigt dem Trainingsauftakt des französischen Fußball-Meisters ferngeblieben.

Neymar, der am Sonntag noch in Rio de Janeiro beim Copa-América-Triumph der brasilianischen Nationalmannschaft im Maracanã-Stadion auf der Tribüne saß, muss nun eine Bestrafung befürchten.

Neymar sei nicht zum vereinbarten Zeitpunkt und Ort anwesend gewesen. «Dies erfolgte ohne vorherige Genehmigung des Clubs. Der Verein bedauert diese Situation und wird daher geeignete Maßnahmen ergreifen», hieß es in einer offiziellen Mitteilung des Clubs des deutschen Trainers Thomas Tuchel. Weitere Details gab der Verein nicht bekannt.

Neymar war 2017 für die bisherige Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt. Sein Vertrag beim Tuchel-Club läuft noch bis 30. Juni 2022. Neymar, der im Juni von einer Frau der Vergewaltigung bezichtigt wurde, will aber zurück nach Spanien. «Wir wissen, dass er PSG verlassen möchte. Aber wir wissen auch, dass PSG ihn nicht gehen lassen will», hatte Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu vor kurzem gesagt. Sein Club gilt derzeit als Favorit für eine mögliche Verpflichtung von Neymar.

Quelle: stern.de