Neymar und Griezmann: Ruppige Transfer-Methoden: Auffällig oft wollen sich Fußballer zum FC Barcelona streiken

Neymar ist ein Fußball-Profi, der zuverlässig Schlagzeilen liefert. Der Brasilianer ist ohne Frage ein außergewöhnlicher Fußballer, neben Ronaldo und Lionel Messi gehört er zu den drei besten Spielern der Welt. Daneben macht Neymar aber regelmäßig durch einen ausschweifenden Lebensstil und Skandale auf sich aufmerksam. Zuletzt ließ er sich zum Beispiel im Privat-Helikotper zum Training der brasilianischen Nationalelf einfliegen (neben dem Heli besitzt er noch einen Privatjet). Der Innenraum soll mit Batman-Motiven ausgestattet sein. Eine Brasilianerin zeigte den Superstar jüngst wegen Vergewaltigung an, die er vehement bestritt. Und nach dem verlorenen französischen Pokalfinale mit seinem Klub Paris Saint-Germain attackierte der 27-Jährige einen Fan. 

Jetzt steht der Superstar wieder im Fokus. Der Brasilianer schwänzte am vergangenen Montag den Trainingsauftakt bei PSG, während er am Sonntag auf der Tribüne des Maracana-Stadions in Rio de Janiero den Sieg der brasiliansichen Nationalelf bei der Copa America feierte (er spielte nicht, weil er aktuell verletzt ist). Die Gründe für die drastische Maßnahme Neymars sind offensichtlich: Er will unbedingt zurück zum FC Barcelona wechseln. Sein Fernbleiben vom ersten Anschwitzen soll Druck auf PSG ausüben, dem Abgang des Stars keine allzu großen Steine in den Weg zu legen. In spanischen Sportzeitungen ist schon von „Krieg“ zwischen PSG und Neymar die Rede. Es geht um sehr viel Geld – und alle Seiten pokern.

PSG will mit Neymar keinen Verlust machen

PSG reagierte mit einer saftigen Geldstrafe, gab aber zugleich sein Einverständnis, Neymar grundsätzlich ziehen lassen zu wollen. In einem Interview mit der französischen Boulevardzeitung „Le Parisien“ sagte Sportdirektor Leonardo: „Neymar darf PSG verlassen, wenn es ein Angebot gibt, das alle Seiten zufriedenstellt.“ Zudem bestätigte er einen ersten Kontakt zum FC Barcelona. Ein konkretes Angebot sei allerdings noch nicht eingegangen. 

Bayern-Kolumne 10.50Der Transfer dürfte kompliziert werden. Neymar war erst vor zwei Jahren für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris gewechselt, der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2022. Das erklärte Ziel beider Seiten: der Gewinn der Champions League. Das ging bisher schief – und offensichtlich ist das Verhältnis zwischen dem Star und dem Klub nachhaltig gestört. Jetzt sehnt sich der Star nach Barcelona zurück, obwohl er den Verein zwischenzeitlich auf eine Bonuszahlung von 26 Millionen Euro verklagte, die ihm angeblich zusteht. 

Paris dürfte verständlicherweise nicht weniger als die vor zwei Jahren bezahlten 222 Millionen Euro als angemessene Kaufsumme fordern. Es soll sogar eine Summe von 300 Millionen Euro im Gespräch sein. Das ist für den FC Barcelona nicht ohne Weiteres zu stemmen. Deshalb sollen die Katalanen drei Spieler im Tausch angeboten haben: Ousmane Dembélé, Ivan Rakitic und Philippe Coutinho. Doch ob die drei Profis mitspielen, steht auf einem anderem Blatt.

Zufall? Auch Griezmann versucht es per Streik zum FC Barcelona

Nun verschärft Neymar mit dem Trainingsstreik die schwierigen Verhandlungen.Er greift damit zu einem Druckmittel, das Profis immer wieder als Instrument dient, um einen Transfer zu erzwingen. Ob nun Zufall oder nicht, in diesen Tagen versucht sich mit Antoine Griezmann ein zweiter Superstar zum FC Barcelona zu streiken. Der französische Weltmeister hat eine Ausstiegsklausel bei seinem Klub Atlético Madrid. Für 120 Millionen Euro darf er gehen. Doch die Verhandlungen zwischen den Vereinen sind zuletzt ins Stocken geraten. Den Madrilenen stößt sauer auf, dass Barcelona und Griezmann sich bereits im Frühjahr auf einen Wechsel einigten. Das wäre offiziell ein Verstoß gegen die Transfer-Regularien. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Atlético die Karte spielt, um die Ablösesumme in die Höhe zu treiben.

Dennoch fällt eines auf: Auffällig oft versuchen Spieler, einen Wechsel zum FC Barcelona mit Trainingsstreiks oder vorgetäuschten Verletzungen zu forcieren. Gut in Erinnerung in Deutschland ist der Fall Ousmane Dembélé. Der Franzose blieb vor zwei Jahren dem Training bei Borussia Dortmund fern, nachdem er ein Angebot des FC Barcelona erhalten hatte. Dass Dembélé zumindest in Deutschland damit seinen Ruf unter den Fans nachhaltig ruinierte, störte ihn nicht. Kritik kam damals von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: „Da muss man sich auch mal über die Rolle des ruhmreichen FC Barcelona unterhalten.“ Nur einen Tag nachdem man sich mit Vertretern des Klubs getroffen habe, sei Dembélé „ganz zufällig“ nicht zum Training erschienen.

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Ein weiteres Negativbeispiel ist Neymars Landsmann Coutinho. Der Mittelfeldspieler wollte im Sommer 2017 vom FC Liverpool zu den Katalanen wechseln, Jürgen Klopp und die Reds ließen ihn aber nicht ziehen. Auf einmal setzten bei dem brasilianischen Nationalspieler die Zipperlein ein – erst klagte er über Rückenschmerzen, dann zwickte die Leiste. Ein halbes Jahr später ließ Liverpool den Spielmacher entnervt in der Winterpause nach Spanien ziehen.

Inwieweit der FC Barcelona Profis zu solchen Verhaltensweisen animiert, lässt sich selbstverständlich nicht belegen. Zur Verteidigung muss man sagen, dass derartige Methoden schon immer zum Repertoire von wechselwilligen Profis gehörten. Doch das Auftreten ruppiger Transfermethoden in Zusammenhang mit dem katalanischen Klub ist auffällig.

Quellen: „Süddeutsche Zeitung“, „Sport1“, „FAZ“, „Bild“, „transfermarkt.de“

Quelle: stern.de

Sport kompakt: Eklat beim Test: Bochums Osei-Tutu mutmaßlich rassistisch beleidigt

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

10. Juli: Eklat beim Test: Bochums Osei-Tutu mutmaßlich rassistisch beleidigt

Eine mutmaßlich rassistische Beleidigung des Bochumer Profis Jordi Osei-Tutu beim Test des Fußball-Zweitligisten am Dienstag gegen den FC St. Gallen (0:3) hat zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden Clubs geführt. Nach Darstellung der Bochumer war der vom englischen Erstligisten FC Arsenal ausgeliehene Osei-Tutu von seinem Gegenspieler „auf inakzeptable Art rassistisch beleidigt“ worden. Deshalb stünden „der VfL Bochum 1848, Jordi Osei-Tutu und sein Stammverein, der FC Arsenal, in enger Abstimmung, um diesen Vorfall aufzuarbeiten“.

Nach der mutmaßlichen Beleidigung hatte Osei-Tutu unter Tränen den Platz verlassen und war von seinen Mitspielern getröstet worden.“Niemand sollte jemals diskriminiert werden, und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wie sich ein Profi Fußballkollege auf diese Weise respektlos verhalten kann. Arsenal und der VfL Bochum haben mich großartig unterstützt und ich hoffe, dass wir letztlich demonstrieren können, dass Rassismus im Fußball keinen Platz hat“ , kommentierte Osei-Tutu. St. Gallen streitet den mutmaßlichen Vorfall ab und reagierte mit einem Dementi. „Unsere Spieler pflegen einen respektvollen Umgang untereinander, völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Der betroffene Spieler hat in einem klärenden Gespräch mit den Verantwortlichen glaubhaft versichert, sich auch gestern im Spiel gegen den VfL Bochum an diesen Vereinsgrundsatz gehalten zu haben“, teilte der Schweizer Erstligist mit.

10. Juli: Schiedsrichter Ittrich beklagt „Mobbing“ durch Spieler

Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hat sich über den Umgang der Spieler mit den Referees beklagt. „Das Angehen des Schiedsrichters, die Fifa sagt dazu Mobbing of the Referee“, sei dabei das größte Problem. In einem Interview der Internetportale „Spox“ und „Goal“ erklärte der 40 Jahre alte Polizeibeamte aus Hamburg: „Wenn nach völlig klaren Entscheidungen fünf, sechs Mann ankommen und dir etwas erzählen wollen. Das stört mich.“

Er habe kein Problem damit, mit dem Kapitän zu sprechen und zu diskutieren, „aber es kann nicht sein, dass einen ständig fünf, sechs Mann bedrängen. Ich kann mich auch wehren, aber da müssen wir uns eine Linie überlegen, wie wir damit umgehen“, sagte Ittrich. Konsequenzen forderte er auch beim Verhalten der Trainer an der Seitenlinie, dies müsse teilweise überdacht werden. „Bei der Thematik könnte uns helfen, dass wir ab der neuen Saison auch Trainern und allen Offiziellen Karten zeigen können, dadurch wird das Verhalten der Trainer mehr in den Fokus geraten.“

8. Juli: FC Liverpool soll Klopp Mega-Angebot gemacht haben

Fußballcoach Jürgen Klopp peilt nach dem Gewinn der Champions League mit dem FC Liverpool weitere Titel an. Der Triumph und die Feierlichkeiten in der Innenstadt von Liverpool hätten ihn auf den Geschmack gebracht, sagte Klopp in einem Interview für die Vereinswebsite. „Wir haben das Finale gespielt, wir haben das Finale gewonnen, wir sind zurück in die Stadt gekommen, haben die Stadt und die Leute gesehen“, schwärmte der 52-Jährige. „Das ist etwas, nach dem man süchtig werden kann, das will man häufiger erleben.“

Das wünscht sich die Vereinsführung des FC Liverpool wohl auch. Wie das britische Boulevard-Blatt „The Sun“ berichtet, hat Liverpool Klopp einen neuen Sechs-Jahres-Vertrag angeboten, mit dem er statt bisher sieben Millionen dann zehn Millionen Pfund (umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro) pro Jahr verdienen würde. Laut der Zeitung soll das auch dem Interesse anderer Klubs einen Riegel vorschieben. Außerdem befürchte man, Klopp könne wie in Mainz und Dortmund nach sieben Jahren den Verein wechseln oder eine Pause vom stressigen Trainer-Job nehmen wollen. Klopps aktueller Vertrag in Liverpool läuft bis 2022. Er wäre dann sieben Jahre dort.

7. Juli: Beachvolleyballer Thole/Wickler verpassen WM-Gold

Das junge deutsche Beachvolleyball-Nationalteam Julius Thole und Clemens Wickler hat bei der Heim-WM in Hamburg die Sensation knapp verpasst. Das Duo verlor das Finale am Sonntag 1:2 (21:19, 17:21, 11:15) gegen die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski. Silber bedeutet dennoch die insgesamt siebte WM-Medaille für Deutschlands Sandvolleyballer.

Knapp zwei Jahre nach ihrer unfreiwilligen sportlichen Zusammenstellung zeigte das Duo auch im Endspiel vor 12 000 Zuschauern am Hamburger Rothenbaum eine starke Leistung, die nach dem ersten gewonnen Satz am Ende aber nicht zum großen Coup reichte. Die Russen entschieden den zweiten und dritten Durchgang recht souverän für sich und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Anders als in den Partien zuvor machten Thole/Wickler zu viele Fehler, sie brachten ihre Angriffe zu selten durch. Beim 4:4 im entscheidenden Durchgang musste Blocker Thole am Nacken behandelt werden, auch der zwischenzeitliche Ausgleich wenig später im Tie-Break half den Deutschen nicht.

Nach Wicklers nationalem Meistertitel 2017 mit Tim Holler hatte ihn der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) überraschend mit Talent Thole zwangsvereint. Weltmeister Russland sicherte sich auch den ersten Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. 

7. Juli: Deutsche Triathleten holen WM-Silber 

Das Mixed-Team der Deutschen Triathlon Union (DTU) hat einen großen Schritt in Richtung Olympische Spiele 2020 gemacht. Bei den Weltmeisterschaften im Triathlon Mixed Relay (4 Mal 300 Meter Schwimmen, 7 Kilometer Radfahren, 1,5 Kilometer Laufen) gewannen Laura Lindemann (Potsdam), Valentin Wernz (Saarbrücken), Nina Eim (Itzehoe) und Justus Nieschlag (Lehrte) am Sonntag in Hamburg die Silbermedaille. Damit hat das DTU-Team gute Chancen, im kommenden Jahr in Tokio dabei zu sein. Lindemann hatte die Mannschaft von Cheftrainer Faris Al-Sultan zunächst in Führung gebracht, Wernz und Eim behaupteten sich danach in der Spitzengruppe. Nieschlag setzte sich in einem packenden Finale mit dem Franzosen Vincent Luis ab. Der zündete 700 Meter vor dem Ziel auf dem Rathausmarkt den Turbo und sicherte Frankreich zum zweiten Mal in Folge den WM-Titel. Nieschlag sicherte die Silbermedaille souverän gegen Australien ab. Es war die erste Mixed-Relay-Medaille für die DTU seit 2016. WM Triathlon Mixed Relay 2019

6. Juli: Wimbledon-Partie von Struff wegen Notfall unterbrochen

Wegen eines Zwischenfalls im Zuschauerbereich ist das Drittrunden-Spiel von Jan-Lennard Struff in Wimbledon für rund eine Stunde unterbrochen worden. Im vierten Satz der Tennis-Partie auf Außenplatz 12 wurden aufgrund einer medizinischen Notfallversorgung die Tribünen geräumt. Die Spieler warteten zunächst auf dem Platz, ehe sie dann in den Katakomben verschwanden. Der 29-jährige Sauerländer Struff lag mit 1:2-Sätzen gegen den Kasachen Michail Kukuschkin zurück. Aus seiner Sicht stand es zum Zeitpunkt der Unterbrechung 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 2:2. Aktuell läuft die Partie wieder.

6. Juli: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der Tour de France

Radprofi Mike Teunissen hat die erste Etappe der 106. Tour de France gewonnen und damit auch das Gelbe Trikot übernommen. Der 26 Jahre alte Niederländer vom Team Jumbo-Visma siegte am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel hauchdünn vor Peter Sagan aus der Slowakei und dem Australier Caleb Ewan. Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle. Schon am Sonntag dürfte sich das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder verändern. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer um den walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas.

6. Juli: Für Neuer-Berater ist FC Bayern noch nicht konkurrenzfähig

Für Manuel Neuers Berater Thomas Kroth ist die Mannschaft des FC Bayern München derzeit im internationalen Konzert der ganz Großen nicht konkurrenzfähig. „Manuel ist erfolgsorientiert. Mein Eindruck ist, dass der Abstand zu den vier englischen Top-Teams schon gravierend ist und der Münchner Kader aktuell noch nicht entsprechend – also konkurrenzfähig – aufgestellt ist, um auch die Ziele von Manuel ernsthaft anzugehen“, sagte Kroth der „Süddeutschen Zeitung“.

Der 33 Jahre alte Torhüter Neuer, der in der abgelaufenen Rückrunde aufgrund von Verletzungen elf Pflichtspiele des FC Bayern verpasste, steht bei den Münchnern noch bis 30. Juni 2021 unter Vertrag. Eine Vertragsverlängerung und ein Karriereende in München sei für den deutschen Nationalmannschaftskapitän „natürlich das nahe liegende Modell. Aber nicht das einzige“, sagte der 59-jährige Kroth. Neuer wolle nach 2021 weitermachen. „Jetzt ist die Phase, in der er sich entscheiden muss: Wie geht es perspektivisch weiter?“, erklärte Neuers Berater. „Wenn er merkt, der FC Bayern klotzt ran, dann wird er noch mal richtig aufblühen.“ Neuer, Weltmeister von 2014, habe noch klare Ziele: „Er will die Europameisterschaft gewinnen, und er will noch mal die Champions League gewinnen.“

5. Juli: Bericht – Robert Lewandowski verlängert bei den Bayern

Der FC Bayern München gibt seinem Top-Torjäger Robert Lewandowski nach Sky-Informationen einen Rentenvertrag. Der 30 Jahre alte Pole soll beim Double-Gewinner der vergangenen Saison seinen bis Juni 2021 laufenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2023 verlängern, berichtete der TV-Sender am Freitagabend. Eine offizielle Bestätigung vom FC Bayern gab es nicht. Die Vertragsverlängerung hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet.

Der Meister habe mit Lewandowskis Berater Pini Zahavi bereits alles ausgehandelt, beide Parteien seien sich einig. Die Unterschrift stehe allerdings noch aus, denn Lewandowski sei derzeit noch im Urlaub. Trainingsauftakt bei den Münchner ist am Montag. Im vergangenen Sommer wollte Lewandowski die Bayern noch verlassen. 

Der Pole kam im Sommer 2014 von Borussia Dortmund zu den Bayern. Für die Münchner absolvierte er bislang 242 Pflichtspiele und erzielte 191 Tore. Lewandowski ist seither die unumstrittene Nummer eins im Angriff des Rekordmeisters – wegen der Dauerbelastung hatte er sich kürzlich einen adäquaten Backup-Stürmer gewünscht. „Wenn man die Option eines zweiten Stürmers hat, ist das besser – für die Mannschaft und auch für mich“, sagte der polnische Nationalspieler Mitte Juni dem „Kicker“.

Nach dem Weggang von Sandro Wagner in der vorigen Winterpause haben die Bayern keinen gelernten Mittelstürmer hinter Lewandowski mehr. Thomas Müller oder Serge Gnabry waren eher Notlösungen. Als weiterer Profi für den Angriff stößt im Sommer Jann-Fiete Arp zum Team – allerdings muss sich der 19-Jährige nach seiner bisherigen Zeit beim Hamburger SV erst im Starensemble der Bayern beweisen.

4. Juli: Titelverteidigerin Kerber scheidet überraschend in Wimbledon aus

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist nach einer enttäuschenden Vorstellung überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel verlor in London 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA. Jan-Lennard Struff und Julia Görges schafften zuvor den Sprung in die dritte Runde des Grand-Slam-Klassikers. Bei den Herren war der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev bereits in der ersten Runde gescheitert.

4. Juli: Ex-Bayern-Star Robben beendet Fußball-Karriere +++

Der frühere Bayern-Star Arjen Robben beendet seine Fußball-Karriere. Das erklärte der 35-jährige Niederländer in einer persönlichen Mitteilung. Robben spielte insgesamt zehn Jahre für den deutschen Rekordmeister, sein Vertrag beim Rekordmeister war im Juni ausgelaufen. Robben schreibt: „Im Moment bin ich fit und gesund und als Fan vieler anderer Sportarten möchte ich das auch in Zukunft so halten.“

So halten sich die Bayern-Stars fit

3. Juli: Niederlande erreichen gegen Schweden das WM-Finale

Die Fußballerinnen aus den Niederlanden haben zum ersten Mal ein WM-Finale erreicht und treffen dort am Sonntag (17.00 Uhr) in Lyon auf Titelverteidiger USA. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann setzte sich am Mittwochabend im Halbfinale knapp mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Deutschland-Bezwinger Schweden durch. Das Siegtor für die Europameisterinnen erzielte vor 48.452 Zuschauern Jackie Groenen vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt in der 99. Minute. Im Spiel um Platz drei treffen die Schwedinnen am Samstag (17.00 Uhr) in Nizza auf England.

3. Juli: Atlético Madrid holt João Félix für mehr als 120 Millionen Euro

Atlético Madrid hat am Mittwoch auf dem Transfermarkt für Furore gesorgt. Der spanische Fußball-Erstligist kaufte Jungstürmer João Félix aus Lissabon für eine Vereins-Rekordsumme von geschätzten 126 Millionen Euro und holte zudem noch zwei Spieler aus Portugal. Zugleich gab der Club bekannt, dass Manchester City die festgeschrieben Transfersumme für Rodrigo Hernández gezahlt habe.

Atlético sorgte mit der Verpflichtung von Portugals Nationalspieler Félix für den bisher teuersten Transfer des Sommers. Der 19 Jahre alte Portugiese von Benfica Lissabon soll Medienberichten zufolge 126 Millionen Euro gekostet haben. Bei Atlético soll Félix den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und wird vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln. 

Eine Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, hatte Benfica vor einer Woche mitgeteilt. Félix hat nach Atlético-Angaben vom Mittwoch den Medizincheck bestanden und einen Siebenjahresvertrag unterschrieben.

2. Juli: USA ziehen ohne Rapinoe ins WM-Finale ein

Die US-amerikanischen Fußballerinnen haben zum dritten Mal in Folge das Finale der Fußball-Weltmeisterschaften erreicht. In einem rasanten Spiel bezwang die Elf von Trainerin Jil Ellis England knapp mit 2:1 und trifft im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr) auf Europameister Niederlande oder Schweden. Vor knapp 60.000 Zuschauern im Stade de Lyon bracht Christen Press die US-Girls schon in der zehnten Minute in Führung. Ellen White glich nur neun Minuten später für England aus. Den Siegtreffer markierte schließlich Starstürmerin Alex Morgan. An ihrem 30. Geburtstag erzielte sie bereits ihr sechstes Turniertor.

In der 84. Minute verpasste Englands Spielführerin die große Chance zum Ausgleich. US-Keeperin Alyssa Naeher entschärfte ihren schwach getretenen Elfmeter ohne große Mühe und die USA brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Bemerkenswert: Megan Rapinoe, die das Turnier bisher maßgeblich mitgeprägt und unter anderem die wichtigen Tore zum 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich erzielt hatte, saß über 90 Minuten auf der Bank. Aus Teamkreisen wurde bekannt, dass sie sich beim Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt hat.

2. Juli: Nationalelf zieht während der EM zu Adidas

Die Wahl von Bundestrainer Joachim Löw fiel auf Herzogenaurach. Direkt am Firmensitz des DFB-Sponsors bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Stammquartier bei der EM 2020. Das Löw-Team wird im Adidas-Campus logieren und trainieren. „Wir schlagen unser Camp während der EM 2020 in der Adidas World of Sports in Herzogenaurach auf“, teilte der DFB am Dienstag über die sozialen Medien mit. 

Im weitläufigen Bereich am Firmensitz des DFB-Sponsors sind schon jetzt zahlreiche Fußballplätze, Fitnessbereiche und andere Sportmöglichkeiten wie Laufbahnen, Trampolins, Beachvolleyball- und Tennisplätze sowie Boulder- und Kletteranlagen integriert. Diese sollen für den Aufenthalt des DFB-Team noch erweitert werden. Erst jüngst war die in 34 Monaten errichtete neue Konzernzentrale fertig geworden. Sie erinnert optisch an ein Fußballstadion und bietet auf 52 000 Quadratmetern rund 2000 Mitarbeitern Platz. 

1. Juli: Deutsches Erstrunden-Debakel: Auch Zverev scheitert in Wimbledon 

Hoffnungsträger Alexander Zverev hat in Wimbledon gleich zum Auftakt gepatzt und das deutsche Erstrunden-Debakel beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt komplettiert. Der 22-jährige Hamburger unterlag am Montag überraschend dem tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely und reihte sich damit in die Niederlagen- Serie ein. An einem frustrierenden deutschen Tennis-Tag auf der altehrwürdigen Anlage im Südwesten Londons schied auch der Weltranglisten-Fünfte nach einem 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 aus. Noch nie war Zverev bei seinen vier Wimbledon-Teilnahmen zuvor in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal hatte ihm Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann sogar den erstmaligen Sprung ins Halbfinale zugetraut.

Um 17.43 Uhr Ortszeit stand damit fest, dass kein einziger der sieben deutschen Starter – fünf Herren und zwei Damen – am Eröffnungstag die zweite Runde erreichte. Philipp Kohlschreiber blieb dabei gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic ohne Chance. Das anfangs 14 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bunds reduzierte sich bereits nach dem ersten Tag um die Hälfte. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun noch mehr auf Angelique Kerber. Die Titelverteidigerin greift wie sechs weitere deutsche Teilnehmer am Dienstag erstmals in das Spielgeschehen ein. Gegen die Schwäbin Tatjana Maria steht auch die Kielerin vor einer kniffligen Aufgabe.

1. Juli: Kohlschreiber verpasst Wimbledon-Überraschung gegen Djokovic 

Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber hat in Wimbledon eine Überraschung gegen Titelverteidiger Novak Djokovic klar verpasst. Der Augsburger unterlag am Montag dem serbischen Tennis-Weltranglisten-Ersten im ersten Spiel auf dem Centre Court 3:6, 5:7, 3:6. Nach 2:02 Stunden nutzte Djokovic seinen ersten Matchball zum elften Sieg im 13. Vergleich mit dem 35-jährigen Kohlschreiber. Der frühere Schützling von Boris Becker ist an Position eins gesetzt und strebt seinen fünften Wimbledon-Titel an. Für Kohlschreiber endete seine 60. Teilnahme an einem der vier Grand-Slam-Turniere damit gleich am Eröffnungstag.

1. Juli: Löw sieht Kuntz als Nachfolge-Kandidat

Plötzlich spricht Joachim Löw selbst erstmals konkreter über einen möglichen Nachfolger als Bundestrainer – und Stefan Kuntz ist einer von zwei Kandidaten. Die erste Dienstreise nach seiner krankheitsbedingten Pause führte Löw zum EM-Finale der deutschen U21-Mannschaft nach Italien, wo er mit Trainer Kuntz plauderte und den 56-Jährigen gleich für Höheres empfahl. Eine verbandsinterne Lösung sei für die Zeit nach seiner Bundestrainer-Epoche eine nahe liegende Option, machte der DFB-Chefcoach deutlich. „Wir haben zwei Trainer beim DFB, die absolut die Fähigkeiten haben, Bundestrainer zu werden: Stefan Kuntz und Marcus Sorg“, sagte Löw der „Bild“.

„Beide haben sehr viel Empathie, das ist heute wichtig bei den jungen Spielern, dass man Zugang zu ihnen bekommt und sie auf einer persönlichen Schiene erreicht. Das können beide sehr gut“, ergänzte der Bundestrainer. Kuntz zeige „trotz aller Konzentration und Disziplin immer auch ein bisschen Leichtigkeit, ein bisschen Fröhlichkeit“. Löws Vertrag läuft noch bis nach der WM 2022, der von Kuntz bis nach Olympia 2020.

30. Juni: Deutsche U21 verliert WM-Finale gegen Spanien

Aus und vorbei: Der Traum vom nächsten EM-Titel ist für Stefan Kuntz und die deutsche U21 in einer dramatischen Final-Nacht geplatzt. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff musste sich der Titelverteidiger am Sonntag in Udine trotz großen Kampfes Spanien mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. In einem hochklassigen und intensiven Endspiel sorgten Fabián Ruiz (7. Minute) und mitten in einer deutschen Drangphase Dani Olmo (69.) für den fünften Sieg der spanischen Nachwuchsauswahl bei einer Fußball-Europameisterschaft. Nadiem Amiri sorgte mit seinem späten Anschluss für noch mehr Nervenkitzel in der Schlussphase (88.).

Nach spektakulärem Offensivfußball um Torschützenkönig Luca Waldschmidt in den vorangegangenen Turnierspielen lief die deutsche Mannschaft dem verkorksten Start trotz imponierender Leistungssteigerung vergeblich hinterher. Vor 23 232 Zuschauern im ausverkauften Stadion Friuli gelang trotz aller Mühen in der Neuauflage des Endspiels von 2017, als Deutschland 1:0 siegte, kein Comeback. Im vierten Finale einer U21-EM war es die zweite Niederlage. Außer 2017 hatte die DFB-Elf 2009 den Titel geholt. 

30. Juni: Verstappen krönt Aufholjagd mit Sieg in Spielberg

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat das Formel-1-Rennen von Österreich gewonnen. Der Niederländer raste trotz eines verpatzten Starts am Sonntag beim Grand Prix in Spielberg zu seinem sechsten Karriere-Sieg und verwies in einer packenden Schlussphase Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc auf den zweiten Platz. Dritter wurde Valtteri Bottas im Mercedes vor Vettel, den eine fatale Panne an der Box wertvolle Zeit kostete. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete nur auf Position fünf. Verstappen wiederholte seinen Vorjahreserfolg, wurde aber von den Rennkommissaren wegen eines Überholmanövers vorgeladen. Diese werteten die letztlich rennentscheidende Attacke des Niederländers nach dreistündiger Beratung aber nur als Rennzwischenfall, sodass Verstappen seinen Sieg behalten durfte. Er hatte drei Runden vor Schluss den in Führung liegenden Leclerc attackiert. Dabei berührten sich die beiden Boliden und der Ferrari-Pilot musste ausweichen.  

30. Juni: Frodeno ringt Kienle beim Ironman in Frankfurt nieder

Triathlet Jan Frodeno hat zum dritten Mal die Ironman European Championships gewonnen. Der 37-Jährige setzte sich in einem spektakulären Rennen bei tropischen Temperaturen nach 7:56:02 Stunden gegen Sebastian Kienle durch. Der gebürtige Kölner ergriff früh beim Schwimmen die Initiative, benötigte für die 3,8 Kilometer nur etwas mehr als 47 Minuten und sprang als Erster aus dem Langener Waldsee. Nur drei Minuten dahinter schnappte sich Kienle seine Rennmaschine – zuvor war der Knittlinger noch in eine Glasscherbe getreten.

Trotz eines Ausritts ins Grüne behauptete sich Frodeno auch auf dem Rad mehr als vier Stunden an der Spitze des Rennens. Kienle ließ sich von der Verletzung am Fuß nicht stören – selbst ein schleichender Platten hinderte in nicht daran, wenige Kilometer vor dem zweiten Wechsel zu Frodeno aufzuschließen. Rad an Rad erreichte das Duo nach gut 180 Kilometern den Mainkai. Im Wechselzelt entfernte eine Ärztin den Glassplitter aus Kienles Fuß, sodass Frodeno mit einem kleinen Polster auf den Marathon ging. In der zweiten von vier Runden hatte Kienle das Loch erneut zugelaufen und ging sogar am Triathlon-Olympiasieger von 2008 vorbei. Der konterte aber, schüttelte den Ironman-Weltmeister von 2014 wieder ab und krönte sich mit knapp vier Minuten Vorsprung zum dritten Mal zum Ironman-Europameister. „Das war eins der schönsten Rennen meines Lebens“, sagte er später am ARD-Mikrofon. Dafür lohne es sich aufzustehen. Kienle lief nach 8:00:01 Stunden als Zweiter auf dem Frankfurter Römerberg ins Ziel. Für den deutschen Dreifachsieg sorgte Franz Löschke, der seine Frankfurt-Premiere nach 8:17:24 Stunden ins Ziel brachte.

Ironman-Weltmeister Patrick Lange erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der 32-jährige Darmstädter verlor beim Radfahren schnell den Anschluss und hatte danach noch Pech mit dem Material. Sowohl Frodeno als auch Kienle überrundeten den Hawaii-Champion von 2017 und 2018 auf der Marathonstrecke.

29. Juni: Niederlande löst Ticket für WM-Halbfinale

Sollten die deutschen Fußballfrauen am Abend das Halbfinale der Frauenfußball-WM in Frankreich erreichen, treffen sie auf das Team der Niederlande. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann bezwang am Samstag in Valenciennes Italien mit 2:0. Die Tore im Stade du Hainaut erzielten Vivianne Miedema (70.) und Stefanie Van Der Gragt (80.) jeweils per Kopf. Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad waren die Azurri letztlich chancenlos. Die Elftal ist erst zum zweiten Mal überhaupt bei einer WM-Endrunde dabei. Vor vier Jahren in Kanada scheiterte das Team im Achtelfinale an Japan. 

29. Juni: Kerber scheitert im Finale von Eastbourne

Angelique Kerber hat ihren ersten Turniersieg seit dem Wimbledon-Titel verpasst. Die Kielerin verlor am Samstag das Finale des WTA-Turniers im englischen Eastbourne gegen Karolina Pliskova. Das über weite Strecken einseitige Match dauerte nur 71 Minuten. Die Tschechin bezwang Kerber klar in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:4. Für Pliskova, derzeit Dritte der Weltrangliste, war es bereits der 14. Turniersieg auf der WTA-Tour. Die 31-jährige Deutsche wartet dagegen weiter auf ihren nächsten Titel. Am Dienstag trifft sie auf dem „Heiligen Rasen“ von Wimbledon in ihrer Erstrundenpartie auf die Schwäbin Tatjana Maria.

28. Juni: Titelverteidiger USA nach Sieg gegen Frankreich im WM-Halbfinale

Dank Superstar Megan Rapinoe hat die USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen weiter die Titelverteidigung im Visier. Durch zwei Tore der überragenden Spielführerin setzten sich die US-Amerikanerinnen am Freitagabend in Paris gegen Gastgeber Frankreich mit 2:1 (1:0) durch und treffen nun im Halbfinale am Dienstag in Lyon (21.00 Uhr) auf England.

Vor 49 000 Zuschauern im ausverkauften Prinzenpark brachte Rapinoe mit einem direkt verwandelten Freistoß ihr Team bereits in der fünften Minute in Front. Nach der Pause sorgte sie nach einem Konter in der 65. Minute für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer durch Wendie Renard in der 81. Minute kam für Frankreich zu spät. Für die frenetisch angefeuerten Französinnen endete das im Vorfeld zum „Le Grand Match“ stilisierte Duell und das Heim-Turnier mit einer bitteren Enttäuschung.  

27. Juni: AC Mailand vom Europapokal ausgeschlossen

Der italienische Spitzenclub AC Mailand ist wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play für die kommende Saison aus dem Fußball-Europapokal ausgeschlossen worden. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS . Milan hatte in der vergangenen Saison den fünften Platz belegt und wäre für die Europa League spielberechtigt gewesen.

Der siebenmalige Gewinner der Champions League bzw. des Europapokals der Landesmeister war ursprünglich für die Spielzeit 2018/19 von der UEFA wegen eines deutlichen Transferminus in den Jahren zuvor ausgeschlossen worden. Dagegen hatte Milan vor dem CAS Einspruch eingelegt.

27. Juni: Unangemeldete Dopingkontrolle bei DFB-Frauen in Frankreich

Bei den deutschen Fußball-Frauen hat es am Donnerstagmorgen eine unangemeldete Dopingkontrolle gegeben. Vier Spielerinnen seien kontrolliert worden, sagte DFB-Sprecherin Annette Seitz. Die ursprünglich ab 10.15 Uhr angesetzte Trainingseinheit habe deswegen etwas später begonnen. Die deutschen Fußballerinnen bereiten sich derzeit in der Nähe von Rennes auf ihr Viertelfinalspiel am Samstag gegen Schweden (18.30 Uhr/ZDF und DAZN) vor.

27. Juni: Atlético Madrid bietet 126 Millionen für Wunderkind João Félix 

Der spanische Erstligist Atlético Madrid hat das höchste Angebot seiner Clubgeschichte für den portugiesischen Jungstürmer João Félix abgegeben. Die Rojiblancos wollten 126 Millionen Euro für den Angreifer zahlen, teilte Benfica Lissabon am späten Mittwochabend mit, wo der 19-jährige Shootingstar derzeit unter Vertrag steht. Die Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, so Benfica. Eine Zustimmung der Portugiesen gilt als so gut wie sicher. 

Zuvor hatten sich zahlreiche europäische Spitzenclubs um eine Verpflichtung des Offensivspielers bemüht. Im Europa-League-Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt hatte er beim 4:2-Sieg Benficas im Hinspiel drei Tore erzielt. In Madrid soll Félix, der seit kurzem auch in Portugals Nationalelf spielt, den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln.

27. Juni: Das kosten die Dauerkarten in der Fußball-Bundesliga

Aufsteiger SC Paderborn war am Mittwoch nicht nur der letzte Bundesligist, der seine Ticketpreise veröffentlichte, die Ostwestfalen setzten sich mit einem Dauerkartenpreis von 225 Euro auch direkt an die Spitze des Rankings. Das sind satte 30 Euro mehr als in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Der Preis gilt für einen nicht ermäßigten Stehplatz bei den 17 Heimspielen des SCP in der Benteler-Arena. 219 Euro zahlen Fans von Borussia Dortmund für alle Heimspiele ihres BVB. Für nur 165 Euro sind die Anhänger des 1. FC Köln bei allen 17 Spielen dabei, in Wolfsburg und bei Rekordmeister Bayern München kostet eine Saison-Dauerkarte gar nur 145 Euro. Nur fünf Euro mehr müssen die Fans der TSG Hoffenheim für einen Stehplatz in der PreZero Arena zahlen. Im Mittelfeld reiht sich der 1. FC Union Berlin in Sachen Dauerkartenpreise ein. Die 17 Spiele der „Eisernen“ an der Alten Försterei kosten 187 Euro. 

26. Juni: FC Bayern soll über Dembélé-Transfer als Plan B nachdenken

Der FC Bayern München denkt nach Informationen der „Sport Bild“ über eine Verpflichtung des früheren Dortmunders Ousmane Dembélé nach. Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe „einen spektakulären Plan B“, falls der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané nicht zustande kommt, schreibt das Magazin am Mittwoch ohne Angabe von Quellen. Als Befürworter einer Verpflichtung des Offensivspielers vom FC Barcelona soll der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gelten. Dembélé war 2017 vom BVB nach Barcelona gewechselt und hat dort noch einen Vertrag bis 2022. 

Bei Sané zeichnet sich aktuell ein Verbleib bei Manchester City ab. Auch Nationalteamkollege Toni Kroos rechnet nicht mit einem Wechsel des 23-Jährigen nach München. „Wenn Leroy zu Bayern gehen sollte, dann wäre das wohl ein riesengroßer Transfer für Bayern, den es in diesem finanziellen Rahmen noch nie gab. Daher hätte er eine gewisse Garantie, regelmäßig zu spielen“, sagte Kroos der „Sport Bild“ und ergänzte: „Bayern hat allerdings mit Kingsley Coman und Serge Gnabry auch gute Spieler auf dieser Position. Ich glaube ohnehin nicht, dass der Transfer zustande kommt. Das ist jedoch nur mein Gefühl.“

Aus Man-City-Sicht würde er Sané „definitiv nicht gehen lassen oder ihn zumindest so teuer machen, dass Bayern ihn nicht mehr bezahlt“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

25. Juni: Italien und Niederlande siegen – WM-Viertelfinale komplett

Das Viertelfinale der Fußball-WM der Frauen in Frankreich ist komplett. Als letztes Team zog Europameister Niederlande in Rennes mit einem glücklichen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den überlegenen WM-Zweiten Japan in die Runde der besten acht Mannschaften ein. Die Oranjeleeuwinnen gingen durch die einst für den FCR Duisburg spielende Lieke Martens (17. Minute) in Führung. Doch Yui Hasegawa (43.) traf kurz vor der Pause in der sehr unterhaltsamen Partie vor 21.076 Zuschauern zum Ausgleich. Martens vom FC Barcelona markierte dann in der Nachspielzeit (90.+1) mit einem trotz Video-Überprüfung umstrittenen Handelfmeter den Siegtreffer. Die Niederländerinnen sind ein möglicher Halbfinal-Gegner der deutschen Mannschaft, treffen im Viertelfinale aber zunächst am Samstag auf Italien. Die Italienerinnen hatten zuvor erstmals die zweite K.o.-Runde bei einer WM erreicht. Valentina Giacinti (15.) und Aurora Galli (49.) erzielten die Treffer beim 2:0 (1:0)-Sieg in Montpellier gegen den deutschen WM-Auftaktgegner China.

Die Viertelfinal-Begegnungen: Norwegen – England (Donnerstag, 21 Uhr, in Le Havre); Frankreich – USA (Freitag, 21 Uhr, in Paris); Italien – Niederlande (Samstag, 15 Uhr, in Valenciennes), Deutschland – Schweden (Samstag, 18.30 Uhr, in Rennes)

25. Juni: Suárez reklamiert Handspiel von gegnerischem Torwart

Ja, der Torhüter darf im Fußball im eigenen Strafraum die Hand zur Hilfe nehmen. Dieser Tatsache war sich Uruguays Stürmerstar Luis Suárez wohl nicht ganz bewusst, als er beim 1:0-Sieg seiner Nationalmannschaft gegen Chile bei der Südamerikameisterschaft gestenreich ein Handspiel von Torhüter Gabriel Arias reklamierte. Oder hatte das jüngste Wirrwarr um die Handspielregel den Angreifer durcheinandergebracht? 

Der Keeper hatte einen Schuss von Suarez aus spitzem Winkel am Fünfmeterraum zur Ecke abgewehrt. Suarez riss die Arme in die Höhe und reklamierte sichtbar Richtung Schiedsrichter: Handspiel! „Eine surrealistische Reaktion“, schrieb das spanische Fußball-Portal „Marca“. 

Rekordmeister Uruguay beendete die Gruppenphase der Copa América als Tabellenführer. Edinson Cavani traf am Montagabend im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro in der 82. Minute zum 1:0-Endstand. Auch Titelverteidiger Chile ist für das Viertelfinale qualifiziert. Uruguay trifft am Samstag in Salvador auf Peru. Chile spielt am Freitag in São Paulo gegen Kolumbien. Auch dann dürfen die Torhüter den Ball im eigenen Strafraum in die Hand nehmen.

25. Juni: Bericht: Neymar einigt sich mündlich mit FC Barcelona

Der Wechsel des brasilianischen Superstars Neymar von Paris Saint-Germain zurück zum FC Barcelona steht nach Angaben der spanischen Zeitung „Sport“ bevor. Der 27 Jahre alte Stürmer habe eine mündliche Vereinbarung mit den Katalanen für die kommenden fünf Spielzeiten getroffen, schreibt das Blatt am Dienstag.

 Sein Wunsch, wieder für Barça zu spielen, sei so groß, dass er die Bedingungen von Präsident Josep Maria Bartomeu akzeptiert habe. Demnach soll Neymars Gehalt in Barcelona künftig deutlich unter dem in Paris liegen. Zuvor hatte das Blatt berichtet, dass Neymar mehreren Barcelona-Spielern auf WhatsApp geschrieben habe: „Entspannt euch, ich komme zurück.“

Beim französischen Fußball-Meister Paris hatte Vereinschef Nasser Al-Khelaïfi in einem Interview des Fachmagazins „France Football“ überraschend erklärt: „Niemand hat ihn gezwungen, hier zu unterschreiben, niemand hat ihn gedrängt. Natürlich gibt es Verträge, die zu respektieren sind, aber wichtiger wird in Zukunft die absolute Bindung an unser Projekt sein.“ 

Neymar steht beim Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel noch bis 2022 unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatte der Angreifer mit seinem 222-Millionen-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG für Schlagzeilen gesorgt.

24. Juni: Schwedinnen fordern deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Frauen-WM

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in Rennes auf Schweden. Das Drei-Kronen-Team setzte sich in Paris knapp mit 1:0 (0:0) gegen Kanada durch. Das Siegtor für die Mannschaft von Trainer Peter Gerhardsson erzielte in einer mäßigen Achtelfinalpartie Stina Blackstenius in der 55. Spielminute. Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl verhinderte eine mögliche Verlängerung, als sie einen Handelfmeter von Janine Beckie (69.) großartig parierte. Die Schwedinnen waren in den vergangenen Jahren stets ein „Lieblingsgegner“ der DFB-Auswahl, die fast alle entscheidenden Duelle mit den Skandinavierinnen bei großen internationalen Turnieren gewinnen konnten. 

Zuvor hatte Titelverteidiger USA dank zweier Elfmetertore mit einem 2:1 (1:1)-Sieg in Reims gegen Spanien das Viertelfinale erreicht. Dadurch kommt es nun am Freitag (21 Uhr) zum „vorgezogenen Finale“ der US-Frauen gegen Gastgeber Frankreich.25-Olympische Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina-6051931370001

24. Juni: Olympische Winterspiele 2026 finden in Mailand statt

Mailand wird 2026 Schauplatz der XXV. Olympischen Winterspiele sein. Die Mehrheit der 82 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees stimmte auf der Vollversammlung in Lausanne für die italienische Modestadt und gegen Mitbewerber Stockholm. 20 Jahre nach den Spielen in Turin wird das Sportspektakel auf Eis und Schnee nicht nur erneut nach Italien zurückkehren, sondern wieder in eine klassische Wintersportregion in Europa. Zuletzt waren Vancouver (2010), Sotschi (2014) und Pyeongchang in Südkorea (2018) Gastgeber. 2022 wird es Peking sein. Das vor der Wahl favorisierte Mailand war zusammen mit Cortina d’Ampezzo angetreten, wo 1956 bereits die Winterspiele ausgetragen wurden. Stockholm und Are scheiterten – obwohl es noch nie Winterspiele in Schweden gab – nicht zuletzt an der mangelnden Unterstützung in der Bevölkerung.

23. Juni: 1:1 gegen Österreich – Deutsche U21 steht im EM-Halbfinale +++

Deutschlands U21-Fußballer haben mit einem Remis im dritten EM-Spiel den Einzug ins Halbfinale und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 perfekt gemacht. Der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz reichte in Udine im dritten Vorrundenspiel ein 1:1 (1:1) gegen Österreich für den Gruppensieg. Damit steht der DFB-Nachwuchs zum dritten Mal in Serie im Halbfinale einer U21-EM. Der Gegner in der Partie am Donnerstag steht noch nicht fest. Stürmer Luca Waldschmidt hatte die deutsche Mannschaft mit seinem fünften Turniertor in Führung geschossen (14. Minute), Augsburgs Kevin Danso gelang vor 9100 Zuschauern der Ausgleich (24./Foulelfmeter).

Luca Waldschmidt

23. Juni: Andy Murray gewinnt bei Comeback Doppel-Titel

Der zweimalige Wimbledonsieger Andy Murray hat sein Comeback auf der Tennis-Tour mit dem Sieg im Doppel-Wettbewerb von Queens veredelt. Der 32 Jahre alte Schotte gewann mit dem Spanier Feliciano Lopez am Sonntag das Endspiel gegen Rajeev Ram und und Joe Salisbury aus den USA und Großbritannien 7:6 (8:6), 5:7, 10:5. Wegen seiner langwierigen Schmerzen an der Hüfte hatte Murray bei den Australian Open sein baldiges Karriereende angekündigt und sich dann einer Operation unterzogen. Auch in Wimbledon, das am 1. Juli beginnt, will der frühere Weltranglisten-Erste im Doppel sowie im Mixed antreten.

23. Juni: Sané soll Wechsel zum FC Bayern nicht in Betracht ziehen

Es wäre der Wechsel des Sommers gewesen, doch nun scheint er in weite Ferne gerückt zu sein. Wie die britische „Sun“ berichtet, soll Leroy Sané Freunden gegenüber klargestellt haben, dass er nicht zum FC Bayern München wechseln wird. Er werde dem Wechsel eine „Abfuhr“ erteilen und bei Manchester City bleiben, heißt es in dem Bericht. Sein Vertrag bei dem Verein von Trainer Pep Guardiola läuft noch bis 2021. Der 23-Jährige glaube, dass die Premier League die bessere Liga sei. Außerdem würde ihn laut „Sun“ die massive Beobachtung, unter der er in Deutschland stünde, stören.

23. Juni: Hamilton gewinnt auch in Frankreich – Vettel Fünfter

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen von Frankreich gewonnen und seine WM-Führung weiter ausgebaut. Der britische Mercedes-Pilot setzte sich in Le Castellet vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch und feierte im achten Saisonlauf seinen sechsten Sieg. Der deutsche Ferrari-Star Sebastian Vettel aus Heppenheim musste sich mit Platz fünf begnügen und landete noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc aus Monaco und Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden. Hamilton wiederholte auf dem Kurs in Südfrankreich seinen Sieg aus dem Vorjahr und liegt in der WM-Wertung nun schon 76 Punkte vor Vettel.

23. Juni: Flick wird wohl Co-Trainer beim FC Bayern

Hansi Flick wird laut einem Medienbericht neuer Co-Trainer beim FC Bayern München. Wie der „Kicker“ berichtet, erhält der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw beim deutschen Meister einen Zweijahresvertrag. Beim Trainingsauftakt am 8. Juli soll der 54-Jährige bei den Münchnern dabei sein. Flick wird damit Nachfolger von Peter Hermann, der die Bayern nach der Saison verlassen hatte.

Flick war von 1985 bis 1990 Profi beim FC Bayern. Er lief in 104 Liga-Partien auf und wurde mit den Münchnern viermal Meister. An der Seite von Löw hatte Flick von 2006 bis zum WM-Gewinn 2014 gearbeitet. Anschließend war er als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und als Geschäftsführer bei 1899 Hoffenheim tätig. 

21. Juni: Kein Gelb für Torhüterinnen – Fifa schwächt neue Elfmeter-Regel ab

Die Torhüterinnen bei der Frauen-WM müssen bei Elfmeterschießen in der K.o.-Phase keine Gelben Karte mehr befürchten, wenn sie sich zu früh von der Linie bewegen. Die Regel wurde auf Antrag der Fifa für das Turnier in Frankreich ausgesetzt. Das teilte das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (Ifab) am Freitag mit.

Als Begründung nannte das Ifab, dass die Kontrolle durch den Video-Schiedsrichter, entsprechende Vergehen zu erkennen, als Abschreckung ausreiche. Man wolle vermeiden, dass eine Torhüterin möglicherweise durch eine zweite Gelbe Karte während eines Elfmeterschießens des Feldes verwiesen werde und dann den Regel entsprechend eine Feldspielerin im Tor stehen müsse.

Bewegt sich eine Torhüterin mit beiden Beinen vor dem Schuss von der Torlinie, wird der Elfmeter wiederholt. In der Gruppenphase waren mehrere Torhüterinnen für ein entsprechendes Vergehen verwarnt worden. Bei Elfmetern im Spielverlauf bleibt die Verwarnungsregel bestehen. Seit dem 1. Juni können sich Torhüter mit einem Fuß schon vor dem Schuss von der Torlinie entfernen.

21. Juni: Deutschland trift bei Frauen-WM auf Nigeria

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) auf Nigeria. Das stand nach dem Abschluss der kompletten Vorrunde fest. Die USA sicherten sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg in Le Havre gegen Schweden den Sieg in der Gruppe F und holten die maximale Punktzahl von neun Zählern. 

Lindsey Horan brachte das US-Team von Trainerin Jill Ellis schon in der 3. Spielminute in Führung, ehe Jonna Andersson (50.) ein Eigentor unterlief. Damit kann die deutsche Mannschaft im Fall eines Weiterkommens frühestens im Finale auf Titelverteidiger USA treffen. 

Der Ausgang der andere Partie zwischen Thailand und Chile entschied letztlich über den nächsten deutschen Gegner. WM-Neuling Chile hätte in Rennes mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um den bis dato viertbesten Gruppendritten, Nigeria, noch den letzten Achtelfinalplatz abzujagen. 

Nach einem Eigentor der thailändischen Torhüterin Waraporn Boonsing (48.) lagen die Südamerikanerinnen auch 1:0 vorn, und nach dem 2:0 von Maria Jose Urrutia (80.) wurde es noch einmal richtig spannend. Vier Minuten vor dem Ende verpasste Chile durch einen verschossenen Strafstoß von Francisca Lara, die nur die Latte traf, den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams.

Fotostrecke: Verstorbene Promis 2019

+++ 20. Juni: Torfabrik läuft weiter: Deutsche U21-Auswahl gewinnt auch zweites EM-Gruppenspiel deutlich +++

Deutschlands U21-Nationalmannschaft hat nach dem zweiten Sieg im zweiten EM-Spiel beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale und die Olympia-Qualifikation. Die Auswahl von Stefan Kuntz setzte sich am Abend in Triest mit 6:1 (3:0) gegen Serbien mit dem Frankfurter Luka Jovic durch und hat sechs Punkte aus zwei Spielen. Der Augsburger Marco Richter (16. Minute), Dreifach- Torschütze Luca Waldschmidt vom SC Freiburg (30./37./80.), Dortmunds Mahmoud Dahoud (69.) und Arne Maier (90.+2) trafen vor 9837 Zuschauern für den deutschen Fußball-Nachwuchs. Andrija Zivkovic verwandelte für die Serben einen Foulelfmeter (85.). Der DFB-Elf reicht im letzten Vorrunden-Spiel gegen Österreich am Sonntag nun ein Punkt für den Gruppensieg und damit den sicheren Einzug ins Halbfinale.

+++ 20. Juni: Österreicher Strasser holt sechsten Sieg beim Race Across America +++

Mit seinem dritten Sieg in Serie und dem sechsten insgesamt hat sich Extremsportler Christoph Strasser endgültig in die Geschichtsbücher des legendären „Race Across America“ eingetragen. Bei seinem neunten Start fuhr der 36-Jährige aus der Steiermark erneut in einer eigenen Liga. Begleitet von einem zwölf-köpfigen Team bewältigte er die knapp 5.000 Kilometer von der West- zur Ostküste der USA in acht Tagen, sechs Stunden und 51 Minuten. Das entspricht einem Durchschnittstempo von fast 25 Kilometern pro Stunde. Dabei verbrachte Strasser nach eigenen Angaben nicht einmal zehn Stunden in der Waagrechten. Umso mehr freute er sich im Ziel auf den wohlverdienten Schlaf. „Ich denke es werden alle feiern gehen – nicht alle, denn ich freue mich schon sehr auf mein Bett“, sagte der Ultra-Radsportler. Strasser schaffte als Erster überhaupt den Hattrick beim wahrscheinlich härtesten Radrennen der Welt – mit sagenhaften 35.000 Höhenmetern. Erschwert wurde der Weg in diesem Jahr von heftigem Regen, der nicht nur dem Österreicher in den ersten drei Tagen (und Nächten) schwer zu schaffen machte. Auf dem Weg zum zweiten Platz ist der Slowene Marko Baloh, der bei Strassers Zieldurchfahrt am Mittwochabend 22:29 Uhr Ortszeit noch 500 Kilometer vor sich hatte.

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Quelle: stern.de

Vom Einhorn ins Meer gerutscht : Olympia-Schwimmer rettet Tourist vor dem Ertrinken

Der italienische Schwimmstar Filippo Magnini hat in den Gewässern vor Sardinien einem Mann das Leben gerettet. Wie zahlreiche Medien berichten, drohte der Italiener Andrea Benedetto am vergangenen Sonntag zu ertrinken. Magnini hielt sich zu diesem Zeitpunkt am selben Strand von Cala Sinzias, östlich von Cagliari, auf. Als er durch Hilferufe auf den ertrinkenden Mann aufmerksam wurde, eilte der Schwimm-Weltmeister ihm zu Hilfe und hielt Benedettos Kopf solange über Wasser, bis Rettungsschwimmer eintrafen.

„Ich habe einfach getan, was ich tun musste“, erklärte der Sportler laut dem britischen Sender BBC. Wie sich später herausstellte, hat der 45-jährige Benedetto erst zwei Tage vor dem Vorfall seinen Lebenspartner geheiratet. Das Paar trieb auf einem aufblasbaren Einhorn-Badespielzeug auf dem Meer, als Benedetto ins Wasser fiel, das viel kälter als gedacht war. Der Italiener konnte aufgrund eines medizinischen Problems daraufhin nicht mehr seine Gliedmaßen bewegen.teaser

Filippo Magnini war schneller als Rettungsschwimmer 

Der BBC-Journalist Soroush Pakzad wurde Zeuge der Szene. Laut seiner Aussage trieb das aufblasbare Einhorn weg. Der Ehegatte von Benedetto sei jedoch zurückgeblieben, habe um Hilfe gerufen und versucht, seinen Partner über Wasser zu halten.

Die Rettungsschwimmer wurden sofort auf ihn aufmerksam und rannten zu ihrem Rettungsfloß. Doch der Olympia-Schwimmer Magnini war schneller bei dem Ertrinkenden. „Als ich ihn erreichte, konnte er nicht einmal sprechen und es war nicht einfach, ihn auf das Floß zu heben, also legten wir ihn auf eine Luftmatratze, die einige andere Badende in der Nähe hatten“, zitiert die italienische Zeitung „Corriere dello Sport“ den 37-Jährigen. Kurz darauf wurde Benedetto ins Krankenhaus eingeliefert. „Als ich zu mir kam, dachte ich zuerst an meinen Mann“, sagte der Gerettete später der BBC. „Erst nach einigen Stunden wurde mir bewusst, dass Filippo Magnini der Mann war, der mein Leben gerettet hat. Ich hatte keine Gelegenheit, ihm zu danken. Ich hoffe, ich kann es noch irgendwann tun.“

Magnini gehörte zu der italienischen Freistilschwimm-Staffel, die bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Bronze gewann. Außerdem wurde er 2005 und 2007 Weltmeister im 100 Meter Freistil. 

Quelle: stern.de

5. Etappe Tour de France: Sagan sprintet in Colmar zum zwölften Tour-Etappensieg

Ex-Weltmeister Peter Sagen hat die fünfte Etappe der 106. Tour de France gewonnen.

Der 29 Jahre alte Slowake konnte sich nach 175,5 Kilometern von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar im Sprint gegen den Belgier Wout van Aert und den Italiener Matteo Trentin durchsetzen. Der Radprofi aus der deutschen Bora-hansgrohe-Mannschaft machte seinen zwölften Tageserfolg bei einer Frankreich-Rundfahrt perfekt.

Bester Deutscher wurde der Kölner Nils Polit als Achter. Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigte einen Tag nach seinem Etappensieg das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Mit der sechsten Etappe am folgenden Tag (13.25 Uhr/One und Eurosport) beginnt endgültig der Kampf um das Gesamtklassement. Auf den 160,5 schweren Kilometern von Mülhausen nach La Planche des Belles Filles stehen sieben Bergprüfungen an, darunter vier der ersten Kategorie.

Quelle: stern.de

Sport kompakt: Klopp soll bei Liverpool neuen Mega-Vertrag bekommen

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

8. Juli: FC Liverpool soll Klopp Mega-Angebot gemacht haben

Fußballcoach Jürgen Klopp peilt nach dem Gewinn der Champions League mit dem FC Liverpool weitere Titel an. Der Triumph und die Feierlichkeiten in der Innenstadt von Liverpool hätten ihn auf den Geschmack gebracht, sagte Klopp in einem Interview für die Vereinswebsite. „Wir haben das Finale gespielt, wir haben das Finale gewonnen, wir sind zurück in die Stadt gekommen, haben die Stadt und die Leute gesehen“, schwärmte der 52-Jährige. „Das ist etwas, nach dem man süchtig werden kann, das will man häufiger erleben.“

Das wünscht sich die Vereinsführung des FC Liverpool wohl auch. Wie das britische Boulevard-Blatt „The Sun“ berichtet, hat Liverpool Klopp einen neuen Sechs-Jahres-Vertrag angeboten, mit dem er statt bisher sieben Millionen dann zehn Millionen Pfund (umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro) pro Jahr verdienen würde. Laut der Zeitung soll das auch dem Interesse anderer Klubs einen Riegel vorschieben. Außerdem befürchte man, Klopp könne wie in Mainz und Dortmund nach sieben Jahren den Verein wechseln oder eine Pause vom stressigen Trainer-Job nehmen wollen. Klopps aktueller Vertrag in Liverpool läuft bis 2022. Er wäre dann sieben Jahre dort.

7. Juli: Beachvolleyballer Thole/Wickler verpassen WM-Gold

Das junge deutsche Beachvolleyball-Nationalteam Julius Thole und Clemens Wickler hat bei der Heim-WM in Hamburg die Sensation knapp verpasst. Das Duo verlor das Finale am Sonntag 1:2 (21:19, 17:21, 11:15) gegen die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski. Silber bedeutet dennoch die insgesamt siebte WM-Medaille für Deutschlands Sandvolleyballer.

Knapp zwei Jahre nach ihrer unfreiwilligen sportlichen Zusammenstellung zeigte das Duo auch im Endspiel vor 12 000 Zuschauern am Hamburger Rothenbaum eine starke Leistung, die nach dem ersten gewonnen Satz am Ende aber nicht zum großen Coup reichte. Die Russen entschieden den zweiten und dritten Durchgang recht souverän für sich und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Anders als in den Partien zuvor machten Thole/Wickler zu viele Fehler, sie brachten ihre Angriffe zu selten durch. Beim 4:4 im entscheidenden Durchgang musste Blocker Thole am Nacken behandelt werden, auch der zwischenzeitliche Ausgleich wenig später im Tie-Break half den Deutschen nicht.

Nach Wicklers nationalem Meistertitel 2017 mit Tim Holler hatte ihn der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) überraschend mit Talent Thole zwangsvereint. Weltmeister Russland sicherte sich auch den ersten Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. 

7. Juli: Deutsche Triathleten holen WM-Silber 

Das Mixed-Team der Deutschen Triathlon Union (DTU) hat einen großen Schritt in Richtung Olympische Spiele 2020 gemacht. Bei den Weltmeisterschaften im Triathlon Mixed Relay (4 Mal 300 Meter Schwimmen, 7 Kilometer Radfahren, 1,5 Kilometer Laufen) gewannen Laura Lindemann (Potsdam), Valentin Wernz (Saarbrücken), Nina Eim (Itzehoe) und Justus Nieschlag (Lehrte) am Sonntag in Hamburg die Silbermedaille. Damit hat das DTU-Team gute Chancen, im kommenden Jahr in Tokio dabei zu sein. Lindemann hatte die Mannschaft von Cheftrainer Faris Al-Sultan zunächst in Führung gebracht, Wernz und Eim behaupteten sich danach in der Spitzengruppe. Nieschlag setzte sich in einem packenden Finale mit dem Franzosen Vincent Luis ab. Der zündete 700 Meter vor dem Ziel auf dem Rathausmarkt den Turbo und sicherte Frankreich zum zweiten Mal in Folge den WM-Titel. Nieschlag sicherte die Silbermedaille souverän gegen Australien ab. Es war die erste Mixed-Relay-Medaille für die DTU seit 2016. WM Triathlon Mixed Relay 2019

6. Juli: Wimbledon-Partie von Struff wegen Notfall unterbrochen

Wegen eines Zwischenfalls im Zuschauerbereich ist das Drittrunden-Spiel von Jan-Lennard Struff in Wimbledon für rund eine Stunde unterbrochen worden. Im vierten Satz der Tennis-Partie auf Außenplatz 12 wurden aufgrund einer medizinischen Notfallversorgung die Tribünen geräumt. Die Spieler warteten zunächst auf dem Platz, ehe sie dann in den Katakomben verschwanden. Der 29-jährige Sauerländer Struff lag mit 1:2-Sätzen gegen den Kasachen Michail Kukuschkin zurück. Aus seiner Sicht stand es zum Zeitpunkt der Unterbrechung 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 2:2. Aktuell läuft die Partie wieder.

6. Juli: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der Tour de France

Radprofi Mike Teunissen hat die erste Etappe der 106. Tour de France gewonnen und damit auch das Gelbe Trikot übernommen. Der 26 Jahre alte Niederländer vom Team Jumbo-Visma siegte am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel hauchdünn vor Peter Sagan aus der Slowakei und dem Australier Caleb Ewan. Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle. Schon am Sonntag dürfte sich das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder verändern. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer um den walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas.

6. Juli: Für Neuer-Berater ist FC Bayern noch nicht konkurrenzfähig

Für Manuel Neuers Berater Thomas Kroth ist die Mannschaft des FC Bayern München derzeit im internationalen Konzert der ganz Großen nicht konkurrenzfähig. „Manuel ist erfolgsorientiert. Mein Eindruck ist, dass der Abstand zu den vier englischen Top-Teams schon gravierend ist und der Münchner Kader aktuell noch nicht entsprechend – also konkurrenzfähig – aufgestellt ist, um auch die Ziele von Manuel ernsthaft anzugehen“, sagte Kroth der „Süddeutschen Zeitung“.

Der 33 Jahre alte Torhüter Neuer, der in der abgelaufenen Rückrunde aufgrund von Verletzungen elf Pflichtspiele des FC Bayern verpasste, steht bei den Münchnern noch bis 30. Juni 2021 unter Vertrag. Eine Vertragsverlängerung und ein Karriereende in München sei für den deutschen Nationalmannschaftskapitän „natürlich das nahe liegende Modell. Aber nicht das einzige“, sagte der 59-jährige Kroth. Neuer wolle nach 2021 weitermachen. „Jetzt ist die Phase, in der er sich entscheiden muss: Wie geht es perspektivisch weiter?“, erklärte Neuers Berater. „Wenn er merkt, der FC Bayern klotzt ran, dann wird er noch mal richtig aufblühen.“ Neuer, Weltmeister von 2014, habe noch klare Ziele: „Er will die Europameisterschaft gewinnen, und er will noch mal die Champions League gewinnen.“

5. Juli: Bericht – Robert Lewandowski verlängert bei den Bayern

Der FC Bayern München gibt seinem Top-Torjäger Robert Lewandowski nach Sky-Informationen einen Rentenvertrag. Der 30 Jahre alte Pole soll beim Double-Gewinner der vergangenen Saison seinen bis Juni 2021 laufenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2023 verlängern, berichtete der TV-Sender am Freitagabend. Eine offizielle Bestätigung vom FC Bayern gab es nicht. Die Vertragsverlängerung hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet.

Der Meister habe mit Lewandowskis Berater Pini Zahavi bereits alles ausgehandelt, beide Parteien seien sich einig. Die Unterschrift stehe allerdings noch aus, denn Lewandowski sei derzeit noch im Urlaub. Trainingsauftakt bei den Münchner ist am Montag. Im vergangenen Sommer wollte Lewandowski die Bayern noch verlassen. 

Der Pole kam im Sommer 2014 von Borussia Dortmund zu den Bayern. Für die Münchner absolvierte er bislang 242 Pflichtspiele und erzielte 191 Tore. Lewandowski ist seither die unumstrittene Nummer eins im Angriff des Rekordmeisters – wegen der Dauerbelastung hatte er sich kürzlich einen adäquaten Backup-Stürmer gewünscht. „Wenn man die Option eines zweiten Stürmers hat, ist das besser – für die Mannschaft und auch für mich“, sagte der polnische Nationalspieler Mitte Juni dem „Kicker“.

Nach dem Weggang von Sandro Wagner in der vorigen Winterpause haben die Bayern keinen gelernten Mittelstürmer hinter Lewandowski mehr. Thomas Müller oder Serge Gnabry waren eher Notlösungen. Als weiterer Profi für den Angriff stößt im Sommer Jann-Fiete Arp zum Team – allerdings muss sich der 19-Jährige nach seiner bisherigen Zeit beim Hamburger SV erst im Starensemble der Bayern beweisen.

4. Juli: Titelverteidigerin Kerber scheidet überraschend in Wimbledon aus

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist nach einer enttäuschenden Vorstellung überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel verlor in London 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA. Jan-Lennard Struff und Julia Görges schafften zuvor den Sprung in die dritte Runde des Grand-Slam-Klassikers. Bei den Herren war der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev bereits in der ersten Runde gescheitert.

4. Juli: Ex-Bayern-Star Robben beendet Fußball-Karriere +++

Der frühere Bayern-Star Arjen Robben beendet seine Fußball-Karriere. Das erklärte der 35-jährige Niederländer in einer persönlichen Mitteilung. Robben spielte insgesamt zehn Jahre für den deutschen Rekordmeister, sein Vertrag beim Rekordmeister war im Juni ausgelaufen. Robben schreibt: „Im Moment bin ich fit und gesund und als Fan vieler anderer Sportarten möchte ich das auch in Zukunft so halten.“

So halten sich die Bayern-Stars fit

3. Juli: Niederlande erreichen gegen Schweden das WM-Finale

Die Fußballerinnen aus den Niederlanden haben zum ersten Mal ein WM-Finale erreicht und treffen dort am Sonntag (17.00 Uhr) in Lyon auf Titelverteidiger USA. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann setzte sich am Mittwochabend im Halbfinale knapp mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Deutschland-Bezwinger Schweden durch. Das Siegtor für die Europameisterinnen erzielte vor 48.452 Zuschauern Jackie Groenen vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt in der 99. Minute. Im Spiel um Platz drei treffen die Schwedinnen am Samstag (17.00 Uhr) in Nizza auf England.

3. Juli: Atlético Madrid holt João Félix für mehr als 120 Millionen Euro

Atlético Madrid hat am Mittwoch auf dem Transfermarkt für Furore gesorgt. Der spanische Fußball-Erstligist kaufte Jungstürmer João Félix aus Lissabon für eine Vereins-Rekordsumme von geschätzten 126 Millionen Euro und holte zudem noch zwei Spieler aus Portugal. Zugleich gab der Club bekannt, dass Manchester City die festgeschrieben Transfersumme für Rodrigo Hernández gezahlt habe.

Atlético sorgte mit der Verpflichtung von Portugals Nationalspieler Félix für den bisher teuersten Transfer des Sommers. Der 19 Jahre alte Portugiese von Benfica Lissabon soll Medienberichten zufolge 126 Millionen Euro gekostet haben. Bei Atlético soll Félix den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und wird vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln. 

Eine Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, hatte Benfica vor einer Woche mitgeteilt. Félix hat nach Atlético-Angaben vom Mittwoch den Medizincheck bestanden und einen Siebenjahresvertrag unterschrieben.

2. Juli: USA ziehen ohne Rapinoe ins WM-Finale ein

Die US-amerikanischen Fußballerinnen haben zum dritten Mal in Folge das Finale der Fußball-Weltmeisterschaften erreicht. In einem rasanten Spiel bezwang die Elf von Trainerin Jil Ellis England knapp mit 2:1 und trifft im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr) auf Europameister Niederlande oder Schweden. Vor knapp 60.000 Zuschauern im Stade de Lyon bracht Christen Press die US-Girls schon in der zehnten Minute in Führung. Ellen White glich nur neun Minuten später für England aus. Den Siegtreffer markierte schließlich Starstürmerin Alex Morgan. An ihrem 30. Geburtstag erzielte sie bereits ihr sechstes Turniertor.

In der 84. Minute verpasste Englands Spielführerin die große Chance zum Ausgleich. US-Keeperin Alyssa Naeher entschärfte ihren schwach getretenen Elfmeter ohne große Mühe und die USA brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Bemerkenswert: Megan Rapinoe, die das Turnier bisher maßgeblich mitgeprägt und unter anderem die wichtigen Tore zum 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich erzielt hatte, saß über 90 Minuten auf der Bank. Aus Teamkreisen wurde bekannt, dass sie sich beim Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt hat.

2. Juli: Nationalelf zieht während der EM zu Adidas

Die Wahl von Bundestrainer Joachim Löw fiel auf Herzogenaurach. Direkt am Firmensitz des DFB-Sponsors bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Stammquartier bei der EM 2020. Das Löw-Team wird im Adidas-Campus logieren und trainieren. „Wir schlagen unser Camp während der EM 2020 in der Adidas World of Sports in Herzogenaurach auf“, teilte der DFB am Dienstag über die sozialen Medien mit. 

Im weitläufigen Bereich am Firmensitz des DFB-Sponsors sind schon jetzt zahlreiche Fußballplätze, Fitnessbereiche und andere Sportmöglichkeiten wie Laufbahnen, Trampolins, Beachvolleyball- und Tennisplätze sowie Boulder- und Kletteranlagen integriert. Diese sollen für den Aufenthalt des DFB-Team noch erweitert werden. Erst jüngst war die in 34 Monaten errichtete neue Konzernzentrale fertig geworden. Sie erinnert optisch an ein Fußballstadion und bietet auf 52 000 Quadratmetern rund 2000 Mitarbeitern Platz. 

1. Juli: Deutsches Erstrunden-Debakel: Auch Zverev scheitert in Wimbledon 

Hoffnungsträger Alexander Zverev hat in Wimbledon gleich zum Auftakt gepatzt und das deutsche Erstrunden-Debakel beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt komplettiert. Der 22-jährige Hamburger unterlag am Montag überraschend dem tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely und reihte sich damit in die Niederlagen- Serie ein. An einem frustrierenden deutschen Tennis-Tag auf der altehrwürdigen Anlage im Südwesten Londons schied auch der Weltranglisten-Fünfte nach einem 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 aus. Noch nie war Zverev bei seinen vier Wimbledon-Teilnahmen zuvor in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal hatte ihm Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann sogar den erstmaligen Sprung ins Halbfinale zugetraut.

Um 17.43 Uhr Ortszeit stand damit fest, dass kein einziger der sieben deutschen Starter – fünf Herren und zwei Damen – am Eröffnungstag die zweite Runde erreichte. Philipp Kohlschreiber blieb dabei gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic ohne Chance. Das anfangs 14 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bunds reduzierte sich bereits nach dem ersten Tag um die Hälfte. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun noch mehr auf Angelique Kerber. Die Titelverteidigerin greift wie sechs weitere deutsche Teilnehmer am Dienstag erstmals in das Spielgeschehen ein. Gegen die Schwäbin Tatjana Maria steht auch die Kielerin vor einer kniffligen Aufgabe.

1. Juli: Kohlschreiber verpasst Wimbledon-Überraschung gegen Djokovic 

Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber hat in Wimbledon eine Überraschung gegen Titelverteidiger Novak Djokovic klar verpasst. Der Augsburger unterlag am Montag dem serbischen Tennis-Weltranglisten-Ersten im ersten Spiel auf dem Centre Court 3:6, 5:7, 3:6. Nach 2:02 Stunden nutzte Djokovic seinen ersten Matchball zum elften Sieg im 13. Vergleich mit dem 35-jährigen Kohlschreiber. Der frühere Schützling von Boris Becker ist an Position eins gesetzt und strebt seinen fünften Wimbledon-Titel an. Für Kohlschreiber endete seine 60. Teilnahme an einem der vier Grand-Slam-Turniere damit gleich am Eröffnungstag.

1. Juli: Löw sieht Kuntz als Nachfolge-Kandidat

Plötzlich spricht Joachim Löw selbst erstmals konkreter über einen möglichen Nachfolger als Bundestrainer – und Stefan Kuntz ist einer von zwei Kandidaten. Die erste Dienstreise nach seiner krankheitsbedingten Pause führte Löw zum EM-Finale der deutschen U21-Mannschaft nach Italien, wo er mit Trainer Kuntz plauderte und den 56-Jährigen gleich für Höheres empfahl. Eine verbandsinterne Lösung sei für die Zeit nach seiner Bundestrainer-Epoche eine nahe liegende Option, machte der DFB-Chefcoach deutlich. „Wir haben zwei Trainer beim DFB, die absolut die Fähigkeiten haben, Bundestrainer zu werden: Stefan Kuntz und Marcus Sorg“, sagte Löw der „Bild“.

„Beide haben sehr viel Empathie, das ist heute wichtig bei den jungen Spielern, dass man Zugang zu ihnen bekommt und sie auf einer persönlichen Schiene erreicht. Das können beide sehr gut“, ergänzte der Bundestrainer. Kuntz zeige „trotz aller Konzentration und Disziplin immer auch ein bisschen Leichtigkeit, ein bisschen Fröhlichkeit“. Löws Vertrag läuft noch bis nach der WM 2022, der von Kuntz bis nach Olympia 2020.

30. Juni: Deutsche U21 verliert WM-Finale gegen Spanien

Aus und vorbei: Der Traum vom nächsten EM-Titel ist für Stefan Kuntz und die deutsche U21 in einer dramatischen Final-Nacht geplatzt. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff musste sich der Titelverteidiger am Sonntag in Udine trotz großen Kampfes Spanien mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. In einem hochklassigen und intensiven Endspiel sorgten Fabián Ruiz (7. Minute) und mitten in einer deutschen Drangphase Dani Olmo (69.) für den fünften Sieg der spanischen Nachwuchsauswahl bei einer Fußball-Europameisterschaft. Nadiem Amiri sorgte mit seinem späten Anschluss für noch mehr Nervenkitzel in der Schlussphase (88.).

Nach spektakulärem Offensivfußball um Torschützenkönig Luca Waldschmidt in den vorangegangenen Turnierspielen lief die deutsche Mannschaft dem verkorksten Start trotz imponierender Leistungssteigerung vergeblich hinterher. Vor 23 232 Zuschauern im ausverkauften Stadion Friuli gelang trotz aller Mühen in der Neuauflage des Endspiels von 2017, als Deutschland 1:0 siegte, kein Comeback. Im vierten Finale einer U21-EM war es die zweite Niederlage. Außer 2017 hatte die DFB-Elf 2009 den Titel geholt. 

30. Juni: Verstappen krönt Aufholjagd mit Sieg in Spielberg

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat das Formel-1-Rennen von Österreich gewonnen. Der Niederländer raste trotz eines verpatzten Starts am Sonntag beim Grand Prix in Spielberg zu seinem sechsten Karriere-Sieg und verwies in einer packenden Schlussphase Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc auf den zweiten Platz. Dritter wurde Valtteri Bottas im Mercedes vor Vettel, den eine fatale Panne an der Box wertvolle Zeit kostete. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete nur auf Position fünf. Verstappen wiederholte seinen Vorjahreserfolg, wurde aber von den Rennkommissaren wegen eines Überholmanövers vorgeladen. Diese werteten die letztlich rennentscheidende Attacke des Niederländers nach dreistündiger Beratung aber nur als Rennzwischenfall, sodass Verstappen seinen Sieg behalten durfte. Er hatte drei Runden vor Schluss den in Führung liegenden Leclerc attackiert. Dabei berührten sich die beiden Boliden und der Ferrari-Pilot musste ausweichen.  

30. Juni: Frodeno ringt Kienle beim Ironman in Frankfurt nieder

Triathlet Jan Frodeno hat zum dritten Mal die Ironman European Championships gewonnen. Der 37-Jährige setzte sich in einem spektakulären Rennen bei tropischen Temperaturen nach 7:56:02 Stunden gegen Sebastian Kienle durch. Der gebürtige Kölner ergriff früh beim Schwimmen die Initiative, benötigte für die 3,8 Kilometer nur etwas mehr als 47 Minuten und sprang als Erster aus dem Langener Waldsee. Nur drei Minuten dahinter schnappte sich Kienle seine Rennmaschine – zuvor war der Knittlinger noch in eine Glasscherbe getreten.

Trotz eines Ausritts ins Grüne behauptete sich Frodeno auch auf dem Rad mehr als vier Stunden an der Spitze des Rennens. Kienle ließ sich von der Verletzung am Fuß nicht stören – selbst ein schleichender Platten hinderte in nicht daran, wenige Kilometer vor dem zweiten Wechsel zu Frodeno aufzuschließen. Rad an Rad erreichte das Duo nach gut 180 Kilometern den Mainkai. Im Wechselzelt entfernte eine Ärztin den Glassplitter aus Kienles Fuß, sodass Frodeno mit einem kleinen Polster auf den Marathon ging. In der zweiten von vier Runden hatte Kienle das Loch erneut zugelaufen und ging sogar am Triathlon-Olympiasieger von 2008 vorbei. Der konterte aber, schüttelte den Ironman-Weltmeister von 2014 wieder ab und krönte sich mit knapp vier Minuten Vorsprung zum dritten Mal zum Ironman-Europameister. „Das war eins der schönsten Rennen meines Lebens“, sagte er später am ARD-Mikrofon. Dafür lohne es sich aufzustehen. Kienle lief nach 8:00:01 Stunden als Zweiter auf dem Frankfurter Römerberg ins Ziel. Für den deutschen Dreifachsieg sorgte Franz Löschke, der seine Frankfurt-Premiere nach 8:17:24 Stunden ins Ziel brachte.

Ironman-Weltmeister Patrick Lange erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der 32-jährige Darmstädter verlor beim Radfahren schnell den Anschluss und hatte danach noch Pech mit dem Material. Sowohl Frodeno als auch Kienle überrundeten den Hawaii-Champion von 2017 und 2018 auf der Marathonstrecke.

29. Juni: Niederlande löst Ticket für WM-Halbfinale

Sollten die deutschen Fußballfrauen am Abend das Halbfinale der Frauenfußball-WM in Frankreich erreichen, treffen sie auf das Team der Niederlande. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann bezwang am Samstag in Valenciennes Italien mit 2:0. Die Tore im Stade du Hainaut erzielten Vivianne Miedema (70.) und Stefanie Van Der Gragt (80.) jeweils per Kopf. Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad waren die Azurri letztlich chancenlos. Die Elftal ist erst zum zweiten Mal überhaupt bei einer WM-Endrunde dabei. Vor vier Jahren in Kanada scheiterte das Team im Achtelfinale an Japan. 

29. Juni: Kerber scheitert im Finale von Eastbourne

Angelique Kerber hat ihren ersten Turniersieg seit dem Wimbledon-Titel verpasst. Die Kielerin verlor am Samstag das Finale des WTA-Turniers im englischen Eastbourne gegen Karolina Pliskova. Das über weite Strecken einseitige Match dauerte nur 71 Minuten. Die Tschechin bezwang Kerber klar in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:4. Für Pliskova, derzeit Dritte der Weltrangliste, war es bereits der 14. Turniersieg auf der WTA-Tour. Die 31-jährige Deutsche wartet dagegen weiter auf ihren nächsten Titel. Am Dienstag trifft sie auf dem „Heiligen Rasen“ von Wimbledon in ihrer Erstrundenpartie auf die Schwäbin Tatjana Maria.

28. Juni: Titelverteidiger USA nach Sieg gegen Frankreich im WM-Halbfinale

Dank Superstar Megan Rapinoe hat die USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen weiter die Titelverteidigung im Visier. Durch zwei Tore der überragenden Spielführerin setzten sich die US-Amerikanerinnen am Freitagabend in Paris gegen Gastgeber Frankreich mit 2:1 (1:0) durch und treffen nun im Halbfinale am Dienstag in Lyon (21.00 Uhr) auf England.

Vor 49 000 Zuschauern im ausverkauften Prinzenpark brachte Rapinoe mit einem direkt verwandelten Freistoß ihr Team bereits in der fünften Minute in Front. Nach der Pause sorgte sie nach einem Konter in der 65. Minute für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer durch Wendie Renard in der 81. Minute kam für Frankreich zu spät. Für die frenetisch angefeuerten Französinnen endete das im Vorfeld zum „Le Grand Match“ stilisierte Duell und das Heim-Turnier mit einer bitteren Enttäuschung.  

27. Juni: AC Mailand vom Europapokal ausgeschlossen

Der italienische Spitzenclub AC Mailand ist wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play für die kommende Saison aus dem Fußball-Europapokal ausgeschlossen worden. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS . Milan hatte in der vergangenen Saison den fünften Platz belegt und wäre für die Europa League spielberechtigt gewesen.

Der siebenmalige Gewinner der Champions League bzw. des Europapokals der Landesmeister war ursprünglich für die Spielzeit 2018/19 von der UEFA wegen eines deutlichen Transferminus in den Jahren zuvor ausgeschlossen worden. Dagegen hatte Milan vor dem CAS Einspruch eingelegt.

27. Juni: Unangemeldete Dopingkontrolle bei DFB-Frauen in Frankreich

Bei den deutschen Fußball-Frauen hat es am Donnerstagmorgen eine unangemeldete Dopingkontrolle gegeben. Vier Spielerinnen seien kontrolliert worden, sagte DFB-Sprecherin Annette Seitz. Die ursprünglich ab 10.15 Uhr angesetzte Trainingseinheit habe deswegen etwas später begonnen. Die deutschen Fußballerinnen bereiten sich derzeit in der Nähe von Rennes auf ihr Viertelfinalspiel am Samstag gegen Schweden (18.30 Uhr/ZDF und DAZN) vor.

27. Juni: Atlético Madrid bietet 126 Millionen für Wunderkind João Félix 

Der spanische Erstligist Atlético Madrid hat das höchste Angebot seiner Clubgeschichte für den portugiesischen Jungstürmer João Félix abgegeben. Die Rojiblancos wollten 126 Millionen Euro für den Angreifer zahlen, teilte Benfica Lissabon am späten Mittwochabend mit, wo der 19-jährige Shootingstar derzeit unter Vertrag steht. Die Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, so Benfica. Eine Zustimmung der Portugiesen gilt als so gut wie sicher. 

Zuvor hatten sich zahlreiche europäische Spitzenclubs um eine Verpflichtung des Offensivspielers bemüht. Im Europa-League-Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt hatte er beim 4:2-Sieg Benficas im Hinspiel drei Tore erzielt. In Madrid soll Félix, der seit kurzem auch in Portugals Nationalelf spielt, den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln.

27. Juni: Das kosten die Dauerkarten in der Fußball-Bundesliga

Aufsteiger SC Paderborn war am Mittwoch nicht nur der letzte Bundesligist, der seine Ticketpreise veröffentlichte, die Ostwestfalen setzten sich mit einem Dauerkartenpreis von 225 Euro auch direkt an die Spitze des Rankings. Das sind satte 30 Euro mehr als in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Der Preis gilt für einen nicht ermäßigten Stehplatz bei den 17 Heimspielen des SCP in der Benteler-Arena. 219 Euro zahlen Fans von Borussia Dortmund für alle Heimspiele ihres BVB. Für nur 165 Euro sind die Anhänger des 1. FC Köln bei allen 17 Spielen dabei, in Wolfsburg und bei Rekordmeister Bayern München kostet eine Saison-Dauerkarte gar nur 145 Euro. Nur fünf Euro mehr müssen die Fans der TSG Hoffenheim für einen Stehplatz in der PreZero Arena zahlen. Im Mittelfeld reiht sich der 1. FC Union Berlin in Sachen Dauerkartenpreise ein. Die 17 Spiele der „Eisernen“ an der Alten Försterei kosten 187 Euro. 

26. Juni: FC Bayern soll über Dembélé-Transfer als Plan B nachdenken

Der FC Bayern München denkt nach Informationen der „Sport Bild“ über eine Verpflichtung des früheren Dortmunders Ousmane Dembélé nach. Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe „einen spektakulären Plan B“, falls der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané nicht zustande kommt, schreibt das Magazin am Mittwoch ohne Angabe von Quellen. Als Befürworter einer Verpflichtung des Offensivspielers vom FC Barcelona soll der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gelten. Dembélé war 2017 vom BVB nach Barcelona gewechselt und hat dort noch einen Vertrag bis 2022. 

Bei Sané zeichnet sich aktuell ein Verbleib bei Manchester City ab. Auch Nationalteamkollege Toni Kroos rechnet nicht mit einem Wechsel des 23-Jährigen nach München. „Wenn Leroy zu Bayern gehen sollte, dann wäre das wohl ein riesengroßer Transfer für Bayern, den es in diesem finanziellen Rahmen noch nie gab. Daher hätte er eine gewisse Garantie, regelmäßig zu spielen“, sagte Kroos der „Sport Bild“ und ergänzte: „Bayern hat allerdings mit Kingsley Coman und Serge Gnabry auch gute Spieler auf dieser Position. Ich glaube ohnehin nicht, dass der Transfer zustande kommt. Das ist jedoch nur mein Gefühl.“

Aus Man-City-Sicht würde er Sané „definitiv nicht gehen lassen oder ihn zumindest so teuer machen, dass Bayern ihn nicht mehr bezahlt“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

25. Juni: Italien und Niederlande siegen – WM-Viertelfinale komplett

Das Viertelfinale der Fußball-WM der Frauen in Frankreich ist komplett. Als letztes Team zog Europameister Niederlande in Rennes mit einem glücklichen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den überlegenen WM-Zweiten Japan in die Runde der besten acht Mannschaften ein. Die Oranjeleeuwinnen gingen durch die einst für den FCR Duisburg spielende Lieke Martens (17. Minute) in Führung. Doch Yui Hasegawa (43.) traf kurz vor der Pause in der sehr unterhaltsamen Partie vor 21.076 Zuschauern zum Ausgleich. Martens vom FC Barcelona markierte dann in der Nachspielzeit (90.+1) mit einem trotz Video-Überprüfung umstrittenen Handelfmeter den Siegtreffer. Die Niederländerinnen sind ein möglicher Halbfinal-Gegner der deutschen Mannschaft, treffen im Viertelfinale aber zunächst am Samstag auf Italien. Die Italienerinnen hatten zuvor erstmals die zweite K.o.-Runde bei einer WM erreicht. Valentina Giacinti (15.) und Aurora Galli (49.) erzielten die Treffer beim 2:0 (1:0)-Sieg in Montpellier gegen den deutschen WM-Auftaktgegner China.

Die Viertelfinal-Begegnungen: Norwegen – England (Donnerstag, 21 Uhr, in Le Havre); Frankreich – USA (Freitag, 21 Uhr, in Paris); Italien – Niederlande (Samstag, 15 Uhr, in Valenciennes), Deutschland – Schweden (Samstag, 18.30 Uhr, in Rennes)

25. Juni: Suárez reklamiert Handspiel von gegnerischem Torwart

Ja, der Torhüter darf im Fußball im eigenen Strafraum die Hand zur Hilfe nehmen. Dieser Tatsache war sich Uruguays Stürmerstar Luis Suárez wohl nicht ganz bewusst, als er beim 1:0-Sieg seiner Nationalmannschaft gegen Chile bei der Südamerikameisterschaft gestenreich ein Handspiel von Torhüter Gabriel Arias reklamierte. Oder hatte das jüngste Wirrwarr um die Handspielregel den Angreifer durcheinandergebracht? 

Der Keeper hatte einen Schuss von Suarez aus spitzem Winkel am Fünfmeterraum zur Ecke abgewehrt. Suarez riss die Arme in die Höhe und reklamierte sichtbar Richtung Schiedsrichter: Handspiel! „Eine surrealistische Reaktion“, schrieb das spanische Fußball-Portal „Marca“. 

Rekordmeister Uruguay beendete die Gruppenphase der Copa América als Tabellenführer. Edinson Cavani traf am Montagabend im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro in der 82. Minute zum 1:0-Endstand. Auch Titelverteidiger Chile ist für das Viertelfinale qualifiziert. Uruguay trifft am Samstag in Salvador auf Peru. Chile spielt am Freitag in São Paulo gegen Kolumbien. Auch dann dürfen die Torhüter den Ball im eigenen Strafraum in die Hand nehmen.

25. Juni: Bericht: Neymar einigt sich mündlich mit FC Barcelona

Der Wechsel des brasilianischen Superstars Neymar von Paris Saint-Germain zurück zum FC Barcelona steht nach Angaben der spanischen Zeitung „Sport“ bevor. Der 27 Jahre alte Stürmer habe eine mündliche Vereinbarung mit den Katalanen für die kommenden fünf Spielzeiten getroffen, schreibt das Blatt am Dienstag.

 Sein Wunsch, wieder für Barça zu spielen, sei so groß, dass er die Bedingungen von Präsident Josep Maria Bartomeu akzeptiert habe. Demnach soll Neymars Gehalt in Barcelona künftig deutlich unter dem in Paris liegen. Zuvor hatte das Blatt berichtet, dass Neymar mehreren Barcelona-Spielern auf WhatsApp geschrieben habe: „Entspannt euch, ich komme zurück.“

Beim französischen Fußball-Meister Paris hatte Vereinschef Nasser Al-Khelaïfi in einem Interview des Fachmagazins „France Football“ überraschend erklärt: „Niemand hat ihn gezwungen, hier zu unterschreiben, niemand hat ihn gedrängt. Natürlich gibt es Verträge, die zu respektieren sind, aber wichtiger wird in Zukunft die absolute Bindung an unser Projekt sein.“ 

Neymar steht beim Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel noch bis 2022 unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatte der Angreifer mit seinem 222-Millionen-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG für Schlagzeilen gesorgt.

24. Juni: Schwedinnen fordern deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Frauen-WM

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in Rennes auf Schweden. Das Drei-Kronen-Team setzte sich in Paris knapp mit 1:0 (0:0) gegen Kanada durch. Das Siegtor für die Mannschaft von Trainer Peter Gerhardsson erzielte in einer mäßigen Achtelfinalpartie Stina Blackstenius in der 55. Spielminute. Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl verhinderte eine mögliche Verlängerung, als sie einen Handelfmeter von Janine Beckie (69.) großartig parierte. Die Schwedinnen waren in den vergangenen Jahren stets ein „Lieblingsgegner“ der DFB-Auswahl, die fast alle entscheidenden Duelle mit den Skandinavierinnen bei großen internationalen Turnieren gewinnen konnten. 

Zuvor hatte Titelverteidiger USA dank zweier Elfmetertore mit einem 2:1 (1:1)-Sieg in Reims gegen Spanien das Viertelfinale erreicht. Dadurch kommt es nun am Freitag (21 Uhr) zum „vorgezogenen Finale“ der US-Frauen gegen Gastgeber Frankreich.25-Olympische Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina-6051931370001

24. Juni: Olympische Winterspiele 2026 finden in Mailand statt

Mailand wird 2026 Schauplatz der XXV. Olympischen Winterspiele sein. Die Mehrheit der 82 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees stimmte auf der Vollversammlung in Lausanne für die italienische Modestadt und gegen Mitbewerber Stockholm. 20 Jahre nach den Spielen in Turin wird das Sportspektakel auf Eis und Schnee nicht nur erneut nach Italien zurückkehren, sondern wieder in eine klassische Wintersportregion in Europa. Zuletzt waren Vancouver (2010), Sotschi (2014) und Pyeongchang in Südkorea (2018) Gastgeber. 2022 wird es Peking sein. Das vor der Wahl favorisierte Mailand war zusammen mit Cortina d’Ampezzo angetreten, wo 1956 bereits die Winterspiele ausgetragen wurden. Stockholm und Are scheiterten – obwohl es noch nie Winterspiele in Schweden gab – nicht zuletzt an der mangelnden Unterstützung in der Bevölkerung.

23. Juni: 1:1 gegen Österreich – Deutsche U21 steht im EM-Halbfinale +++

Deutschlands U21-Fußballer haben mit einem Remis im dritten EM-Spiel den Einzug ins Halbfinale und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 perfekt gemacht. Der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz reichte in Udine im dritten Vorrundenspiel ein 1:1 (1:1) gegen Österreich für den Gruppensieg. Damit steht der DFB-Nachwuchs zum dritten Mal in Serie im Halbfinale einer U21-EM. Der Gegner in der Partie am Donnerstag steht noch nicht fest. Stürmer Luca Waldschmidt hatte die deutsche Mannschaft mit seinem fünften Turniertor in Führung geschossen (14. Minute), Augsburgs Kevin Danso gelang vor 9100 Zuschauern der Ausgleich (24./Foulelfmeter).

Luca Waldschmidt

23. Juni: Andy Murray gewinnt bei Comeback Doppel-Titel

Der zweimalige Wimbledonsieger Andy Murray hat sein Comeback auf der Tennis-Tour mit dem Sieg im Doppel-Wettbewerb von Queens veredelt. Der 32 Jahre alte Schotte gewann mit dem Spanier Feliciano Lopez am Sonntag das Endspiel gegen Rajeev Ram und und Joe Salisbury aus den USA und Großbritannien 7:6 (8:6), 5:7, 10:5. Wegen seiner langwierigen Schmerzen an der Hüfte hatte Murray bei den Australian Open sein baldiges Karriereende angekündigt und sich dann einer Operation unterzogen. Auch in Wimbledon, das am 1. Juli beginnt, will der frühere Weltranglisten-Erste im Doppel sowie im Mixed antreten.

23. Juni: Sané soll Wechsel zum FC Bayern nicht in Betracht ziehen

Es wäre der Wechsel des Sommers gewesen, doch nun scheint er in weite Ferne gerückt zu sein. Wie die britische „Sun“ berichtet, soll Leroy Sané Freunden gegenüber klargestellt haben, dass er nicht zum FC Bayern München wechseln wird. Er werde dem Wechsel eine „Abfuhr“ erteilen und bei Manchester City bleiben, heißt es in dem Bericht. Sein Vertrag bei dem Verein von Trainer Pep Guardiola läuft noch bis 2021. Der 23-Jährige glaube, dass die Premier League die bessere Liga sei. Außerdem würde ihn laut „Sun“ die massive Beobachtung, unter der er in Deutschland stünde, stören.

23. Juni: Hamilton gewinnt auch in Frankreich – Vettel Fünfter

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen von Frankreich gewonnen und seine WM-Führung weiter ausgebaut. Der britische Mercedes-Pilot setzte sich in Le Castellet vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch und feierte im achten Saisonlauf seinen sechsten Sieg. Der deutsche Ferrari-Star Sebastian Vettel aus Heppenheim musste sich mit Platz fünf begnügen und landete noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc aus Monaco und Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden. Hamilton wiederholte auf dem Kurs in Südfrankreich seinen Sieg aus dem Vorjahr und liegt in der WM-Wertung nun schon 76 Punkte vor Vettel.

23. Juni: Flick wird wohl Co-Trainer beim FC Bayern

Hansi Flick wird laut einem Medienbericht neuer Co-Trainer beim FC Bayern München. Wie der „Kicker“ berichtet, erhält der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw beim deutschen Meister einen Zweijahresvertrag. Beim Trainingsauftakt am 8. Juli soll der 54-Jährige bei den Münchnern dabei sein. Flick wird damit Nachfolger von Peter Hermann, der die Bayern nach der Saison verlassen hatte.

Flick war von 1985 bis 1990 Profi beim FC Bayern. Er lief in 104 Liga-Partien auf und wurde mit den Münchnern viermal Meister. An der Seite von Löw hatte Flick von 2006 bis zum WM-Gewinn 2014 gearbeitet. Anschließend war er als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und als Geschäftsführer bei 1899 Hoffenheim tätig. 

21. Juni: Kein Gelb für Torhüterinnen – Fifa schwächt neue Elfmeter-Regel ab

Die Torhüterinnen bei der Frauen-WM müssen bei Elfmeterschießen in der K.o.-Phase keine Gelben Karte mehr befürchten, wenn sie sich zu früh von der Linie bewegen. Die Regel wurde auf Antrag der Fifa für das Turnier in Frankreich ausgesetzt. Das teilte das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (Ifab) am Freitag mit.

Als Begründung nannte das Ifab, dass die Kontrolle durch den Video-Schiedsrichter, entsprechende Vergehen zu erkennen, als Abschreckung ausreiche. Man wolle vermeiden, dass eine Torhüterin möglicherweise durch eine zweite Gelbe Karte während eines Elfmeterschießens des Feldes verwiesen werde und dann den Regel entsprechend eine Feldspielerin im Tor stehen müsse.

Bewegt sich eine Torhüterin mit beiden Beinen vor dem Schuss von der Torlinie, wird der Elfmeter wiederholt. In der Gruppenphase waren mehrere Torhüterinnen für ein entsprechendes Vergehen verwarnt worden. Bei Elfmetern im Spielverlauf bleibt die Verwarnungsregel bestehen. Seit dem 1. Juni können sich Torhüter mit einem Fuß schon vor dem Schuss von der Torlinie entfernen.

21. Juni: Deutschland trift bei Frauen-WM auf Nigeria

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) auf Nigeria. Das stand nach dem Abschluss der kompletten Vorrunde fest. Die USA sicherten sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg in Le Havre gegen Schweden den Sieg in der Gruppe F und holten die maximale Punktzahl von neun Zählern. 

Lindsey Horan brachte das US-Team von Trainerin Jill Ellis schon in der 3. Spielminute in Führung, ehe Jonna Andersson (50.) ein Eigentor unterlief. Damit kann die deutsche Mannschaft im Fall eines Weiterkommens frühestens im Finale auf Titelverteidiger USA treffen. 

Der Ausgang der andere Partie zwischen Thailand und Chile entschied letztlich über den nächsten deutschen Gegner. WM-Neuling Chile hätte in Rennes mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um den bis dato viertbesten Gruppendritten, Nigeria, noch den letzten Achtelfinalplatz abzujagen. 

Nach einem Eigentor der thailändischen Torhüterin Waraporn Boonsing (48.) lagen die Südamerikanerinnen auch 1:0 vorn, und nach dem 2:0 von Maria Jose Urrutia (80.) wurde es noch einmal richtig spannend. Vier Minuten vor dem Ende verpasste Chile durch einen verschossenen Strafstoß von Francisca Lara, die nur die Latte traf, den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams.

Fotostrecke: Verstorbene Promis 2019

+++ 20. Juni: Torfabrik läuft weiter: Deutsche U21-Auswahl gewinnt auch zweites EM-Gruppenspiel deutlich +++

Deutschlands U21-Nationalmannschaft hat nach dem zweiten Sieg im zweiten EM-Spiel beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale und die Olympia-Qualifikation. Die Auswahl von Stefan Kuntz setzte sich am Abend in Triest mit 6:1 (3:0) gegen Serbien mit dem Frankfurter Luka Jovic durch und hat sechs Punkte aus zwei Spielen. Der Augsburger Marco Richter (16. Minute), Dreifach- Torschütze Luca Waldschmidt vom SC Freiburg (30./37./80.), Dortmunds Mahmoud Dahoud (69.) und Arne Maier (90.+2) trafen vor 9837 Zuschauern für den deutschen Fußball-Nachwuchs. Andrija Zivkovic verwandelte für die Serben einen Foulelfmeter (85.). Der DFB-Elf reicht im letzten Vorrunden-Spiel gegen Österreich am Sonntag nun ein Punkt für den Gruppensieg und damit den sicheren Einzug ins Halbfinale.

+++ 20. Juni: Österreicher Strasser holt sechsten Sieg beim Race Across America +++

Mit seinem dritten Sieg in Serie und dem sechsten insgesamt hat sich Extremsportler Christoph Strasser endgültig in die Geschichtsbücher des legendären „Race Across America“ eingetragen. Bei seinem neunten Start fuhr der 36-Jährige aus der Steiermark erneut in einer eigenen Liga. Begleitet von einem zwölf-köpfigen Team bewältigte er die knapp 5.000 Kilometer von der West- zur Ostküste der USA in acht Tagen, sechs Stunden und 51 Minuten. Das entspricht einem Durchschnittstempo von fast 25 Kilometern pro Stunde. Dabei verbrachte Strasser nach eigenen Angaben nicht einmal zehn Stunden in der Waagrechten. Umso mehr freute er sich im Ziel auf den wohlverdienten Schlaf. „Ich denke es werden alle feiern gehen – nicht alle, denn ich freue mich schon sehr auf mein Bett“, sagte der Ultra-Radsportler. Strasser schaffte als Erster überhaupt den Hattrick beim wahrscheinlich härtesten Radrennen der Welt – mit sagenhaften 35.000 Höhenmetern. Erschwert wurde der Weg in diesem Jahr von heftigem Regen, der nicht nur dem Österreicher in den ersten drei Tagen (und Nächten) schwer zu schaffen machte. Auf dem Weg zum zweiten Platz ist der Slowene Marko Baloh, der bei Strassers Zieldurchfahrt am Mittwochabend 22:29 Uhr Ortszeit noch 500 Kilometer vor sich hatte.

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Quelle: stern.de

Paris Saint-Germain: Neymar droht Strafe: PSG-Trainingsauftakt verpasst

Brasiliens Superstar Neymar droht Ärger mit seinem Arbeitgeber Paris Saint-Germain. Der derzeit noch verletzte 27-Jährige war am Montag unentschuldigt dem Trainingsauftakt des französischen Fußball-Meisters ferngeblieben.

Neymar, der am Sonntag noch in Rio de Janeiro beim Copa-América-Triumph der brasilianischen Nationalmannschaft im Maracanã-Stadion auf der Tribüne saß, muss nun eine Bestrafung befürchten.

Neymar sei nicht zum vereinbarten Zeitpunkt und Ort anwesend gewesen. «Dies erfolgte ohne vorherige Genehmigung des Clubs. Der Verein bedauert diese Situation und wird daher geeignete Maßnahmen ergreifen», hieß es in einer offiziellen Mitteilung des Clubs des deutschen Trainers Thomas Tuchel. Weitere Details gab der Verein nicht bekannt.

Neymar war 2017 für die bisherige Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt. Sein Vertrag beim Tuchel-Club läuft noch bis 30. Juni 2022. Neymar, der im Juni von einer Frau der Vergewaltigung bezichtigt wurde, will aber zurück nach Spanien. «Wir wissen, dass er PSG verlassen möchte. Aber wir wissen auch, dass PSG ihn nicht gehen lassen will», hatte Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu vor kurzem gesagt. Sein Club gilt derzeit als Favorit für eine mögliche Verpflichtung von Neymar.

Quelle: stern.de

Wimbledon: Bemerkenswerter Auftritt von Teenie Cori Gauff beendet

Am Ende ihres bemerkenswerten Wimbledon-Abenteuers wartete Tennis-Teenager Cori Gauff beim Abschied von Court 1 höflich auf ihre Gegnerin Simona Halep. Das begeisterte Publikum auf der prall gefüllten Tribüne bedachte die 15-Jährige mit frenetischem Applaus.

Trotz des nächsten couragierten Auftritts ist die junge Amerikanerin am Manic Monday des prestigeträchtigsten Tennis-Turniers der Welt im Achtelfinale ausgeschieden. Die frühere Weltranglisten-Erste Halep war für die jüngste Qualifikantin der Wimbledon-Historie dann doch zu stark. Mit dem 3:6, 3:6 gegen die French-Open-Gewinnerin von 2018 verpasste Gauff das Viertelfinale beim Rasenklassiker im Südwesten Londons am Ende deutlich.

«Ich hoffe, die Leute haben über mich gelernt, dass ich ein Kämpfer bin, das ich niemals aufgebe. Ich hatte trotzdem Spaß auf dem Platz, auch wenn ich verloren habe», sagte Gauff.

Die Grand-Slam-Debütantin und High-School-Schülerin verabschiedete sich enttäuscht, «super-stolz» und ebenso abgeklärt. «Ich habe viel gelernt. Ich habe gelernt, wie man vor einem großen Publikum spielt. Ich habe gelernt, wie man mit Druck spielt», sagte das Toptalent, zog ihre Nase hoch und drehte ihren Stuhl ein wenig hin und her.

An einem Wimbledon-Tag mit dem unerwarteten Aus für die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty, die tschechische Spitzenspielerin Karolina Pliskova und die zweimalige Siegerin Petra Kvitova blieb damit eine noch größere Überraschung aus. Von den ersten Sechs der Setzliste mischt damit keine in der Runde der besten acht mit. Die US-Amerikanerin Serena Williams spielt dagegen ebenso wie die Rumänin Halep am Dienstag um den Einzug ins Halbfinale und hielt die Hoffnung auf ihren 24. Grand-Slam-Titel und das Einstellen des Allzeit-Rekords der Australierin Margaret Court aufrecht.

Grand-Slam-Debütantin Gauff stemmte sich bei den ersten beiden Matchbällen für Halep noch gegen das Aus. Bei der dritten Chance ihrer Gegnerin brachte dann der bange Blick auf die Videoleinwand Gewissheit, dass ihr Ball im Aus gelandet war.

Die jüngste Wimbledon-Achtelfinalistin seit Jennifer Capriati vor 28 Jahren und jüngste Grand-Slam-Achtelfinalistin seit Anna Kurnikowa bei den US Open 1996 hatte bei ihren drei Hauptfeld-Siegen zuvor die Herzen zahlreicher Fans gewonnen. Auch gegen Halep wurden Spielgewinne des Youngsters begeistert bejubelt. «Ich habe mich nicht 100 Prozent gefühlt», sagte Gauff. Sie wisse nicht genau, was es sei.

Auch Halep, ist nun die am höchsten platzierte, verbliebene Spielerin im Feld. Sie ließ Gauff nach deren überraschender Erfolgsserie insbesondere zu Beginn der Partie hart für ihre Punkte arbeiten. Im zweiten Satz fasste sich die Außenseiterin zwischenzeitlich an den Bauch, nahm eine medizinische Auszeit und schien eine Tablette zu schlucken. Nach 74 Minuten war die diesjährige Show von Gauff beendet. Nur dank einer Wildcard hatte sie einen Platz in der Qualifikation sicher. Noch ist Gauff die Nummer 313 der Welt. Nach dem Turnier wird sie in die Top 150 vorrücken – bis zur Spitze ist es noch ein weiter Weg. Ihr Potenzial hat sie aber gezeigt.

Bei ihrer Grand-Slam-Premiere hatte sich das Leben der Jugendlichen in «Sekundenschnelle» gewandelt: Aus einem Tennis-Talent mit vielversprechender Zukunft wurde eine Achtelfinalistin der Gegenwart. Die Erfolge könnten schnell zu früh kommen, hatte BBC-Kommentator John McEnroe gewarnt. Die Russin Kurnikowa beendete ihre Karriere, ohne einen Titel gewonnen zu haben. Capriati verlor einst die Kontrolle über ihr Leben. Um Talente wie Gauff zu schützen, ist die Anzahl der WTA-Turniere, die sie spielen dürfen, auf zehn im Jahr beschränkt.

Als junges Mädchen war Gauff einst von Serena Williams inspiriert worden. Nun wurde die 23-fache Grand-Slam-Turniersiegerin selbst zum Fan des Teenagers. «Ich war überhaupt nicht wie sie mit 15. Ich habe nicht so gespielt. Ich habe irgendwo Cartoons geschaut», sagte Williams nach ihrem Achtelfinalerfolg und lachte.

Quelle: stern.de

Fünfter Jahrestag: „Seitdem trinke ich keinen Alkohol mehr“: So haben Leser das historische 7:1 gegen Brasilien erlebt

Wenn Deutschland auf Brasilien trifft, zumal bei einer Weltmeisterschaft, dann kann man meistens ein denkwürdiges Spiel erwarten. Doch was sich am 8. Juli 2014 in Belo Horizonte ereignete, damit hatte niemand rechnen können. Gastgeber Brasilien traf im Halbfinale auf die deutsche Elf von Bundestrainer Jogi Löw, die den WM-Titel fest im Visier hatte. Dann ging es Schlag auf Schlag: Schon nach 29 Minuten stand es 5:0 für Deutschland.

Am Ende ging das Spiel 7:1 aus – eine schwere Blamage für die stolzen Sambakicker, ein triumphaler Sieg für die DFB-Mannschaft und ein Ergebnis für die Geschichtsbücher. Vielen Fans ist dieses Spiel deshalb noch stärker in Erinnerung als das 1:0 gegen Argentinien im Finale wenige Tage später, das den vierten WM-Titel für Deutschland bedeutete. Zum fünften Jahrestag des 7:1 wollten wir deshalb von unseren Facebook-Usern wissen, wie und wo sie das historische Spiel erlebt haben. Einige Erinnerungen haben wir hier gesammelt.

Deutschlands 7:1 gegen Brasilien: „Was ist denn da los?“

Tanja K.: „Ich lag schon im Bett. Da aber Nachbarn und Ehemann immer wieder lautstark feierten, bin ich dann doch noch mal aufgestanden und habe mitgefeiert.“

Julia L.: „Im Kreißsaal! Meine Tochter kam um 22:44 zur Welt! Pünktlich zur Halbzeit!“

Reinhard W.: „In einem Restaurant. Und der Besitzer hatte die großartige Idee, bei jedem deutschen Tor ne Runde auszugeben. Fehler seines Lebens.“

Matze L.: „Habe ich mit offenem Mund im Hockey-Club geguckt… (und wenn ich mal schlecht drauf bin, gucke ich mir gern die Zusammenfassung des Spiels an)“

Katrin M.: „In Kairo …Public Viewing. Einige Ägypter gingen heulend nach einer halben Stunde nach Hause. Am Ende des Spiels wusste jeder, dass ich die Deutsche unter den Zuschauern war! Sogar mein Mann, KEIN Fussballfan, war total aus dem Häuschen. Ich schwebte nach Hause!“

Arne L.: „Auf Klo. Als ich ging, stand es 0:1, als ich zurück kam 0:5.“ (Die vier Tore fielen innerhalb von sechs Minuten, Anm. d. Red.)

Danny P.: „Das Spiel werde ich meinen Lebtag nicht vergessen. Nicht mal, wenn ich mit 90 schwer an Alzheimer erkrankt sein sollte.“

Robin L.: „Zu Hause und nach dem 4. Tor haben mein Vater und ich uns nur angeguckt und gesagt: ‚Was ist denn da los? Das gibt’s doch nicht.‘ Ab dem 4.Tor konnten wir unseren Augen nicht mehr trauen.“

Chrissi F.: „Mit dem Pferdehänger auf der A8. War schön leer.“

Peter K.: „Vor dem Spiel abgemacht: Bei jedem Tor der Deutschen ein Schnaps. Joo – das war dann doch etwas viel. Seitdem trinke ich keinen Alkohol mehr!“

Quelle: stern.de

3. Etappe Tour de France: Franzose Alaphilippe krönt starkes Solo mit Gelb

Der französische Bergkönig Julian Alaphilippe hat gleich die erste Chance auf einen Etappensieg bei der Tour de France genutzt und ist mit einem beherzten Solo ins Gelbe Trikot gefahren.

Auf der 215 Kilometer langen Etappe von Binche nach Épernay setzte sich der 27-Jährige bei der letzten Bergwertung ab und ließ sich auf den letzten 16 Kilometern nicht mehr einfangen. Inklusive der Bonussekunden reichte es für den Profi vom Team Deceuninck-Quick-Step am Montag klar zur überraschenden Gesamtführung, die der um knapp fünf Minuten abgehängte Niederländer Mike Teunissen vom Team Jumbo-Visma abgeben musste.

«Das heutige Finale passt perfekt für mich», hatte Alaphilippe, der im vergangenen Jahr das Bergtrikot erobert hatte, schon vor der kniffligen ersten Überfahrt nach Frankreich gemutmaßt. Er sollte recht behalten. «Dieses Jahr habe ich meine gesetzten Ziele bereits erreicht», sagte Alaphilippe. Er hatte mit Siegen bei Mailand-Sanremo und beim Flèche Wallonne bereits das Frühjahr geprägt. Am Montag meisterte er auch den schwierigen Endspurt mit einer Steigung von bis zu 15 Prozent in der französischen Champagne.

Rang zwei belegte Michael Matthews aus Australien, Dritter wurde der Belgier Jasper Stuyven. Auch der deutsche Meister Maximilian Schachmann mischte ordentlich mit und zeigte sich am Côte de Mutigny mit einer Attacke, bevor er auf der folgenden Abfahrt wieder vom Feld eingeholt wurde. Die Topfavoriten um Geraint Thomas und Egan Bernal vom Team Ineos kamen mit den Alaphilippe-Verfolgern ins Ziel. Bernal fuhr dabei noch fünf Sekunden auf den walisischen Titelverteidiger Thomas heraus. Die deutsche Hoffnung Emanuel Buchmann kam zeitgleich mit Thomas ins Ziel.

Die bisher schwierigste Etappe mit vier kurzen, aber steilen Anstiegen auf den letzten 42 Kilometern ließ den reinen Sprintern wie Dylan Groenewegen, Elia Viviani oder dem Deutschen André Greipel keine Chance. Schon bei den ersten beiden Bergwertungen mussten einige Sprinter abreißen lassen, auch Gelb-Träger Teunissen konnte schnell nicht mehr mithalten.

Einen Tag nach dem überwältigenden Erfolg von Jumbo-Visma im Mannschaftszeitfahren rückte auch der Deutsche Tony Martin – zumindest anfangs – wieder in den Fokus. Gut 80 Kilometer führte der unermüdlich rackernde 34-Jährige das Peloton im Wind an, bevor er erlöst wurde und sich erschöpft ans Ende des Feldes zurückfallen ließ. «Es ist für mich total okay, ich kann mich 100 Prozent für das Team aufopfern», hatte Martin nach dem Triumph unter dem weltberühmten Atomium in Brüssel gesagt. Dies bewies er einen Tag später eindrucksvoll.

Am Dienstag (12.10 Uhr/One und Eurosport) bietet sich nach der ersten hügeligen Etappe die nächste Chance für die Sprinter. Auf den 213,5 Kilometern von Reims nach Nancy sind gerade einmal zwei Bergwertungen der vierten Kategorie zu bewältigen. Jumbo-Visma will dann nach dem Verlust des Gelben Trikots mit Top-Sprinter Groenewegen, der zum Auftakt böse gestürzt war, den dritten Etappensieg am vierten Renntag einfahren.

Quelle: stern.de

Beachvolleyball: Beachboys Thole/Wickler sensationell im WM-Finale

Hamburg (dpa) – Die Beachvolleyball-Fans am Hamburger Rothenbaum stehen kopf. Erstmals nach dem Triumph von Julius Brink und Jonas Reckermann vor zehn Jahren steht ein deutsches Männerteam wieder in einem WM-Finale.

Julius Thole und Clemens Wickler sind bei der Heim-WM sensationell ins Endspiel gestürmt. Vor 12.000 Fans bezwangen die Youngster am Samstag die Topfavoriten Anders Mol und Christian Sorum aus Norwegen nach einem Satzrückstand noch mit 2:1 (17:21, 21:17, 15:12). Mit einer Serie von erstklassigen Aufschlägen sorgte Abwehrspieler Wickler im Tiebreak für die Entscheidung.

Im Finale treffen Thole/Wickler am Sonntag (14.00 Uhr) auf die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski, die ebenfalls überraschend bis zum Ende dabei sind. Die Silbermedaille haben die derzeitigen Weltranglisten-Zwölften bereits sicher. Es ist die erste WM-Medaille für die deutschen Beach-Männer seit sechs Jahren, als Jonathan Erdmann und Kay Matysik Bronze gewannen.

«Das ist ein unglaubliches Gefühl. Diese WM ist ein riesen Erfolg. Dass wir dabei ein größerer Faktor sind, ist unbeschreiblich», erklärte Thole zum bisher Erreichten. Sein Partner Wickler ist «schon stolz», dass ein deutsches Herren-Team wieder um den Titel spielt. «Die Stabilität ist beeindruckend. Ich habe sie noch nie über einen größeren Zeitraum so konstant gesehen», erklärte Brink, der mit Reckermann 2012 auch Olympiasieger war.

Thole/Wickler blieben gegen Mol/Serum, die auf der Welttour in den jüngsten vier Turnieren drei Siege und einen zweiten Platz eingesammelt hatten, trotz einiger Fehler immer cool und schlugen in den entscheidenden Momenten zurück. Wenige Stunden zuvor hatten sie die erfahrenen US-Amerikaner Nick Lucena und Phil Dalhausser ausgeschaltet. Thole setzte sensationell acht erfolgreiche Blocks.

Mit dem Finaleinzug sind Jura-Student Thole aus Hamburg und BWL-Student Wickler aus Starnberg auf bestem Weg, das Erbe von Brink/Reckermann anzutreten. «Es fühlt sich zur Zeit alles locker an», bemerkte Thole. Irgendwie kommen sich die Aufsteiger vor dem Finale «schon vor wie im Märchen», gestand Wickler.

Hinter der märchenhaften Beach-Geschichte stecken aber vor allem ein langfristiger Plan, harte Arbeit und ein großer Betreuerstab. Vor 16 Monaten quälten sich Thole und Wickler, die erst im Herbst 2017 vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) zu einem Duo zwangsvereint wurden, noch im Hinterfeld durch die Sandkisten der Welt. «Zu Beginn der letzten Saison war es sehr schwer. Wir haben ungefähr auf dem 60. oder 70. Platz der Welt angefangen», erinnerte Wickler.

Thole und Wickler entwickelten sich im Schnelldurchlauf von Beach-Rookies zu einem Spitzenteam. Der überraschende vierte Platz im Vorjahr beim Welttour-Finale in Hamburg war ein weiterer Beleg dafür. Seitdem spielten beide konstant in den Top Ten. «Es ist überraschend, dass sie so schnell auf einem solchen Niveau spielen», sagte Brink.

Auch der bezwungene Kontrahent Dalhausser, als Weltmeister von 2007 und Olympiasieger von 2008 eine lebende Beach-Legende, adelte die jungen Deutschen. «Die sind 22 und 24. In dem Alter habe ich noch nicht mal den Arsch hochgekriegt», sagte der 39 Jahre alte US-Amerikaner, einer der erfolgreichsten Beachprofis überhaupt.

Der DVV setzt für die Olympischen Spiele in einem Jahr voll auf Thole/Wickler. Zumal die deutschen Beachfrauen derzeit der Weltspitze hinterherlaufen. Der Stab um das Duo wurde erweitert: Am Olympiastützpunkt in Hamburg trainieren Chefbundestrainer Martin Olejnak und Bundestrainer Eric Koreng das Team, auch Mentor Markus Diekmann mischt mit. Seit Anfang des Jahres gehört Trainer Jürgen Wagner mit dazu, der Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (2016) sowie Brink/Reckermann zu Olympiasiegern gemacht hat.

Quelle: stern.de

Frauenfußball-WM: Schweden besiegt England im Spiel um Platz drei

Schwedens Fußball-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft in Frankreich das Spiel um Platz drei gewonnen und sich damit die Bronzemedaille gesichert.

Das Team von Trainer Peter Gerhardsson, das im Viertelfinale die deutsche Auswahl aus dem Turnier geworfen hatte, setzte sich im «kleinen Finale» in Nizza mit 2:1 (2:1) gegen England durch.

Die Schwedinnen gingen durch Kosovare Asllani (11. Minute) und Sofia Jakobsson (22.) mit 2:0 in Führung. Fran Kirby (31.) brachte die Three Lionesses zwar noch einmal heran, aber zu mehr reichte es vor gut 20.000 Zuschauern am Ende nicht mehr. Das WM-Finale bestreiten am Sonntag (17.00 Uhr/ARD) in Lyon Titelverteidiger USA und Europameister Niederlande.

Deutschland-Bezwinger Schweden erwischte es im Stade de Nice einen guten Start. Schon nach gut 20 Minuten lagen sie mit 2:0 in Front. Spielmacherin Asllani nutzte einen haarsträubenden Abwehrfehler von Englands Verteidigerin Alex Greenwood, die ihr den Ball maßgerecht servierte. Nur elf Minuten später ließ die englische Abwehr die schnelle Jakobsson zu lange gewähren, so dass die Angreiferin mit einem herrlichen Schuss ins lange Eck traf.

Nach Kirbys Anschlusstreffer bekam das Team von Phil Neville noch einmal Oberwasser. Als der Ball erneut im schwedischen Tor lag, war der Jubel zunächst groß. Doch die Überprüfung der Szene nach Intervention des deutschen Video-Referees Felix Zwayer ergab ein Handspiel der vermeintlichen Torschützin Ellen White, die damit bei sechs Turniertreffern blieb. Ebenfalls sechsmal war bisher US-Stürmerin Alex Morgan erfolgreich, die sich im Finale nun mit ihrer Teamkollegin Megan Rapinoe (5) um den «Goldenen Schuh» als beste WM-Torschützin streitet.

Quelle: stern.de

Ehemalige Weitspringerin: Was macht eigentlich … Susen Tiedtke?

Früher besaßen Sie ein sehr spezielles Talent: Sie konnten bis zu sieben Meter weit springen. Leider ist diese Begabung im Alltag wenig gefragt. Ist sie trotzdem manchmal nützlich?

Ja, wenn ich mit meinen Kindern Maria und Max trainiere. Vor allem meine Tochter ist unheimlich begabt, sprang schon mit zwölf Jahren fünf Meter weit. Allerdings packt sie der Ehrgeiz nur, wenn das Schul-Sportfest ansteht. Dann will sie unbedingt ihre Mitschüler schlagen, um ihren Ruf als meine Tochter zu verteidigen. Ein paar Wochen vorher üben wir immer gemeinsam. Hat sich bislang ausgezahlt: Sie springt am weitesten in ihrer Klasse.infobox

Verspüren Sie heute noch den Drang, irgendwo drüberzuhüpfen?

Na klar! Ich fand es schon als Kind unheimlich schön, beim Weitsprung durch die Luft zu fliegen. Durch die vielen Jahre als Leistungssportlerin haben sich die technischen Abläufe fest in mein Unterbewusstsein eingeprägt. Wenn ich heute beispielsweise an einem Bach spazieren gehe, stelle ich mir automatisch vor, wie ich drüberspringe. Allerdings bin ich mittlerweile 50. Da schafft der Körper die Umsetzung leider nicht mehr.

1993 gewannen Sie bei der Hallen-WM Silber, zwei Jahre später Bronze. Ihr schönster Gänsehaut-Moment?

1991 in Seoul beim Wettkampf vor den Weltmeisterschaften. Damals war ich erst 22, nahm zum ersten Mal an einem internationalen Wettkampf teil. Das war schon aufregend, und dann stand ich auch noch in dem Stadion, in dem drei Jahre zuvor die Olympischen Spiele stattfanden. Dort bin ich zum ersten Mal sieben Meter gesprungen. Das war der Hammer!

Trotzdem standen Sie immer im Schatten von Heike Drechsler und waren die Nummer zwei im deutschen Weitsprung. Hat Sie das gewurmt?

Nein, im Gegenteil. Letztendlich war ich froh, dass ich gegen sie springen konnte. Das war eine wahnsinnige Motivation, alles aus mir herauszuholen, denn sie war die weltbeste Weitspringerin. Noch heute verstehen wir uns gut, treffen uns ab und zu.

Sie galten als das Glamourgirl der deutschen Leichtathletik, wurden 1991 in Tokio zur schönsten Sportlerin der WM gewählt. Zehn Jahre später posierten Sie nackt für den „Playboy“. Vermutlich hatten Sie damals viele männliche Fans

Erstaunlicherweise schrieben mir vor allem deprimierte Männer und meinten, sie hätten durch meine sonnige Ausstrahlung neue Lebensfreude bekommen.Olympia-Boykott: Sportler meld… Video (618007)

Mittlerweile sind Sie Heilpraktikerin. Ganz schön weiter Sprung.

Stimmt. Früher trainierte mich mein Vater. Hatte ich mich bei einem internationalen Wettkampf verletzt, mussten wir zum Beispiel auch in Südafrika oder in den USA zu einem Therapeuten. So lernten wir Behandlungsmethoden aus den verschiedensten Ländern der Welt kennen. Irgendwann kannte sich mein Vater so gut aus, dass er mich nur noch selbst versorgte. Ich bin gelernte Physiotherapeutin. Nach meiner Sportlerkarriere brachte er mir alles bei. Das fand ich so spannend, dass ich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin machte. Mittlerweile habe ich eine Praxis in Berlin und eine in meinem Haus in Brandenburg.

Ihr Spezialgebiet?

Ich behandle sehr viele Schmerzpatienten. Durch meine Erfahrungen als Sportlerin habe ich eine spezielle manuelle Technik entwickelt, die selbst bei austherapierten Schmerzpatienten hervorragend wirkt. Ein schönes Gefühl, Menschen helfen zu können.

Quelle: stern.de

Sport kompakt: Dramatischer Zwischenfall auf Tribüne: Wimbledon-Partie von Struff musste unterbrochen werden

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

6. Juli: Wimbledon-Partie von Struff wegen Notfall unterbrochen

Wegen eines Zwischenfalls im Zuschauerbereich ist das Drittrunden-Spiel von Jan-Lennard Struff in Wimbledon für rund eine Stunde unterbrochen worden. Im vierten Satz der Tennis-Partie auf Außenplatz 12 wurden aufgrund einer medizinischen Notfallversorgung die Tribünen geräumt. Die Spieler warteten zunächst auf dem Platz, ehe sie dann in den Katakomben verschwanden. Der 29-jährige Sauerländer Struff lag mit 1:2-Sätzen gegen den Kasachen Michail Kukuschkin zurück. Aus seiner Sicht stand es zum Zeitpunkt der Unterbrechung 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 2:2. Aktuell läuft die Partie wieder.

6. Juli: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der Tour de France

Radprofi Mike Teunissen hat die erste Etappe der 106. Tour de France gewonnen und damit auch das Gelbe Trikot übernommen. Der 26 Jahre alte Niederländer vom Team Jumbo-Visma siegte am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel hauchdünn vor Peter Sagan aus der Slowakei und dem Australier Caleb Ewan. Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle. Schon am Sonntag dürfte sich das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder verändern. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer um den walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas.

6. Juli: Für Neuer-Berater ist FC Bayern noch nicht konkurrenzfähig

Für Manuel Neuers Berater Thomas Kroth ist die Mannschaft des FC Bayern München derzeit im internationalen Konzert der ganz Großen nicht konkurrenzfähig. „Manuel ist erfolgsorientiert. Mein Eindruck ist, dass der Abstand zu den vier englischen Top-Teams schon gravierend ist und der Münchner Kader aktuell noch nicht entsprechend – also konkurrenzfähig – aufgestellt ist, um auch die Ziele von Manuel ernsthaft anzugehen“, sagte Kroth der „Süddeutschen Zeitung“.

Der 33 Jahre alte Torhüter Neuer, der in der abgelaufenen Rückrunde aufgrund von Verletzungen elf Pflichtspiele des FC Bayern verpasste, steht bei den Münchnern noch bis 30. Juni 2021 unter Vertrag. Eine Vertragsverlängerung und ein Karriereende in München sei für den deutschen Nationalmannschaftskapitän „natürlich das nahe liegende Modell. Aber nicht das einzige“, sagte der 59-jährige Kroth. Neuer wolle nach 2021 weitermachen. „Jetzt ist die Phase, in der er sich entscheiden muss: Wie geht es perspektivisch weiter?“, erklärte Neuers Berater. „Wenn er merkt, der FC Bayern klotzt ran, dann wird er noch mal richtig aufblühen.“ Neuer, Weltmeister von 2014, habe noch klare Ziele: „Er will die Europameisterschaft gewinnen, und er will noch mal die Champions League gewinnen.“

5. Juli: Bericht – Robert Lewandowski verlängert bei den Bayern

Der FC Bayern München gibt seinem Top-Torjäger Robert Lewandowski nach Sky-Informationen einen Rentenvertrag. Der 30 Jahre alte Pole soll beim Double-Gewinner der vergangenen Saison seinen bis Juni 2021 laufenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2023 verlängern, berichtete der TV-Sender am Freitagabend. Eine offizielle Bestätigung vom FC Bayern gab es nicht. Die Vertragsverlängerung hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet.

Der Meister habe mit Lewandowskis Berater Pini Zahavi bereits alles ausgehandelt, beide Parteien seien sich einig. Die Unterschrift stehe allerdings noch aus, denn Lewandowski sei derzeit noch im Urlaub. Trainingsauftakt bei den Münchner ist am Montag. Im vergangenen Sommer wollte Lewandowski die Bayern noch verlassen. 

Der Pole kam im Sommer 2014 von Borussia Dortmund zu den Bayern. Für die Münchner absolvierte er bislang 242 Pflichtspiele und erzielte 191 Tore. Lewandowski ist seither die unumstrittene Nummer eins im Angriff des Rekordmeisters – wegen der Dauerbelastung hatte er sich kürzlich einen adäquaten Backup-Stürmer gewünscht. „Wenn man die Option eines zweiten Stürmers hat, ist das besser – für die Mannschaft und auch für mich“, sagte der polnische Nationalspieler Mitte Juni dem „Kicker“.

Nach dem Weggang von Sandro Wagner in der vorigen Winterpause haben die Bayern keinen gelernten Mittelstürmer hinter Lewandowski mehr. Thomas Müller oder Serge Gnabry waren eher Notlösungen. Als weiterer Profi für den Angriff stößt im Sommer Jann-Fiete Arp zum Team – allerdings muss sich der 19-Jährige nach seiner bisherigen Zeit beim Hamburger SV erst im Starensemble der Bayern beweisen.

4. Juli: Titelverteidigerin Kerber scheidet überraschend in Wimbledon aus

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist nach einer enttäuschenden Vorstellung überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel verlor in London 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA. Jan-Lennard Struff und Julia Görges schafften zuvor den Sprung in die dritte Runde des Grand-Slam-Klassikers. Bei den Herren war der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev bereits in der ersten Runde gescheitert.

4. Juli: Ex-Bayern-Star Robben beendet Fußball-Karriere +++

Der frühere Bayern-Star Arjen Robben beendet seine Fußball-Karriere. Das erklärte der 35-jährige Niederländer in einer persönlichen Mitteilung. Robben spielte insgesamt zehn Jahre für den deutschen Rekordmeister, sein Vertrag beim Rekordmeister war im Juni ausgelaufen. Robben schreibt: „Im Moment bin ich fit und gesund und als Fan vieler anderer Sportarten möchte ich das auch in Zukunft so halten.“

So halten sich die Bayern-Stars fit

3. Juli: Niederlande erreichen gegen Schweden das WM-Finale

Die Fußballerinnen aus den Niederlanden haben zum ersten Mal ein WM-Finale erreicht und treffen dort am Sonntag (17.00 Uhr) in Lyon auf Titelverteidiger USA. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann setzte sich am Mittwochabend im Halbfinale knapp mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Deutschland-Bezwinger Schweden durch. Das Siegtor für die Europameisterinnen erzielte vor 48.452 Zuschauern Jackie Groenen vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt in der 99. Minute. Im Spiel um Platz drei treffen die Schwedinnen am Samstag (17.00 Uhr) in Nizza auf England.

3. Juli: Atlético Madrid holt João Félix für mehr als 120 Millionen Euro

Atlético Madrid hat am Mittwoch auf dem Transfermarkt für Furore gesorgt. Der spanische Fußball-Erstligist kaufte Jungstürmer João Félix aus Lissabon für eine Vereins-Rekordsumme von geschätzten 126 Millionen Euro und holte zudem noch zwei Spieler aus Portugal. Zugleich gab der Club bekannt, dass Manchester City die festgeschrieben Transfersumme für Rodrigo Hernández gezahlt habe.

Atlético sorgte mit der Verpflichtung von Portugals Nationalspieler Félix für den bisher teuersten Transfer des Sommers. Der 19 Jahre alte Portugiese von Benfica Lissabon soll Medienberichten zufolge 126 Millionen Euro gekostet haben. Bei Atlético soll Félix den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und wird vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln. 

Eine Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, hatte Benfica vor einer Woche mitgeteilt. Félix hat nach Atlético-Angaben vom Mittwoch den Medizincheck bestanden und einen Siebenjahresvertrag unterschrieben.

2. Juli: USA ziehen ohne Rapinoe ins WM-Finale ein

Die US-amerikanischen Fußballerinnen haben zum dritten Mal in Folge das Finale der Fußball-Weltmeisterschaften erreicht. In einem rasanten Spiel bezwang die Elf von Trainerin Jil Ellis England knapp mit 2:1 und trifft im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr) auf Europameister Niederlande oder Schweden. Vor knapp 60.000 Zuschauern im Stade de Lyon bracht Christen Press die US-Girls schon in der zehnten Minute in Führung. Ellen White glich nur neun Minuten später für England aus. Den Siegtreffer markierte schließlich Starstürmerin Alex Morgan. An ihrem 30. Geburtstag erzielte sie bereits ihr sechstes Turniertor.

In der 84. Minute verpasste Englands Spielführerin die große Chance zum Ausgleich. US-Keeperin Alyssa Naeher entschärfte ihren schwach getretenen Elfmeter ohne große Mühe und die USA brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Bemerkenswert: Megan Rapinoe, die das Turnier bisher maßgeblich mitgeprägt und unter anderem die wichtigen Tore zum 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich erzielt hatte, saß über 90 Minuten auf der Bank. Aus Teamkreisen wurde bekannt, dass sie sich beim Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt hat.

2. Juli: Nationalelf zieht während der EM zu Adidas

Die Wahl von Bundestrainer Joachim Löw fiel auf Herzogenaurach. Direkt am Firmensitz des DFB-Sponsors bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Stammquartier bei der EM 2020. Das Löw-Team wird im Adidas-Campus logieren und trainieren. „Wir schlagen unser Camp während der EM 2020 in der Adidas World of Sports in Herzogenaurach auf“, teilte der DFB am Dienstag über die sozialen Medien mit. 

Im weitläufigen Bereich am Firmensitz des DFB-Sponsors sind schon jetzt zahlreiche Fußballplätze, Fitnessbereiche und andere Sportmöglichkeiten wie Laufbahnen, Trampolins, Beachvolleyball- und Tennisplätze sowie Boulder- und Kletteranlagen integriert. Diese sollen für den Aufenthalt des DFB-Team noch erweitert werden. Erst jüngst war die in 34 Monaten errichtete neue Konzernzentrale fertig geworden. Sie erinnert optisch an ein Fußballstadion und bietet auf 52 000 Quadratmetern rund 2000 Mitarbeitern Platz. 

1. Juli: Deutsches Erstrunden-Debakel: Auch Zverev scheitert in Wimbledon 

Hoffnungsträger Alexander Zverev hat in Wimbledon gleich zum Auftakt gepatzt und das deutsche Erstrunden-Debakel beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt komplettiert. Der 22-jährige Hamburger unterlag am Montag überraschend dem tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely und reihte sich damit in die Niederlagen- Serie ein. An einem frustrierenden deutschen Tennis-Tag auf der altehrwürdigen Anlage im Südwesten Londons schied auch der Weltranglisten-Fünfte nach einem 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 aus. Noch nie war Zverev bei seinen vier Wimbledon-Teilnahmen zuvor in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal hatte ihm Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann sogar den erstmaligen Sprung ins Halbfinale zugetraut.

Um 17.43 Uhr Ortszeit stand damit fest, dass kein einziger der sieben deutschen Starter – fünf Herren und zwei Damen – am Eröffnungstag die zweite Runde erreichte. Philipp Kohlschreiber blieb dabei gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic ohne Chance. Das anfangs 14 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bunds reduzierte sich bereits nach dem ersten Tag um die Hälfte. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun noch mehr auf Angelique Kerber. Die Titelverteidigerin greift wie sechs weitere deutsche Teilnehmer am Dienstag erstmals in das Spielgeschehen ein. Gegen die Schwäbin Tatjana Maria steht auch die Kielerin vor einer kniffligen Aufgabe.

1. Juli: Kohlschreiber verpasst Wimbledon-Überraschung gegen Djokovic 

Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber hat in Wimbledon eine Überraschung gegen Titelverteidiger Novak Djokovic klar verpasst. Der Augsburger unterlag am Montag dem serbischen Tennis-Weltranglisten-Ersten im ersten Spiel auf dem Centre Court 3:6, 5:7, 3:6. Nach 2:02 Stunden nutzte Djokovic seinen ersten Matchball zum elften Sieg im 13. Vergleich mit dem 35-jährigen Kohlschreiber. Der frühere Schützling von Boris Becker ist an Position eins gesetzt und strebt seinen fünften Wimbledon-Titel an. Für Kohlschreiber endete seine 60. Teilnahme an einem der vier Grand-Slam-Turniere damit gleich am Eröffnungstag.

1. Juli: Löw sieht Kuntz als Nachfolge-Kandidat

Plötzlich spricht Joachim Löw selbst erstmals konkreter über einen möglichen Nachfolger als Bundestrainer – und Stefan Kuntz ist einer von zwei Kandidaten. Die erste Dienstreise nach seiner krankheitsbedingten Pause führte Löw zum EM-Finale der deutschen U21-Mannschaft nach Italien, wo er mit Trainer Kuntz plauderte und den 56-Jährigen gleich für Höheres empfahl. Eine verbandsinterne Lösung sei für die Zeit nach seiner Bundestrainer-Epoche eine nahe liegende Option, machte der DFB-Chefcoach deutlich. „Wir haben zwei Trainer beim DFB, die absolut die Fähigkeiten haben, Bundestrainer zu werden: Stefan Kuntz und Marcus Sorg“, sagte Löw der „Bild“.

„Beide haben sehr viel Empathie, das ist heute wichtig bei den jungen Spielern, dass man Zugang zu ihnen bekommt und sie auf einer persönlichen Schiene erreicht. Das können beide sehr gut“, ergänzte der Bundestrainer. Kuntz zeige „trotz aller Konzentration und Disziplin immer auch ein bisschen Leichtigkeit, ein bisschen Fröhlichkeit“. Löws Vertrag läuft noch bis nach der WM 2022, der von Kuntz bis nach Olympia 2020.

30. Juni: Deutsche U21 verliert WM-Finale gegen Spanien

Aus und vorbei: Der Traum vom nächsten EM-Titel ist für Stefan Kuntz und die deutsche U21 in einer dramatischen Final-Nacht geplatzt. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff musste sich der Titelverteidiger am Sonntag in Udine trotz großen Kampfes Spanien mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. In einem hochklassigen und intensiven Endspiel sorgten Fabián Ruiz (7. Minute) und mitten in einer deutschen Drangphase Dani Olmo (69.) für den fünften Sieg der spanischen Nachwuchsauswahl bei einer Fußball-Europameisterschaft. Nadiem Amiri sorgte mit seinem späten Anschluss für noch mehr Nervenkitzel in der Schlussphase (88.).

Nach spektakulärem Offensivfußball um Torschützenkönig Luca Waldschmidt in den vorangegangenen Turnierspielen lief die deutsche Mannschaft dem verkorksten Start trotz imponierender Leistungssteigerung vergeblich hinterher. Vor 23 232 Zuschauern im ausverkauften Stadion Friuli gelang trotz aller Mühen in der Neuauflage des Endspiels von 2017, als Deutschland 1:0 siegte, kein Comeback. Im vierten Finale einer U21-EM war es die zweite Niederlage. Außer 2017 hatte die DFB-Elf 2009 den Titel geholt. 

30. Juni: Verstappen krönt Aufholjagd mit Sieg in Spielberg

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat das Formel-1-Rennen von Österreich gewonnen. Der Niederländer raste trotz eines verpatzten Starts am Sonntag beim Grand Prix in Spielberg zu seinem sechsten Karriere-Sieg und verwies in einer packenden Schlussphase Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc auf den zweiten Platz. Dritter wurde Valtteri Bottas im Mercedes vor Vettel, den eine fatale Panne an der Box wertvolle Zeit kostete. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete nur auf Position fünf. Verstappen wiederholte seinen Vorjahreserfolg, wurde aber von den Rennkommissaren wegen eines Überholmanövers vorgeladen. Diese werteten die letztlich rennentscheidende Attacke des Niederländers nach dreistündiger Beratung aber nur als Rennzwischenfall, sodass Verstappen seinen Sieg behalten durfte. Er hatte drei Runden vor Schluss den in Führung liegenden Leclerc attackiert. Dabei berührten sich die beiden Boliden und der Ferrari-Pilot musste ausweichen.  

30. Juni: Frodeno ringt Kienle beim Ironman in Frankfurt nieder

Triathlet Jan Frodeno hat zum dritten Mal die Ironman European Championships gewonnen. Der 37-Jährige setzte sich in einem spektakulären Rennen bei tropischen Temperaturen nach 7:56:02 Stunden gegen Sebastian Kienle durch. Der gebürtige Kölner ergriff früh beim Schwimmen die Initiative, benötigte für die 3,8 Kilometer nur etwas mehr als 47 Minuten und sprang als Erster aus dem Langener Waldsee. Nur drei Minuten dahinter schnappte sich Kienle seine Rennmaschine – zuvor war der Knittlinger noch in eine Glasscherbe getreten.

Trotz eines Ausritts ins Grüne behauptete sich Frodeno auch auf dem Rad mehr als vier Stunden an der Spitze des Rennens. Kienle ließ sich von der Verletzung am Fuß nicht stören – selbst ein schleichender Platten hinderte in nicht daran, wenige Kilometer vor dem zweiten Wechsel zu Frodeno aufzuschließen. Rad an Rad erreichte das Duo nach gut 180 Kilometern den Mainkai. Im Wechselzelt entfernte eine Ärztin den Glassplitter aus Kienles Fuß, sodass Frodeno mit einem kleinen Polster auf den Marathon ging. In der zweiten von vier Runden hatte Kienle das Loch erneut zugelaufen und ging sogar am Triathlon-Olympiasieger von 2008 vorbei. Der konterte aber, schüttelte den Ironman-Weltmeister von 2014 wieder ab und krönte sich mit knapp vier Minuten Vorsprung zum dritten Mal zum Ironman-Europameister. „Das war eins der schönsten Rennen meines Lebens“, sagte er später am ARD-Mikrofon. Dafür lohne es sich aufzustehen. Kienle lief nach 8:00:01 Stunden als Zweiter auf dem Frankfurter Römerberg ins Ziel. Für den deutschen Dreifachsieg sorgte Franz Löschke, der seine Frankfurt-Premiere nach 8:17:24 Stunden ins Ziel brachte.

Ironman-Weltmeister Patrick Lange erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der 32-jährige Darmstädter verlor beim Radfahren schnell den Anschluss und hatte danach noch Pech mit dem Material. Sowohl Frodeno als auch Kienle überrundeten den Hawaii-Champion von 2017 und 2018 auf der Marathonstrecke.

29. Juni: Niederlande löst Ticket für WM-Halbfinale

Sollten die deutschen Fußballfrauen am Abend das Halbfinale der Frauenfußball-WM in Frankreich erreichen, treffen sie auf das Team der Niederlande. Die Mannschaft von Sarina Wiegmann bezwang am Samstag in Valenciennes Italien mit 2:0. Die Tore im Stade du Hainaut erzielten Vivianne Miedema (70.) und Stefanie Van Der Gragt (80.) jeweils per Kopf. Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad waren die Azurri letztlich chancenlos. Die Elftal ist erst zum zweiten Mal überhaupt bei einer WM-Endrunde dabei. Vor vier Jahren in Kanada scheiterte das Team im Achtelfinale an Japan. 

29. Juni: Kerber scheitert im Finale von Eastbourne

Angelique Kerber hat ihren ersten Turniersieg seit dem Wimbledon-Titel verpasst. Die Kielerin verlor am Samstag das Finale des WTA-Turniers im englischen Eastbourne gegen Karolina Pliskova. Das über weite Strecken einseitige Match dauerte nur 71 Minuten. Die Tschechin bezwang Kerber klar in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:4. Für Pliskova, derzeit Dritte der Weltrangliste, war es bereits der 14. Turniersieg auf der WTA-Tour. Die 31-jährige Deutsche wartet dagegen weiter auf ihren nächsten Titel. Am Dienstag trifft sie auf dem „Heiligen Rasen“ von Wimbledon in ihrer Erstrundenpartie auf die Schwäbin Tatjana Maria.

28. Juni: Titelverteidiger USA nach Sieg gegen Frankreich im WM-Halbfinale

Dank Superstar Megan Rapinoe hat die USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen weiter die Titelverteidigung im Visier. Durch zwei Tore der überragenden Spielführerin setzten sich die US-Amerikanerinnen am Freitagabend in Paris gegen Gastgeber Frankreich mit 2:1 (1:0) durch und treffen nun im Halbfinale am Dienstag in Lyon (21.00 Uhr) auf England.

Vor 49 000 Zuschauern im ausverkauften Prinzenpark brachte Rapinoe mit einem direkt verwandelten Freistoß ihr Team bereits in der fünften Minute in Front. Nach der Pause sorgte sie nach einem Konter in der 65. Minute für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer durch Wendie Renard in der 81. Minute kam für Frankreich zu spät. Für die frenetisch angefeuerten Französinnen endete das im Vorfeld zum „Le Grand Match“ stilisierte Duell und das Heim-Turnier mit einer bitteren Enttäuschung.  

27. Juni: AC Mailand vom Europapokal ausgeschlossen

Der italienische Spitzenclub AC Mailand ist wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play für die kommende Saison aus dem Fußball-Europapokal ausgeschlossen worden. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS . Milan hatte in der vergangenen Saison den fünften Platz belegt und wäre für die Europa League spielberechtigt gewesen.

Der siebenmalige Gewinner der Champions League bzw. des Europapokals der Landesmeister war ursprünglich für die Spielzeit 2018/19 von der UEFA wegen eines deutlichen Transferminus in den Jahren zuvor ausgeschlossen worden. Dagegen hatte Milan vor dem CAS Einspruch eingelegt.

27. Juni: Unangemeldete Dopingkontrolle bei DFB-Frauen in Frankreich

Bei den deutschen Fußball-Frauen hat es am Donnerstagmorgen eine unangemeldete Dopingkontrolle gegeben. Vier Spielerinnen seien kontrolliert worden, sagte DFB-Sprecherin Annette Seitz. Die ursprünglich ab 10.15 Uhr angesetzte Trainingseinheit habe deswegen etwas später begonnen. Die deutschen Fußballerinnen bereiten sich derzeit in der Nähe von Rennes auf ihr Viertelfinalspiel am Samstag gegen Schweden (18.30 Uhr/ZDF und DAZN) vor.

27. Juni: Atlético Madrid bietet 126 Millionen für Wunderkind João Félix 

Der spanische Erstligist Atlético Madrid hat das höchste Angebot seiner Clubgeschichte für den portugiesischen Jungstürmer João Félix abgegeben. Die Rojiblancos wollten 126 Millionen Euro für den Angreifer zahlen, teilte Benfica Lissabon am späten Mittwochabend mit, wo der 19-jährige Shootingstar derzeit unter Vertrag steht. Die Offerte, die über der festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro liegt, werde geprüft, so Benfica. Eine Zustimmung der Portugiesen gilt als so gut wie sicher. 

Zuvor hatten sich zahlreiche europäische Spitzenclubs um eine Verpflichtung des Offensivspielers bemüht. Im Europa-League-Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt hatte er beim 4:2-Sieg Benficas im Hinspiel drei Tore erzielt. In Madrid soll Félix, der seit kurzem auch in Portugals Nationalelf spielt, den französischen Weltmeister Antoine Griezmann ersetzen. Der will Atlético nach fünf Jahren verlassen und vermutlich zum Meister FC Barcelona wechseln.

27. Juni: Das kosten die Dauerkarten in der Fußball-Bundesliga

Aufsteiger SC Paderborn war am Mittwoch nicht nur der letzte Bundesligist, der seine Ticketpreise veröffentlichte, die Ostwestfalen setzten sich mit einem Dauerkartenpreis von 225 Euro auch direkt an die Spitze des Rankings. Das sind satte 30 Euro mehr als in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Der Preis gilt für einen nicht ermäßigten Stehplatz bei den 17 Heimspielen des SCP in der Benteler-Arena. 219 Euro zahlen Fans von Borussia Dortmund für alle Heimspiele ihres BVB. Für nur 165 Euro sind die Anhänger des 1. FC Köln bei allen 17 Spielen dabei, in Wolfsburg und bei Rekordmeister Bayern München kostet eine Saison-Dauerkarte gar nur 145 Euro. Nur fünf Euro mehr müssen die Fans der TSG Hoffenheim für einen Stehplatz in der PreZero Arena zahlen. Im Mittelfeld reiht sich der 1. FC Union Berlin in Sachen Dauerkartenpreise ein. Die 17 Spiele der „Eisernen“ an der Alten Försterei kosten 187 Euro. 

26. Juni: FC Bayern soll über Dembélé-Transfer als Plan B nachdenken

Der FC Bayern München denkt nach Informationen der „Sport Bild“ über eine Verpflichtung des früheren Dortmunders Ousmane Dembélé nach. Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe „einen spektakulären Plan B“, falls der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané nicht zustande kommt, schreibt das Magazin am Mittwoch ohne Angabe von Quellen. Als Befürworter einer Verpflichtung des Offensivspielers vom FC Barcelona soll der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gelten. Dembélé war 2017 vom BVB nach Barcelona gewechselt und hat dort noch einen Vertrag bis 2022. 

Bei Sané zeichnet sich aktuell ein Verbleib bei Manchester City ab. Auch Nationalteamkollege Toni Kroos rechnet nicht mit einem Wechsel des 23-Jährigen nach München. „Wenn Leroy zu Bayern gehen sollte, dann wäre das wohl ein riesengroßer Transfer für Bayern, den es in diesem finanziellen Rahmen noch nie gab. Daher hätte er eine gewisse Garantie, regelmäßig zu spielen“, sagte Kroos der „Sport Bild“ und ergänzte: „Bayern hat allerdings mit Kingsley Coman und Serge Gnabry auch gute Spieler auf dieser Position. Ich glaube ohnehin nicht, dass der Transfer zustande kommt. Das ist jedoch nur mein Gefühl.“

Aus Man-City-Sicht würde er Sané „definitiv nicht gehen lassen oder ihn zumindest so teuer machen, dass Bayern ihn nicht mehr bezahlt“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

25. Juni: Italien und Niederlande siegen – WM-Viertelfinale komplett

Das Viertelfinale der Fußball-WM der Frauen in Frankreich ist komplett. Als letztes Team zog Europameister Niederlande in Rennes mit einem glücklichen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den überlegenen WM-Zweiten Japan in die Runde der besten acht Mannschaften ein. Die Oranjeleeuwinnen gingen durch die einst für den FCR Duisburg spielende Lieke Martens (17. Minute) in Führung. Doch Yui Hasegawa (43.) traf kurz vor der Pause in der sehr unterhaltsamen Partie vor 21.076 Zuschauern zum Ausgleich. Martens vom FC Barcelona markierte dann in der Nachspielzeit (90.+1) mit einem trotz Video-Überprüfung umstrittenen Handelfmeter den Siegtreffer. Die Niederländerinnen sind ein möglicher Halbfinal-Gegner der deutschen Mannschaft, treffen im Viertelfinale aber zunächst am Samstag auf Italien. Die Italienerinnen hatten zuvor erstmals die zweite K.o.-Runde bei einer WM erreicht. Valentina Giacinti (15.) und Aurora Galli (49.) erzielten die Treffer beim 2:0 (1:0)-Sieg in Montpellier gegen den deutschen WM-Auftaktgegner China.

Die Viertelfinal-Begegnungen: Norwegen – England (Donnerstag, 21 Uhr, in Le Havre); Frankreich – USA (Freitag, 21 Uhr, in Paris); Italien – Niederlande (Samstag, 15 Uhr, in Valenciennes), Deutschland – Schweden (Samstag, 18.30 Uhr, in Rennes)

25. Juni: Suárez reklamiert Handspiel von gegnerischem Torwart

Ja, der Torhüter darf im Fußball im eigenen Strafraum die Hand zur Hilfe nehmen. Dieser Tatsache war sich Uruguays Stürmerstar Luis Suárez wohl nicht ganz bewusst, als er beim 1:0-Sieg seiner Nationalmannschaft gegen Chile bei der Südamerikameisterschaft gestenreich ein Handspiel von Torhüter Gabriel Arias reklamierte. Oder hatte das jüngste Wirrwarr um die Handspielregel den Angreifer durcheinandergebracht? 

Der Keeper hatte einen Schuss von Suarez aus spitzem Winkel am Fünfmeterraum zur Ecke abgewehrt. Suarez riss die Arme in die Höhe und reklamierte sichtbar Richtung Schiedsrichter: Handspiel! „Eine surrealistische Reaktion“, schrieb das spanische Fußball-Portal „Marca“. 

Rekordmeister Uruguay beendete die Gruppenphase der Copa América als Tabellenführer. Edinson Cavani traf am Montagabend im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro in der 82. Minute zum 1:0-Endstand. Auch Titelverteidiger Chile ist für das Viertelfinale qualifiziert. Uruguay trifft am Samstag in Salvador auf Peru. Chile spielt am Freitag in São Paulo gegen Kolumbien. Auch dann dürfen die Torhüter den Ball im eigenen Strafraum in die Hand nehmen.

25. Juni: Bericht: Neymar einigt sich mündlich mit FC Barcelona

Der Wechsel des brasilianischen Superstars Neymar von Paris Saint-Germain zurück zum FC Barcelona steht nach Angaben der spanischen Zeitung „Sport“ bevor. Der 27 Jahre alte Stürmer habe eine mündliche Vereinbarung mit den Katalanen für die kommenden fünf Spielzeiten getroffen, schreibt das Blatt am Dienstag.

 Sein Wunsch, wieder für Barça zu spielen, sei so groß, dass er die Bedingungen von Präsident Josep Maria Bartomeu akzeptiert habe. Demnach soll Neymars Gehalt in Barcelona künftig deutlich unter dem in Paris liegen. Zuvor hatte das Blatt berichtet, dass Neymar mehreren Barcelona-Spielern auf WhatsApp geschrieben habe: „Entspannt euch, ich komme zurück.“

Beim französischen Fußball-Meister Paris hatte Vereinschef Nasser Al-Khelaïfi in einem Interview des Fachmagazins „France Football“ überraschend erklärt: „Niemand hat ihn gezwungen, hier zu unterschreiben, niemand hat ihn gedrängt. Natürlich gibt es Verträge, die zu respektieren sind, aber wichtiger wird in Zukunft die absolute Bindung an unser Projekt sein.“ 

Neymar steht beim Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel noch bis 2022 unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatte der Angreifer mit seinem 222-Millionen-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG für Schlagzeilen gesorgt.

24. Juni: Schwedinnen fordern deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Frauen-WM

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in Rennes auf Schweden. Das Drei-Kronen-Team setzte sich in Paris knapp mit 1:0 (0:0) gegen Kanada durch. Das Siegtor für die Mannschaft von Trainer Peter Gerhardsson erzielte in einer mäßigen Achtelfinalpartie Stina Blackstenius in der 55. Spielminute. Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl verhinderte eine mögliche Verlängerung, als sie einen Handelfmeter von Janine Beckie (69.) großartig parierte. Die Schwedinnen waren in den vergangenen Jahren stets ein „Lieblingsgegner“ der DFB-Auswahl, die fast alle entscheidenden Duelle mit den Skandinavierinnen bei großen internationalen Turnieren gewinnen konnten. 

Zuvor hatte Titelverteidiger USA dank zweier Elfmetertore mit einem 2:1 (1:1)-Sieg in Reims gegen Spanien das Viertelfinale erreicht. Dadurch kommt es nun am Freitag (21 Uhr) zum „vorgezogenen Finale“ der US-Frauen gegen Gastgeber Frankreich.25-Olympische Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina-6051931370001

24. Juni: Olympische Winterspiele 2026 finden in Mailand statt

Mailand wird 2026 Schauplatz der XXV. Olympischen Winterspiele sein. Die Mehrheit der 82 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees stimmte auf der Vollversammlung in Lausanne für die italienische Modestadt und gegen Mitbewerber Stockholm. 20 Jahre nach den Spielen in Turin wird das Sportspektakel auf Eis und Schnee nicht nur erneut nach Italien zurückkehren, sondern wieder in eine klassische Wintersportregion in Europa. Zuletzt waren Vancouver (2010), Sotschi (2014) und Pyeongchang in Südkorea (2018) Gastgeber. 2022 wird es Peking sein. Das vor der Wahl favorisierte Mailand war zusammen mit Cortina d’Ampezzo angetreten, wo 1956 bereits die Winterspiele ausgetragen wurden. Stockholm und Are scheiterten – obwohl es noch nie Winterspiele in Schweden gab – nicht zuletzt an der mangelnden Unterstützung in der Bevölkerung.

23. Juni: 1:1 gegen Österreich – Deutsche U21 steht im EM-Halbfinale +++

Deutschlands U21-Fußballer haben mit einem Remis im dritten EM-Spiel den Einzug ins Halbfinale und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 perfekt gemacht. Der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz reichte in Udine im dritten Vorrundenspiel ein 1:1 (1:1) gegen Österreich für den Gruppensieg. Damit steht der DFB-Nachwuchs zum dritten Mal in Serie im Halbfinale einer U21-EM. Der Gegner in der Partie am Donnerstag steht noch nicht fest. Stürmer Luca Waldschmidt hatte die deutsche Mannschaft mit seinem fünften Turniertor in Führung geschossen (14. Minute), Augsburgs Kevin Danso gelang vor 9100 Zuschauern der Ausgleich (24./Foulelfmeter).

Luca Waldschmidt

23. Juni: Andy Murray gewinnt bei Comeback Doppel-Titel

Der zweimalige Wimbledonsieger Andy Murray hat sein Comeback auf der Tennis-Tour mit dem Sieg im Doppel-Wettbewerb von Queens veredelt. Der 32 Jahre alte Schotte gewann mit dem Spanier Feliciano Lopez am Sonntag das Endspiel gegen Rajeev Ram und und Joe Salisbury aus den USA und Großbritannien 7:6 (8:6), 5:7, 10:5. Wegen seiner langwierigen Schmerzen an der Hüfte hatte Murray bei den Australian Open sein baldiges Karriereende angekündigt und sich dann einer Operation unterzogen. Auch in Wimbledon, das am 1. Juli beginnt, will der frühere Weltranglisten-Erste im Doppel sowie im Mixed antreten.

23. Juni: Sané soll Wechsel zum FC Bayern nicht in Betracht ziehen

Es wäre der Wechsel des Sommers gewesen, doch nun scheint er in weite Ferne gerückt zu sein. Wie die britische „Sun“ berichtet, soll Leroy Sané Freunden gegenüber klargestellt haben, dass er nicht zum FC Bayern München wechseln wird. Er werde dem Wechsel eine „Abfuhr“ erteilen und bei Manchester City bleiben, heißt es in dem Bericht. Sein Vertrag bei dem Verein von Trainer Pep Guardiola läuft noch bis 2021. Der 23-Jährige glaube, dass die Premier League die bessere Liga sei. Außerdem würde ihn laut „Sun“ die massive Beobachtung, unter der er in Deutschland stünde, stören.

23. Juni: Hamilton gewinnt auch in Frankreich – Vettel Fünfter

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen von Frankreich gewonnen und seine WM-Führung weiter ausgebaut. Der britische Mercedes-Pilot setzte sich in Le Castellet vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch und feierte im achten Saisonlauf seinen sechsten Sieg. Der deutsche Ferrari-Star Sebastian Vettel aus Heppenheim musste sich mit Platz fünf begnügen und landete noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc aus Monaco und Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden. Hamilton wiederholte auf dem Kurs in Südfrankreich seinen Sieg aus dem Vorjahr und liegt in der WM-Wertung nun schon 76 Punkte vor Vettel.

23. Juni: Flick wird wohl Co-Trainer beim FC Bayern

Hansi Flick wird laut einem Medienbericht neuer Co-Trainer beim FC Bayern München. Wie der „Kicker“ berichtet, erhält der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw beim deutschen Meister einen Zweijahresvertrag. Beim Trainingsauftakt am 8. Juli soll der 54-Jährige bei den Münchnern dabei sein. Flick wird damit Nachfolger von Peter Hermann, der die Bayern nach der Saison verlassen hatte.

Flick war von 1985 bis 1990 Profi beim FC Bayern. Er lief in 104 Liga-Partien auf und wurde mit den Münchnern viermal Meister. An der Seite von Löw hatte Flick von 2006 bis zum WM-Gewinn 2014 gearbeitet. Anschließend war er als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und als Geschäftsführer bei 1899 Hoffenheim tätig. 

21. Juni: Kein Gelb für Torhüterinnen – Fifa schwächt neue Elfmeter-Regel ab

Die Torhüterinnen bei der Frauen-WM müssen bei Elfmeterschießen in der K.o.-Phase keine Gelben Karte mehr befürchten, wenn sie sich zu früh von der Linie bewegen. Die Regel wurde auf Antrag der Fifa für das Turnier in Frankreich ausgesetzt. Das teilte das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (Ifab) am Freitag mit.

Als Begründung nannte das Ifab, dass die Kontrolle durch den Video-Schiedsrichter, entsprechende Vergehen zu erkennen, als Abschreckung ausreiche. Man wolle vermeiden, dass eine Torhüterin möglicherweise durch eine zweite Gelbe Karte während eines Elfmeterschießens des Feldes verwiesen werde und dann den Regel entsprechend eine Feldspielerin im Tor stehen müsse.

Bewegt sich eine Torhüterin mit beiden Beinen vor dem Schuss von der Torlinie, wird der Elfmeter wiederholt. In der Gruppenphase waren mehrere Torhüterinnen für ein entsprechendes Vergehen verwarnt worden. Bei Elfmetern im Spielverlauf bleibt die Verwarnungsregel bestehen. Seit dem 1. Juni können sich Torhüter mit einem Fuß schon vor dem Schuss von der Torlinie entfernen.

21. Juni: Deutschland trift bei Frauen-WM auf Nigeria

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) auf Nigeria. Das stand nach dem Abschluss der kompletten Vorrunde fest. Die USA sicherten sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg in Le Havre gegen Schweden den Sieg in der Gruppe F und holten die maximale Punktzahl von neun Zählern. 

Lindsey Horan brachte das US-Team von Trainerin Jill Ellis schon in der 3. Spielminute in Führung, ehe Jonna Andersson (50.) ein Eigentor unterlief. Damit kann die deutsche Mannschaft im Fall eines Weiterkommens frühestens im Finale auf Titelverteidiger USA treffen. 

Der Ausgang der andere Partie zwischen Thailand und Chile entschied letztlich über den nächsten deutschen Gegner. WM-Neuling Chile hätte in Rennes mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um den bis dato viertbesten Gruppendritten, Nigeria, noch den letzten Achtelfinalplatz abzujagen. 

Nach einem Eigentor der thailändischen Torhüterin Waraporn Boonsing (48.) lagen die Südamerikanerinnen auch 1:0 vorn, und nach dem 2:0 von Maria Jose Urrutia (80.) wurde es noch einmal richtig spannend. Vier Minuten vor dem Ende verpasste Chile durch einen verschossenen Strafstoß von Francisca Lara, die nur die Latte traf, den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams.

Fotostrecke: Verstorbene Promis 2019

+++ 20. Juni: Torfabrik läuft weiter: Deutsche U21-Auswahl gewinnt auch zweites EM-Gruppenspiel deutlich +++

Deutschlands U21-Nationalmannschaft hat nach dem zweiten Sieg im zweiten EM-Spiel beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale und die Olympia-Qualifikation. Die Auswahl von Stefan Kuntz setzte sich am Abend in Triest mit 6:1 (3:0) gegen Serbien mit dem Frankfurter Luka Jovic durch und hat sechs Punkte aus zwei Spielen. Der Augsburger Marco Richter (16. Minute), Dreifach- Torschütze Luca Waldschmidt vom SC Freiburg (30./37./80.), Dortmunds Mahmoud Dahoud (69.) und Arne Maier (90.+2) trafen vor 9837 Zuschauern für den deutschen Fußball-Nachwuchs. Andrija Zivkovic verwandelte für die Serben einen Foulelfmeter (85.). Der DFB-Elf reicht im letzten Vorrunden-Spiel gegen Österreich am Sonntag nun ein Punkt für den Gruppensieg und damit den sicheren Einzug ins Halbfinale.

+++ 20. Juni: Österreicher Strasser holt sechsten Sieg beim Race Across America +++

Mit seinem dritten Sieg in Serie und dem sechsten insgesamt hat sich Extremsportler Christoph Strasser endgültig in die Geschichtsbücher des legendären „Race Across America“ eingetragen. Bei seinem neunten Start fuhr der 36-Jährige aus der Steiermark erneut in einer eigenen Liga. Begleitet von einem zwölf-köpfigen Team bewältigte er die knapp 5.000 Kilometer von der West- zur Ostküste der USA in acht Tagen, sechs Stunden und 51 Minuten. Das entspricht einem Durchschnittstempo von fast 25 Kilometern pro Stunde. Dabei verbrachte Strasser nach eigenen Angaben nicht einmal zehn Stunden in der Waagrechten. Umso mehr freute er sich im Ziel auf den wohlverdienten Schlaf. „Ich denke es werden alle feiern gehen – nicht alle, denn ich freue mich schon sehr auf mein Bett“, sagte der Ultra-Radsportler. Strasser schaffte als Erster überhaupt den Hattrick beim wahrscheinlich härtesten Radrennen der Welt – mit sagenhaften 35.000 Höhenmetern. Erschwert wurde der Weg in diesem Jahr von heftigem Regen, der nicht nur dem Österreicher in den ersten drei Tagen (und Nächten) schwer zu schaffen machte. Auf dem Weg zum zweiten Platz ist der Slowene Marko Baloh, der bei Strassers Zieldurchfahrt am Mittwochabend 22:29 Uhr Ortszeit noch 500 Kilometer vor sich hatte.

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Quelle: stern.de

Sieg in Brüssel: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der 106. Tour de France

Bei der großen Radsport-Party in Belgien hat Ex-Weltmeister Peter Sagan nur um Zentimeter den Auftaktsieg und das erste Gelbe Trikot der 106. Tour de France verpasst.

Der Superstar vom deutschen Bora-hansgrohe-Team musste sich nach einem hektischen Finale am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel nur dem niederländischen Sieger Mike Teunissen geschlagen geben. Dritter wurde der Australier Caleb Ewan. Die Favoriten um Vorjahressieger Geraint Thomas hielten sich auf dem ersten Teilstück der 3480 Kilometer langen Reise vor allem durch Frankreich erwartungsgemäß zurück und erreichten mit dem Hauptfeld das Ziel.

Doch fast schon traditionsgemäß kam es zum Tour-Auftakt wieder zu heftigen Stürzen. Dabei erwischte es 1,3 Kilometer vor dem Ziel die deutsche Rundfahrt-Hoffnung Emanuel Buchmann und Sprintstar Dylan Groenewegen, der als großer Favorit auf den ersten Sieg galt. Buchmann erreichte mit blutiger Lippe das Ziel.

«Ich war direkt dahinter, aber ich habe es noch geschafft», sagte der deutsche Meister Maximilian Schachmann. Auch Mitfavorit Jakob Fuglsang war vorher schon zu Boden gegangen. Mit blutigen Wunden schaffte es der Däne aber zurück ins Hauptfeld. Dabei war auch Tony Martin aufgehalten worden.

«Es war klar, dass es wieder knallt», sagte der deutsche Profi Nils Politt, der heil ins Ziel kam. Im Finish wurde Sagan noch kurz vor dem Zielstrich von Teunissen überholt. «Ich habe mich gut gefühlt und war in einer guten Position. Ich wusste erst gar nicht, dass Dylan gestürzt war. Es war ein seltsamer Tag», sagte Teunissen, der eigentlich den Sprint für Groenewegen anziehen sollte.

Der Tour-Auftakt gestaltete sich zum riesigen Volksfest im radsportverrückten Belgien. Hunderttausende Fans säumten den Straßenrand mitunter in Zehner-Reihen. Gefeiert wurde die Tour – und natürlich Radsport-Legende Eddy Merckx. Der 74-Jährige, der vor 50 Jahren den ersten seiner fünf Toursiege feierte, wurde von den Landsleuten bereits beim Start auf der Place Royale mit «Eddy, Eddy»-Rufen gefeiert, bevor er im Wagen von Tour-Direktor Christian Prudhomme als Ehrengast Platz nahm.

Die deutsche Note kam beim Tour-Auftakt zu kurz, womit aber auch zu rechnen war. Die jahrelangen Sprinter-Festspiele sind in diesem Jahr zumindest unterbrochen. Deutschlands Rekord-Etappengewinner Marcel Kittel hat sich eine persönliche Auszeit genommen, der zweimalige Giro-Etappengewinner Pascal Ackermann und Klassiker-Spezialist John Degenkolb wurden nicht nominiert. Altstar André Greipel ist nach einer langwierigen Bakterien-Erkrankung aktuell kein Anwärter auf Tagessiege.

Schon am Sonntag dürfte das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder umgeworfen werden. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer. «Wir wollen den Abstand zum siegreichen Team so gering wie möglich halten. Eine Top-6-Platzierung ist das Ziel», sagte Ralph Denk als Teamchef von Bora-hansgrohe, der mit Emanuel Buchmann einen Platz unter den besten Zehn anpeilt. Das hatte zuletzt Andreas Klöden vor zehn Jahren als Gesamtsechster geschafft.

Das erste Bergtrikot trägt der Olympiasieger. Für den Belgier Greg van Avermaet war es als Klassikerspezialist natürlich ein großes Bedürfnis, die nötigen Punkte an der Mauer von Geraardsbergen und dem Bosberg – zwei historische Anstiege in der Geschichte der Flandern-Rundfahrt – einzusammeln.

Quelle: stern.de

Beachvolleyball-WM: Ehlers/Flüggen verpassen WM-Achtelfinale

Hamburg (dpa) – Die deutschen Männer laufen der Weltspitze im Beachvolleyball weiter verzweifelt hinterher – nur die Entwicklung von Julius Thole und Clemens Wickler gab zuletzt Hoffnung.

Bei der Weltmeisterschaft in Hamburg scheiterten Nils Ehlers und Lars Flüggen in der ersten K.o.-Runde. Das deutsche Nationalteam Nummer zwei unterlag am Hamburger Rothenbaum in der ersten K.o.-Runde den US-Amerikanern Tri Bourne und Tevor Crabb nach einem starken ersten Durchgang mit 1:2 (21:15, 19:21, 10:15).

«Im zweiten Satz fehlte ein Punkt», sagte der 25 Jahre alte Ehlers, der die WM dennoch als einen «wichtigen Schritt Richtung Tokio 2020 einordnete. Der 29-jährige Abwehrspieler Flüggen war schon 2016 in Rio bei den Olympischen Spielen dabei, scheiterte mit dem damaligen Partner Markus Böckermann in der Gruppenphase. Der Weg mit Ehlers zu Olympia 2020 wird schwer.

«Wir wissen, was wir können. Vereinzelt hatten wir das schon vor der WM gezeigt, uns hatte aber die Konstanz und das Selbstvertrauen gefehlt. Jetzt haben wir gespürt, dass dieses da ist», sagte Ehlers, der früher bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen in der Hallen-Bundesliga gespielt hat. Deshalb sei das Aus nach überzeugender Vorrunde besonders bitter.

«Den zweiten Satz hätten wir gewinnen können. Emotional war es danach eine schwierige Situation. Eigentlich waren wir wieder da. Aber wenn du Kacke an der Hand hast, hast du Kacke an der Hand», kommentierte Flüggen die zu vielen verschlagenen Bälle. Im Tiebreak konnten Ehlers/Flüggen, die am zentralen Verbandsstützpunkt in Hamburg bei den Bundestrainern Martin Olejnak und Eric Koreng trainieren, keine entscheidende Gegenwehr mehr leisten.

Yannick Harms und Philipp Arne Bergmann, ebenfalls als Nationalteam eingestuft, blieben gegen die WM-Mitfavoriten Anders Mol und Christian Sorum aus Norwegen chancenlos. Zwar hielt das Hamburger Duo in beiden Sätzen zunächst mit, am Ende aber hieß es deutlich 0:2 (13:21, 13:21). Den 17. Platz und vor allem 640 Weltranglistenpunkte nehmen beide «als Schritt nach vorn» dennoch mit.

«2012 war der letzte große Erfolg bei den Männern da», erinnerte Julius Brink an den eigenen Olympiasieg in London mit Jonas Reckermann. Danach habe es der Deutsche Volleyball-Verband «völlig verschlafen», die Aufmerksamkeit zu nutzen und die Entwicklung voranzutreiben. «Das sind jetzt immer noch die Auswirkungen. Das wird noch lange so bleiben. Das ist brutal schwer aufzuholen», bemerkte Brink. 2016 schaffte es nur ein Männerteam nach Rio de Janeiro.

2017 wurde dann der zentrale Leistungsstützpunkt in Hamburg gegründet. «Mir war klar, dass es ein Langstreckenlauf wird», erklärte Chefbundestrainer Olejnak. Der 48 Jahre alte Slowake setzt auf kontinuierliche Entwicklung. «Was nicht passiert, ist, dass die Athleten dann wie Phönix aus der Asche kommen», sagte Brink.

Quelle: stern.de

Grand-Slam-Turnier: Aus für Titelverteidigerin Kerber in Wimbledon

Vorjahressiegerin Angelique Kerber hatte es nach ihrem überraschenden Ausscheiden in Wimbledon eilig, die berühmte Tennis-Bühne zu verlassen.

Ein Jahr nach ihrem glanzvollen Final-Coup blamierte sich die 31-Jährige mit einer enttäuschenden Vorstellung und scheiterte an einer angeschlagenen Außenseiterin. In skurrilen 1:54 Stunden an der Londoner Church Road wehrte sich die Kielerin kaum und schien sich beim 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-96. Lauren Davis in ihr Schicksal zu ergeben.

«Es ist beinahe surreal», sagte die Überraschungssiegerin aus den USA, als Kerber schon verschwunden war. Als ihr die Partie nach gewonnenem ersten Satz auf Court 2 aus der Hand geglitten war, winkte die frühere Nummer eins der Welt mehrfach ab und haderte mit sich. «Was soll ich machen?», fragte sie einmal ratlos.

An einem warmen Sommertag verabschiedete sich damit drei Tage nach dem desaströsen Erstrunden-Aus von Alexander Zverev auch die dreimalige Grand-Slam-Siegerin unerwartet früh. Dass Jan-Lennard Struff und Julia Görges am Samstag um den Einzug ins Achtelfinale spielen, wurde zur Nebensache. Wie Kerber schied auch die Metzingerin Laura Siegemund in der zweiten Runde aus.

Das Bild, das Kerber in ihrem zweiten diesjährigen Auftritt abgab, passte sogar nicht zu dem Eindruck, den sie in den ersten Tagen nach ihrer Rückkehr an die Stätte des größten Triumphes hinterlassen hatte. Die Schleswig-Holsteinerin hatte sich gelöst präsentiert, betont, wie wohl sie sich fühle und wie sehr sie sich freue, wieder auf Rasen zu spielen.

Vor zwölf Monaten hatte die Linkshänderin im altehrwürdigen All England Lawn Tennis and Croquet Club imponiert und sich mit einem Final-Triumph über die US-Amerikanerin Serena Williams zur ersten deutschen Wimbledonsiegerin seit Steffi Graf 1996 gekürt. Nun scheiterte die Finalistin so früh wie zuletzt vor sechs Jahren. All die Hoffnungen auf den nächsten Coup von Kerber wurden schon nach dem vierten Turniertag obsolet, weil sie sich von einer Außenseiterin düpieren lies.

In den ersten vier Spielen hatten sich die Breaks aneinandergereiht, dann gab die Vorjahressiegerin bis zum ersten Satzgewinn zunächst kein Spiel mehr ab. Beim 2:2 im ersten Satz rutschte die 25-jährige Davis auf dem Rasen weg und ließ sich nach dem ersten Satz auch noch den linken Fuß verbinden. Ohnehin war die 1,57 Meter große Athletin schon von Anfang am linken Knie bandagiert und hatte Tapestreifen auf der rechten Schulter. Zwischen den Ballwechseln schien Davis manchmal zu humpeln, bezwang Kerber aber dennoch.

Insgesamt unterliefen der Außenseiterin aus den USA zwar 50 unerzwungene Fehler, sie machte aber auch 45 direkte Punkte. Kerber leistete sich 31 leichtere Fehler, bei nur 13 Gewinnschlägen. Zwei Matchbälle wehrte die deutsche Nummer eins noch ab, dann war die Überraschung perfekt.

Vorjahres-Halbfinalistin Görges und Davis-Cup-Spieler Struff sind dagegen beim Rasenklassiker in die dritte Runde eingezogen. Der 29-Jährige aus Warstein zeigte beim 6:4, 6:3, 5:7, 7:6 (7:2) gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz phasenweise eine glänzende Vorstellung. «Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Die ersten zwei Sätze waren unglaublich gut», sagte der Sauerländer, nachdem er sein bestes Wimbledon-Resultat aus dem Vorjahr eingestellt hatte.

Mit einem weiteren Sieg am Samstag würde der Paris-Achtelfinalist auch in Wimbledon erstmals die zweite Woche erreichen. 2018 war Struff in der dritten Runde gegen den Schweizer Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer ausgeschieden. Diesmal sind die Chancen realistischer. Sein Wunsch erfüllte sich, gegen den Kasachen Michail Kukuschkin und nicht gegen den amerikanischen Aufschlagspezialisten John Isner ran zu müssen.

Görges erledigte anschließend ihre Pflichtaufgabe gegen die Russin Warwara Flink und beendete nach 70 Minuten mit einem 6:1, 6:4 die Zweitrunden-Partie gegen die Qualifikantin aus Russland. Der Nummer 17 der Welt unterliefen zwar auch 25 unerzwungene Fehler, aber auch ihre 10 Asse halfen ihr, nie die Kontrolle über die Begegnung zu verlieren. Bei 5:3 ließ die Bad Oldesloerin noch einen Matchball aus, bei eigenem Aufschlag ließ sie es sich nicht mehr nehmen.  Die 30-Jährige bekommt es nun mit der US-Amerikanerin Serena Williams oder Kaja Juvan aus Slowenien zu tun.

Quelle: stern.de