Sport kompakt: Wiederwahl unter großem Applaus: Infantino als FIFA-Boss bis 2023 bestätigt

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

+++ 5. Juni: Infantino als FIFA-Boss bis 2023 bestätigt +++

Mit großem Applaus haben die Funktionäre aus den 211 FIFA-Mitgliedsländern Gianni Infantino als Präsident des Fußball-Weltverbandes bestätigt. Der Schweizer wurde beim FIFA-Kongress in Paris per Akklamation bis 2023 wiedergewählt. Infantino führt die FIFA seit 2016 als Nachfolger von Blatter an.

„Die Organisation hat sich von einem toxischen, fast kriminellen Zustand gewandelt zu einem Zustand, wie er sein sollte. Die FIFA kümmert sich um den Fußball“, sagte Infantino in seiner Rede. Kurz vor seiner Wiederwahl hatte Infantino zwar Fehler eingeräumt, insgesamt aber ein überaus positives Fazit seiner ersten Amtszeit gezogen. 

Erstmals seit 2007, als Joseph Blatter für seine dritte Amtszeit als FIFA-Boss gekürt wurde, gab es keine Abstimmung, sondern eine Wahl per Akklamation. Die dafür nötige Statutenänderung hatten die Delegierten unmittelbar vor der Infantino-Kür bei nur drei Gegenstimmen gebilligt. Der Deutsche Fußball-Bund, der in Paris durch seine Interims-Spitze Reinhard Rauball und Rainer Koch sowie Generalsekretär Friedrich Curtius vertreten war, hatte sich erst am Dienstag auf eine Unterstützung des 49-Jährigen festgelegt. 

+++ 5. Juni: Jovic-Wechsel zu Real Madrid perfekt +++

Der Wechsel des serbischen Torjägers Luka Jovic vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum spanischen Spitzenverein Real Madrid ist perfekt. Das gaben die Hessen am Dienstag bekannt. Jovic unterschreibt bei den Königlichen einen Fünfjahresvertrag. Die Ablösesumme soll zwischen 60 und 70 Millionen Euro liegen. „Sportlich gesehen ist Luka ein großer Verlust für uns. Seine Explosivität und Torgefährlichkeit hat sich mittlerweile in Europa herumgesprochen und wir haben in den vergangenen zwei Jahren nicht nur von seinen Toren stark profitiert. Aber für uns war klar, dass es eine finanzielle Schmerzgrenze gibt“, sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Der Stürmer hatte in der abgelaufenen Saison 27 Pflichtspieltore für die Hessen erzielt.

+++ 3. Juni: Zverev erreicht Viertelfinale der French Open ++++

Alexander Zverev hat wie im Vorjahr das Viertelfinale der French Open erreicht und trifft dort am Mittwoch auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic. Zverev setzte sich in Paris gegen den an Nummer neun gesetzten Italiener Fabio Fognini in 2:55 Stunden mit 3:6, 6:2, 6:2, 7:6 (7:5) durch. Damit stellte der 22 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg sein bislang bestes Resultat bei einem der vier Grand-Slam-Turniere ein. Djokovic hatte zuvor dem Warsteiner Jan-Lennard Struff beim 6:3, 6:2, 6:2 keine Chance gelassen. Im direkten Vergleich zwischen Zverev und Djokovic steht es 2:2. Im Endspiel der ATP Finals im November in London hatte Zverev den serbischen Superstar mit 6:4 und 6:3 bezwungen und den bislang größten Sieg seiner Karriere gefeiert.

3. Juni: Liverpool will wohl vorzeitig mit Jürgen Klopp verlängern

Der FC Liverpool will den Vertrag mit Trainer Jürgen Klopp offenbar vorzeitig verlängern. Ein Langzeit-Kontrakt mit dem Fußball-Lehrer habe nach Angaben der britischen Zeitung „Guardian“ nach dem Gewinn der Champions League Priorität für den Club-Besitzer Fenway Sports Group. Der 51 Jahre alte Coach besitzt derzeit einen bis 2022 laufenden Vertrag beim englischen Erstligisten. 

Klopp hatte im Herbst 2015 in Liverpool die Nachfolge von Brendan Rodgers angetreten und einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Bereits im Sommer des folgenden Jahres verlängerte der ehemalige Mainz- und Dortmund-Coach bis 2022.

3. Juni: Beckenbauer bekräftigt seinen Wunsch nach Klopp als Bayern-Trainer

Franz Beckenbauer hat Trainer Jürgen Klopp vom frisch gekürten Champions-League-Sieger FC Liverpool in den höchsten Tönen gelobt und seinen Wunsch bekräftigt, dieser möge in Zukunft den FC Bayern München trainieren. „Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass er eines Tages zum FC Bayern kommt“, sagte der 73-Jährige der „Bild“-Zeitung (Bezahl-Inhalt). „Das würde passen. Für mich ist er einer der weltbesten Trainer.“  Klopp habe „den neuen Fußball nach Deutschland gebracht. Schnelles Umschaltspiel, mit schnellen Spielern, den Gegner zu überfallen. Das hat das zähe Ballgeschiebe abgelöst. Was er in Dortmund begonnen hat, hat er mit Liverpool verfeinert.“ Franz Beckenbauer

Beckenbauer hatte bereits im März nach dem Aus der Bayern im Achtelfinale der Champions League gegen Liverpool den Wunsch geäußert, Klopp solle Bayern-Trainer werden. Damals hatte Klopp geantwortet, er fühle sich geehrt, aber Liverpool passe zu ihm und er hoffe, noch eine Weile dort zu bleiben. Er ist seit 2015 Liverpool-Trainer.Pressestimmen zum Liverpool-Triumph

Nun sagte Beckenbauer der Zeitung: „Ich glaube, dass ein Job in England dir die Kräfte raubt. Du hast als sogenannter Manager bei einem Premier-League-Klub noch mehr Verantwortung als ein Trainer in der Bundesliga. Und: Durch zwei Pokalwettbewerbe und die größere Liga ist die Zahl der Spiele wesentlich höher als bei uns.“

2. Juni: 500.000 Fans bereiten Klopp-Team begeisterten Empfang

Der FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp sind nach dem Gewinn der Champions League von schätzungsweise einer halben Million Menschen begeistert empfangen worden. Diese Zahl twitterte am Sonntagabend Liverpools Bürgermeister Joe Anderson während der Feierlichkeiten in der Stadt. Nach der Landung auf dem John-Lennon-Airport präsentierten Klopp und Kapitän Jordan Henderson gemeinsam nach dem Aussteigen vor dem Flugzeug den Pokal. Die Fußballprofis und ihr Coach bestiegen danach einen offenen roten Bus, der vorn und an den Seiten mit dem Schriftzug „Champions of Europe“ versehen war. Schon auf der kilometerlangen Fahrt Richtung Stadtzentrum säumten Zehntausende Anhänger am Tag nach dem 2:0-Finalsieg über Tottenham Hotspur in Madrid die Route. Im Zentrum der Hafenstadt hatten Hunderttausende Fans bereits lange vor der Ankunft des Teams gewartet, um die Champions-League-Sieger zu feiern.Meisterschaftsfeier in Liverpool_11Uhr

2. Juni: Neymar wehrt sich gegen Vergewaltigungsvorwürfe

Der brasilianische Fußball-Superstar Neymar hat Vergewaltigungsvorwürfe zurückgewiesen. „Wer mich kennt, der kennt auch meinen Charakter und meine Art und weiß, dass ich so etwas niemals tun würde“, versicherte der Stürmer von Paris Saint-Germain in einem in der Nacht zum Sonntag auf Instagram geposteten Video. Zuvor hatten brasilianische Medien unter Berufung auf die Polizei des südamerikanischen Landes berichtet, eine Brasilianerin habe Anzeige gegen Neymar wegen Vergewaltigung erstattet.neymar instagram

Die Frau wirft dem Stürmer vor, sie am 15. Mai in einem Hotel in Paris in angetrunkenem Zustand und „mit Anwendung von Gewalt“ zum Sex gezwungen zu haben. Das geht aus der Anzeige bei der Polizei in São Paulo hervor, die das Nachrichtenportal UOL und andere Medien in Brasilien am Samstag veröffentlicht hatten. Eine Sprecherin der brasilianischen Polizei bestätigte gegenüber Medien die Anzeige. „Sie wurde am Samstag erstattet“, sagte sie.

Nach dieser Anzeige soll Neymar die in Brasilien lebende Frau über Instagram kennengelernt und nach Paris eingeladen haben. Das bestreitet der Fußballer nicht. „Was passiert ist, ist eine normale Beziehung zwischen einem Mann und eine Frau, etwas, was zwischen vier Wänden passiert“, sagte er. Nach dem Treffen in Paris habe man „weiterhin Textnachrichten ausgetauscht“. Neymar postete auch die Kommunikation zwischen ihm und der Frau, die zwischen März und Mitte Mai in den sozialen Netzwerken stattfand.

Vor der Stellungnahme des Profis hatte bereits Neymars Vater und Manager Neymar Sr. die Beschuldigungen zurückgewiesen und von einer „Falle“ gesprochen. Auch Neymars Pressesprecher bestritten die Vorwürfe. 

1. Juni: Fan bringt Radprofi Lopez zu Fall – der schlägt zu

Der kolumbianische Radprofi Miguel Angel Lopez ist auf der letzten Bergetappe beim Giro d’Italia auf einen Fan losgegangen. Der Zuschauer war am Samstag neben dem Astana-Fahrer gelaufen und hatte ihn schließlich zu Fall gebracht, daraufhin versetzte Lopez dem Fan einige Schläge. „Es ist unglücklich, was passiert ist. Ich hatte die Beine, um den besten Kletterern zu folgen“, sagte Lopez, der am Ende 1:49 Minuten auf Tagessieger Pello Bilbao verlor. Immerhin behielt der Youngster sein Weißes Trikot als bester Jungprofi. lopez prügel

Es war nicht die einzige kuriose Szene auf der vorletzten Etappe. So war Primoz Roglic zwischenzeitlich von zwei Fans angeschoben worden. Genützt hat es aber nichts, der Slowene verlor den dritten Gesamtrang an Mikel Landa.

1. Juni: Spanischer Fußball-Profi Reyes stirbt bei Autounfall 

Der frühere spanische Fußball-Nationalspieler Jose Antonio Reyes ist am Samstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. „Wir könnten keine schlechteren Nachrichten bestätigen. Der geliebte Sevilla-Star José Antonio Reyes ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Ruhe in Frieden“, twitterte sein Heimatclub FC Sevilla, mit dem Reyes dreimal in Serie die Europa League gewann. tweet sevillaReyes, der 35 Jahre alt wurde, hatte im Alter von 16 Jahren sein Profi-Debüt bei Sevilla gegeben – als bisher jüngster Spieler der Vereinsgeschichte. 

Nach spanischen Medienberichten soll der Unfall am Samstag auf der Autobahn A-376 von Sevilla nach Utrera, seiner Heimatstadt, passiert sein. 

Reyes war im Januar 2004 von Sevilla in die englische Premier League zum FC Arsenal gewechselt, mit dem er die Meisterschaft und den FA-Cup gewann. 2006 wurde der Flügelspieler für ein Jahr zu Real Madrid ausgeliehen und sicherte den Königlichen mit zwei Toren im letzten Spiel gegen RCD Mallorca (3:1) den 30. Meistertitel. Auch mit Atletico Madrid gewann er zweimal die Europa League. Zuletzt spielte Reyes bei Extremadura in der zweiten spanischen Liga.

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31. Mai: DFB lobt Rekordprämie für WM-Titel aus

Sollte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich den WM-Titel gewinnen, bekäme jede Spielerin eine DFB-Prämie von 75.000 Euro – so viel wie nie zuvor. Die leistungsbezogene Regelung sieht vor, dass der WM-Triumph mit 65.000 Euro honoriert wird, dazu käme ein Bonus von 10.000 Euro für die erfolgreiche Olympia-Qualifikation. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Zum Vergleich: Die Männer hätten für den WM-Gewinn 2018 in Russland pro Spieler 350.000 Euro eingestrichen, gingen nach dem Vorrunden-Aus aber leer aus. Der Viertelfinal-Einzug wäre mit 75.000 Euro belohnt worden, exakt der Summe, die die Frauen nun für den Titel bekämen. 

31. Mai: Wettskandal in Spanien – zwei Verdächtige bleiben in Haft

 Im mutmaßlichen Manipulationsskandal im spanischen Fußball hat das zuständige Gericht Untersuchungshaft für zwei der sechs Verdächtigen angeordnet. Dabei handele es sich um einen ehemaligen spanischen Nationalverteidiger von Rekordmeister Real Madrid und einen Ex-Profi vom FC Sevilla, berichtete das spanische Fernsehen am Freitag. Das zuständige Oberlandesgericht der Region Aragonien teilte am Donnerstagabend mit, die Kaution für ihre Freilassung betrage je 100.000 Euro. Ihnen würden Mitgliedschaft in einer kriminellen Gruppe, Korruption im Sport und Betrug vorgeworfen. Vor dem Untersuchungsrichter hätten beide die Aussage verweigert, schrieben spanische Medien. Vier weitere Verdächtige wurden hingegen vorläufig freigelassen, darunter ein Club-Präsident. 

31. Mai: Jogi Löw liegt im Krankenhaus

Joachim Löw kann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in den beiden anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Weißrussland und Estland nach einem Sportunfall nicht betreuen. Der Bundestrainer muss sich stationär behandeln lassen, teilte der DFB am Freitag mit. Bei dem Unfall sei eine Arterie gequetscht worden, informierte der Verband. 

Laut Informationen der „Bild“ soll dem Bundestrainer während eines Fitnesstrainings eine Hantel auf die Brust gefallen sein. Löw habe die Verletzung aber nicht ernstgenommen. Erst als die Durchblutungsstörungen auftraten, hätte er sich in ärztliche Behandlung gegeben. Eine Operation sei aber nicht notwendig. 

Assistenztrainer Marcus Sorg soll am 8. Juni in Borissow gegen Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland als Chef auf der Bank sitzen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über Löws Durchblutungsstörungen berichtet.

„Ich fühle mich schon wieder ganz gut, muss mich aber in den nächsten vier Wochen noch ein bisschen schonen“, wird Löw in einer DFB-Mitteilung zitiert. Der 59-Jährige sieht für die Doppel-Aufgabe in der EM-Qualifikation durch seinen Ausfall keine Probleme. „Ich bin in ständigem Austausch mit meinem Trainerteam, und wir werden auch rund um die beiden Länderspiele in engem telefonischen Kontakt bleiben. Marcus Sorg, Andy Köpke und Oliver Bierhoff haben im Zusammenspiel viel Erfahrung. Und gemeinsam werden wir diese kurze Pause gut überbrücken“, übermittelte Löw.

29. Mai: Dieter Hecking wird neuer HSV-Trainer

Dieter Hecking soll den Hamburger SV zurück in die Bundesliga führen. Der Traditionsclub gab die Verpflichtung des 54-Jährigen als Trainer bekannt. Der neue Hoffnungsträger werde noch am Mittwoch beim Zweitliga-Vierten der vergangenen Saison vorgestellt. Hecking tritt die Nachfolge von Hannes Wolf an, der nach dem verpassten Aufstieg den Club schon nach sieben Monaten verlassen musste. 

Hecking trainierte zuletzt zweieinhalb Jahre lang Borussia Mönchengladbach. Trotz Platz fünf und dem Erreichen der Europa League hatte der Bundesligist schon früh in der Rückrunde entschieden, sich von ihm am Saisonende zu trennen. 

28. Mai: Fußballer in Spanien wegen möglicher Spielmanipulationen festgenommen

Der spanische Fußball wird von einem Manipulationsskandal erschüttert. Die Nationalpolizei hat in einer großangelegten Operation in Huesca, Madrid, Valladolid, Málaga und A Coruña mehrere Fußballer und Ex-Fußballer aus der ersten und zweiten Liga wegen möglicher Spielabsprachen festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein, die aus manipulierten Spielen in der Primera und Segunda División Profit bei Sportwetten geschlagen habe, berichtete die spanische Zeitung „El País“ am Dienstag. 

Alle Verdächtigen würden der Korruption und Geldwäsche bezichtigt. Chef der Gruppe soll ein Ex-Profi von Real Madrid gewesen sein, wie Medien schrieben. Auch ein Club-Präsident sei unter den Inhaftierten.

Die Ermittlungen wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr nach der Zweitliga-Partie zwischen dem SD Huesca und dem katalanischen Club Nàstic aufgenommen. Nàstic hatte das Spiel 1:0 gewonnen. Damals habe die spanische Liga unter ihrem Vorsitzenden Javier Tebas bei der Polizei Anzeige wegen möglicher Spielmanipulation erstattet, berichteten Medien unter Berufung auf Quellen bei LaLiga.

28. Mai: Real-Boss Pérez will Kapitän Ramos nicht ablösefrei ziehen lassen

Real Madrids Präsident Florentino Pérez will seinen Abwehrstar Sergio Ramos keinesfalls ohne Ablöse nach China gehen lassen. „Ich habe Ramos gesagt, dass es unmöglich ist, den Kapitän gratis ziehen zu lassen“, betonte der 72-Jährige am Dienstag in einem Interview des spanischen Radiosenders Onda Cero. 

Perez bestätigte Medienberichte, wonach der 33 Jahre alte Ramos ein Angebot aus China erhalten und den spanischen Fußballclub um eine vorzeitige Freigabe gebeten habe. Ramos habe „eine sehr gute Offerte“ bekommen, der nicht näher benannte chinesische Club könne die Transfersumme aber nicht zahlen. 

Der Vertrag von Ramos bei Real läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Darin soll Medienangaben zufolge eine Ausstiegsklausel von 800 Millionen Euro festgeschrieben sein. Der Innenverteidiger spielt  schon seit 14 Jahren für die Königlichen. Eine Reaktion von Ramos gab es zunächst nicht.

+++ 28. Mai: Bayern-Präsident Hoeneß bestätigt: Boatengs Manager „sucht Vereine“

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat seine Aussagen zu Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng bekräftigt und hofft in diesem Sommer auf Bewegung auf dem Transfermarkt. „Es gibt schon ewig lang Gespräche. Sein Manager sucht Vereine, das wissen wir – und wir haben das auch akzeptiert“, sagte Hoeneß nach dem 1:1 des deutschen Rekordmeisters aus München beim 1. FC Kaiserslautern. Hoeneß hatte dem 30 Jahre alten Innenverteidiger nahegelegt, den Verein in diesem Sommer zu verlassen, auch weil im kommenden Jahr die Konkurrenz noch einmal größer werde.

„Es hat sich gezeigt, dass er kein besonders guter Ersatzspieler ist“, urteilte Hoeneß über Boateng und bezog sich dabei offenbar vor allem auf die vergangenen Wochen. Er habe persönlich nichts gegen den Weltmeister von 2014, wiederholte der Präsident. Boatengs Vertrag in München läuft noch bis 2021. 

+++ 28. Mai: Slomka kehrt als Trainer zu Hannover 96 zurück

Mirko Slomka kehrt sechs Jahre nach seinem letzten Engagement als Trainer zu Hannover 96 zurück. Am Dienstag bestätigte der Verein, dass der 51-Jährige als neuer Cheftrainer und Nachfolger von Thomas Doll verpflichtet wurde. Als neuen Sportdirektor präsentierten die Niedersachsen den früheren Nationalspieler Jan Schlaudraff. Am Dienstagnachmittag soll das neue Führungsduo sein sportliches Konzept im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellen. Slomka war bereits von Januar 2010 bis Dezember 2013 Chefcoach bei Hannover 96 und führte den Verein damals zwei Mal in Folge in die Europa League. 

+++ 27. Mai: Union Berlin setzt sich in Relegation gegen VfB Stuttgart durch und steigt auf +++

Der 1. FC Union Berlin hat erstmals den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft und damit den dritten Abstieg des VfB Stuttgart besiegelt. Die Berliner setzten sich am Montag in der Relegation durch ein 0:0 im Rückspiel gegen die Schwaben durch, nachdem sich beide Clubs in Stuttgart 2:2 getrennt hatten. Trotz langer Überlegenheit in der stimmungsvollen und packenden Partie beim Zweitligadritten wartete der Bundesliga-16. aus Stuttgart vergeblich auf das dringend benötigte Auswärtstor und muss wie schon 2016 und 1975 ins Unterhaus. Das vermeintlich rettende 1:0 für die Schwaben durch einen Freistoß von Dennis Aogo (9. Minute) hatte Schiedsrichter Christian Dingert nach Studium der Videobilder wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Damit steht der VfB vor dem bitteren Neuaufbau in der 2. Liga, Interimscoach Nico Willig soll wieder zur U19 zurückkehren, der Kieler Tim Walter übernimmt für ihn. 

26. Mai: Finnland überraschend zum dritten Mal Eishockey-Weltmeister

Finnland ist zum dritten Mal Eishockey-Weltmeister. Am Sonntagabend triumphierten die Finnen im Finale in Bratislava mit 3:1 (0:1, 1:0, 2:0) gegen Kanada. Schon ihren bislang letzten Titel 2011 hatten die Finnen in der slowakischen Hauptstadt gewonnen. Matchwinner in diesem Jahr war Kapitän Marko Anttila von Jokerit Helsinki mit zwei Toren (23. Minute/43.). Zudem traf Harri Pesonen (56.) Der 33-jährige Anttil hatte Finnland bereits am Samstag mit seinem 1:0-Siegtreffer gegen den Top-Favoriten Russland ins Finale geschossen. Shea Theodore von den Las Vegas Golden Knights (11.) hatte Kanada im ersten Drittel zunächst in Führung geschossen.

26. Mai: Hamilton dominiert GP von Monaco, Vettel wieder Zweiter

Der amtierende Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (GBR) hat am Sonntag den Großen Preis von Monaco gewonnen. Nach einem packenden Rennen setzte sich der Mercedes-Pilot gegen Sebastian Vettel und den Finnen Valteri Bottas durch. Zuvor hatte sich Hamilton über 78 Runden ein packendes Duell mit Max Verstappen (Red Bull Racing) geliefert. Verstappen überquerte den Zielstrich dann zunächst auch als Zweiter. Eine Zeitstrafe kostete ihn aber nachträglich den Podiumsplatz. Vettels Scuderia Ferrari nutzte eine Safety-Car-Phase nach 13 Runden – ausgerechnet aufgrund eines Reifenschadens von Vettel-Teamkollege Leclerc – um Valteri Bottas zu überholen. Den dritten Platz verteidigte der Heppenheimer dann bis ins Ziel. Für Hamiltons Silberpfeile war der Triumph auf dem berüchtigten Stadtkurs der sechste Sieg im sechsten Rennen. Allein vier gehen auf das Konto des 34-Jährigen, der seine WM-Führung ausbaute und nun schon 48 Zähler vor Vettel liegt. 

26. Mai: Kerber scheitert bei French Open in Runde eins

Mit einer krachenden Niederlage hat sich Angelique Kerber bereits in  Runde eins von den French Open 2019 verabschiedet. Die Kielerin unterlag der unbekümmerten Paris-Debütantin Anastassija Potapowa klar mit 4:6 und 2:6. Die  18-jährige Russin verwandelte nach nur 73 Minuten ihren dritten Matchball. Zuvor hatte die 81. der Weltrangliste ihre Gegnerin mit druckvollen Grundschlägen über den umgebauten Court Philippe Chartier gejagt. Für Kerber, die noch auf Platz fünf der Weltrangliste geführt wird, war es beim 13. Start in Roland Garros bereits die fünfte Erstrundenpleite.

26. Mai: Lawinengefahr bremst Giro d’Italia aus

Aufgrund der großen Schneemassen und anhaltender Lawinengefahr haben die Verantwortlichen den Anstieg zum Gavia-Pass aus dem Programm des 102. Giro d’Italia gestrichen. Ursprünglich sollten die Fahrer das 2.618 Meter hoch Dach der Italien-Rundfahrt am Dienstag überqueren. Doch entlang der Strecke der Königsetappe türmt sich die Schneewände nach den Niederschlägen der letzten Tage meterhoch – auf der Abfahrt droht zudem Eisglätte. „Die Meteorologen haben uns auch für kommenden Tage keine Besserung in Aussicht stellen können“, sagte Giro-Direktor Mauro Vegni. Die Etappe soll nun um 32 auf 194 Kilometer verkürzt werden – endet aber wie geplant mit einer Bergankunft auf dem Montirolo-Pass auf einer Höhe von 1.852 Metern. 

Quelle: stern.de

Eintracht Frankfurt: Bobic nach Jovic-Transfer: «Wir hätten ihn gerne behalten»

Für Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic war der millionenschwere Verkauf von Sturmjuwel Luka Jovic an Real Madrid alternativlos.

«Wir hätten ihn wirklich gerne behalten. Aber die Vernunft und der Realitätssinn haben uns zu einer anderen Entscheidung gelangen lassen», sagte Bobic einen Tag nach dem größten Transfer der Vereinsgeschichte der «Bild-Zeitung». Der Serbe Jovic, den Frankfurt zunächst von Benfica Lissabon ausgeliehen und dann gekauft hatte, wechselt für eine  Ablösesumme von 65 bis 70 Millionen Euro zu den Königlichen und erhält dort einen Vertrag bis 2025.

Funktionär Bobic sieht seinen abgewanderten Torjäger bei Real Madrid bestens aufgehoben. «Er kann zu einem der Top-Vereine Europas wechseln, dort die größten Titel gewinnen, die es gibt, geschweige denn von einer ganz anderen Gehaltsstufe – das ist eine Riesenchance für ihn.» Jovic hatte in der abgelaufenen Saison 17 Bundesliga-Tore und zehn Treffer in der Europa League erzielt. Ob er sich bei Real sofort durchsetzt, will Bobic nicht vorhersagen. «Es wird vielleicht ein bisschen dauern – aber er hat super Anlagen», erklärte der frühere Torjäger.

Quelle: stern.de

Großer Preis von Kanada: Wie Kapitulation: Ferrari «nicht wettbewerbsfähig genug»

Die Worte von Sebastian Vettels Ferrari-Boss vor dem Formel-1-Rennen von Kanada klangen nach Kapitulation.

«Wir wissen, dass wir derzeit nicht wettbewerbsfähig genug sind», lautete das ernüchternde Urteil von Scuderia-Teamchef Mattia Binotto vor dem siebten von 21 Grand Prix dieser Saison am Sonntag (20.10 Uhr/RTL und Sky) in Montréal. Mit Neuerungen am Ferrari, «die einen erheblichen Effekt auf die Probleme haben, denen wir seit Saisonbeginn begegnet sind», sei in naher Zukunft auch nicht zu rechnen.

Die Worte des Scuderia-Teamchefs sind ein Eingeständnis der Fehlentwicklung des SF90 und ein Eingeständnis der erdrückenden Dominanz von Mercedes. Mit sechs Startsiegen – darunter gleich fünf Doppelerfolgen – sind die Silberpfeile eine Klasse für sich. Der Ehrgeiz von Vettel ist trotz 55 Punkten Rückstands auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton aber ungebrochen. «Ich spüre, dass dieser Wagen mehr Potenzial hat, dass das Team mehr Potenzial hat», versicherte Vettel. «Wir müssen hart arbeiten und den Kleinigkeiten, den Details eine Menge Aufmerksamkeit schenken, um näher ranzukommen.»

Ferrari hat aber grundlegende Probleme. Vettels auf den Spitznamen «Lina» getaufter roter Rennwagen verfügt über zu wenig Abtrieb, in den Kurven verliert das Auto daher kostbare Zeit. Der fehlende Anpressdruck führt direkt weiter zu den Reifen. Ferrari schafft es nicht, die sensiblen Gummis auf die richtige Temperatur zu bringen, so dass sie den bestmöglichen Halt bringen. «Ich komme noch gar nicht in die Phase, wo ich mich viel wohler fühle, um mehr Leistung aus dem Wagen pressen zu können», beschrieb Kanada-Vorjahressieger Vettel sein Kardinalproblem.

Der auf einer künstlichen Insel im Sankt-Lorenz-Strom gelegene Circuit Gilles Villeneuve kommt Ferrari jedoch deutlich mehr entgegen als zuletzt die Hatz durch die Häuserschluchten von Monaco, wo Vettel mit Platz zwei sein bestes Saisonergebnis erzielte. Der 4,361 Kilometer lange Kurs weist eine Reihe von Geraden auf, auf denen die Italiener ihre unwidersprochene Motorenstärke ausspielen können. «Wir sind bereit, um unser Bestes zu geben», verkündete Binotto.

Mercedes selbstverständlich auch. Teamchef Toto Wolff mahnte aber trotz des fast makellosen ersten Saisondrittels eindringlich. «In den zurückliegenden sechs Rennen waren wir in den Kurven sehr stark, haben aber Zeit auf den Geraden verloren. Entsprechend stellt Kanada eine enorme Herausforderung für uns dar, denn die Streckencharakteristik könnte unseren Gegnern entgegenkommen», erläuterte Wolff. «Es gibt viele lange Geraden und weniger Kurven, in denen wir Zeit gutmachen können. Aber wir freuen uns auf diese Aufgabe

Das gilt insbesondere für Hamilton. Der fünfmalige Weltmeister kann bei der 50. Auflage des Grand Prix von Kanada eine Bestmarke von Michael Schumacher einstellen. Gleich siebenmal konnte der deutsche Rekordweltmeister die Inselrundfahrt für sich entscheiden, Hamiltons sechster Sieg in Kanada datiert aus dem Jahr 2017. «Wahrscheinlich bekommen wir einen neuen Motor, dann geht es mit dem Wagen weiter voran», sagte er.

Hamilton brennt vor Ehrgeiz. Das machte der 33-Jährige bei US-Talkshow-Legende David Letterman deutlich. «Ich bin wahnsinnig entschlossen zu gewinnen», sagte der Brite in einem jüngst ausgestrahlten Interview beim Streamingdienst Netflix zu seiner Karriereplanung. «Ich könnte jetzt natürlich auch sofort aufhören. Ich hätte dann aber das Gefühl, ich würde etwas verschwenden, wenn ich mich nicht weiter verbessern, wachsen und Gas geben würde.» Hamilton könne sich daher noch weitere fünf Jahre als Formel-1-Fahrer vorstellen. Für die Konkurrenz gab es schon mal bessere Nachrichten.

Quelle: stern.de

Sensationssieg im Schwergewicht: „Little fat kid“ Ruiz – vom übergewichtigen Außenseiter zum neuen Box-Weltmeister

Niemand hat ihm eine Chance gegeben: Andy Ruiz, 29 Jahre alt, fünffacher Vater mit dem Spitznamen „little fat kid“ (kleines, dickes Kind) hat in der Nacht zu Sonntag eine Sensation geschafft. Der US-Boxer mit den mexikanischen Wurzeln und den wabenden Speckröllchen schlug vor 20.000 tobenden Zuschauern im Madison Square Garden den vierfachen Weltmeister im Schwergewicht, Anthony Joshua aus Großbritannien. Es war eine Nacht, die in die Annalen des Boxsports einging. 

Mit einem stattlichen Gewicht von 121 Kilo stieß Ruiz den Konkurrenten brutal vom Thron. In der dritten Runde ging der Herausforder zwar kurz zu Boden und wurde angezählt, doch nur wenige Augenblicke später schlug er zurück und schickte den austrainierten zwei-Meter-Mann Joshua seinerseits auf die Bretter – es war der Moment, in dem jeder ahnte, dass der übergewichtige Ruiz keineswegs nur Fallobst ist. Vergessen war auch die Tatsache, dass er nur als Ersatzmann angetreten war. Eigentlich sollte Joshua gegen Jarell Miller boxen, der wurde aber wegen Dopings gesperrt.

Joshua erhielt eine Tracht Prügel

Der „kleine Dicke“ verpasst dem Briten in der Folge eine Tracht Prügel – Joshua taumelte nur noch durch den Ring und wurde von Ruiz noch drei Mal niedergestreckt. In der siebten Runde erlöste der kanadische Ringrichter Michael Griffin den Briten und erklärte Ruiz zum neuen Weltmeister. Technischer K.o. lautete das offizielle Urteil. Der 1:25-Außenseiter ist jetzt Titelträger der großen Verbände IBF, WBO und WBA sowie der weniger bedeutsamen IBO.  Den wichtigen WBC-Titel besitzt der Amerikaner Deontay Wilde.

Flitzerin CL 10.38 UhrSeit Ruiz als Ersatzmann feststand, war er verhöhnt und verlacht worden. Niemand nahm in als Herausforderer des strahlenden Joshua ernst. Seine unförmige, nicht austrainiert wirkende Figur ließ keinen Gedanken an einen möglichen Sieg über den zehn Zentimeter größeren Modellathleten aufkommen. „Unterschätzt diesen kleinen dicken Jungen nicht“, hatte er gewarnt. Ernst nahm das niemand. Nach dem Kampf war Joshua schlauer: „Ich wurde von einem guten Kämpfer geschlagen“, sagte der Brite und gab zu, den Rivalen unterschätzt zu haben. Joshua weiß jetzt, dass Ruiz den Kampfnamen Zerstörer zu Recht trägt.

Mit sechs zwang ihn sein Vater zum Boxen

Ruiz stammt aus einer Boxerfamilie. Sein Vater stand selbst erfolgreich im Ring und zwang den Sohn bereits im zarten Alter von sechs Jahren, mit dem Boxen anzufangen. Übergewichtig soll er schon damals gewesen sein. Sein Vater belohnte ihn nach dem Training mit Snickers-Riegeln, die er noch heute liebend gern isst. Als Amateur bestritt 100 seiner 105 Kämpfe erfolgreich, als Profi gewann er 33 seiner 34 Kämpfe. Nach dem Kampf Ruiz war völlig aus dem Häuschen und sprang wild hüpfend durch den Ring. „Ich danke Gott, dass er mir diesen Sieg geschenkt hat. Davon habe ich geträumt, dafür habe ich hart gearbeitet“, jubelte der neue Titelträger, der für seinen großen Mut belohnt wurde.

„Er ist vorerst ein Champion“, sagte der geschlagene Joshua und versprach: „Ich werde zurückkehren.“ Sein Promoter Eddie Hearn kündigte den Rückkampf für November oder Dezember in London an.

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Mit Material von DPA

Quelle: stern.de

Premier League: FC Liverpool auf Lebenszeit? – Klopp will Titel-Ära

Überwältigt von der Liebe der Liverpool-Fans plant Jürgen Klopp eine Titel-Serie mit dem Champions-League-Sieger.

«Ich habe schon mehrfach gesagt: Das ist erst der Start für dieses Team», sagte der Kulttrainer, dem nach dem Triumph in Europas Fußball-Königsklasse mehr denn je die Herzen zufliegen. Der FC Liverpool will am liebsten sofort den bis Juni 2022 laufenden Vertrag mit dem 51-Jährigen weiter verlängern. «So lange wie er will» könne Klopp Trainer der Reds bleiben, versicherte Clubchef Tom Werner dem «Liverpool Echo» schon kurz vor dem Endspiel. Liverpool auf Lebenszeit?

Die Gier nach weiteren Pokalen zumindest eint Klopp und sein Team, dessen Eckpfeiler allesamt langfristig gebunden sind. Franz Beckenbauers sehnlicher Wunsch, den Coach möglichst bald auf der Bank des FC Bayern zu sehen, dürfte unerfüllt bleiben. «Für mich ist er einer der weltbesten Trainer», schwärmte Beckenbauer in der «Bild»-Zeitung. «Neben Pep Guardiola ist der deutsche Trainer der Begehrteste im Weltfußball», schrieb der britische «Telegraph».

Aber Klopp hat in Liverpool noch lange nicht fertig. Die häufigen Gerüchte um einen Wechsel zu einem anderen Top-Club oder das Amt des Bundestrainers – all das spielt für Klopp derzeit keine Rolle. Die Siegesnacht von Madrid soll nicht der Höhepunkt, sondern erst der Beginn seiner Erfolgs-Ära mit Liverpool sein. «Ich weiß genau, dass man mit dieser Mannschaft weiterhin viel erreichen kann, selbst wenn dieses Finale anders ausgegangen wäre», sagte Klopp.

Die Zukunft könnte den Reds gehören. Die Torjäger Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino sowie Abwehrchef Virgil van Dijk stehen noch bis 2023 unter Vertrag und sind alle im besten Fußballer-Alter. Torwart Alisson und die Hoffnungsträger Trent Alexander-Arnold und Andy Robertson haben sogar bis 2024 unterschrieben. «Was er bei diesem Club erschaffen hat, das Team, die Atmosphäre, die Spieler, das alles ist unglaublich», sagte Kapitän Jordan Henderson und beteuerte: «Wir lieben ihn alle.»

Rund 750.000 Menschen jubelten am Sonntagabend bei der Siegerparade durch Liverpool der Mannschaft und vor allem ihrem Baumeister zu. Klopp gestand, er habe beim Blick in die Gesichter der Fans ein paar Tränen verdrücken müssen. «Genau wie die berühmte Atmosphäre in Anfield in Europacup-Nächten ist auch er etwas Besonderes. Wirklich ganz außergewöhnlich. Er ist einmalig. Sie werden ihm überall hin folgen», rühmte die «Daily Mail» den Menschenfischer Klopp.

Auf der Welle der Zuneigung will Klopp sein Werk nun auch mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Premier League krönen. «Wir müssen immer hungrig bleiben. Im Juli beginnen wir wieder bei Null», sagte Top-Verteidiger van Dijk ganz im Sinne seines Trainers. Mit sagenhaften 97 Punkten war Liverpool in der abgelaufenen Saison hinter Guardiolas Manchester City Vizemeister geworden.

Den Ruf des Final-Dauerverlierers ist Klopp nach zuvor sechs Endspiel-Schlappen in jedem Fall schon los. Der Druck, diese Super-Saison zu bestätigen, dürfte für den Vollgas-Coach eher Ansporn sein. «Ich glaube, dass ein Job in England dir die Kräfte raubt», unkte indes Franz Beckenbauer.

Jeweils sieben Jahre war Klopp Trainer beim FSV Mainz 05 und bei Borussia Dortmund. In Liverpool wirkt er seit Oktober 2015. Wer Klopp im roten Nebel auf dem offenen Sieger-Bus feixen sah, konnte ihn sich wohl kaum an einem passenderen Ort vorstellen.

Quelle: stern.de

DFB-Team: Trainingsauftakt ohne Ginter – Ersatzchef Sorg packt mit an

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat die Vorbereitung für die EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland und Estland ohne Matthias Ginter begonnen.

Der Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach fehlte am Montagvormittag beim ersten Training in Venlo als einziger Akteur aus dem 22 Spieler umfassenden DFB-Kader. Der 25-jährige Ginter werde nach seiner Hochzeit verspätet zum Nationalteam stoßen, berichtete der Deutsche Fußball-Bund.

Nach dem Ausfall von Bundestrainer Joachim Löw fungiert Marcus Sorg im Kurztrainingslager in den Niederlanden und bei den zwei Punktspielen als Interimschef. Löws Assistent packte aber wie gewohnt auf dem Trainingsplatz mit an. Der 53-Jährige schleppte mit weiteren Betreuern unter anderem ein Tor aufs Spielfeld.

An diesem Mittwoch wird der von Kapitän Manuel Neuer angeführte Kader in Aachen vor 30.000 Fans ein Trainingsspiel absolvieren. Am 7. Juni fliegt der DFB-Tross von Düsseldorf nach Minsk. Im Stadion in Borissow findet dann am folgenden Tag (20.45 Uhr MESZ/RTL) das Spiel gegen die Weißrussen statt. Das deutsche Team war mit einem 3:2-Erfolg gegen die Niederlande in die Ausscheidung für die EM 2020 gestartet.

Quelle: stern.de

Champions League: Dissinger mit Skopje auf Europas Handball-Thron

Nachdem Christian Dissinger mit Vardar Skopje Europas Handball-Thron erklommen hatte, startete der Ex-Nationalspieler in einen ausgelassen Party-Marathon. Selbst seine ungewisse sportliche Zukunft war dem 27-Jährigen im Moment des Triumphes egal.

«Die nächsten drei, vier Tage wird nur gefeiert, dann werden wir weitersehen», verkündete Dissinger im Anschluss an den 27:24-Endspielsieg gegen Telekom Veszprem euphorisch.

Beim Empfang in Nordmazedonien werden 100.000 Menschen auf den Straßen der Hauptstadt erwartet. Für Skopje dürfte es vorerst jedoch der letzte Anlass für eine große Feier gewesen sein, denn nach dem Ausstieg des Hauptsponsors wird das mit Spielern aus zehn Nationen zusammengekaufte Team wohl zerfallen. «Auf dem bisherigen Niveau wird es nicht weitergehen», redete Dissinger Klartext. Was aus dem deutschen Rückraumspieler wird, ist unklar. Derzeit hat er noch keinen neuen Vertrag.

Schon in den vergangenen neun Monaten hatten Dissinger & Co. ihre Gehälter nur unregelmäßig und teilweise ausbezahlt bekommen. Umso höher ist der zweite Champions-League-Triumph nach 2017 zu bewerten. «Wir sind bei Vardar nicht nur Teamkollegen, sondern 18 Brüder, die noch enger zusammengerückt sind, als die Meldung kam, dass es mit dem Verein zu Ende geht», beschrieb Dissinger mit Pathos in der Stimme das Geheimnis des überraschenden Erfolges.

Der markierte für den früheren Bundesligaprofi des THW Kiel das Ende einer langen Seuchenzeit. Schon 2013 war er nach der Insolvenz seines damaligen Arbeitgebers Atletico Madrid einige Monate arbeitslos. Zu der Zeit hatte ihn gerade sein zweiter Kreuzbandriss lahm gelegt. Bei TuS N-Lübbecke fasste er in der Bundesliga wieder Fuß und wechselte 2015 nach Kiel.

Im Jahr darauf war Dissinger auf dem Gipfel. Mit der DHB-Auswahl gewann er sensationell EM-Gold und dann auch noch Olympia-Bronze in Rio. Doch danach ging es wieder abwärts. Wegen Überbelastung verordnete er sich eine freiwillige Auszeit in der Nationalmannschaft, die – mittlerweile ungewollt – bis heute anhält.

In Kiel schmiss Dissinger im Herbst 2018 frustriert hin, weil er beim Rekordmeister kaum zum Einsatz kam. «In den vergangenen drei Jahren ist so viel schief gelaufen. Deshalb ist es genial, hier mit dem Pokal zu stehen», beschrieb Dissinger am Sonntagabend nach dem spannenden Finale seine Gefühle.

In Skopje wollte er noch einmal durchstarten. «Ich bin froh, dass Vardar mir eine neue Chance gibt», sagte er bei seiner Verpflichtung. Doch das Verletzungspech blieb ihm treu. Anfang April erlitt Dissinger zwei Bänderrisse im Ellenbogen, erst kurz vor dem Final Four meldete er sich einsatzbereit. Nun droht wieder das Nichts. Ganz aufgegeben hat Dissinger die Hoffnung auf eine Zukunft bei Vardar aber noch nicht: «Vielleicht öffnet nach dem Champions-League-Sieg ja irgendjemand seine Schatulle.»

Quelle: stern.de

Klopp-Club: Drama, Triumph, Tragödie: Liverpools Europapokal-Endspiele

Mit acht Europapokal-Siegen im früheren Landesmeister-Cup, dem UEFA-Pokal und in der Champions League gehört der FC Liverpool zu den erfolgreichsten Clubs der europäischen Fußball-Geschichte.

Mit einem Sieg im heutigen Champions-League-Finale gegen Tottenham Hotspur (21.00 Uhr/Sky und DAZN) will das Team von Jürgen Klopp an diese glorreiche Vergangenheit anknüpfen. Wann immer man sich noch Jahrzehnte später an ein Europacup-Endspiel erinnert – Liverpool war häufig dabei.

1977, Landesmeister-Cup, FC Liverpool – Borussia Mönchengladbach

Fünf Mal spielten beide Vereine in den erfolgreichen 70er Jahren gegeneinander. Aber nur einmal ging es dabei im Endspiel um den Landesmeister-Pokal. Liverpool gewann in Rom verdient mit 3:1 (1:0) und leitete eine englische Dominanz in diesem Wettbewerb ein. Von 1977 bis 1984 holte sieben Mal in acht Jahren ein Club von der Insel den Henkelpott. Liverpool siegte nach 1977 auch 1978, 1981 und 1984.

1985, Landesmeister-Cup, FC Liverpool – Juventus Turin

Die Katastrophe von Heysel. 39 Menschen starben dabei, 454 wurden verletzt. Vor dem Spiel stürmten Fans des FC Liverpool einen Block des Brüsseler Stadions, in dem eigentlich nur neutrale Zuschauer sein sollten, tatsächlich aber Juventus-Anhänger standen. Der Angriff löste eine Massenpanik aus. Das Spiel wurde trotzdem angepfiffen, Turin gewann mit 1:0. Als Reaktion wurden alle englischen Vereine für fünf, Liverpool sogar für sechs Jahre vom Europacup ausgeschlossen.

2001, UEFA-Cup, FC Liverpool – CD Alaves

Der große FC Liverpool führte gegen den kleinen baskischen Provinzclub schon mit 2:0, 3:1 und 4:3. Trotzdem zwang der Außenseiter Alaves das Team der deutschen Nationalspieler Markus Babbel und Dietmar Hamann in die Verlängerung. Das 5:4 für Liverpool fiel durch ein Eigentor in der 117. Minute. Der heutige BVB-Star Marco Reus war bei diesem Drama in Dortmund einer der Balljungen.

2005, Champions League, FC Liverpool – AC Mailand

Vier Jahre später schaffte es Liverpool, den Sieg gegen Alaves sogar noch zu toppen. In Istanbul lag man zur Halbzeit mit 0:3 zurück, drei Tore innerhalb von sechs Minuten durch Steven Gerrard, Vladimir Smicer und den späteren Bayern-Profi Xabi Alsono retten die «Reds» jedoch in die Verlängerung. Milan war eigentlich die klar bessere Mannschaft, doch im Elfmeterschießen scheiterten sie an ihren Nerven und an Torwart Jerzy Dudek. Die Revanche 2007 verlor Liverpool 1:2.

2018, Champions League, FC Liverpool – Real Madrid

Selten wurde ein Europacup-Finale auf unglücklichere Weise verloren. Zwei Fehler von Liverpools Torwart Loris Karius und ein spektakulärer Seitfallzieher von Gareth Bale bescherten Liverpool in Kiew eine 1:3-Niederlage. Der deutsche Keeper wurde danach an Besiktas Istanbul ausgeliehen, erhielt aber eine Einladung für das Finale gegen Tottenham. Laut Medienberichten macht Karius aber lieber Urlaub.

Quelle: stern.de

French Open: Trio kämpft ums Achtelfinale in Paris – Zverev mit Respekt

Die deutschen Tennisprofis Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff und Andrea Petkovic haben am heutigen Samstag die Chance auf den Einzug in das Achtelfinale der French Open. Ein Blick auf die Partien des verbliebenen deutschen Trios in Paris:

ALEXANDER ZVEREV (HAMBURG/5) – DUSAN LAJOVIC (SERBIEN/30)

Im vergangenen Jahr standen sich Zverev und Lajovic in der zweiten Runde gegenüber, Zverev setzte sich auf dem Weg in sein erstes Grand-Slam-Viertelfinale in fünf Sätzen durch. Dies war auch das bislang einzige Duell zwischen den Beiden. «Das ist wirklich kein einfacher Gegner, er hat eine unglaubliche Sandplatz-Saison hinter sich», sagte Zverev vor dem Duell mit dem Weltranglisten-35. im TV-Sender Eurosport. Lajovic stand zuletzt beim Masters in Monte-Carlo im Endspiel und verlor gegen den Italiener Fabio Fognini. Zverev gewann am vergangenen Samstag das ATP-Turnier in Genf und scheint langsam zurück zu alter Stärke. «Ich freue mich drauf, mal schauen, wie es läuft», sagte der 22 Jahre alte Hamburger vor dem ersten Match des Tages (11.00 Uhr) auf dem Court Simonne Matthieu.

JAN-LENNARD STRUFF (WARSTEIN) – BORNA CORIC (KROATIEN/13)

«Das wird wieder ein sehr schwieriges Match. Ich denke aber auch, dass ich eine Chance habe, ihn zu schlagen. Ich werde alles reinpacken», sagte Jan-Lennard Struff vor dem Duell mit der Nummer 15 der Weltrangliste. Der 29 Jahre alte Sauerländer strahlt derzeit auf Sand Selbstbewusstsein aus und ist in der Form seines Lebens. Viermal schon standen sich Struff und Coric gegenüber, im direkten Vergleich steht es 2:2. Die jüngsten beiden Partien gewann Coric jedoch klar: 2018 in Madrid auf Sand und 2017 in Paris auf Hartplatz. Struff hat zum ersten Mal in seiner Karriere die dritte Runde in Paris erreicht und möchte auch eine Premiere im Achtelfinale feiern. In der Runde der letzten 16 könnte der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic warten.

ANDREA PETKOVIC (DARMSTADT) – ASHLEIGH BARTY (AUSTRALIEN/8)

Runde eins: 2:6, 6:3, 7:5 gegen die Amerikanerin Alison Riske, Runde zwei: 4:6, 6:3, 8:6 gegen die an Nummer 25 gesetzte Hsieh Su-Wei aus Taiwan – Andrea Petkovic zeigt Zähigkeit und Kampfkraft. «Sie hat das erste Match gedreht und hat das zweite Match gedreht. Es ist eine dritte Runde, und Petko hat Selbstvertrauen», sagte die langjährige Fed-Cup-Chefin und aktuelle Eurosport-Expertin Barbara Rittner. Doch natürlich ist die an Nummer acht gesetzte Australierin mit ihrem gefährlichen Rückhand-Slice und den Kick-Aufschlägen die Favoritin.

Quelle: stern.de

Warum Schalke sich von Trainer Domenico Tedesco trennen muss

Das Drama um Schalke und Trainer Domenico Tedesco hat mittlerweile groteske Züge angenommen. Die „oberpeinliche“ 0:7-Niederlage („Süddeutsche Zeitung“) gegen Manchester City in der Champions League ist nur der jüngste Tiefpunkt der lange währenden Krise. Hauptverantwortlich ist die Vereinsführung, die viel zu lange an Trainer Tedesco festgehalten zu hat.

Konsequent war bislang nur einer auf Schalke: Christian Heidel. Der Manager nahm wegen der sportlichen Misere und des angeblich schlecht zusammengestellten Kaders seinen Hut. Heidel hatte erkannt, dass er durch die massive Kritik an seiner Transferpolitik im Klub und unter den Fans verbrannt war.

Tedesco will die Realität nicht anerkennen

Tedesco fehlt offensichtlich die Fähigkeit, die eigene Situation realistisch einzuschätzen. „Ich bin auch in dieser schwierigen Situation und gebe alles. Aber grundsätzlich mache ich mir über meine Person, muss ich sagen, keine Gedanken“, sagte er nach historischen Klatsche in Manchester. Die vermeintliche Standhaftigkeit, die der Coach an den Tag legt, mag ehrenhaft sein, aber die Krise währt schon viel zu lange, als dass seine Worte noch glaubhaft klingen. Er hat sie schon viel zu oft ausgesprochen in den vergangenen Wochen. In Wahrheit kaschieren sie nur, dass er keinen Ausweg mehr weiß. Seine Zeit auf Schalke ist vorüber – endgültig.

Es mag ehrenwert gewesen sein, dass die Führung um Klub-Boss Clemens Tönnies Tedesco nicht so schnell aufgeben wollte. Schließlich hat er ihnen im vergangenen Jahr die Vizemeisterschaft beschert. Zudem genießt er, so heißt es, hohe Wertschätzung im Verein. Er gilt als fair und höflich im Umgang und als jemand, der den Job bei den Königsblauen als Berufung und als Auszeichnung versteht. Doch der Versuch, die ewigen Gesetze des Fußballs auszuhebeln, indem man ausnahmsweise mal nicht das schwächste Glied in der Kette, den Trainer, austauscht, ist gescheitert. Und kann im Hinblick auf den Abstiegskampf sogar noch gefährlich werden.

Es ist eine ausweglose Situation

So bitter es ist, der Fußball richtet sich (zumindest auf Schalke) nicht nach nach idealisierten Wunschvorstellungen. Die Wahrheit ist: Ein guter Trainer verwandelt eine Mannschaft nicht innerhalb eines Jahres von einem Vizemeister in eine abstiegsgefährdete Trümmertruppe, die von einer Blamage zur nächsten eilt. Ein guter Trainer hat es nicht nötig, nur die Spieler aufzustellen, die ihm gegenüber loyal sind. Das haben sie auf Schalke lange verkannt. Leidtragende sind Mannschaft und der Trainer selbst, die sich gemeinsam in einer Situation wiederfinden, aus der sie in dieser Konstellation einfach nicht herausfinden können. Es ist an der Zeit, sich wieder den ewigen Gesetzen des Fußball zu beugen. Zumindest in diesem Fall.

Quelle: stern.de