Trotz Punkte keine Entwarnung in Ketsch

Mit einer couragierten Teamleistung und einer Verena Oßwald „on fire“ konnten unsere Ketscher Juniorbären mit 30:24 gegen die Reserve des TuS Metzingen zwei weitere Punkte im Kampf um den rettenden neunten Tabellenplatz erobern. Dennoch war das Gesicht von Trainer Adrian Fuladdjusch nach dem Spiel nicht komplett entspannt, haben doch die direkten Tabellennachbarn ebenfalls – und zum Teil sehr überraschend -punkten können. Während bei Metzingen die bundesliga-erfahrenen Alexandra Kubasta und Saskia Wagner immer wieder mit einer sehr „schnellen Mitte“ zu Toren kamen, überragte bei den Junior-Bären unsere Verena Oßwald, die ganze 12-mal den Ball in die gegnerischen Maschen hämmerte und die ersten fünf Treffer unserer Bären allein erzielen konnte.

Ordentliche Leistung, aber keine Punkte – 32:33-Niederlage in Horkheim

Im Auswärtsspiel beim TSB Heilbronn-Horkheim sind die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder trotz ordentlicher Leistung ohne Punkte geblieben. Dabei gab die Mannschaft von TSV-Coach Eckard Nothdurft nie auf, zu etwas Zählbarem reichte es bei der knappen 32:33-Niederlage dennoch nicht. Am kommenden Sonntag, 10. Februar, 17 Uhr, wartet nun das Heimspiel gegen den TV Willstätt.

Jung-Gallier wie aus einem Guss

Mit einem absolut souveränen Heimsieg hat sich Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten auf den 2. Tabellenplatz der 3. Liga Süd vorgeschoben. Beim eindrucksvollen 33:27 (18:11) hatte der abstiegsbedrohte HC Oppenweiler/Backnang von Beginn an nicht den Hauch einer Chance und geriet früh ins Hintertreffen.

Keine Punkte nach 60 Minuten Kampf für den Northeimer HC

Nach dem souveränen Sieg gegen Lemgo am vorherigen Spieltag ging es für den NHC nach Wermelskirchen zu den Bergischen Panthern. Die Northeimer erwischten dabei den etwas schlechteren Start ins Spiel und gelangten bereits nach 7 Minuten mit 1:4 ins Hintertreffen und unterlagen am Ende mit 24:27.

HCOB-Handballer sind beim Tabellenzweiten ohne Chance

Es bleibt dabei: Spiele gegen HBW Balingen-Weilstetten II sind für die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Gestern Abend unterlag die Mannschaft von Trainer Matthias Heineke mit 27:33 in der Sparkassen-Arena – und war mit diesem Resultat noch ganz gut bedient. Die dritte Niederlage hintereinander deutete sich schon in den ersten 20 Minuten an.

Für intensive Trainingswoche belohnt

Lars Schiebler setzte per Siebenmeter den Schlusspunkt zum 33:27 (17:12)-Sieg des HSV Hannover in der dritten Liga Nord gegen den SV Anhalt Bernburg. 300 Fans in der Misburger Sporthalle waren da längst in Feierlaune. „Die Jungs haben sich für eine intensive Trainingswoche belohnt“, sagte Trainer Stephan Lux.

78 Tore in Konstanz – RNL-Junglöwen feiern Rekordsieg

Der 49:29 (20:12)-Erfolg ist nicht nur rekordverdächtig, sondern mit Abstand der deutlichste Saisonsieg in der A-Jugendbundesliga. Die Rhein-Neckar Löwen haben bei der HSG Konstanz 60 Minuten auf das Gaspedal gedrückt und waren kaum zu bändigen. Der Tabellenführer wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht, denn mit einem solch deutlichen Resultat war nicht zu rechnen.

Wiencek beklagt mentale „Leere“ nach WM-Stress

Für Nationalspieler Patrick Wiencek bedeutet der enge Terminplan im Handball neben der körperlichen auch eine schwer verkraftbare mentale Belastung. „Nach solch einem Mammutturnier, mit zehn Spielen in 18 Tagen, ist das größte Problem diese Leere im Kopf“, sagte Wiencek den Stuttgarter Nachrichten/Stuttgarter Zeitung über die Auswirkungen der Heim-WM.

Am 27. Januar hatte der Kreisläufer mit der deutschen Nationalmannschaft das Turnier auf Rang vier abgeschlossen. Nach dem All-Star-Spiel vor einer Woche folgt an diesem Donnerstag wieder das erste Bundesliga-Duell mit seinem THW Kiel bei Frisch Auf Göppingen.

„Da hilft mir persönlich nur, komplett vom Sport abzuschalten. Das klappt bei mir zu Hause mit den zwei kleinen Kindern ganz gut, sie halten mich auf Trab und lenken mich ab“, sagte Wiencek.

Wiencek „Handballer des Jahres“ 

Wiencek war zuletzt erstmals vom Fachmagazin Handballwoche als Deutschlands Handballer des Jahres gekürt worden. Mit der Nationalmannschaft hat der Abwehr-Riese nach einer guten WM weiter große Pläne.

„Wir haben gezeigt, dass wir mit den Topmannschaften mithalten können und an einem guten Tag jeden schlagen können“, sagte Wiencek: „Also können wir auch Olympiasieger werden.“ Die nächste Chance dazu besteht in Tokio 2020.

Löwen patzen in der Königsklasse

Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Champions League nach schwacher Leistung einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Der deutsche Vizemeister unterlag dem mazedonischen Spitzenklub Vardar Skopje 27:30 (12:16) und verpasste den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz der Gruppe A. Diesen hätten die Mannheimer mit einem Sieg gegen Skopje erobert (DATENCENTER: Die Tabelle). 

„Wir hatten zu wenig Bewegung und Härte im Spiel und haben vorne schlechte Würfe genommen. In der Phase sind sie weggezogen. Wir hatten viel zu viele technische Fehler“, sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen bei Sky: „Wir müssen ehrlich sein. Mit einer Mannschaft wie Vardar und den anderen Spitzenteams in Europa können wir uns nicht messen. Dafür sind wir zu instabil.“

Schmid bester Werfer der Löwen

Am Mittwoch unterliefen den Löwen zu viele Fehler. Auch die deutschen Nationalspieler Jannik Kohlbacher (acht Tore) und Patrick Groetzki (ein Tor), die ihr erstes Pflichtspiel nach der WM absolvierten, konnten der Partie keine Wende geben. Erfolgreichster Werfer der Löwen war der Schweizer Andy Schmid, der neun Treffer erzielte.

Nach schwachem Start liefen die Löwen von Beginn an einem Rückstand hinterher, kurz vor der Halbzeit lag das Team bereits mit 9:16 zurück. Löwen-Manager Oliver Roggisch forderte von seinem Team, „viel aggressiver in der Abwehr stehen und den Torhütern zu helfen.“ Dennoch fand das Jacobsen-Team nicht in den Rhythmus, die cleveren und abgezockten Gäste hatten immer die passende Antwort parat.

Das Spiel im Stenogramm:

Rhein-Neckar Löwen – HC Vardar Skopje 27:30 (12:16)
Tore: Schmid (9), Kohlbacher (8), Petersson (4), Tollbring (2), Mensah Larsen (2), Groetzki (1), Guardiola Villaolana (1) für Rhein-Neckar – Dibirov (7), Stoilov (6), Karacic (6), Kristopans (4), Skube (3), Cupic (2), Shiskarev (2) für Skopj
Zuschauer: 4149

„Mein Herz will noch“: Handballerin Müller muss Karriere beenden

Handball-Nationalspielerin Franziska Müller muss im Alter von nur 28 Jahren ihre Karriere wegen anhaltender Kniebeschwerden beenden.

Das teilten Müller und ihr Klub HSG Blomberg-Lippe am Mittwoch mit. „Mein Herz will noch – aber mein Knie kann nicht mehr. Wenn man sein Karriereende nicht selbst bestimmen kann, ist es ganz bitter, das hatte ich mir anders gewünscht und vorgenommen“, sagte Müller, die unter einem Knorpelschaden leidet.

HSG-Trainer Steffen Birkner sprach von einem „herben Schlag“ für den Verein.

„Vor allem natürlich sehr schade und traurig für sie – aber auch für unsere Mannschaft, das Nationalteam, unsere Sponsoren und Anhänger“, sagte Birkner: „Sie war über Jahre eine der torgefährlichsten Außenspielerinnen der Liga und hat ja auch diese Saison schon bereits wieder an die 50 Tore erzielt.“

Müller war 2010 von den Füchsen Berlin nach Blomberg gewechselt und erzielte seitdem 641 Bundesliga-Tore. Für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) kam sie 31-mal zum Einsatz (59 Tore), unter anderem bei der EM im vergangenen Dezember in Frankreich.