Maidhof: „Ein besonderes Gefühl“

Ein neues Gesicht in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: Julia Maidhof (HSG Bensheim-Auerbach) absolvierte gestern beim WM-Play-off-Hinspiel gegen Kroatien ihr erstes Länderspiel.

Leonie Kockel wirft den BVB zur Deutschen Meisterschaft

Schwarzgelber Jubel statt rot-schwarzer Titelverteidigung: Der Nachwuchs von Borussia Dortmund hat das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft in der weiblichen A-Jugend gegen Bayer 04 Leverkusen mit 22:21 (10:10) gewonnen. Leonie Kockel ließ die Borussinnen in den Schlusssekunden feiern.

Coup! Dissinger feiert mit Skopje CL-Triumph

Vardar Skopje hat den großen Traum seines deutschen Rückraumspielers Christian Dissinger erfüllt und zum zweiten Mal nach 2017 die Handball-Champions-League gewonnen. Die Nordmazedonier setzten sich im Endspiel des Final Four in Köln gegen den ungarischen Vertreter Telekom Veszprem mit 27:24 (16:11) durch. 

Dissinger (27), der im Oktober 2018 vom THW Kiel nach Skopje gewechselt war, darf sich erstmals über den Gewinn der wichtigsten europäischen Klubtrophäe freuen. Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer hatte dieses Kunststück mit Paris St. Germain in den vergangenen drei Jahren beim Final Four zweimal verpasst.

Skopje fand vor 19.750 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena etwas besser in die Begegnung und erarbeitete sich einen kleinen Vorsprung (8:5/14.). In der Abwehr machten die beiden Hünen Dainis Kristopans (2,15 m) und Gleb Kalarasch (2,05 m) alles dicht, in der Offensive versenkte das Team von Trainer Roberto Garcia seine Würfe eiskalt.  

Skopje und Veszprem mit dramatischer Schlussphase

Veszprem legte nach der Pause mehrere Gänge zu. Lautstark angefeuert von der ganz in Rot gekleideten Fangemeinschaft verkürzten die Ungarn mit zwei Toren in Unterzahl auf 15:17 (36.). Der etwas glücklose Dejan Milosavljev im Skopje-Tor wurde daraufhin von der Platte genommen, der 23 Jahre alte serbische Nationaltorwart wechselt im Sommer zum Bundesligisten Füchse Berlin. 

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In einer hochdramatischen Schlussphase kamen die Ungarn, die im Viertelfinale den deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt ausgeschaltet hatten, bis auf einen Treffer heran (23:24/56.). Der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen. Bester Werfer für Skopje war der brasilianische Kreisläufer Rogerio Ferreira Moraes mit sechs Treffern, Dissinger blieb ohne Torerfolg.

Dissinger war allerdings nicht der einzige deutsche Teilnehmer im Endspiel. Das Schiedsrichter-Duo Lars Geipel und Marcus Helbig leitete das Finale des Final Four, das zum zehnten Mal in Köln stattfand, zum zweiten Mal nach 2017 souverän und ohne große Aufreger. Auch bei ihrem ersten Einsatz vor zwei Jahren hatte Skopje den Titel gewonnen.

Barcelona gewinnt Spiel um Platz drei

Zuvor hatte der FC Barcelona das Spiel um Platz drei für sich entschieden. Die Spanier setzten sich nach einem Offensivfeuerwerk gegen den polnischen Meister KS Kielce mit 40:35 (20:16) durch. Ihr bester Werfer war der französische Nationalspieler Dika Mem mit acht Toren.

In einer flotten Anfangsphase erspielte sich Barcelonas Starensemble um den isländischen Spielmacher Aron Palmarsson schnell ein kleines Polster (9:5/10.). Kielce, künftiger Arbeitgeber von Nationaltorhüter Andreas Wolff, hatte zunächst keine Antwort auf die schnellen Angriffe der Spanier parat.

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Im zweiten Durchgang machte Kielce mit Star-Trainer Talant Duschebajew das Spiel wieder spannend und kam zwischenzeitlich auf 29:31 (47.) heran. Der spanische Champion geriet ins Straucheln, brachte den Vorsprung aber über die Zeit. Für Kielce traf Alex Duschebajew fünfmal ins gegnerische Tor, der Trainer-Sohn wurde mit 100 Toren Topscorer der Champions-League-Saison.

Die Stimmen zum Spiel gegen Kroatien

Vor 2500 Zuschauern bestritt die deutschen Frauen-Nationalmannschaft das WM-Play-off-Hinspiel gegen Kroatien.In der Sporthalle in Koprivnica erkämpfte sich das deutsche Team ein 24:24. Hier sind die Stimmen zum Spiel:

Handballerinnen steuern nach Remis auf WM zu

Die deutschen Handballerinnen können allmählich an die Planungen für die WM im Dezember in Japan denken.

Das Team von Bundestrainer Henk Groener kam im Play-off-Hinspiel gegen Kroatien vor 2500 Zuschauern in Koprivnica zu einem 24:24 (10:11) und legte damit eine ordentliche Basis für das Rückspiel am kommenden Mittwoch (Handball, WM-Qualifikation: Deutschland – Kroatien ab 18.40 LIVE bei SPORT1 im TV und STREAM ) in Hamm/Westfalen. 

Der Bundestrainer war allerdings nicht ganz zufrieden mit seinen Schützlingen. „In der Abwehr waren wir zu passiv, im Angriff haben wir zu viele technische Fehler gemacht“, sagte Groener: „Das war nicht genug, bis Mittwoch haben wir noch einiges aufzuarbeiten.“

Naidzinavicius beste Werferin beim DHB

Beste deutsche Werferin war Kapitänin Kim Naidzinavicius vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim mit sechs Treffern, dreimal traf Alicia Stolle vom DHB-Pokalsieger Thüringer HC.

Mit einer Debütantin, einigen jungen Spielerinnen und etlichen Routiniers war Deutschland in Koprivnica angetreten, und die fehlende Erfahrung machte sich zu Beginn bemerkbar. Schon in der achten Minute nahm Groener beim 2:4-Rückstand seine erste Auszeit, anschließend verkürzte Naidzinavicius auf 3:4.

Das deutsche Spiel blieb solide, aber fehlerhaft. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Abwehr warf Kroatiens Ana Turk den Ball ins leere deutsche Tor zur kroatischen 5:3-Führung. Fünf Minuten blieb die deutsche Mannschaft ohne Treffer, dann stellten Naidzinavicius und Bölk mit einem Doppelschlag in der 14. Minute auf 5:6.

Deutschland blieb in Rückstand, auch wenn der nie mehr als zwei Tore betrug. In der 25. Minute räumte Dinah Eckerle (Bietigheim) ihren Platz im Tor für Isabell Roch (Metzingen), und Sekunden vor der Halbzeitpause verkürzte Debütantin Julia Maidhof von der HSG Bensheim-Auerbach auf 10:11. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine.

DHB-Frauen drehen Partie

Nach dem Wiederanpfiff wirkte Deutschland entschlossener, glich schnell aus und ging durch Stolle in der 37. Minute erstmals mit 14:13 in Führung. Noch einmal übernahm Kroatien durch einen Doppelschlag in der 41. Minute zum 17:15 die Initiative, doch Deutschland konterte sofort und lag danach immer knapp vorn. 39 Sekunden vor dem Ende erzielte Kroatien nach einer Unachtsamkeit in der deutschen Abwehr den Ausgleich zum 24:24.

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Groener hat großes Vertrauen in seinen Kader. „Jede Spielerin ist heiß“, sagt der 58-jährige Niederländer, der seit rund anderthalb Jahren im Amt ist: „Die Mannschaft wird auch im Rückspiel zeigen, was sie draufhat. Wir wollen unbedingt zur WM.“

Kim Naidzinavicius ist nach langer Verletzungspause wieder dabei, mit 94 Länderspielen verfügt die 28-Jährige über die meiste Erfahrung, und sie gab der jungen deutschen Mannschaft Sicherheit. In der hektischen Schlussphase sorgte die 27-Jährige für die nötige Ruhe und Übersicht. Das späte Remis konnte aber auch sie nicht verhindern.

Flensburg verlängert mit Publikumsliebling Svan

Wenige Tage vor den entscheidenden 60 Minuten um die deutsche Handball-Meisterschaft hat Titelverteidiger und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt den Vertrag mit Weltmeister Lasse Svan verlängert.

Der 35 Jahre alte Publikumsliebling unterschrieb bis 2022, er wird dann 14 Jahre das Trikot der Fördestädter getragen haben.

„Lasse zählt zu den besten Rechtsaußen der Welt und wir sind stolz, dass er für uns weiterhin auf Torejagd geht“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit diesem Ausnahmespieler“, meinte Trainer Maik Machulla. In insgesamt 533 Spielen konnte der Däne Svan bislang 2158 Tore für die SG erzielen. 

Svan beeindruckt mit großer Titelsammlung

Seine Titelsammlung ist beeindruckend. Svan krönte sich unter anderem bereits zum Olympiasieger, Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger, DHB-Pokal-Sieger und deutschen Meister.

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Am Sonntag könnte der nächste Streich folgen. Der SG reicht beim Bergischen HC ein Punkt, um im Fernduell mit dem THW Kiel über die dritte Meisterschaft zu jubeln.

Veszprems nächster Anlauf auf den Titel

An diesem Wochenende suchen die vier besten Mannschaften Europas im Champions League Final Four wieder ihren König. Mit Telekom Veszprem (Ungarn), PGE Vive Kielce (Polen), FC Barcelona (Spanien) und RK Vardar (Nordmazedonien) sind diesmal vier Teams aus vier unterschiedlichen Ländern vertreten. Zum dritten Mal in Folge findet das Final Four ohne deutsche Beteiligung statt.

Die Halbfinale werden am Samstag gespielt, am Sonntag stehen das Spiel um Platz 3 und das Finale auf dem Programm. Den Auftakt zum diesjährigen Final Four machen Veszprem und Kielce. (Handball Champions League Final Four, Halbfinale 1: Telekom Veszprem – PGE Vive Kielce, ab 15.15 Uhr im SPORT1-Liveticker) Direkt im Anschluss suchen Barcelona und Vardar den zweiten Finalisten. (Handball Champions League Final Four, 2. Halbfinale: FC Barcelona – RK Vardar, ab 18.00 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Veszprem will den Premierentitel

Seit der Einführung des Final-Four-Formats nahm Veszprem bereits vier Mal an dem Endturnier teil. Zwei Mal gelang sogar der Sprung ins Finale. Der große Coup ist dem Team aus Ungarn aber noch nicht geglückt. Daher ist der ungarische Rekordmeister auch besonders motiviert, sich endlich Europas Krone aufzusetzen.

Das bekam im Viertelfinale bereits der deutschte Meister SG Flensburg-Handewitt zu spüren. Mit zwei Siegen und einem Gesamtscore von 57:47 überrollte Veszprem die Norddeutschen regelrecht.

Allerdings bekommt man es mit einem richtig schweren Brocken zu tun. Im Viertelfinale schaltete Gegner Kielce niemand Geringeres als die Startruppe von Paris Saint-Germain aus. Vor allem der 34:24-Hinspielerfolg in heimischer Halle war eine wahre Demonstration der Stärke. Allerdings hat das Rückspiel auch gezeigt, dass das Team aus Polen verwundbar ist.

Nur zwei Tore fehlte dem Team um Uwe Gensheimer zum Weiterkommen. Mit 35:26 schrammte man im Stade Pierre de Coubertin nur ganz knapp an der Sensation vorbei.

Barcelona kann La Decima feiern

Ähnlich wie im Fußball ist der FC Barcelona auch im Handball ein echtes Schwergewicht. Bereits im Europapokal der Landesmeister konnte man sich einmal (1991) in die Siegerliste eintragen, bevor man dann in der Champions-League-Ära mit acht Erfolgen zum Rekordtitelträger avancierte. (Service: Spielplan der Handball-Champions-League im SPORT1-Datencenter)

Letzte Saison scheiterte der spanische Traditionsverein allerdings schon im Viertelfinale am späteren Titelträger Montpellier HB. Diese Scharte will man in diesem Jahr wieder auswetzen und sich endlich zum zehnten Mal die europäische Handballkrone sichern.

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Gegen die Nordmazedonier von RK Vardar gehen die Spanier auch als Favorit ins Rennen. Jedoch sollte man den Champions League-Sieger von 2017 nicht unterschätzen. Zwar hatte man mit PPD Zagreb (Kroatien) und Pick Szeged (Ungarn) nicht die prominentesten Gegner, aber dieser Aufgaben entledigte sich das Team aus Skopje souverän.

So können Sie das Champions League Final Four LIVE verfolgen:

TV:Sky
Livestream: SkyGo
Liveticker: SPORT1.de & SPORT1 App

Skopje mit Wahnsinns-Comeback ins CL-Finale

Christian Dissinger wird Gastgeber Deutschland im Finale des Final Four in der Handball-Champions-League würdig vertreten: Mit seinem nordmazedonischen Verein Vardar Skopje erreichte der frühere Nationalspieler durch ein 29:27 (9:16) in einem unglaublichen Krimi gegen den FC Barcelona das Endspiel, in dem am Sonntag (ab 18.00 Uhr im LIVETICKER) Flensburg-Bezwinger Telekom Veszprem der Gegner ist.

„Ich weiß nicht, wie wir das gemacht haben“, sagte Dissinger bei Sky: „Ich kann es nicht erklären, das ist wirklich verrückt.“

Veszprem, im Viertelfinale Endstation für den deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt, gewann gegen den polnischen Vertreter KS Kielce, künftiger Arbeitgeber von Nationaltorhüter Andreas Wolff, mit 33:30 (13:13).

Schiedsrichter mit schlechter Leistung

Barcelona war gegen Skopje in der ersten Halbzeit die klar dominierende Mannschaft – tatkräftig unterstützt von den schwachen lettischen Schiedsrichtern Zigmars Sondors und Renars Licis, die Skopje einige Male benachteiligten. „Das hat Vardar verunsichert“, sagte der frühere Bundestrainer Heiner Brand in seiner Rolle als Sky-Experte: „So viel schlechter waren sie nicht.“

Aber zunächst auch nicht gut genug für die schnellen Angreifer der Spanier, die vor allem die Innenverteidigung von Skopje mit den beiden Hünen Dainis Kristopans (2,15 m) und Gleb Kalarasch (2,05 m) schlecht aussehen ließen. Schlimmeres verhinderte Skopjes guter Torhüter Dejan Milosavljev. Der 23 Jahre alte serbische Nationaltorwart wechselt im Sommer zum Bundesligisten Füchse Berlin.

Dissinger mit letztem Tor des Spiels

Nach der Pause verlor Barcelonas Starensemble um den isländischen Spielmacher Aron Palmarsson komplett den Faden. Unsicherheiten in der Abwehr und viele technische Fehler im Angriff brachten Skopje Tor um Tor zurück ins Spiel. Vor allem Linkshänder Kristopans zeigte seine Qualitäten nun im Angriff und war am Ende mit zehn Toren bester Werfer seiner Mannschaft.

Fünf Minuten vor dem Ende war Skopje bis auf ein Tor herangekommen, kurz darauf fiel in der 57. Minute der Ausgleich zum 26:26. Barcelona konnte nicht mehr standhalten, all das, was die Spanier in der ersten Halbzeit ausgezeichnet hatte, ließen sie nach der Pause vermissen. Am Ende war es Dissinger vorbehalten, das letzte Tor der Partie zum 29:27-Endstand zu erzielen.

Veszprem mit gutem Start

Veszprem erwischte gegen Kielce den besseren Start und führte schnell mit 5:2. Die Verletzung ihres 39 Jahre alten Star-Torhüters Arpad Sterbik, der in der 21. Minute bei einem Gegenstoß mit Kielces Marko Mamic zusammenprallte und eine Beinverletzung erlitt, schien die Ungarn vorübergehend aus dem Rhythmus zu bringen.

Kielce glich beim 8:8 in der 22. Minute erstmals aus und ging wenig später in Führung, konnte sich aber nicht absetzen.

CL-Topscorer im Kielce-Trikot

Das taten dafür die Ungarn, die Mitte der zweiten Halbzeit auf vier Tore davonzogen und Kielce mit Star-Trainer Talant Duschebajew nicht mehr herankommen ließen. Veszprems bester Werfer in der mit 19.750 Zuschauern ausverkauften Kölner Lanxess-Arena war der überragende Spielmacher Petar Nenadic, der bei 14 Versuchen zwölf Treffer erzielte.

Für Kielce traf Trainer-Sohn Alex Duschebajew siebenmal ins gegnerische Tor. Mit aktuell 95 Toren ist Duschebajew der Topscorer in der laufenden Champions-League-Saison.