Highlights zu GERCRO

Eine ausverkaufte WESTPRESS arena in Hamm, packende Zweikämpfe und am Ende die Gewissheit: Das Ticket zur WM in Japan ist gesichert.

Flensburgs Lauge ist „Spieler der Saison“

Rasmus Lauge, Spielmacher des alten und möglicherweise auch neuen deutschen Meisters SG Flensburg-Handewitt, ist von den Trainern und Managern der Handball-Bundesliga zum Spieler der Saison gewählt worden.

Der 27-Jährige, der im Sommer zum ungarischen Champions-League-Finalisten Telekom Veszprem wechselt, löst den Schweizer Andy Schmid ab. Der Regisseur der Rhein-Neckar Löwen hatte die Auszeichnung zuvor fünfmal in Folge erhalten.

Der Trainer und der Torhüter der Saison kommen vom THW Kiel.

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Coach Alfred Gislason wird nach elf Jahren den Platz an der Seitenlinie für seinen früheren Spieler und aktuellen Co-Trainer Filip Jicha räumen. Gislason wurde zum fünften Mal nacheinander ausgezeichnet. Der dänische Weltmeister-Keeper Niklas Landin gewann das Voting zum zweiten Mal in Folge.

Leistungssteigerung gegen Kroatien: DHB-Frauen lösen WM-Ticket

WM-Ticket gelöst, Olympia-Traum gewahrt: Die deutschen Handballerinnen haben die Nerven behalten und sich für die diesjährige Weltmeisterschaft in Japan qualifiziert. Das Team von Bundestrainer Henk Groener gewann in Hamm/Westfalen das Play-off-Rückspiel gegen Kroatien mit 25:21 (14:9), damit kann die Mannschaft ihren Reifeprozess auf höchstem Niveau vorantreiben.

Sieg gegen Kroatien: DHB-Frauen lösen WM-Ticket

Die deutschen Handballerinnen haben sich das Ticket für die diesjährige WM in Japan (30. November bis 15. Dezember) gesichert.

Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener gewann das Playoff-Rückspiel gegen Kroatien in Hamm/Westfalen am Mittwoch mit 25:21 (14:9). Das Hinspiel in Koprivnica war am Sonntag 24:24 ausgegangen.

Naidzinavicius atmet kräftig durch

„Die Erleichterung ist riesig“, sagte Kapitänin Kim Naidzinavicius: „Nachdem wir uns im Hinspiel so schwer getan hatten, wussten wir, dass es auch zu Hause nicht einfach wird. Aber man hat gesehen, dass wir es unbedingt wollten.“

Torhüterin Dinah Eckerle fügte hinzu: „Ich bin glücklich, dass wir das geschafft haben. Wir werden alle mit einer riesigen Euphorie nach Japan fahren, diese WM war unser großes Ziel.“ 

Lokalmatadorin Alicia Stolle war mit sechs Treffern vor 2131 Zuschauern in ausverkaufter Halle die beste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

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Dank der WM-Teilnahme dürfen die DHB-Frauen auch weiterhin auf einen der begehrten Startplätze bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio hoffen. 

WM in Gefahr: DHB-Team zum Siegen verdammt

Showdown in Hamm: Deutschlands Handball-Frauen müssen im WM-Playoff-Rückspiel gegen Kroatien bestehen – und SPORT1 ist mittendrin. (WM-Quali: Deutschland – Kroatien, ab 18.40 Uhr LIVE im TV und Stream)

Nach dem 24:24-Unentschieden im Hinspiel am vergangenen Sonntag in Kroatien ist im Rückspiel nun Spannung garantiert. Als Kommentator ist Peter Kohl im Einsatz.

Naidzinavicius überzeugt im Hinspiel

Trotz des Unentschiedens war Bundestrainer Henk Groener nicht ganz zufrieden mit seiner Mannschaft: „In der Abwehr waren wir zu passiv, im Angriff haben wir zu viele technische Fehler gemacht“, sagte der Niederländer: „Das war nicht genug, bis Mittwoch haben wir noch einiges aufzuarbeiten.“

Beste deutsche Werferin am Sonntag war Kapitänin Kim Naidzinavicius vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim mit sechs Treffern. Alicia Stolle vom DHB-Pokalsieger Thüringer HC traf dreimal.

Nun gilt es, mit einem Sieg im Rückspiel vor heimischer Kulisse in der WESTPRESS arena in Hamm die WM-Teilnahme klarzumachen. Bei einer Pleite würde man zum dritten Mal seit 1957 die Teilnahme an einer WM verpassen.

Kroatien zuletzt 2011 bei einer WM

Die letzte WM-Qualifikation für Kroatien datiert aus dem Jahr 2011, danach schaffte es das Team von Trainer Nenad Šoštarić drei Turniere lang nicht, sich zu qualifizieren. Das letzte große Turnier, die EM 2018, schloss Kroatien als 16. ab, Deutschland landete auf Platz zehn.

Die deutschen Handballerinnen präsentierten sich nach ihrem Umbruch im Vorjahr zur EM mit einer verjüngten Mannschaft, die zuletzt durchaus respektable Ergebnisse gegen die Niederlande erzielte. Nach einer knappen 26:29-Niederlage am 22. März in Groningen folgte am 23. März das Spiel in Deutschland.

SPORT1 übertrug den verdienten 29:28-Sieg gegen den EM-Dritten live aus Oldenburg.

So können Sie Deutschland – Kroatien LIVE verfolgen:

TV: SPORT1

Stream:Sport1.de

DHfK Leipzig verstärkt sich mit Kroatien-Star

Der SC DHfK Leipzig hat den kroatischen Nationalspieler Marko Mamic verpflichtet.

Der halblinke Rückraumspieler wechselt vom polnischen Meister KS Kielce zu den Sachsen und erhält einen Dreijahresvertrag. Mit Kielce stand der 25-Jährige am vergangenen Wochenende beim Final Four der Champions League in Köln auf dem Parkett.

Bei der Halbfinalniederlage gegen Telekom Veszprem/Ungarn (30:33) fungierte Mamic als Abwehrchef im Innenblock, trug sich aber auch zweimal in die Torschützenliste ein.

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„Marko ist ein Spieler von internationaler Klasse, der unserer Mannschaft sowohl im Angriff als auch in der Abwehr Impulse geben wird. Ich freue mich sehr, dass sich ein Spieler von Markos Kaliber für unseren Verein entschieden hat“, sagte Leipzigs Trainer Andre Haber.

Endspiel gegen Kroatien: DHB-Team zum Siegen verdammt

Die deutschen Handballerinnen gehen mit Entschlossenheit und viel Wut im Bauch in das entscheidende WM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien.

„Das Hinspiel war ein Weckruf. Ich spüre in der Mannschaft einen richtigen Willen, es jetzt besser zu machen“, sagte Bundestrainer Henk Groener vor dem Playoff-Rückspiel gegen Kroatien am Mittwoch (WM-Playoffs, Deutschland – Kroatien, Mi., ab 18.45 LIVE im TV auf SPORT1) in Hamm/Westfalen.

Nur ein Sieg zählt

Beim 24:24 im Hinspiel am Sonntag hatte seine Mannschaft einen Auswärtserfolg in der Schlussphase aus der Hand gegeben. Nur ein Sieg in Hamm garantiert die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Dezember in Japan und hält den Traum von den Olympischen Spielen 2020 am Leben. Bei einem Unentschieden zählt die Anzahl der Auswärtstore.

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„Der Druck ist immer da, aber ich beschäftigte mich nur mit dem Spiel“, sagte der 58-jährige Groener. Kreisläuferin Meike Schmelzer vom DHB-Pokalsieger Thüringer HC will gar nicht an ein Scheitern denken: „Wir sind Leistungssportler, wir sind Druck gewohnt. Mich persönlich spornt das Hinspiel eher an. Das motiviert sehr“, sagte die 25-Jährige.

Flensburg bindet nächsten Spieler

Die SG Flensburg-Handewitt hat kurz nach der Vertragsverlängerung von Weltmeister Lasse Svan die nächste Zukunftsentscheidung getroffen: Marius Steinhauser verlängerte vorzeitig bis 2023 beim amtierenden Meister, damit sind die Planungen auf Rechtsaußen abgeschlossen. 

Der 26-Jährige wechselte 2017 von den Rhein-Neckar Löwen zur SG und holte 2018 nach zuvor zwei Titeln mit den Mannheimern auch mit Flensburg die Meisterschaft.

Mit einem Punktgewinn am Sonntag beim Bergischen HC (Handball-Bundesliga, Bergischer HC – SG Flensburg-Handewitt, So., ab 15 Uhr im LIVETICKER) könnte Steinhauser die Schale erneut in die Höhe halten. Der THW Kiel kann den Nord-Rivalen nur bei einem Patzer noch abfangen.

Deutschlands Ex-Talent feiert ein Handball-Wunder

Christian Dissinger genoss die Sektdusche, er jubelte ausgelassen mit den Fans und ließ die Champions-League-Trophäe fast gar nicht mehr los: Nach etlichen Rückschlägen, zwei Kreuzbandrissen und vielen enttäuschten Hoffnungen darf sich das einst vielleicht größte Talent des deutschen Handballs nun Champions-League-Sieger nennen.

„Unglaublich“ fand er selbst das: „Ein absoluter Traum.“

Der Sieg seines nordmazedonischen Vereins Vardar Skopje im Endspiel des Final Four in Köln gegen den ungarischen Vertreter Telekom Veszprem (27:24) war vor allem für Rückraumspieler Dissinger etwas ganz Besonderes. „In den vergangenen drei Jahren ist so viel schief gelaufen. Deshalb ist es genial, hier mit dem Pokal zu stehen“, sagte der 27-Jährige, der bereits mit 19 Jahren seinen ersten von mittlerweile zwei Kreuzbandrissen erlitt.

Dissinger verpasst EM-Triumph

Im Januar 2016 zog sich der 2,02-m-Hüne, mittlerweile beim deutschen Rekordmeister THW Kiel unter Vertrag, bei der EM in Polen im vorletzten Hauptrundenspiel gegen Russland eine Adduktorenverletzung zu. Dissinger musste abreisen, Deutschland wurde Europameister. Bei Olympia im August 2016 holte er mit der Nationalmannschaft Bronze, erlitt dabei aber eine schwere Oberschenkelprellung. Um seinen Körper zu schonen, kehrte er der DHB-Auswahl bis auf weiteres den Rücken.

Beim THW Kiel kam Dissinger, der nicht zuletzt aufgrund seiner Verletzungen immer wieder unter dem Radar geblieben war, in der Folge nicht über eine Reservistenrolle hinaus. Um Spielpraxis zu sammeln, wagte er im Oktober 2018 den Gang nach Nordmazedonien. Dort fand er wieder in die Spur, allerdings musste er sich nach einer im März erlittenen Verletzung (ausgekugelter Ellbogen mit Knorpelriss und Knochenödem) erneut zurückkämpfen. Er wurde belohnt, Dissinger vertrat Gastgeber Deutschland beim Final Four mehr als würdig.

Allein die Tatsache, dass Skopje im Finale stand, war eine große Überraschung. Im Halbfinale lag Vardar gegen das Starensemble des FC Barcelona zur Pause 9:16 zurück, Dissinger krönte eine unglaubliche Aufholjagd mit dem abschließenden Treffer zum 29:27. Einen Tag später dann der ganz große Wurf.

Dissingers Zukunft offen

Der zweite Titel in der Königsklasse nach 2017 war speziell für Skopjes frenetischen Anhänger ein Segen. „Unsere Fans haben wahnsinnig viel Geld hingelegt. Eine Karte kostet 300 Euro, das ist ein Durchschnittslohn in Nordmazedonien“, sagte Dissinger, der sich auf einen Empfang mit „Hunderttausenden Leuten“ auf den Straßen von Skopje freut: „Das wird drei, vier Tage eine Party.“

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Wie es danach weitergehen wird, steht allerdings in den Sternen. Klubbesitzer Sergej Samsonenko kündigte seinen Rückzug an, immerhin werden die Hauptgesellschafter erhalten bleiben. Ob das für eine gesicherte Zukunft reicht, bleibt unklar.

Um seine persönliche Zukunft machte sich Dissinger, der in Skopje einen Zweijahresvertrag hat, aber noch keine Gedanken. „Das ist mir die nächsten paar Tage auch wirklich egal“, sagte er lächelnd. Wie und wo es für den 27-Jährigen weitergehen wird, ist offen. Ein Champions-League-Sieg in der Vita ist jedenfalls nicht die schlechteste Empfehlung.